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+++ Kirchanschöring setzt beim Ehrenamt aufs Internet +++

Deutschlandweit erste Gemeinde beteiligt sich bei www.doogood.org, dem bundesweiten Netzwerk für soziale Verantwortung/ Bürgermeister Hans-Jörg Birner: Wichtiges Werkzeug, ehrenamtliche Helfer und Aufgaben zusammenzubringen

KIRCHANSCHÖRING (02.12.11) - Gegenseitige Hilfe der Menschen und bürgerschaftliches Engagement zählt hier noch viel: Beim Vermitteln von sozialen Aufgaben und ehrenamtlichen Mitarbeitern setzt der 3.200-Seelen-Ort Kirchanschöring (Lkr. Traunstein) als erste Gemeinde Deutschlands auf www.doogood.org. „Wir müssen beim Ehrenamt die Zeichen der Zeit erkennen“, sagte der 44-jährige Bürgermeister Hans-Jörg Birner (CSU) anlässlich des Beitritts zum neuen bundesweiten Internet-Netzwerk für soziale Verantwortung.

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Im oberbayerischen Rupertiwinkel zwischen Waginger See und österreichischer Grenze ist die Welt noch in Ordnung: Etwas mehr als ein Drittel der Kirchanschöringer Bevölkerung ist laut Bürgermeister Birner ehrenamtlich tätig. Birner: „Allein 60 Vereine sind aktiv im Dorfleben. Die Vereinsstrukturen sind noch in Ordnung, aber der Nachwuchs bricht uns weg.“ Zudem steigen laut dem Gemeindeoberhaupt die beruflichen Herausforderungen für die Dorfbewohner. Die höhere Berufstätigkeit von Frauen ist auch ausschlaggebend für knappe Zeitbudgets: „Nur wenige haben noch Zeit für ehrenamtliche Aufgaben, deshalb setzen wir jetzt auf die Auswahlfunktion der Ehrenamts-Plattform DOOGOOD“, sagt der Rathaus-Chef.

Internet statt Karteikarten
Um Helfer für diese Aufgaben zu koordinieren, hat die Gemeinde vor einiger Zeit ein „Sozialbüro“ als Knotenpunkt des sozialen Engagements – quasi auf analoger Ebene - eingerichtet. Die Vermittlung auf Basis von Karteikarten ist mühsam, die zunehmenden Daten mit Angebot und Nachfragen manuell kaum zu handeln. Mit Hilfe der neuen Internet-Plattform soll das treffsichere Finden von ehrenamtlichen Helfern leichter gehen.

Großes Angebot an ehrenamtlichen Aufgaben

Hilfe zur Selbsthilfe hat Tradition in Kirchanschöring. Seit 1991 gibt es einen Sozialfonds, aus dem unbürokratisch geholfen wird. „Wir wollen nicht nur auf den Staat vertrauen“, sagt Michaela Stockhammer, im Rathaus für Sozialwesen zuständig. Rund 15.000 Euro sind immer im Topf. 80 bis 100 Dorfbewohner kommen so jedes Jahr durch schlimme Krisen. Nachbarschaftshilfe wird groß geschrieben. Bei einem Ort mit 45 Weilern ist dies unbedingt notwendig. Die Palette an zu vergebenden ehrenamtlichen Tätigkeiten der Gemeinde, aus den Vereinen und kirchlichen Institutionen ist ebenfalls groß: Vorlesen, Begleiten, Spazieren gehen, Gartenhilfe, aber auch die Unterstützung von Familienangehörigen, die einen pflegebedürftigen Menschen betreuen. „Mit DOOGOOD wollen wir auch den Bedarf in der Bevölkerung abfragen“, sagt Michaela Stockhammer.

Ansprache einer neuer Generation von Helfern
Bürgermeister Hans-Jörg Birner war sofort von der neuen Internet-Plattform www.doogood.org begeistert, die ihm ein Mitarbeiter vorstellte. „Es schlummern noch viele freiwillige Helfer in unserer Gemeinde, von denen wir noch gar nichts wissen“, ist sich Birner sicher. Dieses Potential will er mit Hilfe des Internets wecken. Doogood ist für ihn eine gute Lösung, „weil Generationen über das Internet angesprochen werden, die bisher nicht erreicht worden sind.“ Diese Lücke schließe DOOGOOD“, so Birner.

Ehrenamtliche Leistung lohnt sich
In dem Netzwerk für soziale Verantwortung, das am 1. Dezember 2011 offiziell in Berlin vorgestellt wird, melden sich sowohl hilfswillige Ehrenamtliche als auch hilfesuchende Sozialinstitutionen oder Vereine kostenlos an und werden dann zusammen gebracht. „Wer sich gegen eine geringe Gebühr als Premiumnutzer registriert, nimmt zusätzlich an einem attraktiven Geschenk- bzw. Förderungssystem teil“, erläutert Jeanine von Stehlik, Gründerin der bundesweiten Plattform im oberbayerischen Oberhaching. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde wird jeweils ein DOOGOOD-Punkt gut geschrieben, den man dann in unterschiedlichste Prämien eintauschen kann. „Damit wird ehrenamtliche Leistung auch belohnt“, freut sich Bürgermeister Hans-Jörg Birner.

„Kleines Dankeschön“ für ehrenamtliche Arbeit
Anerkennung gab es für verdiente Gemeindemitglieder bisher nur über einen Titel. Die Vereine im Ort stimmten darüber ab. Ehrenamtler des Jahres 2011 sind Georg Roitner jun., der ein großes Musikfest organisiert und eine Typisierungsaktion ins Leben gerufen hat, und Elfriede Allerberger, die als gemeindliche Seniorenbeauftragte rund 800 Stunden im Jahr geleistet hat. In Zukunft soll es nicht nur beim Titel bleiben. DOOGOOD ist laut Bürgermeister Birner ein sehr gutes Werkzeug, über das Prämiensystem „ein kleines Dankeschön“ zu sagen.

Vier Millionen Arbeitsstunden täglich fehlen
„Wir wollen im sozialen Bereich den Bedarf an ehrenamtlicher Mitarbeit decken“, hofft DOOGOOD-Gründerin von Stehlik. In Deutschland besteht allein im sozialen Sektor ein Manko an Arbeitsstunden freiwilliger Helfer von vier Millionen Stunden pro Tag. Das willen man mit DOOGOOD ändern.“ Zusätzlich soll die Mitarbeit der jetzt schon bundesweit rund 30 Millionen ehrenamtlich Tätigen besser anerkannt werden“, sagt die 35-jährige Juristin, die selbst über ein Ehrenamt zur Portalgründung kam.

Für Bürgermeister Birner steht fest: „Jeder einzelne Kirchanschöringer kann jetzt mit seinen individuellen Fähigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung helfen.“ Das gehört für ihn zur Lebensqualität in einer lebendigen Gemeinde. Die Jugend wachse in das Ehrenamt geradezu hinein. „Mit DOOGOOD haben wir das Koordinationsinstrument gefunden. Jeder weiß in Zukunft, wo er helfen kann und wo Hilfe dringend gebraucht wird.“ Mit der Vorreiterrolle im sozialen Engagement wird auch das Credo des Bürgermeisters mit Leben erfüllt, das er sich für seine Gemeinde wünscht: „Do lost se guat leben.“

Über DOOGOOD
Hinter dem Netzwerk DOOGOOD steht die DOOGOOD-Stiftung für soziale Verantwortung mit Sitz in Oberhaching bei München. Sie sichert als beherrschende Gesellschafterin der DOOGOOD Dienstleistungs- GmbH die auf den bürgerschaftlichen “Dritten Sektor“ ausgerichtete Unternehmensstrategie dieser als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb tätigen GmbH. Die Erlöse dieser GmbH gehen entsprechend dem Mehrheitsanteil von 70 Prozent an die DOOGOOD-Stiftung. Das Stiftungsvermögen beträgt 300.000 Euro. Seit 2009 laufen die Vorbereitungen zum Start der Internet-Plattform.

Prominent besetzter Stiftungsrat
Mitglieder im Stiftungsrat sind Susanne Auwärter-Brodbeck (Stuttgart), Achim Beck (London), Oliver Hagedorn (Berlin), Dr. Holger Karsten (Königstein), Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Frankfurt), Dipl.-Kfm. Johannes Wedding (Frankfurt), Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen) und Andreas Westerfellhaus (Präsident des Deutschen Pflegerates). Dem Stiftungskuratorium gehört Elisabeth Hahnke (Mitgründerin der Initiative Rock Your Life) an. Stiftungsrat und Kuratorium entscheiden über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke. Sozialinstitutionen, denen dringend erforderliche finanzielle Mittel fehlen, werden von DOOGOOD unterstützt.

Der Stiftungszweck ist auf folgende gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgerichtet: das öffentliche Gesundheitswesen, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe und das bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke in Deutschland und darüber hinaus in Europa nachhaltig zu fördern.


Weitere Infos zu Doogood - Netzwerk für soziale Verantwortung

+++ DOOGOOD vermittelt und belohnt ehrenamtliche Helfer +++

Netzwerk für soziale Verantwortung startet bundesweite Ehrenamtsbörse / Basisnutzung kostenfrei / Prämien-Anerkennung für geleistete Tätigkeiten / Stiftungsräte u. a. Susanne Auwärter-Brodbeck, Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (DAI) und Andreas Westerfellhaus (Präsident des Deutschen Pflegerates) / Kuratorium: Elisabeth Hahnke (Mitgründerin der Initiative Rock Your Life)
BERLIN/OBERHACHING (01.12.11) - Tue Gutes und werde dafür belohnt: www.doogood.org – das neue bundesweite Netzwerk für soziale Verantwortung – ist am 1. Dezember 2011 offiziell online gegangen. „Wir schaffen per Mausklick Transparenz am Markt für ehrenamtliche Tätigkeiten und honorieren dieses Engagement mit Sachprämien“, sagte Jeanine von Stehlik, Gründerin und Vorsitzende der DOOGOOD-Stiftung (Oberhaching bei München), bei der Vorstellung des Internetportals im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz (BPK) am Donnerstag in Berlin.

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Das neu gegründete Netzwerk für soziale Verantwortung hat zum Ziel, Notstände im sozialen Bereich durch ehrenamtlich Tätige abzubauen. Bundesweit sind rund 60.000 Sozialinstitutionen, Vereine oder Gemeinden nach Angaben von Jeanine von Stehlik auf www.doogood.org bereits erfasst. DOOGOOD möchte Engpässe und Probleme in sozialen Einrichtungen durch freiwillig Engagierte und mit einem interessanten Belohnungssystem (800 verschiedene Prämien) beheben. „Wir vermitteln freiwillige Helfer effizient, bedarfsgerecht und individuell“, erklärte die 35-jährige Initiatorin.

In Deutschland besteht einer Analyse zufolge alleine im sozialen Bereich jeden Tag ein zusätzlicher Bedarf an freiwilliger Hilfe von rund vier Millionen Stunden. Durch den Wegfall der Zivildienstleistenden steigt diese Zahl dramatisch an. Zusätzlich soll die Mitarbeit der jetzt schon bundesweit rund 30 Millionen ehrenamtlich Tätigen besser anerkannt werden, so die 35-jährige Juristin, die selbst über ein Ehrenamt zur Portalgründung kam.

Dem einschneidenden Personalmangel in sozialen Institutionen stehe auf der anderen Seite eine Vielzahl von Menschen mit viel Freizeit gegenüber. Von Stehlik: „Jeder Einzelne kann mit seinen individuellen Fähigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung helfen. Was fehlte, war bisher eine einfache Koordination. Mit DOOGOOD weiß nun in Zukunft jeder, wo er helfen kann und wo Hilfe dringend gebraucht wird.“ Freiwillige Helfer werden aktiv informiert, wenn in ihrer Nähe Hilfe benötigt wird.

So funktioniert DOOGOOD
Ähnlich einer klassischen Partnerbörse füllen Sozialinstitutionen, gemeinnützige Vereine oder Gemeinden ein Suchprofil aus. Dort legen sie fest, welche Art von Helfern sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Institution benötigen. Auf der anderen Seite erstellen die Ehrenamtsuchenden ein Angebotsprofil, in welchem Bereich, wann und wie lange sie tätig sein möchten. Das DOOGOOD-Matching gleicht darauf Angebote und Nachfragen ab und schlägt freiwilligen Helfern Sozialinstitutionen vor, die ihren Wünschen am besten entsprechen. „Schnell, effizient und mit nur wenigen Klicks werden freiwillige Helfer angeboten“, erläutert Jeanine von Stehlik. DOOGOOD ist in seiner Basisnutzung für alle Teilnehmer kostenfrei. „Wir wollen so viel freiwilliges Engagement wie möglich in die Gesellschaft bringen“, erklärt die Portal-Gründerin.

Ehrenamt besser organisieren
„Die Gesellschaft kann besser zusammenwirken, wenn es vielerlei Möglichkeiten für ein engagiertes Ehrenamt gibt“, erhofft sich Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, DOOGOOD-Stiftungsrat und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Er sieht in DOOGOOD die große Chance, das Ehrenamt besser zu organisieren.

Die zukünftige Versorgung von Menschen mit Pflegeleistungen liegt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, besonders am Herzen. „Eine bundesweite Ehrenamtsbörse hilft mit, diese große gesellschaftliche Herausforderung zu meistern“, so der DOOGOOD-Stiftungsrat. Der Stiftungsrat entscheidet über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke.

"DOOGOOD ist eine fantastische und unkomplizierte Möglichkeit für engagierte Menschen und soziale Organisationen, gewinnbringend zusammen zu kommen“, sagt Elisabeth Hahnke, Mitbegründerin der Bildungsinitiative „ROCK YOUR LIFE!“ und Mitglied im Kuratorium der DOOGOOD-Stiftung. „DOOGOOD wird das Ehrenamt revolutionieren und vielen Menschen die Möglichkeit bieten, genau ihre Talente in genau der Organisation einzubringen, deren Werte und Visionen sie teilen. Bravo!", so Elisabeth Hahnke.
Zusatznutzen für Premium-Anwender
Darüber hinaus bietet DOOGOOD gegen eine geringe Gebühr zusätzliche Serviceleistungen für Premiumnutzer an. Dabei handelt es sich um Serviceleistungen sowohl für Sozialinstitutionen als auch für die Ehrenamtlichen, die sich für einen Prämienempfang registrieren. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde wird jeweils ein DOOGOOD-Punkt gut geschrieben. Die so erworbenen Punkte können dann in einem Prämienbereich, ähnlich wie bei den Meilenprogrammen von Fluglinien, in attraktive Sachprämien – die Palette reicht vom Handy bis zum Auto – oder Bildungsangebote eingetauscht werden. Die Prämien werden von Wirtschaft und Industrie gegen entsprechende Spendenbelege und Bewerbung auf dem Portal zur Verfügung gestellt. Premiumnutzer auf der Seite der suchenden Institutionen können zudem Förderanträge bei DOOGOOD stellen.

Über DOOGOOD
Hinter dem Netzwerk DOOGOOD steht die DOOGOOD-Stiftung für soziale Verantwortung mit Sitz in Oberhaching bei München. Sie sichert als beherrschende Gesellschafterin der DOOGOOD Dienstleistungs- GmbH die auf den bürgerschaftlichen “Dritten Sektor“ ausgerichtete Unternehmensstrategie dieser als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb tätigen GmbH. Die Erlöse dieser GmbH gehen entsprechend dem Mehrheitsanteil von 70 Prozent an die DOOGOOD-Stiftung. Das Stiftungsvermögen beträgt 300.000 Euro. Seit 2009 laufen die Vorbereitungen zum Start der Internet-Plattform.

Prominent besetzter Stiftungsrat
Mitglieder im Stiftungsrat sind Susanne Auwärter-Brodbeck (Stuttgart), Achim Beck (London), Oliver Hagedorn (Berlin), Dr. Holger Karsten (Königstein), Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Frankfurt), Dipl.-Kfm. Johannes Wedding (Frankfurt), Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen) und Andreas Westerfellhaus (Präsident des Deutschen Pflegerates). Dem Stiftungskuratorium gehört Elisabeth Hahnke (Mitgründerin der Initiative Rock Your Life) an. Stiftungsrat und Kuratorium entscheiden über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke. Sozialinstitutionen, denen dringend erforderliche finanzielle Mittel fehlen, werden von DOOGOOD unterstützt.

Der Stiftungszweck ist auf folgende gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgerichtet: das öffentliche Gesundheitswesen, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe und das bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke in Deutschland und darüber hinaus in Europa nachhaltig zu fördern.
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Bildtext: DOOGOOD – das neue Netzwerk für soziale Verantwortung – vermittelt bundesweit Sozialinstitutionen mit freiwilligen Helfern. Foto: Arnulf Stoffel für Doogood

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DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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[Soziales/Ehrenamt/Internet]

+++ www.doogood.org vermittelt und belohnt ehrenamtliche Helfer +++

BERLIN/OBERHACHING (01.12.11) - www.doogood.org – das neue bundesweite Netzwerk für soziale Verantwortung – ist am 1. Dezember 2011 offiziell online gegangen. „Wir schaffen per Mausklick Transparenz am Markt für ehrenamtliche Tätigkeiten und honorieren dieses Engagement mit Sachprämien“, sagte Jeanine von Stehlik, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der DOOGOOD-Stiftung (Oberhaching bei München), bei der Vorstellung des Internetportals am Donnerstag in Berlin.

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Bundesweit rund 60.000 Sozialinstitutionen, Vereine oder Gemeinden sind bereits erfasst. Ähnlich einer klassischen Partnerbörse erstellen auf der anderen Seite die Ehrenamtsuchenden ein Angebotsprofil. Das DOOGOOD-Matching gleicht darauf Angebote und Nachfragen ab und schlägt die entsprechenden Tätigkeiten vor.

In Deutschland besteht einer Analyse zufolge alleine im sozialen Bereich jeden Tag ein zusätzlicher Bedarf an freiwilliger Hilfe von rund vier Millionen Stunden. DOOGOOD möchte diese Engpässe durch freiwillig Engagierte und mit einem interessanten Belohnungssystem beheben. „Wir vermitteln freiwillige Helfer effizient, bedarfsgerecht und individuell“, so Jeanine von Stehlik.

Für Premiumnutzer bietet DOOGOOD gegen eine geringe Gebühr zusätzliche Serviceleistungen an. Für geleistete Stunden werden die Ehrenamtlichen jeweils DOOGOOD-Punkte gut geschrieben, die in über 800 verschiedene, attraktive Prämien eingetauscht werden können. Die Prämien werden von Wirtschaft und Industrie gespendet.

Hinter dem Netzwerk steht die DOOGOOD-Stiftung mit Sitz in Oberhaching. Gründerin und Stiftungsvorsitzende Jeanine von Stehlik (35) hat seit 2009 die Plattform mit einem Team entwickelt.

Mitglieder im Stiftungsrat sind u. a. Susanne Auwärter-Brodbeck (Stuttgart), Oliver Hagedorn (Berlin), Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Frankfurt), Andreas Westerfellhaus (Präsident Deutscher Pflegerat) und Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen). Dieser Stiftungsrat entscheidet über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke. Elisabeth Hahnke (Rock Your Life) gehört dem Kuratorium der Stiftung an.

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DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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+++ Die Personen hinter DOOGOOD +++

BERLIN/OBERHACHING (01.12.11) - Das bundesweite Ehrenamtsportal DOOGOOD ist online gegangen. Wer sind die Personen hinter DOOGOOD?

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Jeanine von Stehlik
Gründerin und Vorstandsvorsitzende der DOOGOOD-Stiftung, geschäftsführende Gesellschafterin der DOOGOOD Dienstleistungs-GmbH
geboren 1976 in Frankfurt am Main, ledig, Jurastudium und Zusatzstudium Executive International MBA. Derzeit promoviert sie im Sozialrecht über die Künstlersozialversicherung.

In der Schule schon war sie begeisterte Helferin und engagierte sich durchweg als Klassensprecherin, später dann als Schulsprecherin in einem katholischen Mädchengymnasium. Ihr Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften war dem Lernen und weitläufigen Reisen und Auslandsstudien vorbehalten.

Nach dem frühen Tod des Vaters und ihres besten Freundes verstand sie, dass Leid keine Grenzen kennt. Ein seltener Gendefekt hatte sie aber schon vorher zu kämpfen gelehrt. Sie weiß, dass das Leben unberechenbar ist und man einfach das Beste daraus machen muss.

Und so kam sie zu ihrem eigenen Ehrenamt als Vorleserin und Heimbeiratsvorsitzende in einem Pflegeheim. Das war vor ungefähr zehn Jahren. Seitdem hat sie das Gefühl, gebraucht zu werden und helfen zu können, wo Hilfe benötigt wird, und ihr eigenes Leben mit Mitmenschlichkeit und Wärme aufzuwerten.

Die Idee zu DOOGOOD und dem Zusammenspiel zwischen Sozialinstitutionen, Ehrenamtlichen und der Wirtschaft war Zufall, aber auch das Ergebnis ihrer Erfahrungen und ihrer Bildung. In ihrem Umkreis fand sie glücklicherweise Freunde und Begeisterte, mit denen zusammen sie ihre einstige Idee zu einem eindrucksvollen Netzwerk umgesetzt hat, um Gutes zu tun und das Leid in dieser Welt etwas zu lindern.




Matthias Ring
Vorstandsmitglied der DOOGOOD-Stiftung
Jahrgang 1974, in Lindau geboren, gelernter Dipl.-Ing. im Fachbereich Elektrotechnik und Spezialist im Bereich Softwareentwicklung, Servertechnologie und Marketing. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Im Alter von 15 Jahren übernahm er für mehr als fünf Jahre die Jugendarbeit bei der evangelischen Kirche in Lindau.

Beruflich fing er zuerst als Tonaufnahmetechniker beim Bayerischen Rundfunk an, um dann parallel das Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik an der Fachhochschule München im Jahr 2002 abzuschließen. Im Anschluss brachte er sich als Geschäftsführer bei der Werbeagentur Grafix ein, da der damalige Geschäftsführer und Freund bei einem Segelflugunfall ums Leben gekommen war und die Agentur mit den angestellten Mitarbeitern und Familienmitgliedern eine neue Führung brauchte. So war es der damalige, leider verstorbene Geschäftsführer der Grafix, der die Wege von ihm mit Jeanine von Stehlik im Jahre 1996 kreuzen ließ, und es entwickelte sich eine enge private Freundschaft zwischen den beiden, die bis heute die grundlegende Basis des gemeinsamen Verständnisses ist.

Matthias Ring kann auf eine langjährige Erfahrung durch seine operative und leitende Funktion im Bereich Projektmanagement, Controlling und Softwareentwicklung zurückblicken und begleitete von Anfang an die Idee von DOOGOOD mit Rat und Tat. Das Spannende für ihn an DOOGOOD ist die Verzahnung der verschiedenen Ansätze und der enorme volkswirtschaftliche Wandel, der durch DOOGOOD bewerkstelligt werden kann. Der Glaube an das Gute im Menschen ist für ihn nicht nur ein Wunsch, sondern gelebte Wirklichkeit.



Rainer Güttler
Vorstandsmitglied der DOOGOOD-Stiftung
Jahrgang 1944, Jurist, Unternehmensberater für gemeinnützige Organisationen mit Schwerpunkt der Stiftungsgründung und -verwaltung. Im Alter von zwölf Jahren trat er einem katholischen Jugendverband (KSJ Katholische Studierende Jugend) bei und wurde mit 17 Jahren ehrenamtlicher Gruppenleiter.

Seine Berufslaufbahn begann er als Leiter der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern, wurde Mitglied im Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings und Lehrbeauftragter für Jugendhilferecht an der Fachhochschule München. Danach wurde Güttler zum Hauptgeschäftsführer der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Bonn berufen. In beiden Funktionen war Güttler mit der Integration des nach den Volkshochschulen zweitgrößten Trägers in die öffentliche Bildungsplanung von Bund und Ländern sowie der Beschaffung von Fördermitteln befasst. Auch wenn er dabei hauptamtlich tätig war, lebte dieser Bereich in hohem Maße von ehrenamtlichem Engagement,

z. B. in den Gremien der Trägervereine.
Daneben war Güttler stets weiter ehrenamtlich in Hilfsorganisationen tätig. Seinen Weg zu DOOGOOD fand er durch die regelmäßigen Besuche seines Vaters im Seniorenheim und durch das seit fünf Jahren bestehende ehrenamtliche Mandat im Heimbeirat sowie im Angehörigenbeirat. Daneben gehört Güttler ehrenamtlich den Vorständen und Stiftungsräten von acht gemeinnützigen Stiftungen im In- und Ausland an, unter ihnen die Katja-Ebstein-Stiftung, die Giovane-Elber-Stiftung, die Italo-Zetti-Stiftung in Mailand, die Sergej-Mawritzki-Stiftung, die Aktion Umwelt für Kinder, das Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt und Kidswing International.

Bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit begegnete er vor knapp drei Jahren erstmals Frau von Stehlik in ihrer Eigenschaft als „Vorleserin“ im Heim sowie ihrer Tätigkeit im Heimbeirat. DOOGOOD überzeugte Güttler vor allem durch den Aspekt, bürgerschaftlichem Engagement einen anerkannten Stellenwert in der Öffentlichkeit zu verschaffen und jedem dazu Motivierten den Zugang zum Engagement zu erleichtern.


Der DOOGOOD-Stiftungsrat
Der Stiftungsrat als oberstes Beschluss- und Kontrollorgan besteht aus:

Susanne Auwärter-Brodbeck, Stuttgart

Achim Beck, London

Oliver Hagedorn, Berlin

Dr. Holger Karsten, Königstein

Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, Frankfurt

Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen)

Dipl. Kfm. Johannes Wedding, Frankfurt

Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats

Weitere Mitglieder können im Laufe der Geschäftsentwicklung berufen werden.
Alle Gremiummitglieder arbeiten ehrenamtlich.


DOOGOOD-Stiftungs-Kuratorium
Darüber hinaus kann ein Kuratorium gebildet werden mit Persönlichkeiten, die in der Lage sind, das Anliegen der Stiftung bzw. des gesamten Netzwerks zu unterstützen. Das Kuratorium trägt keine rechtliche oder wirtschaftliche Verantwortung, es hat ausschließlich beratende Funktion:

Elisabeth Hahnke, Mitbegründerin der Initiative Rock Your Life


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DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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[Interview mit DOOGOOD-Gründerin Jeanine von Stehlik]

+++ „Es fehlen vier Millionen Stunden Freiwilligen-Arbeit täglich“ +++

Interview mit Jeanine von Stehlik, DOOGOOD-Gründerin und Vorsitzende des DOOGOOD-Stiftungsvorstands.
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Das neue Netzwerk für soziale Verantwortung www.doogood.org geht online. Was macht DOOGOOD konkret?

Jeanine von Stehlik: Die Internet-Plattform www.doogood.org bringt Sozialinstitutionen auf der einen und Ehrenamtliche auf der anderen Seite effektiv und schnell zusammen. DOOGOOD arbeitet ähnlich wie eine Partnerbörse: Rund 60.000 Sozialinstitutionen stellen zum Start ihren Bedarf an ehrenamtlichen Helfern ein. Helfer können genau das Ehrenamt annehmen, das den eigenen Wünschen auch wirklich entspricht. DOOGOOD organisiert das Matching im Hintergrund.



Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Jeanine von Stehlik: Ich bin selbst ehrenamtlich in einem Pflegeheim tätig und habe überlegt, wie wir mehr Ehrenamtliche gewinnen. Tatsächlich kann jeder helfen. Im sozialen Bereich fehlen nach unseren Berechnungen allein in Deutschland täglich vier Millionen Freiwilligen-Stunden. Die Zahl bezieht sich auf Aktivitäten wie Spielen, Vorlesen oder Spazierengehen in Altersheimen. Das kann ja eigentlich jeder machen. Eines Morgens kam mir die Idee der Ehrenamtsbörse, bei der die Helfer gleichzeitig auch noch belohnt werden.



Wie erfahre ich als ehrenamtlicher Helfer auf www.doogood.org, wie ich meine Fähigkeiten einsetzen kann?

Jeanine von Stehlik: Wer ehrenamtlich tätig werden will, kann sich im Internet unter www.doogood.org einloggen und seine Wunsch-Tätigkeit mit Ort, Sozialinstitution, Zeit und Tätigkeit eingeben. Aus den Ergebnissen der Anfrage sucht er sich seine Aufgabe aus und bestätigt seinen Einsatz. Fertig!



Welche Sozialinstitutionen können über www.doogood.org ehrenamtliche Helfer suchen?

Jeanine von Stehlik: Überall braucht man Ehrenamtliche. Und man braucht sie stetig, denn es gibt sehr viel Leid um uns herum. Die Bandbreite ist sehr groß. Alle Sozialinstitutionen wie Pflege- oder Altenheime, aber auch Tierheime, gemeinnützige Vereine oder Tafeln kommen für die Suche nach ehrenamtlich Tätigen in Frage. Ja, sogar Gemeinden, die in Bürgerbüros oder bei Landschaftssäuberungen Ehrenamtliche benötigen, können sich in die DOOGOOD-Datenbank eintragen.



Wie finanziert sich das Internet-Portal www.doogood.org?

Jeanine von Stehlik: Das Netzwerk für soziale Verantwortung finanziert sich aus Beiträgen der Sozialinstitutionen, der ehrenamtlich Tätigen sowie aus Spenden. Aus steuerlichen Gründen müssen sich Helfer, die in den Genuss einer Anerkennung kommen wollen, als Premiummitglieder für drei Euro im Monat anmelden. Dafür können sie jede geleistete Stunde gegen Prämien eintauschen. Die Erträge fließen in die DOOGOOD-Stiftung, die wiederum soziale Projekte unterstützt. Es herrscht also keine Gewinnabsicht. Die Basismitgliedschaft ist natürlich kostenfrei.

Wie können Unternehmen via DOOGOOD das Engagement von freiwilligen Ehrenamtlichen unterstützen?
Jeanine von Stehlik: DOOGOOD schlägt eine Brücke zwischen Unternehmen und dem freiwilligen Engagement. Über freiwillige Beiträge nehmen Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und können dieses Engagement im Zuge von Corporate Social Responsibility (CSR) kommunizieren. Der Prämienbereich, in dem die Ehrenamtlichen ihre Punkte à la Miles & More eintauschen können, ist nur eine Möglichkeit für Unternehmen, sich entsprechend zu präsentieren und ehrenamtlich Tätigen Anerkennung auszusprechen.



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DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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[Interview mit DOOGOOD-Stiftungsrat Prof. Dr. Rüdiger von Rosen]

+++ „Große Chance, das Ehrenamt besser zu organisieren“ +++

Interview mit Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Aktieninstituts und Stiftungsrat der DOOGOOD-Stiftung

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Herr von Rosen, was hat Ihnen am DOOGOOD-Konzept gefallen?

Deutschland ist berühmt für sein Ehrenamt, aber ich glaube, im Zuge der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung bei uns kann eine weitere Stärkung des Ehrenamtes nur „gut tun“. Wenn ich in einem Kreis anderer Engagierter dort zum Wohle der Gesellschaft etwas beitrage, dann sehe ich das als Bürgerpflicht, als Verpflichtung gegenüber der Res Publica an.


DOOGOOD könnte also Teil einer Antwort auf die wirtschaftliche Entwicklung sein?

Da ich in der Wirtschaft tätig bin und nicht davon ausgehe, dass die Bäume in den Himmel wachsen, glaube ich, dass wir uns gesamtwirtschaftlich auf sinkenden Wohlstand einzurichten haben. Die Vorstellung, es müsse permanent Wachstum produziert werden, damit das Zusammenleben funktioniert, daran glaube ich nicht mehr. Die demografische Entwicklung in Deutschland ermöglicht in Zukunft schlicht kein großes Wachstum mehr. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, meine wirtschaftlichen Kenntnisse und jahrzehntelange Lebenserfahrung sprechen für meine These. Deswegen ist es vernünftig, das Ehrenamt zu stärken.



Gibt es auch emotionale Gründe für ihr Engagement?

Emotionalität spielt natürlich immer eine Rolle. Ich bin in einer ganzen Reihe von ehrenamtlichen Positionen im In- und Ausland tätig. Diese Ämter geben mir natürlich auch persönlich etwas. Bei DOOGOOD hat es mich gereizt, dem Projekt über eine Region hinaus bundesweite Bedeutung zukommen zu lassen. Ich sehe darin die große Chance, das Ehrenamt besser zu organisieren. Ob es klappt, bleibt abzuwarten. Es ist der Versuch, Dinge anzuschieben. Wir betreten damit Neuland. Die Zukunft liegt in der Vernetzung über das Internet, das ist eine grundlegende Veränderung der Gesellschaftsordnung. Ohne technische Vernetzung ist sie nicht mehr denkbar. Dazu gehört auch eine neue Organisationsform.

Für viele Menschen ist der Zeitmangel ein Hauptargument gegen ehrenamtliches Engagement. Wie haben Sie es geschafft, sich zu engagieren und gleichzeitig erfolgreich Karriere zu machen?

Jetzt kommt der berühmte Spruch: Der Tag hat 24 Stunden und wenn der nicht langt, nimmt man die Nacht dazu. Es ist eine Frage, wie man organisiert ist.



Also eine Management-Aufgabe?

Das ist eine organisatorische Aufgabe, die Kunst, viele Dinge unter einen Hut zu bringen. Was mich beschäftigt: Die Generation nach mir, die Mittvierziger, setzen sich zu wenig für die Res Publica ein. Mein Vater hatte nach dem Krieg große wirtschaftliche Probleme, seine Familie zu ernähren. Wir haben zwar nicht gehungert, aber ein Gutsbesitzer aus dem Osten tat sich im Westen nicht leicht.

Er musste alles aus dem Nichts aufbauen ...

… und hat sich trotzdem immer ehrenamtlich engagiert. Das ist für mich eine Leitlinie. Andere tun das bei der Kirche, in Museen, beim Roten Kreuz, bei Johannitern oder Maltesern, bei Rotary- oder Lions-Clubs – es gibt tausend Möglichkeiten.


Was erhoffen Sie sich persönlich von dem Projekt?

Die Gesellschaft kann besser zusammenwirken, wenn es vielerlei Möglichkeiten für ein engagiertes Ehrenamt gibt. Ob ich damit eher in den Himmel komme, das weiß ich nicht. Ich habe u. a. mehrfach tibetische oder griechische Klöster besucht und war nachhaltig bewegt. Das genügt mir. Ich brauche kein Testat, dass ich ein guter Mensch bin, DOOGOOD reicht vollkommen.


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DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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[Hintergrund]

+++ Transparenz im Markt der Sozialinstitutionen schaffen / Bedarf an ehrenamtlicher Tätigkeit decken +++

Berlin/Oberhaching (01.12.11) Das neue Internetportal www.doogoogd.org – das neue Netzwerk für soziale Verantwortung – baut Notstände im sozialen Bereich durch die Vermittlung von ehrenamtlich Tätigen möglichst völlig ab. Die Helfer erhalten dafür eine entsprechende Anerkennung. Ein weiteres Ziel ist es, Transparenz im Markt der Sozialinstitutionen zu schaffen. In Deutschland besteht trotz der rund 30 Millionen ehrenamtlich tätigen Menschen allein im sozialen Sektor ein Bedarf an vier Millionen Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern pro Tag.

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Jahr der Freiwilligenarbeit 2011

In Deutschland engagiert sich fast jeder Dritte – das sind rund 30 Millionen Menschen - ehrenamtlich für andere. Durchschnittlich investieren sie laut einer Forsa-Umfrage rund fünf Stunden pro Woche in ihr Ehrenamt.

Der größte Teil (8,5 Prozent) der Helfer übt sein Ehrenamt laut einer Umfrage der GfK in einem gemeinnützigen Verein aus, beispielsweise in der Jugendarbeit oder als Übungsleiter in einem Sportverein. Weitere Orte unbezahlten Engagements sind kirchliche Institutionen wie die Caritas oder die Diakonie (3,6 Prozent), lokale Bürger- oder Elterninitiativen (3,4 Prozent), Nachbarschafts- und Altenhilfe (3,1 Prozent), Katastrophenschutz und Lebensrettung, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft oder dem Technischen Hilfswerk (2,9 Prozent), Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund oder der Malteser Hilfsdienst (2,4 Prozent), Kinder- und Jugendbetreuung (2,3 Prozent), Umwelt- und Naturschutzverbände (1,8 Prozent) sowie Berufsverbände (1,7 Prozent). Weniger als zwei Prozent (1,5 Prozent) der Bevölkerung ist in einem politischen Ehrenamt aktiv.

Ehrenamtliche sind glücklichere Menschen

DOOGOOD-Gründerin Jeanine von Stehlik weist auf einen nicht-monetären Zusatznutzen für ehrenamtlich Tätige hin. Freiwilliges Engagement macht die Menschen glücklicher. Es sei empirisch nachgewiesen, dass die Lebenszufriedenheit bei Menschen am geringsten sei, die nie unentgeltlich arbeiten. Mit zunehmender Freiwilligentätigkeit steigt nach der Erkenntnis von Glücksforschern die Zufriedenheit.

Hälfte der Jugendlichen ist ehrenamtlich tätig

Als neues Potential für ehrenamtliche Tätigkeiten hat DOOGOOD besonders die internet-affine Zielgruppe der Jugendlichen im Auge. Fast die Hälfte aller Jugendlichen in Deutschland ist laut einer Studie der Universität Würzburg ehrenamtlich aktiv. Knapp 45 Prozent aller 14- bis 15-Jährigen gaben dies an. Im Durchschnitt hätten sich die Jugendlichen 22 Stunden im Monat für andere eingesetzt. Jugendliche aus bildungsnahen Familien hätten dabei einen stärkeren Zugang zum Ehrenamt als bildungsfernere, heißt es in der Studie.

Ehrenamtliche Tätigkeiten für Kinder und Jugendliche

In Alter von zehn bis zwölf Jahren sind die Interessen von Kindern stark auf die Umgebung fokussiert, wo sie die meiste Zeit verbringen, also Zuhause und Schule. Sie wollen richtig zupacken und möglichst rasch ein Ergebnis sehen. Gemeinsam mit Freunden können Kinder in einer vernachlässigten Ecke des Viertels Müll einsammeln, heruntergefallene Äste entsorgen oder bei einem gehbehinderten Nachbarn Schnee schaufeln. Teenager wollen nach den Erfahrungen der DOOGOOD-Gründerin Jeanine von Stehlik zeigen, was sie wissen und können, worin sie richtig gut sind. Besonders beliebt sind Hausaufgabenhilfe für Mitschüler, Tätigkeiten in Tierheimen, Aktivitäten im Bereich Naturschutz und Freiwillige (Kinder)Feuerwehr. Für Jugendliche ab 16 Jahren eröffnet sich ein weites Feld an ehrenamtlichen Aktivitäten: In Pflege-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen herrscht hoher Bedarf, ebenso bei Vereinen, die sich um benachteiligte Kinder oder Obdachlose kümmern.

Das DOOGOOD-Portal nimmt nach Ansicht von Gründerin Jeanine von Stehlik Rücksicht auf die immer knapper werdenden Zeit-Ressourcen der Menschen. „Mit der Ehrenamtsbörse wird die gewünschte Einsatzzeit optimal geplant“, so die DOOGOOD-Gründerin.

Wie eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" zeigt, finden zwar drei Viertel (75,7 Prozent) der Befragten, dass es ein wesentlicher Bestandteil christlicher Nächstenliebe sei, sich für Schwächere einzusetzen und sich sozial zu engagieren. Fast die Hälfte (47,5 Prozent) gibt aber auch an, durch berufliche oder familiäre Verpflichtungen so stark belastet zu sein, dass keine Zeit für zusätzliche gemeinnützige Aktivitäten bleibe. „Es ist alles eine Frage der Organisation. Mit DOOGOOD lässt sich auch eine ehrenamtliche Tätigkeit organisieren.“

Ehrenamt: Männer helfen häufiger als Frauen

Männer leisten nach einer Emnid-Erhebung in Deutschland häufiger ehrenamtliche Arbeit als Frauen, Westdeutsche engagieren sich öfter als Ostdeutsche. Diese Zahlen veröffentlichte das Deutsche Rote Kreuz (DRK). 27 Prozent der männlichen Deutschen tun kostenlos etwas für die Gesellschaft, aber nur 21 Prozent der Frauen. In den westdeutschen Ländern sind 25 Prozent, in den neuen Ländern nur 22 Prozent engagiert. Den Spitzenplatz bei den Bundesländern nimmt Baden-Württemberg ein. Hier sind 37 Prozent der Menschen regelmäßig tätig. Schlusslicht ist das Land Berlin mit gerade einmal 9 Prozent.


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Ansprechpartner für Redaktionen:
DOOGOOD-Stiftung, Jeanine von Stehlik, Telefon 089.55052230, E-Mail: jeanine.vonstehlik@doogood.org, www.doogood.org/press.php Pressebüro König, Dipl.-Kfm. Josef König, Telefon 0171.4459706, E-Mail: info@koenig-online.de

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+++ Betaphase läuft: DOOGOOD sucht Sozialinstitutionen +++

Netzwerk für soziale Verantwortung baut bundesweite Ehrenamtsbörse auf / Internet-Portal vermittelt zwischen ehrenamtlichen Helfern und Institutionen / Basisnutzung kostenfrei

BERLIN / OBERHACHING (21.09.11) - Die Betaphase läuft an: DOOGOOD, das neue Netzwerk für soziale Verantwortung, sucht bundesweit Sozialinstitutionen, Vereine und Gemeinden, die ehrenamtliche Tätigkeiten zu vergeben haben. „Wir vermitteln freiwillige Helfer effizient, bedarfsgerecht und günstig“, sagt Jeanine von Stehlik, Gründerin des Internetportals www.doogood.org im bayerischen Oberhaching (Lkr. München). Das Portal startet offiziell am 1. Dezember 2011.

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Ziel von DOOGOOD laut Gründerin Jeanine von Stehlik: “Wir wollen im sozialen Bereich den Bedarf an ehrenamtlicher Mitarbeit decken. In Deutschland besteht allein im sozialen Sektor ein Manko an Arbeitsstunden freiwilliger Helfer von vier Millionen Stunden pro Tag. Das wollen wir ändern.“ Zusätzlich soll die Mitarbeit der jetzt schon bundesweit rund 30 Millionen ehrenamtlich Tätigen besser anerkannt werden, so die 35-jährige Juristin, die selbst über ein Ehrenamt zur Portalgründung kam. Dem einschneidenden Personalmangel in sozialen Institutionen stehe auf der anderen Seite eine Vielzahl von Menschen mit viel Freizeit gegenüber. Von Stehlik: „Jeder Einzelne kann mit seinen individuellen Fähigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung helfen. Was fehlte, war bisher eine einfache Koordination. Mit DOOGOOD weiß nun in Zukunft jeder, wo er helfen kann und wo Hilfe dringend gebraucht wird.“

Wer braucht Freiwillige? „Wir suchen Pioniere, die sich an dieser bahnbrechenden Idee beteiligen möchten“, sagt Jeanine von Stehlik. Sozialinstitutionen, gemeinnützige Vereine, Tierheime oder auch Gemeinden können sich auf DOOGOOD ohne großen Zeitaufwand vorstellen und eigene ehrenamtliche Stellenangebote wie zum Beispiel allgemeine Betreuung, Fahrdienste, Spazierenführen, Vorlesen oder Spielen als Suchangebot beschreiben. Ausgewählt werden können die genauen Tage und Zeiten, an denen freiwillige Engagements benötigt werden. Zum Angebot passenden Ehrenämtlern wird dann automatisch die suchende Sozialinstitution vorgeschlagen. Ansprechpartner für interessierte Sozialinstitutionen ist Simon Saager, Leitung Unternehmensentwicklung, Telefon 089/55 05 22-311, E-Mail: simon.saager@doogood.org.

Wie funktioniert DOOGOOD?
Ähnlich einer klassischen Partnerbörse füllen Sozialinstitutionen, gemeinnützige Vereine oder Gemeinden ein Suchprofil aus. Dort legen sie fest, welche Art von Helfern sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Institution benötigen. Auf der anderen Seite erstellen die Ehrenamtsuchenden ein Angebotsprofil, in welchem Bereich, wann und wie lange sie tätig sein möchten. Das DOOGOOD-Matching gleicht darauf Angebote und Nachfragen ab und schlägt freiwilligen Helfern Sozialinstitutionen vor, die ihren Wünschen am besten entsprechen. „Schnell, effizient und mit nur wenigen Klicks werden freiwillige Helfer angeboten“, erläutert Jeanine von Stehlik. DOOGOOD ist in seiner Basisnutzung für alle Teilnehmer kostenfrei. „Wir wollen so viel freiwilliges Engagement wie möglich in die Gesellschaft bringen“, erklärt die Portal-Gründerin.

Zusatznutzen für Premium-Anwender
Darüber hinaus biete DOOGOOD gegen eine geringe Gebühr zusätzliche Serviceleistungen für Premiumnutzer an. Dabei handelt es sich um Serviceleistungen sowohl für Sozialinstitutionen als auch für Ehrenämtler, die sich für einen Prämienempfang registrieren. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde werde jeweils ein DOOGOOD-Punkt gut geschrieben. Die so erworbenen Punkte können dann in einem Prämienbereich - ähnlich wie bei den Meilenprogrammen von Fluglinien - in attraktive Sach- und Bildungswerte eingetauscht werden. Die „Prämien“ werden von Wirtschaft und Industrie gegen entsprechende Spendenbelege und Bewerbung auf dem Portal zur Verfügung gestellt. Premiumnutzer auf der Seite der suchenden Institutionen können zudem Förderanträge bei DOOGOOD stellen.

Über Doogood
DOOGOOD, das neue Netzwerk für soziale Verantwortung, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Transparenz im Markt für ehrenamtliche Tätigkeiten zu schaffen. Der offizielle Startschuss der Plattform erfolgt am 1. Dezember 2011 in Berlin. Sozialinstitutionen, Vereine oder Gemeinden stellen ihre Angebote online, freiwillige Helfer bieten sich an. DOOGOOD möchte Engpässe und Probleme in sozialen Einrichtungen durch freiwillig Engagierte individuell und umfangreich und mit einem interessanten «Belonungsssystem» beheben. Seit 2009 laufen die Vorbereitungen zum Start der Internet-Plattform. Gründerin Jeanine von Stehlik (35) ist auch im Vorstand der DOOGOOD-Stiftung. Darin entscheidet ein Beirat über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel, die allesamt wieder sozialen Zwecken zufließen werden. Sozialinstitutionen, denen dringend erforderliche finanzielle Mittel fehlen, werden von DOOGOOD unterstützt.

Bilder:



Bildtext: DOOGOOD – das neue Netzwerk für soziale Verantwortung – vermittelt bundesweit Sozialinstitutionen mit freiwilligen Helfern. Fotos: Arnulf Stoffel für Doogood

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