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Klinik Prof. Schedel GmbH (Thyrnau-Kellberg)



+++ Mit High Tech gegen Tumore +++

Regensburger Forscher Prof. Dr. Christian Stroszczynski stellt in der Kellberger Klinik Prof. Schedel neue Methoden der Krebsbehandlung vor /
20 Experten trafen sich zum Erfahrungsaustausch

KELLBERG-THYRNAU (08.05.2013) – Der wissenschaftliche Fortschritt hält immer stärkeren Einzug in die Behandlung von Krebserkrankungen. Was vor wenigen Jahren noch Wunschdenken war, ist in vielen Teilen heute dank modernster Technik Realität geworden. „Bestimmten Tumoren rückt man heute nicht mehr mit dem Skalpell zu Leibe, sondern mit Radiofrequenzen, Mikrowellen oder dem virtuellen Messer“, sagte Prof. Dr. Christian Stroszczynski, Chef des Instituts für Röntgendiagnostik am Regensburger Universitätsklinikum (UKR), bei seinem Vortrag vor rund 20 Medizinern in der onkologischen Reha-Klinik Prof. Schedel in Kellberg (Lkr. Passau).

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Rund um moderne Krebsdiagnostik- und Behandlungsverfahren tut sich etwas: Der technische Fortschritt hat Stroszczynski zufolge viele Vorteile für die Patienten: besonders schonende Eingriffe durch lediglich kleine, nadelstichgroße Verletzungen oder auch eine sehr kurze Rekonvaleszenzzeit im Vergleich zu konventionellen Operationsmethoden. Am Beispiel eines typischen Leberkarzinoms zeigte Stroszczynski, wie neuartige Tumorbehandlungen mit hochmodernen Techniken und Geräten heute umgesetzt werden können.

So bedienen sich die Radiologen beispielsweise der Radiofrequenzablation bzw. Hochfrequenzablation, um Tumoren den Garaus zu machen. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem in einem bestimmten Bereich des Körpers Gewebe, also auch ein Tumor, durch die Zufuhr von großer Hitze zerstört wird. Dies geschieht durch Hochfrequenzstrom, wie man ihn etwa ähnlich beim Veröden von Gefäßen einsetzt.

Tumor wird „verkocht“
„Überwacht werden die Eingriffe durch die Kombination verschiedener radiologischer Techniken wie der Computertomographie, dem Ultraschall oder auch der Magnetresonanztomographie, um mit gezielter Bildsteuerung die Eingriffe vornehmen zu können“, zeigte Prof. Stroszczynski. Nach einem ähnlichen Prinzip, Hitze bei der Tumorvernichtung einzusetzen, funktioniere die Mikrowellenablation. Dabei komme eine Hochfrequenz-Sonde zum Einsatz, die den Tumor dann gezielt und ebenfalls durch Hitze zerstört. Er wird schlichtweg „verkocht“.

„Zum Einsatz können diese Hightech-Verfahren immer dann kommen, wenn man mit konventionellen Operationen nicht mehr das Tumorgewebe entfernen kann oder die Operation wegen diverser Begleiterkrankungen – zum Beispiel einer Herzschwäche - zu risikoreich wäre“, sagt Stroszczynski. „Ziel ist es dabei immer, die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Selbst bei eingeschränkter Leberfunktion kann dieser Eingriff sicher durchgeführt werden. Der Patient bleibt dabei nur wenige Tage in der Klinik.“ Welche Hightech-Behandlung zum Einsatz kommt, sei von der Art der Krebserkrankung und der Lage des Tumor, aber auch von der Gesamtverfassung des Patienten abhängig.

Computer berechnen Eingriff
Männer mit Prostatakrebs können von der modernen Hightech-Medizin profitieren. Der Regensburger Forscher erklärte, dass sich bei dieser Erkrankung zukünftig wohl das Nanoknife-Verfahren durchsetzen wird. Auch dabei kommen bildgebende Geräte zum Einsatz, womit der Tumor dreidimensional und bis ins kleinste Detail auf einem Monitor für den Arzt dargestellt wird. Computer berechnen dann bis ins kleinste Detail, wie die Tumorzellen am besten zerstört werden können. Zum Einsatz kommen dabei wieder Nadeln, die elektrische Felder und somit Hitze aufbauen, so dass bösartige Zellen ganz gezielt angegangen werden können. „Auch das ist ein minimal-invasiver Eingriff, der für den Patienten keine Narben oder Wunden hinterlässt und das Risiko von Nebenwirkungen von Impotenz oder auch Kontinenzproblemen radikal minimiert“, zeigte sich Prof. Stroszczynski begeistert.

„All diese modernen und eindrucksvollen Verfahren wirken sich natürlich auch auf die Reha-Maßnahmen der Betroffenen aus“, resümierte Gastgeber Prof. Hannes Schedel. „Ddurch den Wegfall großer Operationswunden können Patienten schneller wieder in den normalen Alltag oder den Beruf zurückkehren und genau das ist ja auch hier unser Ziel.“

Zukünftig wollen nun die Mediziner der Regensburger Universität und die Kellberger Experten vermehrt ihre Erfahrungen austauschen. Ein wichtiger Schritt, der sicher dazu beiträgt, dass Krebserkrankungen immer mehr ihren Schrecken verlieren.

Info für Patienten: www.klinik-prof-schedel.de, Telefon: 08501/809-0, E-Mail: klinik.prof.schedel@t-online.de

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

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Mit Hightech gegen Tumore: Chefarzt Dr. Markus Higi (Klinik Prof. Schedel), Prof. Dr. Christian Stroszczynski, Leiter des Instituts für Röntgendiagnostik am Regensburger Universitätsklinikum (UKR), und Prof. Dr. Hannes Schedel wollen künftig vermehrt Erfahrungen über Krebsbekämpfung austauschen. (Foto: Klinik Prof. Schedel)



+++ Präventionsaktion des Gesundheitsministeriums auch in Passau:
Aktiv sein macht stark gegen Krebs +++


Prof. Dr. Hannes Schedel: Ausgewogene Lebensweise kann individuelles Krebsrisiko senken/Kellberger Klinik beteiligt sich an bayernweiter Gesundheitskampagne

KELLBERG-THYRNAU (17.04.2013) – Unter dem Motto „Gesund.Leben.Bayern. – Aktiv gegen Krebs“ beteiligt sich die Klinik Prof. Schedel an der Kampagne des bayerischen Gesundheitsministeriums. „Eine ausgewogene Lebensweise mit gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport kann etwa 30 Prozent der Krebserkrankungen verhindern. Jeder kann selbst etwas tun, um sein Krebsrisiko zu verringern“, erklärt Prof. Dr. Hannes Schedel von der Klinik Prof. Schedel im bayerischen Kellberg-Thyrnau (Lkr. Passau). Das 205-Zimmer-Haus zählt mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.

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Gemeinsam mit 20 Partnern will das Bayerische Gesundheitsministerium in über 160 Veranstaltungen rund um das Thema Krebsprävention in ganz Bayern für einen gesünderen und aktiven Lebensstil werben. Wie wichtig Sport in der Krebsprävention ist, zeigt laut Prof. Dr. Hannes Schedel der erste Bayerische Krebsbericht: Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung sei die Rate der Neuerkrankungen bei Männern zurückgegangen, das Niveau bei Frauen gleich geblieben. Bayernweit erkranken 68.000 Menschen jährlich an Krebs, etwas mehr Männer als Frauen. Die häufigsten Krebsarten der Neuerkrankungen bei Männern sind Prostatakrebs (ca. 8.500), Darmkrebs (ca. 5.000) und Lungenkrebs (ca. 4.000). Frauen erkranken am häufigsten an Brustkrebs (ca. 10.000), Darm- (ca. 4.000) und Lungenkrebs (ca. 2.000).

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt haben die Bayern höhere Heilungschancen bei einer Krebserkrankung. Wichtig ist nach den Erfahrungen von Prof. Schedel: „Je früher Krebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.“ Bei der Vorbeugung und Früherkennung von Krankheiten habe die Wissenschaft in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Durch verschiedene Vorsorgeuntersuchungen können bestimmte Krankheiten frühzeitig erkannt und mit einer größeren Heilungschance behandelt werden. „Rechtzeitige Vorsorge kann Ihnen viel Leid ersparen. Nehmen Sie sich daher regelmäßig Zeit für diese wichtige Untersuchung“, appelliert Prof. Dr. Hannes Schedel.

Die Diagnose Krebs sei ein schwerer Schicksalsschlag. Deshalb sollen Betroffene und ihre Angehörigen nicht allein gelassen werden, sondern eine helfende Hand bekommen und es soll ihnen Hoffnung geschenkt werden. Denn, so Prof. Schedel: „Der Krebsbericht liefert nicht nur Zahlen, sondern zeigt Beratungs-, Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten auf.“

Unter dem Motto „Gesund.Leben.Bayern – Aktiv gegen Krebs“ möchte das Gesundheitsministerium die bayerische Bevölkerung über die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung informieren und ermutigen, wenn möglich, auch bei einer Krebserkrankung körperlich aktiv zu bleiben. „Durch Bewegung und Sport kann das Risiko für eine Krebserkrankung um bis zu 30 Prozent verringert werden. Wer sich bewegt, bewegt was“, sagt auch der bayerische Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber beim Start der Aktion. Neue Studien zeigen laut Huber: „Sport kann dabei helfen, Krebs zu vermeiden und den positiven Verlauf der Therapie unterstützen. Er fördert das seelische Wohlbefinden, trainiert den Körper und das Immunsystem. Aktiv sein macht stark!“ Zu den prominenten Unterstützern der landesweiten Kampagne gehören Franz Beckenbauer und Anni Friesinger-Postma.

Im Zuge einer dauerhaft geplanten Vortragsreihe wird auch Passau zum Zentrum der Aufklärungskampagne in Niederbayern. Die Kellberger Reha-Klinik will so Wissenslücken schließen und die Bevölkerung auf verständliche Weise aufklären.

Weitere Informationen sowie der erste Bayerische Krebsbericht sind im Internet abrufbar unter: www.aktiv-gegen-krebs.bayern.de.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.



Bildtext: Die Klinik Prof. Schedel beteiligt sich an der bayernweiten Gesundheitskampagne des Gesundheitsministeriums.


+++ Vorgezogene Chemotherapie:
„Reha macht fit für die Darmkrebs-Operation“ +++

Neue Therapiekonzepte in der Klinik Prof. Schedel: Umgang mit Nebenwirkungen wichtig / Früher Stoma-Versorgung im Vordergrund/Darmkrebsmonat März

KELLBERG-THYRNAU (27.03.2013) – Ein neuer Therapietrend bei Darmkrebs stellt Rehabilitationsmediziner vor neue Aufgaben: Damit auch fortgeschrittene oder metastasierte Tumore effektiv operiert werden können, erhalten Patienten die Chemotherapie vor der Operation – und neue Therapieformen in der Rehabilitation. „Wir müssen Patienten fit für die nachfolgende Operation machen“, sagt Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Prof. Schedel im bayerischen Kellberg-Thyrnau (Lkr. Passau). Das 205-Zimmer-Haus zählt mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.

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In der Tumor-Medizin zeichnet sich laut Higi bei Darmkrebs seit einiger Zeit ein neuer Therapietrend ab. Immer häufiger werde vor der Operation eine Chemotherapie durchgeführt, um die Erkrankung operabel zu machen. Konzept dieser sogenannten präoperativen oder neoadjuvanten Chemotherapie sei es, die Tumormasse zu verkleinern, um dadurch die operative Effizienz zu erhöhen.

Bei der Behandlung von Mastdarmkrebs gehöre die neoadjuvante Strategie mittlerweile fast schon zum Standardverfahren. Bei dieser Erkrankungslokalisation wird oft die Radiochemotherapie vor der Operation eingesetzt. Bei diesem Verfahren erfolgen die Chemotherapie und die Strahlentherapie gleichzeitig. „Die Quote lokaler Rückfälle wird dadurch gesenkt und oft kann auch der Schließmuskel erhalten bleiben, was natürlich ein immenser Vorteil für die Betroffenen ist.“

Durch die vorgezogene Chemotherapie sollen Higi zufolge mögliche weitere Absiedelungen von Krebszellen im Körper abgetötet werden. „Bei Dickdarm- oder Mastdarmkrebs kann die Chemotherapie Lebermetastasen, die zunächst nicht herausoperiert werden können, soweit schrumpfen lassen, dass der Chirurg sie doch noch entfernen kann“, beschreibt Dr. Higi die Einsatzmöglichkeit.

Die Chemotherapie wird laut Higi als Infusion direkt in die Blutbahn gegeben. So können sich die Medikamente im ganzen Körper verteilen und den Krebs auch an schwierig positionierten Stellen bekämpfen. In der Regel werde eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten angewendet, die das Wachstum der Krebszellen hemmen. Populär geworden sind die Medikamentenkombinationen FOLFOX und FOLFIRI. Oft werden auch neuartige, zielgerichtete Medikamente hinzugenommen. Hierzu zählen Antikörper zur Hemmung der Blutgefäßneubildung des Tumors (Angiogenese-Hemmung) oder sogenannte Kinasehemmer gegen das Tumorwachstum.

Mit dem Einsatz der zytostatischen Chemotherapie ändert sich das Arbeitsfeld in der Rehabilitation. Die Chemotherapie vor der Operation dauert nach Angaben von Dr. Higi etwa zehn bis zwölf Wochen. Die Behandlung werde der individuellen Situation des Patienten angepasst. Je nach Verträglichkeit der Medikamente könne diese Phase auch länger dauern.

Durch die Chemotherapie entstehen Higi zufolge als Nebenwirkungen Kraft- und Muskeldefizite, die in der dreiwöchigen Reha-Phase vor der Operation eingedämmt werden. Einige der Substanzen können Schleimhautirritationen und Nervenschädigungen verursachen. Die Patienten entwickeln oft eine sogenannte Polyneuropathie. „Es treten Taubheitsgefühle in den Füßen und in den Händen auf.“ Von dieser „neurotoxischen“ Wirkung seien oft kleinere Nerven an Händen sowie Füßen betroffen, die für das Tastempfinden, die Schmerzweiterleitung und das Temperaturempfinden zuständig sind, so Higi. Die Störungen seien vorübergehend. Ergotherapeutische und elektrophysikalische Verfahren im Zuge der Rehabilitation können sich vorteilhaft auf diese Symptome auswirken. Deshalb sei ein vielschichtiges Therapiekonzept gefragt.

Nach Operation Stoma-Versorgung im Fokus In der klassischen Therapie ging es Higi zufolge darum, Patienten nach einer Darmoperation mit der Stoma-Versorgung vertraut zu machen. Etwa 130.000 Menschen in Deutschland leben mit einem künstlichen Darmausgang oder einer künstlichen Harnableitung (med. Stoma). Dr. Higi: „Nach Operationen gilt es in der Rehaphase, die körperlichen Leistungsfähigkeiten wieder aufzuwerten, eventuelle Darmirritationen auszugleichen, den Kostaufbau, die Ernährungsstilistik neu zu ordnen und natürlich ein gutes Wundmanagement umzusetzen.“ Ziel sei es, dass der Patient nach der Operation den Umgang mit der neuen Lebenssituation lernt. Schwerpunkte der Reha liegen daher auch auf den „pädagogischen-edukativen“ Ebenen. Der Betroffene sollte sich zusätzliches Wissen aneignen. Nach wie vor bleibt die Operation die zentrale Therapie. Entscheidend sei die komplette Entfernung der Tumorregion, da davon die Qualität des Eingriffs und die Langzeitprognose abhängig sind.

Die Diagnose Darmkrebs ist für jeden Menschen zunächst ein Schock. Von heute auf morgen müssen sie sich mit einer schweren Erkrankung auseinandersetzen. Jährlich erkranken nach Angaben der Deutschen Krebshilfe etwa 69.400 Menschen neu an Darmkrebs, 27.000 sterben daran. Früh erkannt, ist diese Krankheit jedoch gut heilbar: Bei etwa 20 von 1.000 Bundesbürgern liegt eine familiäre Belastung für Darmkrebs, also ein genetisches Risiko vor. Aber auch übermäßige fett- und fleischreiche, ballaststoffarme Kost wird als Begünstiger diskutiert. „Insgesamt nimmt in Deutschland der Darmkrebs zu, weil die Gesellschaft älter wird und die Dickdarmtumoren in höherem Alter öfter auftreten“, erläutert Onkologe Dr. Higi, „die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, liegt in Deutschland bei etwa fünf bis zehn Prozent.“

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Rund 100.000 Menschen sind in Deutschland auf eine Stoma-Versorgung angewiesen, die nach einer Darmkrebs-Operation als künstlicher Darmausgang angelegt wird.
Foto: "obs/BVMed Bundesverband Medizintechnologie"

Weitere Infos


+++ Rainer Lutra: „Prostatakrebs betrifft auch die Partnerin“ +++

Autorenlesung in der Klinik Prof. Schedel in Kellberg mit großer Resonanz

THYRNAU-KELLBERG (06.03.13) – Auf außergewöhnliche Resonanz stieß die Lesung des Kölner Buchautors Rainer Lutra. Über 100 Besucher hörten aufmerksam in der Reha-Klinik von Prof. Schedel in Kellberg zu, als Lutra aus seinem autobiografischen Roman „Liebe, Sex und Prostatakrebs“ vorlas und anschließend auch viele Fragen beantwortete.

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„Sie sind schon viele Jahre an Erfahrung reicher als Patienten, die gerade erst die Diagnose Prostatakrebs erfahren haben“, sagte Dr. Markus Higi, Chefarzt der onkologischen Reha-Klinik in Kellberg, bei der Vorstellung Rainer Lutras. Dies auch mit Blick auf die zahlreichen Patienten der Klinik, die sich als Zuhörer eingefunden hatten.

In seiner rund einstündigen Lesung spiegelte Lutra ein sehr emotionales Bild eines an Prostatakrebs erkrankten Mannes wider: „Die Gefühle sagen einem: ,Du bist kein richtiger Mann mehr‘, und es gibt viele unbeantwortete Fragen rund um das Thema Sex.“ Genau dort setzt Lutra auch in seinem Buch an. Sein Motiv für die Autobiografie: „Gerade zu den vielen Fragen um Liebe, Sex und Erotik habe ich mich absolut allein gelassen gefühlt. Literatur dazu gab es bislang nicht. Irgendwie ist das wohl noch ein Tabu.“ Damit sprach der Autor offenbar vielen Anwesenden aus dem Herzen, was man an den vielen Fragen rund um das Thema „erektile Dysfunktion“ erkennen konnte.

Rainer Lutra ging mit den Krankenkassen hart ins Gericht: „Der Potenzverlust nach einer Prostataoperationen ist doch nicht nur eine Krankheit des Mannes, sondern betrifft auch die Partnerschaft“, klagte er, „leider wird das bisher in der Behandlung auch aus psychologischen Gesichtspunkten heraus völlig außer acht gelassen. Alles dreht sich nur um den Mann.“

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Info für Patienten: www.klinik-prof-schedel.de, Telefon: 08501/809-0, E-Mail: klinik.prof.schedel@t-online.de

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Autor Rainer Lutra (Bild links) berichtete über seine Erfahrungen mit Prostatakrebs. „Sie sind schon viele Jahre an Erfahrung reicher als Patienten, die gerade erst die Diagnose Prostatakrebs erfahren haben“, sagte Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Prof. Schedel. (Fotos: Klinik Prof. Schedel)


+++ „Liebe, Sex und Prostatakrebs“ +++

Ankündigung/Einladung: Buchautor Rainer Lutra liest am Dienstag, 5. März 2013, um 16.00 Uhr in der Klinik Prof. Schedel (Kellberg) aus seinem autobiografischen Roman

THYRNAU-KELLBERG (15.02.13) – Es ist der „Super-Gau“ für den Mann: Prostatakrebs. Wie wird man damit fertig? Der Buchautor Reiner Lutra liest am Dienstag, 5. März 2013, um 16.00 Uhr in der Klinik Prof. Schedel in Kellberg aus seinem autobiografischen Roman „Liebe, Sex und Prostatakrebs“. Er berichtet über seine Erfahrungen – von der Diagnose bis zur Sexualität – und steht dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Interessenten sind herzlich zur kostenlosen Autorenlesung eingeladen.

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Rund 60.000 neue Fälle von Prostatakrebs werden jährlich registriert: Es entstehen bösartige Zellen im Gewebe der Prostata, einer Drüse unterhalb der Blase des Mannes. Sie hat in etwa die Größe einer Walnuss, umgibt die Harnröhre und reicht fast bis zum Beckenboden. Die Diagnose Prostatakrebs wird über den PSA-Blutwert um etwa zehn Lebensjahre früher gestellt als noch vor einem Jahrzehnt. „Inzwischen sind es die jüngeren Männer, manche im Alter von 40 bis 50 Jahren. Prostatakrebs ist nicht mehr nur die Krankheit alter Männer“, sagt Dr. med. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Prof. Schedel.

Prostata-Krebspatienten werden wegen der verbesserten Diagnosemethoden immer jünger. So erging es auch Rainer Lutra. Er erkrankte im Alter von 53 Jahren an Prostatakrebs. Nach einer radikalen Prostataentfernung litt er trotz nerverhaltender Operation an erektiler Dysfunktion. Seine persönliche Erfahrung, nach einer Prostatakrebserkrankung eine befriedigende Sexualität zu erleben, beschreibt er in einer lebendigen Sprache für betroffene Männer und deren Angehörige.

Paarerkrankung statt Männerkrankheit
Rainer Lutra schreibt über die schmerzliche Realität, wenn die Sexualität als natürlicher und wertvoller Bestandteil des Lebens fehlt. Die Bedeutung einer „gelebten“ Sexualität sei ihm erst durch die Erkrankung an Prostatakrebs und der Folgeerscheinung „Erektile Dysfunktion“ bewusst geworden. Vor seiner Erkrankung sei die „gelebte“ Sexualität selbstverständlich gewesen. Es habe ihn irritiert, so Lutra, dass meistens von den Folgen einer Prostatakrebserkrankung für den Mann gesprochen worden sei und nicht in gleichem Maße für die Partnerin: „Wir litten unter einer Paarerkrankung“, stellte er fest. Auch eine Partnerin habe einen natürlichen Anspruch auf gelebte Sexualität.

Lutra schildert den Weg, die gemeinsame Sexualität wiederherzustellen. Zwar gebe es zahlreiche wertvolle medizinische Ratgeber und persönliche Erfahrungsberichte zur Prostatakrebserkrankung, aber keinen Ratgeber aus der Erfahrung eines Betroffenen zur Überwindung der erektilen Dysfunktion, so seine Motivation für das Buch. „Genau diese Hilfestellung will ich mit meinem Buch dem Mann bzw. dem betroffenen Paar geben.“

Große Herausforderung: Kontinenz und Potenz
Bei einer frühen Diagnose hat der Patient laut Chefarzt Dr. med. Markus Higi die Chance auf eine nervenschonende und -erhaltende Tumorentfernung. „Es geht darum, Inkontinenz und Impotenz zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.“ Eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) wird von Urologen sehr empfohlen. „Damit lassen sich körperliche und persönliche Einschränkungen schneller überwinden“, erklärt Higi. 75 Prozent der Patienten wünschen sich nach den Erfahrungen des Rehabilitationsmediziners, den bisherigen Lebensstil nach der Therapie aufrechterhalten zu können. Die medizinische Nachsorge dient laut Higi dazu, den Gesundheitszustand aufzuwerten, typische Krankheits- oder Therapiefolgen zu behandeln. Die größte Herausforderung in der dreiwöchigen Rehabilitation: „Kontinenz, Kontinenz und nochmal Kontinenz.“ Wichtig sind laut Chefarzt Higi ein früher Start der Maßnahmen und professionelle Anleitungen. Es gebe komplexe Lernmodule zur Selbsthilfe.

Das Genesungskonzept in der Kellberger Klinik sei deshalb darauf ausgelegt, die jährlich rund 3.000 Reha-Patienten, davon viele nach urologischen Operationen, in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch zu stabilisieren und ihre Lebensqualität möglichst schnell wiederherzustellen. „Wir begleiten den Patienten in einer schwierigen Phase. Einerseits ist da der Diagnoseschock und andererseits hat der Patient typische Handicaps durch die erforderliche Therapie. Wir verstehen uns daher als ein wichtiges Glied einer Behandlungskette“, sagt Higi.

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Bildtext: Super-Gau für den Mann: Prostata-Krebspatienten werden immer jünger (Foto: Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel)



+++ Mit richtiger Ernährung auf Magenkrebs reagieren +++



KELLBERG-THYRNAU (29.10.12) - Rund 15.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Magenkrebs. Rauchen, nitratreiche Ernährung, aber auch übermäßiger Alkoholkonsum und Bakterien werden als die Hauptursachen verdächtigt. Ein wesentlicher Ansatz, um trotz dieser tückischen Krankheit wieder Lebensqualität zu gewinnen, liegt in gezielten Rehabilitationsmaßnahmen. „Bei frühzeitigem Erkennen der Krankheit und richtiger Reha liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei 90 Prozent“, sagt Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Prof. Schedel im bayerischen Kellberg-Thyrnau (Lkr. Passau).

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Wenn die Diagnose Magenkrebs feststeht und das Ausmaß der Krebsausbreitung bestimmt wurde, stimmt der behandelnde Arzt mit dem Patienten ab, welche Behandlungsschritte durchgeführt werden. Die Kern-Therapie beim Magenkarzinom ist die Operation, bei der der Tumor vollständig entfernt wird. Ein heilender operativer Eingriff ist jedoch nicht immer möglich, so dass dann eine Chemo- oder Strahlentherapie notwendig ist. Die teilweise oder vollständige Entfernung des Magens beeinträchtigt allerdings die Verdauung: Manche Patienten sind trotz vollständiger Magenentfernung nahezu beschwerdefrei, andere hingegen haben erhebliche Beschwerden.

„Der Dreh- und Angelpunkt für Betroffene, um unbeschwert und mit hoher Lebensqualität den Alltag genießen zu können, ist die richtige Ernährungsweise“; erklärt Dr. Markus Higi. Genau dort setzen die Kellberger Experten schon im Zuge der Reha an: „Diätassistenten erarbeiten zunächst einen individuellen Kostaufbauplan. Den Patienten wird dann das nötige Hintergrundwissen vermittelt“, sagt Dr. Higi, „wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und geben Magenkrebs-Patienten in unserer Diätlehrküche praktische Anleitungen. Wir zeigen ihnen in Kursen, worauf es für sie ankommt und vermitteln so zusätzliche Kenntnisse. Mit diesem praktischen Ansatz haben wir nur beste Erfahrungen gemacht!“

Bereits in der frühen Phase nach einer Operation erhalten die Patienten ein leichtes körperliches Aufbauprogramm unter physiotherapeutischer Leitung, um einem Muskelabbau, bedingt durch negative Energiebilanzen, entgegenzuwirken. Manchmal sind zusätzliche psychologische Hilfen wichtig. „Die Patienten müssen ja nicht nur die Diagnose Krebs verarbeiten“, weiß Onkologe Dr. Markus Higi, „ sie haben auch körperliche Probleme, Probleme beim Essen, sie sind also in einer recht schwierigen Lebensphase.“ Sein Erfolgsrezept: „Es ist ganz wichtig, dass man alle Therapien fachübergreifend und sehr individuell auf den Patienten abgestimmt umsetzt. Der Patient macht einen Lernprozess durch, der sich über mehrere Wochen erstreckt. Das verlangt von uns auf organisatorischer Seite sehr viel Einsatz, bringt ihm dafür aber unglaublich viel.“

Schon nach einigen Wochen spüren Betroffene oft deutliche Fortschritte. Das in Kellberg vermittelte Wissen um zeitliche Abstände bei der Nahrungsaufnahme, der individuellen Verträglichkeit und an welcher Stelle man sehr vorsichtig sein muss, bewirkt eine Zunahme an Lebensqualität. Aber wie beim Gesunden auch, können sehr starke individuelle Streuungen vorliegen. Bei manchen gelingt der Kostaufbau ganz schnell und unkompliziert, andere wiederum haben noch längere Zeit Probleme. „Diese Patienten werden sehr engmaschig und intensiv durch unsere Diät-Köche und Diätassistentinnen betreut“, erklärt Chefarzt Dr. Higi, „nicht selten sind zur Erhaltung eines ausreichenden Energiestoffwechsels dann auch hochenergetische Nahrungszusätze erforderlich.“

Männer sind übrigens deutlich häufiger von einem Magenkarzinom betroffen als Frauen. In manchen Regionen erkranken sie doppelt so oft. Dr. Higi: „Die Neuerkrankungsrate ist allerdings generell rückläufig in Europa – im Gegensatz zu asiatischen Ländern. Die meisten Erkrankungen treten jenseits des 50. Lebensjahres auf. Bei bestimmten seltenen, ererbten Anfälligkeiten können jedoch bereits auch Jüngere betroffen sein.“

Was aber sind die ersten Anzeichen für ein Magenkarzinom? Dr. Markus Higi: „Die frühen und kleinen Karzinome machen keinerlei Symptome. Sie werden meist per Zufall bei einer Magenspiegelung entdeckt. Chronische Magenschleimhautentzündungen begünstigen die Ansiedelung des Bakteriums Helicobacter. Dieses Bakterium fördert in Verbindung mit entzündlichen Reaktionen die Entstehung von Magenkrebs. Ein Helicobacterbefall der Magenschleimhaut erhöht das Magenkrebs-Risiko dann leider auch gleich um das bis zu Sechsfache.“

Experte Dr. Higi weist darauf hin, dass ein hoher Gehalt an Nitrat in der Nahrung bzw. im Trinkwasser das Erkrankungsrisiko steigert. „Nitrat kommt in stark gedüngten, pflanzlichen Lebensmitteln und verunreinigtem Trinkwasser vor. Nitrite wiederum tauchen in gepökelten Nahrungsmitteln, speziell bei der Wurstkonservierung auf. Auch Benzpyren steht im Verdacht, den Magenkrebs zu fördern. Es handelt sich um chemische Verbindungen, die bei Verbrennungsvorgängen im Ruß, in Grillprodukten, in Auto- und Industrieabgasen auftauchen. Zigarettenraucher sind damit besonders konfrontiert.“

Die Institute für Ernährungsforschungen empfehlen als Schutz hohen Obst- und Gemüseverzehr. Grundsätzlich gilt aber: Bei gehäuften Schluckauf-Problemen, Magenschmerzen oder häufigem Unwohlsein sollte man möglichst früh einen Arzt aufsuchen. „Denn“, so Dr. Higi, „rechtzeitig erkannt, lässt sich eine Magenkrebserkrankung heute bestens behandeln.“

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH

Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.


Bilder: http://www.koenig-online.de/images/pressefach/klinik_prof_schedel/pm_klinik_schedel_bild_magenkrebs_ernaehrung.jpg

Diätköche empfehlen als Schutz vor Magenkrebs hohen Obst- und Gemüseverzehr (Foto: Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel)

Link: www.koenig-online.de/images/pressefach/klinik_prof_schedel/klinik_prof_schedel_ca_dr_markus_higi.jpg

Foto: Chefarzt Dr. Markus Higi von der Klinik Professor Schedel in Kellberg bei Passau


+++ Bei Darmkrebs ist ein vielschichtiges Therapiekonzept gefragt



THYRNAU-KELLBERG (01.10.12) - Rund 40.000 Menschen erkranken allein in Deutschland jedes Jahr an Darmkrebs. Hauptursache ist das genetische, familiäre Risiko, aber auch übermäßige fett- und fleischreiche Kost. Doch dank moderner Therapie- und Rehamaßnahmen verliert die Diagnose „Darmkrebs“ immer mehr ihren Schrecken. Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Professor Schedel im bayerischen Kellberg, über das Leben nach der Operation.

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Rund ein Drittel der Patienten, die nach einer Tumoroperation für Reha-Maßnahmen in der onkologischen Spezialklinik in Kellberg sind, leidet an Darmkrebs. Behandelt wird diese tückische Krankheit meist durch eine Operation, bei der der Tumor entfernt wird, eventuell kombiniert mit Strahlentherapie oder Chemotherapie. „Insgesamt nimmt in Deutschland der Darmkrebs zu, weil die Gesellschaft älter wird und die Dickdarmtumoren in höherem Alter öfter auftreten“, erläutert Onkologe Dr. Higi, „die Wahrscheinlichkeit in Deutschland an Darmkrebs zu erkranken, liegt bei etwa fünf bis zehn Prozent.“

Wie Dr. Higi weiter anführt, wird Darmkrebs bei der Mehrzahl der Patienten nach dem 50. Lebensjahr entdeckt. Statistiker berechnen ein Durchschnittsalter von ca. 63-65 Lebensjahren zum Zeitpunkt der Diagnose. In der Reha werden hauptsächlich Patienten behandelt, bei denen nach Operationen bzw. nach den Behandlungen noch Probleme bestehen. Die Hauptursache der Erkrankung sieht Dr. Higi zum einen durch die Tatsache begründet, dass die Menschen immer älter werden, aber auch durch genetische Vorgaben. Über die Bedeutung einer „richtigen“ Ernährung wird in Fachkreisen heftig diskutiert. Dr. Higi: „ Es wird angenommen, dass fett- und fleischreiche Kost das Risiko steigen lässt. Genauso sollen ballaststoffarme Ernährungsformen nachteilig sein. Die wissenschaftlichen Daten sind aber teilweise widersprüchlich.“ Ernährungswissenschaftler präferieren fischreiche Kost, die mit einem hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren schützen soll. Auch der Mangel von Sonnenlicht wird als Mitverursacher gesehen, zumal in epidemiologischen Studien ein Nord-Süd-Gefälle (mehr Erkrankungen im Norden als im Süden Europas) gefunden wurde. Hinzu kommen Übergewicht und Bewegungsmangel.

In der Reha lernen
Zur Vorsorge empfehlen die Experten der Klinik Professor Schedel die Vorbeugediagnostik speziell bei Dickdarmtumoren. Bekannt ist, dass die Tumoren oft über einen langen Zeitraum entstehen und sich aus großen Polypen heraus entwickeln, die sich endoskopisch nachweisen lassen. Fast alle Krankenkassen bieten hier entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen an. Alarmzeichen sind beispielweise Blut im Stuhl, plötzliche Verstopfungsphasen oder gehäufte Durchfälle.

Richtige Rehamaßnahmen tragen dazu bei, dem Darmkrebs seine Schrecken zu nehmen. Dr. Higi: „Nach Operationen gilt es in der Rehaphase, die körperlichen Leistungsfähigkeiten wieder aufzuwerten, eventuelle Darmirritationen auszugleichen, den Kostaufbau, die Ernährungsstilistik neu zu ordnen und natürlich ein gutes Wundmanagement umzusetzen. Bei anderen Patienten sind eventuell Probleme im Handling oder der Akzeptanz bei künstlichem Darmausgang ein zentrales Problem. Dort sind Stomatherapeuten gefordert. Auch die psychologischen Helfer nehmen einen großen Stellenwert ein.“

Ziel ist auch, dass der Patient den Umgang mit den neuen Lebenssituationen lernt. Schwerpunkte der Reha liegen daher auch auf den „pädagogischen-edukativen“ Ebenen. Er sollte sich zusätzliches Wissen aneignen.

Immer mehr Patienten erhalten zytostatische Chemotherapie, so dass zusätzliche Kraft- und Muskeldefizite entstehen. Einige der Substanzen können Schleimhautirritationen und Nervenschädigungen verursachen. Die Patienten entwickeln eine sogenannte Polyneuropathie. Es treten Taubheitsgefühle in den Füßen und in den Händen auf. Die Störungen sind zwar vorübergehend, ergotherapeutische Verfahren und elektrophysikalische Verfahren können sich vorteilhaft bei diesen Störungen auswirken. Es ist ein vielschichtiges Therapiekonzept gefragt.

Minimal-invasive Operationen
Verändert hat sich teilweise die operative Methodik. „Die laparoskopischen, also minimal invasiven Eingriffe haben zugenommen“, sagt Dr. Higi, „sie gelten als schonend für das Gewebe und sorgen für eine schnellere körperliche Erholung.“ Entscheidend ist allerdings die komplette Entfernung der Tumorregion, da davon die Qualität des Eingriffs und die Langzeitprognose abhängig ist. Nach wie vor bleibt die Operation die zentrale Therapie.

Zugenommen haben auch die chemotherapeutischen Verfahren im Anschluss an die Operation, um das Rückfallsrisiko weiter zu senken. Die meisten statistischen Auswertungen berechnen ca. 40-60 % geheilte Patienten in einer fünfjährigen Nachbeobachtungsphase. D. h. etwa die Hälfte der Patienten ist durch operative Verfahren, eventuell in Kombination mit Chemotherapie oder Strahlentherapie, geheilt.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.


+++ Goldenes Jubiläum: Seit über 50 Jahren im Kampf gegen den Krebs+++

Passau/Kellberg (05.09.12) - Es ist ein ganz besonderes Jubiläum, das in diesen Tagen im niederbayerischen Kellberg nahe Passau gefeiert wird: Seit nunmehr 50 Jahren kooperiert die Klinik Professor Schedel mit der Deutschen Rentenversicherung im Kampf gegen Krebserkrankungen – mit überaus großem Erfolg.

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Die Eltern des heutigen Klinikleiters, Prof. Dr. Hannes Schedel, legten Anfang der 60er Jahre den Grundstein für das ursprünglich einmal als Hotel geplante Objekt. Mittlerweile zählt die idyllisch gelegene Klinik zu den anerkanntesten Reha-Einrichtungen für Krebspatienten: Sie nimmt im Vergleich bundesweit eine Spitzenposition ein. „Der Grund für die Wahl genau dieses Standortes war die eisenhaltige Heilquelle, die schon seit 1839 Kellberg zum Bade- und Kurort machte“, erinnert sich Prof. Dr. Hannes Schedel, „von überall her kamen die Gäste: Sogar König Max II. war gerne hier.“

Vor 50 Jahren wurde dann die vertragliche Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung beschlossen, die für Zuweisung der meisten Reha-Maßnahmen in Deutschland zuständig ist. 1983 erfolgte dann gemeinsam mit dem erfahrenen Onkologen, Dr. Markus Higi, die Spezialisierung auf Rehabilitationsmaßnahmen rund um alle Krebserkrankungen.

Im Rehabereich ist die Klinik Professor Schedel eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Da die Rehabilitation von Tumorpatienten in Zukunft nach einhelligen Prognosen aufgrund der demographischen Entwicklung und verbesserten Diagnostik immer wichtiger wird, setzen die Kellberger seit Jahren auch beim Personal auf hochqualifizierte Fachkräfte im medizinischen und pflegerischen Bereich, das sich regelmäßig fortbildet und so über aktuelle Entwicklungen informiert ist.

„Schwerpunktmäßig versorgen wir Patienten mit den unterschiedlichsten Tumorerkrankungen“, erklärt Professor Schedel, „dabei steht für uns die psycho-onkologische Betreuung mit im Vordergrund. Außerdem haben wir uns auf Patienten spezialisiert, die zum Beispiel neben der ärztlichen Spezialisierung besondere Betreuung bei der Stomaversorgung, im Wundmanagement, bei der Diätetik oder auch in der physikalischen Therapie benötigen.“

Das gewachsene Klinikkonzept einer durchgehend hochqualitativen Patientenversorgung geht auf. So wünschen sich 98 Prozent aller Patienten im Falle einer weiteren Reha-Maßnahme diese wieder in Kellberg verbringen zu dürfen. Darüber freuen sich Prof. Schedel und seine 120 Mitarbeiter ganz besonders, spiegelt dieses Ergebnis neben der fachlichen Kompetenz auch das vorhandene Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Sorgen der Patienten wider. Und dass die Kellberger unbürokratisch auch Wünsche der Patienten tatkräftig umsetzen, beweist nicht nur der klinikeigene Sozialfonds, der bei problematischen Fällen Patienten trotz Kostenablehnung durch die Kassen wichtige Therapiemaßnahmen ermöglicht; auch die Mitnahme eines Haustieres ermöglicht die Klinik vielen Patienten.

Bei so viel Zuspruch, erwiesener Kompetenz und Offenheit für neue Ideen ist man sich in Kellberg sicher: Man ist auch für die nächsten 50 Jahre gewappnet.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH

Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Bildtext: Prof. Dr. Hannes Schedel (51).

+++ Nicht mehr nur die Krankheit alter Männer+++

Chefarzt Dr. Markus Higi: Prostata-Krebspatienten werden immer jünger/Inkontinenz und Impotenz sind die größte Herausforderung in der Rehabilitation/Früherkennung nutzen

THYRNAU-KELLBERG (26.07.12) – Prostata-Krebspatienten werden wegen der verbesserten Diagnosemethoden immer jünger. „Je früher und je kleiner der Tumor, desto besser die Prognose“, sagt Chefarzt Dr. Markus Higi von der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel in Kellberg (Lkr. Passau). Das 205-Zimmer-Haus zählt mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.

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Rund 60.000 neue Fälle von Prostatakrebs kommen pro Jahr deutschlandweit hinzu: Etwa 12.000 Männer sterben an einer der am häufigsten diagnostizierten Krebsart. Es entstehen bösartige Zellen im Gewebe der Prostata, einer Drüse unterhalb der Blase des Mannes. Sie hat in etwa die Größe einer Walnuss, umgibt die Harnröhre und reicht fast bis zum Beckenboden. Die Diagnose Prostatakrebs wird über den PSA-Blutwert um etwa zehn Lebensjahre früher gestellt als noch vor einem Jahrzehnt. „Inzwischen sind es die jüngeren Männer, manche im Alter von 40 bis 50 Jahren. Prostatakrebs ist nicht mehr nur die Krankheit alter Männer“, so Higi. Der durchschnittliche Patient in der Kellberger Rehabilitationsklinik ist laut Statistik 60 bis 63 Jahre alt. „Die meisten Patienten sind noch nicht im Rentenalter, das offiziell mit 65 Jahren beginnt.“

Vorsicht bei hohem PSA-Wert
Prostatakrebs macht Higi zufolge eine lange Zeit hinweg keinerlei Beschwerden. Eine gute Ausgangslage ist es, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt werde, der Krebs noch auf die Prostata begrenzt ist und noch nicht gestreut habe. Mittels urologischer Vorsorge lassen sich frühe Stadien finden. Zur Vorsorge gehöre es, ab dem 45. Lebensjahr den PSA-Wert bestimmen zu lassen. Das Prostata Spezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von Prostatazellen gebildet wird und im Blut auftaucht. Dort lässt es sich als sogenannter Marker bestimmen. Bei bösartigen Erkrankungen der Prostata, aber auch gutartigen wie Entzündungen, auch bei Vergrößerungen kann der PSA-Wert im Blutserum ansteigen. Die Grenze zwischen gutartiger PSA Erhöhung und bösartiger ist oft sehr schwer zu ziehen. Je höher der Wert, desto mehr steigt das Risiko einer bösartigen Ursache. Bei der Mehrzahl der Patienten, die einen lokal begrenzten Tumor hatten, also einer frühen Phase, lag der PSA Wert unter 10.

Bei einer frühen Diagnose hat der Patient die Chance auf eine nervenschonende und -erhaltende Tumorentfernung. „Es geht darum, Inkontinenz und Impotenz zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.“ Bei einem lokalisierten Prostatakrebs bietet sich ein breites Spektrum an therapeutischen Optionen. Verschiedene Operationstechniken sind möglich. Neben der klassischen Operationsmethode sind die laparaskopische miniinvasive und die roboterassistierte minimal-invasive Prostatektomie mit dem DaVinci®-System hinzugekommen. Bei dieser viel beachteten Operationstechnik werden schwierige Eingriffe über kleinste Schnitte vorgenommen.

Als Vorteil berichten die Anhänger der laparaskopischen und da Vinci Methoden über eine bessere Präzision, über bessere Sichtbedingungen, weniger Wundheilungsprobleme, schnellere Remobilisation. Die wichtigen Nerven und Blutgefäße seien besser zu erhalten.

Neben den operativen Verfahren können speziell in den Frühstadien auch die Strahlentherapeuten gute Ergebnisse vorlegen. Die Strahlung kann ambulant von außen mit großen komplexen Geräten verabreicht werden. Das Einbringen von kleinen Strahlenquellen in die Prostata direkt (Seeds, Spickung) hat sich ebenfalls bewährt. Hoch dosierter, fokussierter Ultraschall wird in einigen Kliniken angewandt.

Obwohl europäische Studien eine Abnahme der Sterblichkeitsrate bei Prostatakrebs feststellen konnten und dies auf die bessere Behandlungsmöglichkeit der früheren Stadien zurückführen, gibt es auch skeptische Stimmen. Ohne Zweifel werden auch bei Gewebeproben bösartige Zellen nachgewiesen, die eventuell dem Betroffenen zu Lebzeiten kein Problem bereiten. So berichtete vor Kurzem Timothy Wilt im angesehenen New England Journal of Medicine über gute Ergebnisse durch ausschliessliches Beobachten bei bestimmten Niedrigrisiko Kollektiven mit niedrigem PSA und geringer Aggressivität des Tumors. Bei manchen Patienten wird daher auch die Strategie „Aktives Beobachten“ angeboten.

Eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) wird von Urologen sehr empfohlen. Damit lassen sich körperliche und persönliche Einschränkungen schneller überwinden“, erklärt Chefarzt Dr. Markus Higi.

Große Herausforderung: Kontinenz und Potenz
75 Prozent der Patienten wünschen sich nach den Erfahrungen des Rehabilitationsmediziners, den bisherigen Lebensstil nach der Therapie aufrechterhalten zu können. Die medizinische Nachsorge dient laut Higi dazu, den Gesundheitszustand aufzuwerten, typische Krankheits- oder Therapiefolgen zu behandeln. Die größte Herausforderung in der dreiwöchigen Rehabilitation: „Kontinenz, Kontinenz und nochmal Kontinenz.“ Wichtig ist laut Chefarzt Higi ein früher Start der Maßnahmen und professionelle Anleitungen. Es gebe komplexe Lernmodule zur Selbsthilfe. Zudem helfen - beispielsweise bei laufender Hormontherapie - Muskelstabilitätsprogramme. Auch zum Thema „erektile Dysfunktion“ sollte Wissen vermittelt werden. Das Genesungskonzept in der Kellberger Klinik sei deshalb darauf ausgelegt, die jährlich rund 3.000 Reha-Patienten, davon viele nach urologischen Operationen, in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch zu stabilisieren und ihre Lebensqualität möglichst schnell wiederherzustellen. „Wir begleiten und helfen dem Patienten in einer schwierigen Phase. Einerseits ist da der Diagnoseschock und andererseits hat der Patient typische Handicaps durch die erforderliche Therapie. Wir verstehen uns daher als ein wichtiges Glied einer Behandlungskette“, sagt Higi.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Info für Patienten: www.klinik-prof-schedel.de, Telefon: 08501/809-0, E-Mail: klinik.prof.schedel@t-online.de

Bildtext: Prostata-Krebspatienten werden immer jünger (Foto: Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel)



+++ Vor Urlaubsbeginn Vorsorge treffen:
„Vornehme Blässe schont die Haut mehr als sommerliche Bräune“ +++

Chefarzt Dr. Markus Higi: Kleidung, Sonnenbrille und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor als Schutz verwenden / Mittagssonne wegen intensiven UV-Lichts meiden

THYRNAU-KELLBERG (22.05.12) – Jedes schutzlose Bad in der Sonne erhöht die Gefahren für die menschliche Haut: Etwa 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu – Tendenz steigend. „Vornehme Blässe schont die Haut mehr als sommerliche Bräune“, sagt Chefarzt Dr. Markus Higi von der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel in Kellberg (Lkr. Passau), in der Hautkrebs-Patienten aus dem gesamten süddeutschen Raum nach Tumoroperationen behandelt werden.

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Experte Higi rät: „Die Menschen sollten sich gerade in südlicheren Gefilden langsam an die intensivere Sonne gewöhnen. Die Haut hat dann ausreichend Zeit, an Dicke zuzulegen und die schützende ,Sonnenschwiele’ zu bilden“, so Higi weiter. „Das starke UV-Licht der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr belastet die Haut besonders stark – die sollte man meiden. Denn: Sonnenstrahlen sind nicht gleich.“ Die UV-A-Strahlung der Sonne führe zwar zu deutlich geringerer Rötung, könne aber auch innerhalb kurzer Zeit von wenigen Minuten den bräunenden Effekt auslösen, was bei Solarien genutzt wird. UV-A Strahlung dringe deutlich tiefer als UV-B in die Hautschichten ein und schädige in der Tiefe. „Es gibt keine Signalwirkung für einen Sonnenbrand“, sagt Dr. Higi, „die kurzwelligen UV-B-Strahlen, die nicht so tief in die Haut eindringen, sind hingegen Auslöser von Sonnenbränden: Sie bewirken die Verdickung, die Sonnenschwiele und die spätere Bräune.“

Schwarzer oder weißer Hautkrebs
Die Haut merkt sich lebenslang jeden Sonnenkontakt. „Je höher die angehäufte UV-Dosis, umso mehr steigt das Risiko, dass sich Hauttumore bilden“, warnt Higi. „Der Krebs entsteht, wenn einzelne Zellen unkontrolliert wachsen. Und diese Reaktion ist auf solargeschädigter Haut einfach wahrscheinlicher. Es gibt die sogenannten weißen Krebsarten. Basaliome, Plattenepitheler und Spindelzellkarzinome zählen dazu. Sie tendieren an sich nicht zur Streuung, sprich Metastasierung. Da sie aber auf geschädigten Hautarealen wachsen, ist das Wiederauftreten lokaler Herde häufig.

Beim schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, können die Tumorzellen über die Lymph- oder Blutbahn verschleppt werden. Es sind also Tochtertumore möglich, sogenannte Metastasen. Eine frühzeitige Entfernung des Ausgangsherdes sei daher angeraten. Die UV-Strahlung sei auch bei den Melanomen ein Risikofaktor, allerdings nicht so eindeutig wie bei den hellen Krebsarten, so Higi.

Tipps zum Schutz
Wer einige Tipps beachtet, kann sich vor Hautkrebs schützen. Übermäßiges Sonnen sei auf alle Fälle zu vermeiden, da es einfach zur Hautschädigung generell führt, rät Dr. Higi. Besser sei es, im Schatten zu bleiben. Sogenanntes Vorbräunen im Solarium sei fast nutzlos, da die Sonnenschwiele kaum ausgebildet wird. Wer sich unbedingt unter der Sonne aufhalten will, dem empfiehlt Higi eine körperbedeckende Kleidung, Sonnenbrille sowie Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Besondere Vorsicht bei Kindern
Bei Kindern sei die Haut besonders uv-empfindlich. Es gebe in Studien auch erste Hinweise, dass zwischen der Häufigkeit der Sonnenbrände im Kindesalter und späteren malignen Melanomen eine Verbindung besteht, so Higi. Oft werde übersehen, dass bestimmte Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöhen könnten. Bekannt ist dieser Effekt bei bestimmten Antibiotika, bei einigen Psychopharmaka und sogar bei pflanzlichen Mitteln, z. B. Johanniskraut.

Solariumbesuch noch riskanter als gedacht
Höher als gedacht sind auch die Risiken durch Solarienbesuche. Nach neuesten Studien der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention steigt die Krebsgefahr deutlich an, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig benutzt werden. Schon ein Solariumbesuch pro Monat erhöht nach Angaben der Forscher die Gefahr – nach zwei bis drei Jahrzehnten sogar auf das 2,4-fache. Vom malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, sind verstärkt junge Frauen betroffen. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) stufte bereits 2009 die UV-Strahlung und Solarien in die höchste Kategorie krebsauslösender Risiken ein. Sie stehen jetzt auf gleicher Stufe wie die bekannten Schadstoffe Asbest und Tabak.

Den schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom, zählt Chefarzt Dr. Markus Higi zur gefährlichsten Art der Hauttumoren, da die Streuung in andere Organe möglich ist. Aufmerksam sollten Menschen mit einem Pigment-Mal sein, das deutlich dunkler ist und sich vergrößert bzw. verändert. Ebenfalls Vorsicht ist laut Higi geboten, wenn sich ein Mal in Form oder Farbe unregelmäßig verhält oder ein Mal bereits größer als zwei Millimeter geworden ist. Der Weg zum Spezialisten sei immer ratsam, wenn ein Pigment-Mal brennt, juckt oder blutet, also eine gewisse Aktivität zeigt.

Früherkennung wichtig
Eine Operation im frühest möglichen Stadium führt laut Chefarzt Higi in den meisten Fällen zur Heilung: „Je schneller ein malignes Melanom erkannt wird, umso besser kann der Hautkrebs behandelt werden.“ Bei manchen Hautkrebsarten vom Typ Basaliom komme eine Creme- und Lichtbehandlung oder eine Bestrahlung in Frage. Grundsätzlich aber stehen operative Verfahren bei Hauttumoren im Vordergrund der Behandlungsstrategie. Gerade bei Melanomen werden in speziellen Situationen die umgebenden Lymphknoten mit entfernt. Diverse Tumormedikamente werden bei bereits metastasierten Melanomformen mit wechselndem Erfolg eingesetzt. Auf diesem Gebiet sind gerade in jüngerer Zeit einige vielversprechende Substanzen eingeführt worden, die ihre Effizienz teilweise aber noch in größeren Studien beweisen müssen, weiß Markus Higi.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.



Bildtext: „Gesunde Bräune gibt es nicht“, warnt Chefarzt Dr. Markus Higi von der onkologischen Reha-Klinik Prof. Schedel in Kellberg (Lkr. Passau)



Bildtext: Hut, körperbedeckende Kleidung, Sonnenbrille sowie Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30 schützen die Haut. Anna-Maria (9) ist bestens für den Badeurlaub gerüstet.


+++ „Brücken bauen zwischen Klinik und Alltag“ +++

50 Sozialdienst-Experten diskutieren beim zweitägigen „Kellberger Krebssymposium“ in der Reha-Klinik Prof. Schedel über "Sozialrecht in der Onkologie"

Thyrnau-Kellberg (25.04.12) - Der technische Fortschritt in der Krebsmedizin macht es möglich: Nicht mehr jeder Krebspatient geht automatisch in Rente, dies führt aber zu neuen Fragen im Sozialrecht. „Wir müssen Brücken zwischen Klinik und Alltag bauen“, sagte Chefarzt Dr. Markus Higi von der Klinik Prof. Schedel am Dienstag beim Start des zweitägigen „Kellberger Krebssymposium“ vor rund 50 Sozialdienst-Experten aus ganz Bayern. .

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„Der Tumorpatient lebt heute länger, aber auch länger mit der Therapie und deren Folgen“, sagt Chefarzt Dr. Markus Higi. Jeder Entlassungsbericht eines Rehabilitationspatienten nehme heute zur beruflichen Leistungsfähigkeit Stellung. Im Zuge dieses „Rentengutachtens“ seien früher die meisten Patienten zum "Rentner" gestempelt worden. Da die Diagnosen wegen des medizinischen Fortschritts immer früher gestellt werden, steigen die Überlebensraten von Krebspatienten.
Die Prognose einer Tumorerkrankung darf nach den Anforderungen der Rentenversicherungen keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit nehmen. Diese Leistungsfähigkeit hänge von vielen Faktoren ab. Der Trend zu minimalinvasiven Eingriffen führe dazu, dass der Patient schneller auf die Beine komme. Wegen der inzwischen punktgenauen Bestrahlungen sind laut Higi höhere Dosen mit weniger Nebenwirkungen verbunden. Neue Substanzen in Tumormedikamenten würden ebenfalls die Leistungsfähigkeit beeinflussen.
Wegen des medizinischen Fortschritts und der Vorsorge ergeben sich laut Higi neue Herausforderungen. Die frühzeitige Erkennung von Prostata-Krebs über die Bestimmung des PSA-Wertes mache die Betroffenen früher zum Patienten, aber nicht immer schon rentenfähig. Problem in der Praxis: Kann etwa ein 55-jähriger Lehrer mit Inkontinenz noch zur Arbeit gehen? Früher klagten etwa 20 Prozent der Brustkrebs-Patientinnen über Armschmerzen, so dass sie bestimmte Berufe nicht mehr ausüben konnten. Inzwischen werde Achsel schonend operiert, so dass die Leistungsdefizite selten werden, so Higi.
Der Chefarzt der onkologischen Reha-Klinik Prof. Schedel unterstrich die Bedeutung der Fortbildung in der Beratung der Krebspatienten. Das Kellberger Symposium sei zu einer festen Einrichtung geworden, so Higi. "Die informelle Hektik" zwischen Akut- und Rehakliniken erfordere die Abstimmung aller Beteiligten. "Wir müssen ein Ohr bei den Patienten, das andere bei den rechtlichen Vorschriften haben“, beschreibt Dr. Markus Higi den Spagat.
Markus Besseler, Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V., wies auf die Bedeutung der sozialen Sicherheit für Krebspatienten hin. "Die Menschen werden früher aus Akutkrankenhäusern entlassen und sind damit auch früher sich selbst überlassen." Damit sie nicht allein stehen, biete die Krebsgesellschaft mit bayernweit 50 Beratungsstellen professionelle Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung. Der Mensch stehe im Mittelpunkt der rund 200 Selbsthilfegruppen, so der Diplom-Psychologe. Ziel der Hilfe sei es, Menschen nach der Diagnose Krebs wieder Mut zu machen und ihnen zu helfen, mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu entwickeln. "Wir verstehen uns als Anwalt der Krebspatienten", sagt Besseler.

Männer sind Vorsorgemuffel
Das Netzwerk bei seelischen Belastungen und sozialen Problemen macht sich laut Besseler für mehr Vorsorge stark. Die Bayerische Krebsgesellschaft mit rund 2.500 Mitgliedern leiste wertvolle Aufklärungsarbeit, um das Thema zu enttabuisieren. Nachholbedarf haben laut Besseler besonders die Männer. Auf vier Frauen komme ein Mann, der zur Früherkennung gehe. "Der Mann bringt eher sein Auto zur Inspektion, als dass er zur Krebsvorsorge geht“, mahnt Besseler.
Sonja Feyrer-Schmid von der Krebsberatungsstelle am Klinikum Passau hatte am Dienstag rund 50 Sozialdienst-Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland begrüßt. Bereits zum fünften Mal seit 2003 findet das Symposium statt, um sich über neueste Entwicklungen auszutauschen. Der Sozialdienst im Krankenhaus bietet Patienten und deren Angehörigen Beratung, Information und praktische organisatorische Hilfe für die persönlichen, sozialen und sozialrechtlichen Belange an.
Früher war der Rehabilitationsaufenthalt laut Leitender Oberarzt Dr. Stefan Trill von der Klinik Prof. Schedel die Ergänzung zur Akutversorgung. Wegen der kürzeren Aufenthaltszeiten in den Kliniken sei die dreiwöchige Rehabilitation der verlängerte Arm geworden. „Wir übernehmen immer mehr Aufgaben aus dem Akut-Bereich“, sagt der Oberarzt der Klinik Prof. Schedel. Dabei seien die rechtlichen Vorschriften der Versicherungsträger und Krankenkassen „sehr auslegungsbedürftig“. Trill setzte sich in seinem Vortrag mit der Rehafähigkeit von Patienten auseinander. "Braucht der Patient eine Reha, kann er sie durchführen und bringt die Reha etwas?“ seien die wichtigsten Fragen im Vorfeld.
Richtige Versorgung zum richtigen Zeitpunkt
Der Patient muss Trill zufolge nach den Vorgaben der Kostenträger zumindest motivierbar sein. "Reha-Fähigkeit ist ein umkämpftes Feld", sagt der Oberarzt. Ziel sei es, so Trill, dass der Patient zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Versorgungsstruktur ist. "Im Einzelfall sinnvolle Lösungen für den Patienten finden", empfiehlt er bei Problemen zwischen Kostenträgern, Kapazitäten, Bürokratie und dem Verlauf der Tumorerkrankung.
Weitere Referenten
Die Referenten Romana Kitzlinger (AOK Bayern/Direktion Passau), Regina Krailinger (Deutsche Rentenversicherung (Bayern Süd/Pasau), Armin Maucher (Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd/Landshut) und Harald Zellner (MSW Versorgungsmanagement, Medizinische Geschäftsführung Städtisches Klinikum München GmbH) beleuchten in Vorträgen und Diskussionen am zweiten Tag (Mittwoch) des Kellberger Krebssymposiums neueste Entwicklungen im Sozialrecht.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH

Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Bildtext:
Das Kellberger Krebssymposium beschäftigte sich mit „Sozialrecht in der Onkologie“ (v. l.): Ltd. Oberarzt Dr. Stefan Trill (Klinik Prof. Schedel) Sonja Feyrer-Schmid (Krebsberatungsstelle Klinikum Passau), Markus Besseler (Geschäftsführer Bayerische Krebsgesellschaft e. V.) und Chefarzt Dr. Markus Higi (Klinik Prof. Schedel). (Foto: König für Klinik Prof. Schedel).

Stimmen von teilnehmenden Sozialdienst-Expertinnen:

Monika Fesl, Leiterin Sozialdienst am Krankenhaus Vilshofen, findet das Krebssymposium gut, um auf den neuesten Stand zu kommen, was sich rechtlich tut. Oft sei die Absprache zwischen den Kostenträgern schwierig, wenn der Patient Hilfe dringend braucht. „Da ist es gut zu wissen, auch mal eine Kollegin fragen zu können.“

Heidrun Bichlmeier, Kreisklinik Altötting, sagt: „Wegen der guten fachlichen Vorträge nehme ich gerne an dieser Fortbildung teil. In unserer Region gibt es wenig vergleichbare Veranstaltungen. Wir freuen uns, wenn wir zum Wohl unserer Patienten etwas dazulernen. Positive Rückmeldungen von den Patienten tun uns dann wieder gut.“

Johanna Schrötting, Krankenhaus St. Elisabeth Straubing, lobt die praxisnahen Vorträge: „Die Inhalte lassen sich in der Praxis sofort umsetzen. Es ist wichtig, den Patienten, die Möglichkeiten der Rehabilitation zu erläutern. Dies könne sich später auch für einen früheren Gang in die Rente auszahlen.“

Ria Mittermeier vom Klinikum Deggendorf: „Wir müssen das Beste für unsere Patienten herausholen. Deshalb bilden wir uns gerne fort. Es ist am besten, wenn die Patienten sowohl akut und als auch in der Rehabilitation heimatnah versorgt werden können. Nicht immer arbeiten die Kostenträger zum Wohl der Patienten zusammen, etwa wenn eine Versicherung die Reha ablehnt, die andere zustimmt.“



+++ Reha-Sonderfonds hilft bedürftigen Krebspatienten +++

Prof. Dr. Hannes Schedel: Therapieerfolg steht vor Kostenübernahme durch Kassen/ Unbürokratische Hilfe/Fonds sprang bereits neun Patienten zur Seite

THYRNAU-KELLBERG (12.04.12) – Mit einem bundesweit einmaligen Reha-Sonderfonds hilft eine onkologische Rehabilitationsklinik bedürftigen Krebspatienten und will restriktive Kostenträger zum Nachdenken bringen. „Wenn dringend notwendige Therapiemaßnahmen durch die Krankenkassen abgelehnt werden, springt der Sonderfonds unbürokratisch ein“, erklärt Prof. Dr. Hannes Schedel von der onkologischen Reha-Klinik Prof. Schedel in Kellberg (Lkr. Passau).

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Die Operation ist beendet, nun steht ein Reha-Aufenthalt an: Gerade bei der Krebsbehandlung trägt eine effektive Rehabilitation und Anschlussheilbehandlungsmaßnahme entscheidend zur Genesung bei. Von den Krankenkassen können dabei erhebliche bürokratische Hürden ausgehen. Außerdem werden oft stationäre Maßnahmen ambulant umgelenkt mit möglichen Nachteilen für die Patienten. Ein Konflikt, der nicht nur die Patienten, sondern auch die Ärzte in der onkologischen Reha-Klinik Prof. Schedel betroffen macht.

Klinikleiter Professor Dr. Hannes Schedel ergreift nun selbst die Initiative: „Wenn eine Therapieeinheit für den Patienten wichtig ist, die ihn auf seinem Genesungsweg ein großes Stück vorwärts bringt, dann heißt es einfach handeln“, weiß der Leiter der gleichnamigen onkologischen Reha-Klinik. Gerade weniger vermögende Patienten könnten sich eine von den Kostenträgern abgelehnte Maßnahme aus der eigenen Tasche oft nicht leisten oder bekommen nur Teile eines dringend notwendigen Reha-Aufenthaltes erstattet. „Sehr schnell können hier Kosten im drei- bis vierstelligen Euro-Bereich entstehen, die die Betroffenen extrem belasten“, weiß Schedel aus der Vergangenheit.

Hilfe ist also notwendig - schnell und unbürokratisch. Um dies zu realisieren, starteten Prof. Schedel und sein Team rund um Chefarzt Markus Higi einen Sonderfonds, der in diesen Fällen für betroffene Patienten einspringen kann. Aufgestockt wird der Fonds durch private Einlagen des Klinikleiters selbst.

„Wenn wir zu Beginn der Reha-Maßnahme von Patienten sehen, dass hier für ihn eventuell ein Therapieproblem aufgrund fehlender Kostenübernahme entsteht, setzen wir uns zusammen. Wir besprechen das Therapiekonzept und füllen die Lücke dann über den Sonderfonds auf“, erläutert Prof. Schedel die Idee. „So können wir im Sinne des Patienten handeln und müssen uns nicht etwaigen Kostenbeschränkungen beugen.“

Bislang kamen neun Patienten in den Genuss der Kellberger-Initiative. „Im Grunde ist es ein Armutszeugnis für unser Gesundheitswesen, wenn wichtige und notwendige Therapiemaßnahmen gerade bei so eklatanten und lebensbedrohlichen Erkrankungen aus bürokratischer Umständlichkeit oder Kostengründen zum Teil nicht genehmigt werden“, kritisiert Prof. Schedel, „aber letztlich trägt der Patient daran ja keine Schuld, und wir wollen doch, dass dem einzelnen geholfen werden kann.“

Gedacht sind die Zuschüsse aus dem Kellberger Sonderfonds für Patienten, die tatsächlich in finanziellen Nöten sind, was entsprechend geprüft wird. Die Hilfe kann dabei auch über die reine Kostenübernahme für Therapien hinausgehen. „Vor kurzem hatten wir eine Reha-Patientin bei uns, für die wir die Kosten des Aufenthaltes ihres ebenfalls kranken Mannes, den sie nicht allein lassen konnte, übernommen haben“, erinnert sich Prof. Schedel, „auch für solche Fälle ist unsere Initiative gedacht.“

Es bleibt zu hoffen, dass das Kellberger-Modell bundesweit Schule macht oder zumindest die Krankenkassen einmal zum Nachdenken animiert.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.


+++ Neuer Ansatz in der Krebstherapie: Mit dem Hund gemeinsam in Reha +++

Wenn der beste Freund des Menschen bei der Krebstherapie hilft / Prof. Dr. Hannes Schedel: Wichtiger Faktor für erfolgreiche Rehabilitation / Kooperation mit dem Hundehof Karin Keisel

THYRNAU-KELLBERG (29.02.12) – Wenn der beste Freund des Menschen hilft: Einen ganz neuen Ansatz in der Therapie von Krebspatienten geht die Klinik Professor Schedel im niederbayerischen Kellberg (Lkr. Passau). Hundebesitzer, die den rund dreiwöchigen Reha-Aufenthalt antreten müssen, können ihren geliebten Vierbeiner mitnehmen. „Begleitende Hunde sind ein wichtiger Faktor für die Genesung des Herrchen“, erklärt der Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik, Prof. Dr. Hannes Schedel.

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„Wir erreichen hier gleich zwei positive Effekte“, beschreibt Klinikleiter Prof. Hannes Schedel den neuen Ansatz der Klinik. „Gerade allein lebende oder ältere Patienten kommen in große Nöte geraten, da sie nicht wissen, wo sie – fern der Heimat - den Hund während der Reha-Maßnahme unterbringen sollen“, so die Erfahrung der Reha-Experten. „So kommen sie schon beunruhigt mit Sorgen bei uns an oder sind traurig, weil sie von ihrem Haustier getrennt sind. Genau das wollen wir ändern und auch hier helfen!“

Sorge um Hund stärker als Schmerzen
Wie Professor Schedel beschreibt, ist ein zentraler Ansatz einer effektiven Anschlussheilbehandlung die psycho-onkologische Betreuung. „Wir wollen ja den Patienten Ängste und Sorgen nehmen, sie positiv und optimistisch stimmen.“ 80 Prozent der Hundebesitzer gaben in einer Klinik-Befragung hinsichtlich ihres aktuellen Gemütszustandes an, dass sie gar nicht so sehr ihre Erkrankung beschäftigt, sondern vielmehr die Trennung und die Sorge um ihr Haustier. „Wir möchten aber, dass unsere Patienten glücklich sind, und darum haben wir uns diese Lösung überlegt“, erläutert der Klinikleiter.

Schon aus hygienischen Gründen dürfen die Tiere nicht direkt in die Klinik und das Zimmer der Patienten einziehen. Darum schlossen die Kellberger einen langfristigen Vertrag mit dem Hundehof Karin Keisel (http://hundehof-keisel.de.tl). Dort werden die Tiere während der Abwesenheit ihrer Besitzer professionell betreut, Herrchen oder Frauchen kann sich nach den Therapien in ihrer Freizeit dann wieder selbst um sie kümmern oder mit ihnen spazieren gehen. „Der Effekt eines vertrauten Umfelds und die Gewissheit, dass es auch dem Tier gut geht, gibt den Patienten unglaublich viel Kraft“, weiß Chefarzt Dr. Markus Higi, „davon versprechen wir uns auch entsprechende positive Effekte in der psychologischen Betreuung unserer Patienten. Genau so etwas stärkt die allgemeine Stimmung ungemein.“

Bis zu fünf Hunde können die Kellberger Reha-Spezialisten zur Zeit zum Selbstkostenpreis in Kliniknähe unterbringen. Schon jetzt liegt die Kellberger in der Patientengunst ganz vorne bei den bundesdeutschen Reha-Einrichtungen. Mit diesem neuen Serviceangebot wird das sicher auch in Zukunft so bleiben.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.




Bildtext: Mit dem Hund gemeinsam in die Rehabilitation: Der beste Freund des Menschen begleitet Krebspatienten bei ihrem dreiwöchigen Reha-Aufenthalt in der Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau. Prof. Dr. Hannes Schedel (rechts) und Karin Keisel vom Hundehof Keisel kooperieren. Foto: Klinik Prof. Schedel


+++ Rehabilitationsmediziner rücken dem Schmerz zu Leibe +++

Kellberger Klinik entwickelte Schmerztherapie für Krebspatienten / Oberstes Ziel ist Schmerzfreiheit / Maßgeschneidertes Konzept mit Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen unter einem Dach

THYRNAU-KELLBERG (07.02.12) – Für Krebspatienten mit Tumorerkrankungen haben ostbayerische Rehabilitationsmediziner eine „maßgeschneiderte“ Schmerztherapie entwickelt, mit der bis zu 80 Prozent der Patienten schmerzfrei werden. „Kein Mensch muss unnötig Schmerzen hinnehmen oder erdulden“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. med. Hannes Schedel von der gleichnamigen Klinik im niederbayerischen Kellberg (Lkr. Passau). Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zählt das 205-Betten-Haus zu einer der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.

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Mehr als 420.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Krebs. Etwa ein Drittel aller von Krebs Betroffenen leidet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung an Schmerzen. Im weiteren Verlauf sind es bis zu 90 Prozent. Oberstes Ziel der rund dreiwöchigen Therapie ist laut Angaben von Prof. Dr. med. Hannes Schedel die „Schmerzfreiheit“ der Patienten.

Die Rehabilitationsexperten orientierten sich neben den Standard-Leitlinien an einer „maßgeschneiderten“ individuellen Betreuung für jeden einzelnen Patienten. „Nur wenige Tumorpatienten haben immer gleich starke Schmerzen. Diese sollen bei möglichst wenigen Nebenwirkungen gelindert werden“, so beschreibt Schedel die Aufgabe. Gleichzeitig sei es wichtig, vorher abzuklären, ob die Tumorerkrankung oder die Therapie die Schmerzen verursacht. Außerdem spiele es eine Rolle, ob akute oder chronische Schmerzen behandelt werden müssen.

Die Kombination der möglichen Methoden „unter einem Dach“ ist laut Schedel bundesweit nur in wenigen Rehabilitationseinrichtungen mit einer solchen Streubreite möglich. Die Präsenz der therapeutischen Streuung reiche von Krebsspezialisten, Anästhesisten über Diabetologen bis hin zu Physiotherapeuten und physikalischen Therapeuten. Psychologen und Therapeuten helfen, den Umgang des Patienten mit der Krankheit zu bewältigen. „Gut zuhören, gut fragen und das Thema gut beherrschen ist die Voraussetzung“, so Schedel.

„Der Schmerzpatient benötigt ein Betreuerteam, das die vorgeschlagene Therapie umsetzt.“ Die Effizienz werde vom Patienten anhand einer regelmäßigen Verlaufsdokumentation erfasst. „Kurze Wege und die Nähe zu den Therapeuten sind dabei sehr hilfreich“, resümiert der Klinikleiter. Wie klinische Tests ergaben, lassen sich mit solchen Behandlungsprogrammen länger anhaltende positive Effekte erzielen. Die Lebensqualität der Patienten verbessere sich und die Arbeitsfähigkeit werde wiederhergestellt.

Im Verlauf der Erkrankung entwickeln laut Chefarzt Dr. Markus Higi rund 50 bis 70 Prozent aller Krebspatienten Tumorschmerzen. Wenn etwa ein Tumor auf die Nervenbahn drückt, müsse für eine Übergangszeit ein Schmerztherapiekonzept umgesetzt werden. Die Region sei zwar bestrahlt worden, aber der Bestrahlungseffekt noch nicht eingetreten. „Die Zwischenzeit muss überbrückt werden.“ Gerade beim onkologischen Patienten sei es essentiell, so Higi, die Behandlung zwischen der eigentlichen Tumortherapie und der Schmerzkontrolle abzustimmen.

Schmerzen sind messbar
Patienten dokumentieren Higi zufolge die Schmerzstärke in einem Schmerztagebuch. In einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste Schmerzen) werde die empfundene Stärke eingetragen. Dies sei vor allem in der medikamentösen Einstellungsphase eine wichtige Richtgröße für das Schmerzmanagement. Je nach Wert können die Mediziner abschätzen, ob die Dosis erhöht oder ein stärker wirkendes Medikament eingesetzt werden soll. So können Arzt und Patient gemeinsam verfolgen, ob die Therapie anschlägt. Ein festes Zeitschema sei für eine optimierte Schmerztherapie von Vorteil, sagt der Mediziner, da Arzneimittel und die verschiedenen Verfahren unterschiedlich lang wirken.

Starke Schmerzmittel
Zu den Spezialisten gehören auch Ärzte, die für den Einsatz von starken Schmerzmitteln und deren komplexen Wechselwirkungen die nötigen Erfahrungswerte mitbringen. „Der Einsatz von starken Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern ist für gewisse Zeit notwendig, um einer chronischen Ausbreitung vorzubeugen“, sagt Klinik-Chefarzt Dr. Higi. „Aushalten“ von Tumorschmerzen sei der falsche Weg. „Schmerzen lähmen den Patienten und entziehen seinem Körper die Kraft.“

Schmerzgedächtnis auslöschen
Wenn akuten Schmerzen nicht effektiv gegengesteuert wird, so der Chefarzt, können sie chronisch werden. Ein Schmerzgedächtnis entwickelt sich, wenn die Nervenbahnen auf bereits bekannte Impulse schnell und überschießend zu reagieren lernen. „Mit der Zeit braucht die Bahn dann keinen Auslöser mehr, es reicht schon ein Gedanke, ein minimaler Reiz, und die Schmerzbahnen werden aktiviert.“ Dieser Aufbau eines Schmerzgedächtnisses mit besonders intensiven und lang anhaltenden Schmerzen müsse medikamentös verhindert werden.

Kombination entscheidend
Der optimale Mix aus Medikamenten, Entspannungstechniken und physikalischen Verfahren sei die Basis für einen Erfolg der dreiwöchigen Rehabilitationsmaßnahme, weiß Klinikleiter Prof. Dr. Schedel. Entscheidend sei immer das biologische Verhalten der Tumorregion. Wenn die Tumortherapie schnell anspreche, sich die Tumormasse verkleinert, lässt sich die Schmerzfreiheit meist schneller erreichen. Schreitet das Tumorwachstum fort, werde die schnelle Schmerzkontrolle allerdings schwieriger. Dennoch müssen die Rehabilitationsexperten innerhalb von 21 Tagen ein passendes Programm konzipieren und umsetzen. „Damit rücken wir Schmerzen meistens erfolgreich zu Leibe“, so der Klinikchef.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.


Internationaler Tag des Ehrenamtes am 5.12.2011

+++ Klinik Prof. Schedel setzt beim Ehrenamt aufs Internet +++

Rehabilitationsklinik beteiligt sich als niederbayernweit erste Einrichtung am bundesweiten Netzwerk www.doogood.org / Prof. Dr. Hannes Schedel: Wichtiges Werkzeug, ehrenamtliche Helfer für zusätzliche Betreuung der Patienten zu finden / Menschen gesucht, die kommunikativ sind / Dankeschön über Prämiensystem

Thyrnau-Kellberg/Oberhaching (02.12.11) – Krebspatienten brauchen in ihrer psychischen Not eine größere Ansprache, um die Zeit in der Rehabilitation zu überstehen. Bei der Suche nach ehrenamtlich tätigen Menschen setzt die Rehabilitationsklinik Prof. Schedel in Thyrnau-Kellberg (Lkr. Passau) niederbayernweit als erste soziale Einrichtung auf das bundesweite Online-Netzwerk www.doogood.org. „Wir suchen Menschen, die kommunikativ sind und Patienten ihre Zeit schenken - zum Spazierengehen, um Vorträge zu besuchen oder Gedächtnisspiele mit ihnen machen“, erklärt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel (www.klinik-prof-schedel.de), im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau. Die angesehene 205-Betten-Klinik zählt mit jährlich rund 3.000 Patienten zu den größten Rehabilitationseinrichtungen für Krebspatienten im ostbayerischen Raum.

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Die ehrenamtlichen Betreuer sollen die hauptamtlichen Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ehrenamtliche sollen am Wochenende oder am Abend mit den Patienten reden, spielen oder spazierengehen. Gesucht seien kommunikative Menschen, die mit einzelnen Patienten sprechen oder mit einer Gruppe Gedächtnistraining machen.

„Nur wenige Menschen haben noch Zeit für ehrenamtliche Aufgaben, ihre Einsatzzeit wird immer kürzer. Deshalb setzen wir jetzt auf die Auswahlfunktion der Ehrenamts-Plattform DOOGOOD“, sagt der Klinikchef. „Es schlummern noch viele freiwillige Helfer in unserer Umgebung, von denen wir noch gar nichts wissen“, so Prof. Dr. Schedel. Dieses Potential will er mit Hilfe der neuen Internet-Plattform wecken. DOOGOOD sei eine gute Lösung, „weil Generationen über das Internet angesprochen werden, die bisher nicht erreicht worden sind“. Diese Lücke schließt DOOGOOD, so der Klinikchef.

Ehrenamtliche Leistung lohnt sich In dem Netzwerk für soziale Verantwortung, das am 1. Dezember 2011 offiziell in Berlin vorgestellt wurde, melden sich sowohl hilfswillige Ehrenamtliche als auch Hilfe suchende Sozialinstitutionen oder Vereine kostenlos an und werden dann ähnlich einer Partnerbörse zusammengebracht. Ausgewählt werden können die genauen Tage und Zeiten, an denen freiwillige Engagements benötigt werden. „Wer sich gegen eine geringe Gebühr als Premiumnutzer registriert, nimmt zusätzlich an einem attraktiven Geschenk- bzw. Förderungssystem teil“, erläutert Jeanine von Stehlik, Gründerin der bundesweiten Plattform im oberbayerischen Oberhaching. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde wird jeweils ein DOOGOOD-Punkt gut geschrieben, den man dann in unterschiedlichste Prämien eintauschen kann. „Damit wird ehrenamtliche Leistung auch belohnt“, freut sich Klinikchef Prof. Dr. Hannes Schedel.

„Kleines Dankeschön“ für ehrenamtliche Arbeit
Wer sich in seiner Freizeit unentgeltlich für andere engagiert, tut etwas für die Gesellschaft und beweist aktive Solidarität. Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbares Element einer Gesellschaft. Eine Anerkennung gab es für verdiente ehrenamtliche Patientenbetreuer bisher nicht. DOOGOOD ist ein sehr gutes Werkzeug, über das Prämiensystem „ein zusätzliches Dankeschön“ zu sagen, so Prof. Schedel.

Vier Millionen Arbeitsstunden täglich fehlen bundesweit
„Wir wollen im sozialen Bereich den Bedarf an ehrenamtlicher Mitarbeit decken“, hofft DOOGOOD-Gründerin von Stehlik. In Deutschland fehlen laut eigenen Berechnungen allein im sozialen Sektor freiwillige Helfer für vier Millionen Arbeitsstunden pro Tag. Das will man mit DOOGOOD ändern. „Zusätzlich soll die Mitarbeit der jetzt schon bundesweit rund 30 Millionen ehrenamtlich Tätigen besser anerkannt werden“, sagt die 35-jährige Juristin, die selbst über ein Ehrenamt zur Portalgründung kam.

So funktioniert DOOGOOD
Ähnlich einer klassischen Partnerbörse füllt die Klinik ein Suchprofil aus. Dort legt sie fest, welche Art von Helfern sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Institution benötigt. Auf der anderen Seite erstellen die Ehrenamtsuchenden ein Angebotsprofil, in welchem Bereich, wann und wie lange sie tätig sein möchten. Das DOOGOOD-Matching gleicht darauf Angebote und Nachfragen ab und schlägt freiwilligen Helfern Sozialinstitutionen vor, die ihren Wünschen am besten entsprechen. „Schnell, effizient und mit nur wenigen Klicks werden freiwillige Helfer angeboten“, erläutert Jeanine von Stehlik. DOOGOOD ist in seiner Basisnutzung für alle Teilnehmer kostenfrei. „Wir wollen so viel freiwilliges Engagement wie möglich in die Gesellschaft bringen“, erklärt die Portal-Gründerin.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 Hektar großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Über DOOGOOD
Hinter dem Netzwerk DOOGOOD steht die DOOGOOD-Stiftung für soziale Verantwortung mit Sitz in Oberhaching bei München. Sie sichert als beherrschende Gesellschafterin der DOOGOOD Dienstleistungs- GmbH die auf den bürgerschaftlichen “Dritten Sektor“ ausgerichtete Unternehmensstrategie dieser als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb tätigen GmbH. Die Erlöse dieser GmbH gehen entsprechend dem Mehrheitsanteil von 70 Prozent an die DOOGOOD-Stiftung. Das Stiftungsvermögen beträgt 300.000 Euro. Seit 2009 laufen die Vorbereitungen zum Start der Internet-Plattform.

Prominent besetzter Stiftungsrat
Mitglieder im Stiftungsrat sind Susanne Auwärter-Brodbeck (Stuttgart), Achim Beck (London), Oliver Hagedorn (Berlin), Dr. Holger Karsten (Königstein), Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Frankfurt), Dipl.-Kfm. Johannes Wedding (Frankfurt), Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen) und Andreas Westerfellhaus (Präsident des Deutschen Pflegerates). Dem Stiftungskuratorium gehört Elisabeth Hahnke (Mitgründerin der Initiative Rock Your Life) an. Stiftungsrat und Kuratorium entscheiden über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke. Sozialinstitutionen, denen dringend erforderliche finanzielle Mittel fehlen, werden von DOOGOOD unterstützt.

Der Stiftungszweck ist auf folgende gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgerichtet: das öffentliche Gesundheitswesen, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe und das bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke in Deutschland und darüber hinaus in Europa nachhaltig zu fördern.


+++ Medizin/Onkologie: Wundheilung aktiv beschleunigen +++

Rehabilitationsmediziner der Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau setzen auf innovative Therapieverfahren bei der Wundheilung / Hydroaktive Wundauflagen fördern natürlichen Heilungsprozess

THYRNAU-KELLBERG (20.10.11/jk) – Nach Krebsoperationen setzen bayerische Rehabilitationsmediziner bereits während der Heilung von offenen Wunden auf innovative Therapieverfahren. „Statt nur Verbände zu wechseln, muss die Zeit genutzt werden, um die Beweglichkeit des Patienten möglichst frühzeitig herzustellen“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel (www.klinik-prof-schedel.de), im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau. Die 205-Betten-Klinik zählt mit jährlich rund 3.000 Patienten zu den größten Rehabilitationseinrichtungen für Krebspatienten im ostbayerischen Raum.

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Der Wundheilung kommt in der onkologischen Rehabilitation eine entscheidende Rolle zu: Nur mit Hilfe eines modernen Wundmanagements heilt laut Professor Schedel die Wunde schneller und verbessert die Lebensqualität des Patienten: „Durchlässige Wundauflagen mit besonderer Beschichtung unterstützen und fördern den natürlichen Heilungsprozess.“ Rund ein Drittel der Reha-Patienten habe nach dem Akuteingriff ein Problem mit der Wundheilung. Von einem modernen Therapieverfahren profitieren laut Prof. Schedel Patienten, Mediziner, Pflegekräfte und die Gesellschaft. Der Patient erhalte durch moderne Wundbehandlung mehr Bewegungsfreiheit, Ärzte und Pflegekräfte werden entlastet. Eine schnellere Heilung sorgt dann auch für kürzere Klinikaufenthalte.

Rund 90 Prozent der Patienten in der Klinik Prof. Schedel können nach dreiwöchiger Anschlussheilbehandlung (AHB) an eine Operation mit verheilter Wunde nach Hause entlassen werden, somit auch früher wieder ihrem normalen Alltag nachgehen. Mit Wundheilung bezeichnet man den körpereigenen Verschluss einer Wunde durch weitestgehende Wiederherstellung des beschädigten Körpergewebes. „Das ist ein natürlicher Prozess, der von uns aber therapeutisch optimiert werden kann“, sagt Chefarzt Dr. med. Markus Higi von der Klinik Prof. Schedel.

Phasengerecht, individuell und problemorientiert
Die moderne Wundbehandlung erfolgt nach Angaben des Mediziners phasengerecht, individuell und problemorientiert. Die Auswahl der geeigneten Wundauflage erfolge nach Anamnese und auch der Beurteilung der Wundheilungsphase. Wichtig seien die Tiefe, Flüssigkeitsabsonderungen, die Durchblutung und eventuelle Infektionen. „Unser grundsätzliches Ziel ist es, die Exsudationsphase mit austretenden Flüssigkeiten zu verkürzen und die Granulationsphase mit neuem wachsenden Bindegewebe zu beschleunigen“, erläutert der Chefarzt, „das können wir beeinflussen.“

„Zellen fliegen nicht, sie schwimmen“
Viele Wunden heilen unter feuchtwarmen Folien oder Hydroaktiv-Verbänden erheblich schneller und besser als an der Luft. Eine Abdeckung, unter der die Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse der Wunde konstant bleiben, schützt nach den Erfahrungen der Kellberger Experten am besten. Unterhalb einer Temperatur von 28 Grad Celsius findet nämlich kaum noch die notwendige Zellteilung (Mitose) statt. „Zellen fliegen nicht, sie schwimmen“, gilt als Prinzip beim Wundprozess. Zur Wundreinigung wird in der Regel eine Kochsalzlösung verwendet. Leitungswasser sei nicht zu empfehlen. Ein Wunddesinfektionsmittel werde nur bei einer Infektion zur Reduktion der Keimlast eingesetzt.

Wundkissen mit Super-Absauger
Die Wunde sollte zum Schutz vor mechanischer und chemischer Reizung abgedeckt werden und die „Wundruhe“ ungestört verlaufen. Funktion der Wundauflage sei es, Sekrete aufzunehmen und den Nährboden für Erreger zu entziehen. Wunden, die viel Flüssigkeit absondern, werden laut Higi mit einem Super-Absorber aus Polyacrylat versorgt. „Kaum ein anderes Verbandsmaterial hat eine so starke Saugkraft.“ Der Verband muss dann auch nicht mehrfach am Tag gewechselt werden. Higi warnt vor „alten Hausmitteln“: Butter auf Brandwunden, Zucker in offene Wunden oder Zitronensaft als Spüllösung sei mit professioneller Wundtherapie nicht vereinbar. Vorbei sei auch die Zeit der gerbenden Farbstoffe, der abdichtenden Pasten oder austrocknender Wundpuder.

Heilungsstörung bei Diabetes
Manche Faktoren der Wundheilung wie das Lebensalter der Patienten oder Diabetes sind nicht beeinflussbar. Je älter ein Mensch ist, desto schlechter heilen die Wunden. Bei Menschen über 60 Jahre sei die Wundheilung dreimal so häufig gestört wie bei Jüngeren. Der Körper bilde nicht so schnell neue Zellen und Blutgefäße. Die Erfahrung der Kellberger Experten ist besonders bei Patienten mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes gefragt: Hier ist laut Higi das Risiko bis zu fünfmal häufiger, dass sich die Operationswunde entzündet.

In den Akutkrankenhäusern werden nach Ansicht der Rehabilitationsmediziner immer mehr Menschen operiert, die früher als inoperabel eingestuft waren. Deshalb komme der Rehabilitation eine neue Aufgabe zu: die der postoperativen Therapie. Bei einem Drittel der Patienten in der Rehabilitation sei mit Wundheilungsproblemen zu rechnen, was sich die Betroffenen bewusst machen sollten. In der nachoperativen Phase werden die Weichen für ein normales Leben gestellt: „Die Wunde muss abheilen und der Patient wieder auf die Beine kommen - dann sind wir zufrieden“, sagt Chefarzt Dr. Markus Higi.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Bild: Prof. Dr. med. Hannes Schedel


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+++ Diagnose Krebs: Der geheime Weg zurück in den Business-Alltag +++

Klinikchef Prof. Dr. Hannes Schedel: „Es gibt Kämpfer und Verdränger“ / Prostata oder Brustkrebs häufigste Krebsarten / Abtauchen und inkognito durch die Rehabilitation / Ehrgeizig und lernfähig / Tumordiagnose führt nicht einfach zur Rente

THYRNAU-KELLBERG (28.09.11/jk) – Diagnose Krebs – für Topmanager oder Spitzenpolitiker bricht in diesem Moment nicht nur eine eigene Welt zusammen. Die Organisation im Rücken ist genauso betroffen, wie der Börsenabsturz der Apple-Aktie nach dem Rücktritt von Gründer und Chef Steve Jobs Ende August zeigte. Wie gehen Chef-Patienten in Deutschland mit einer ernsthaften Krankheit um? „Deutsche Spitzenmanager tauchen ab“, weiß Klinikchef Prof. Dr. med. Hannes Schedel (51).

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Steve Jobs hatte laut Medienberichten in seinem Abschiedsbrief geschrieben, er könne die Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef nicht mehr erfüllen. Daraufhin sackte der Kurs des amerikanischen Computerherstellers zeitweilig um bis zu 5,3 Prozent ab. Ob der Krebs zurückgekehrt sei, blieb weiter unklar. Jobs hat eine lange Krankengeschichte hinter sich. Bereits 2004 soll er an einer seltenen Form einer Tumorerkrankung in der Bauchspeicheldrüse erkrankt sein. Nach seiner Operation vor sieben Jahren hatte Jobs noch auf eine vollständige Heilung gehofft. Anfang 2009 hatte sich Jobs wegen einer Leber-Transplantation eine Auszeit genommen. Jobs hatte es relativ einfach, er konnte sich den Luxus leisten, „öffentlich“ auszusteigen. Peugeot-PSA-Chef Christian Streiff sprach 2009 offen über seinen Schlaganfall. Intel-Chef Andy Grove hatte 1995 die Diagnose Prostatakrebs erhalten. Dieses Geheimnis teilte er nur mit dem Aufsichtsrat, nicht mit den Aktionären. Der Krebs habe nie seine Arbeit beeinträchtigt, gab er in seinem Buch später zu.

Möglichst schnell und geräuschlos
Für deutsche Top-Manager ist die Devise in einer solchen Situation klar: Es darf nicht nach außen dringen, wenn der Chef erkrankt ist. Sonst gerät alles aus dem Lot. Der Boss muss voraus denken, lenken und antreiben. Andernfalls setzt er das ganze Unternehmen der Gefahr eines Untergangs aus. Genau aus diesem Grund würden der operative Eingriff oder eine Chemotherapie sowie die anschließenden Rehabilitationsmaßnahmen möglichst schnell und geräuschlos durchgezogen, sagt Professor Dr. Hannes Schedel, der eine onkologische Rehabilitationsklinik im bayerischen Kellberg bei Passau leitet. In dem 205-Betten-Haus werden jährlich rund 3.000 Patienten von 130 Mitarbeitern in Anschlussheilbehandlungen (AHB) und Rehabilitationsmaßnahmen versorgt.

Mit Chauffeur und Sekretärin in die Klinik
Das Vorstandsmitglied eines bayerischen Unternehmens in den Mit-fünfziger-Jahren kam nach einer Prostatatumor-Operation in die Reha-Klinik. Die Erkrankung sei „leicht steuerbar“ gewesen, berichtet der Chefarzt. Mit Chauffeur und Sekretärin sei der Manager in der Klinik eingezogen und gleichzeitig schon mit einem Bein im Berufsleben gestanden. Die öffentliche Wahrnehmung seiner Diagnose hätte sofort Nachfolgediskussionen ausgelöst.

Eine 45-jährige Top-Managerin mit der Diagnose eines familiär bedingten Brustkrebses kam quasi „undercover“ in die Reha-Klinik. Der Ärztliche Direktor sei als ein einer der wenigen Mitarbeiter eingeweiht gewesen und habe die Inkognito-Patientin behandelt. Der Imageschaden für das Unternehmen wäre zu groß gewesen, wenn sich die Tatsache einer Krebserkrankung herumgesprochen hätte. So entschied sich die Managerin für eine Reha in Isolation, um der Umgebung ihre wahre Identität zu verbergen.

Kämpfer und Verdränger
Wie verarbeiten Top-Manager die Diagnose? „Es gibt Kämpfer und Verdränger“, ordnet der Klinikleiter die Typen ein. Es gebe viele Patienten, die es nicht wahrhaben wollen und sich erst recht in die Arbeit hineinstürzen, sagt Schedel, der nach seinem Medizinstudium in München an der Berliner Charité als Leitender Oberarzt für radiologische Diagnostik tätig war.

In der Alterskohorte zwischen 40 und 60 Jahren treten bei Männern häufig Prostata-, Dickdarm und Hautkrebs, bei Frauen Brustkrebs und Gebärmutterkrebs auf. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 300.000 Menschen an Krebs. Chemotherapien, Bestrahlungen oder Tumorentfernungen hinterlassen bei Topmanagern wie bei normalen Patienten Spuren, die nur durch entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zu neutralisieren sind. „Die körperlichen Schäden sind immer sichtbar, die Gedanken und Gefühlszustände eines Patienten aber nicht.“

Ängste nach innen und außen
Der Manager umgeht mit der diskreten Behandlung auch wohlwollende menschliche Nachfragen. Es bleibe nicht anderes übrig als zu sagen: „Ich fühle mich gut und werde weitermachen.“ Diese Bedrohungen von außen seien zu meistern, sagt Prof. Schedel. Der Manager müsse genauso in sich hinein hören: Angst sei eine normale Reaktion auf die Diagnose Krebs mit der existenziellen Bedrohung. Diese Angst zu nehmen, sei eine wichtige Aufgabe der Rehabilitation. Nach Operation oder Chemotherapie bereiten sich in der Reha Krebspatienten auf ein Leben im normalen Umfeld vor. Unabhängig von Beruf oder der Stellung werde versucht, den Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und die Lebensqualität wiederherzustellen.

Der Trend zu kürzeren Verweildauern ist auch von den Kostenträgern vorgegeben. Bundesweit betrug etwa im Jahr 2009 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV), einem der größten Kostenträger in der onkologischen Rehabilitation, die mittlere Behandlungsdauer 23 Tage. Heute werde nur in Ausnahmefällen eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme verlängert, sagt der Klinikleiter. Manager stünden dagegen unter dem Druck, möglichst schnell wieder auf der Brücke des Unternehmens zu erscheinen.

Ungeduldig, aber ehrgeizig zu lernen
„Er ist ungeduldig, aber ehrgeizig“, charakterisiert Schedel einen typischen Top-Manager. Nach einer Prostatatumor-Operation haben Männer anfangs oft ein Inkontinenz-Problem und müssen Windeln tragen. Die meisten Männer müssten deshalb in den drei Wochen der Rehabilitation lernen, ihren Beckenboden wahrzunehmen und zu trainieren. Je eher der Patient lerne, umso eher könne er auf Windeln verzichten. „Das ist ein großer Ansporn“, weiß der Reha-Experte.

Technischer Fortschritt macht´s möglich

Der geräuschlose Weg zurück in den Berufsalltag ist auch dem technischen Fortschritt in der Medizin in den letzten 20 Jahren zu verdanken. „Die Tumordiagnose führt heute nicht automatisch zur Rente“, sagt der Klinikleiter. Mittlerweile überleben seiner Einschätzung nach rund 80 Prozent der Krebspatienten entweder, weil sie geheilt werden, oder, weil wirksame Therapien die Krankheit lange in Schach halten.

Während Topmanager so schnell wie möglich den Weg in den Business-Alltag suchen, um wieder an oberster Stelle zu schalten und zu walten, müssen auch normale Arbeitnehmer wieder zurück. Solange berufliche Integration möglich sei, so der Reha-Experte, werde diese auf Druck der Versicherungsträger durchgeführt. Eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme habe sich aus Sicht der Kostenträger gelohnt, wenn der Patient in seinem späteren Berufsleben wieder ein Vierteljahr arbeiten kann. Nach Krankenrückkehrgesprächen könnten zum Beispiel andere Positionen verteilt werden. Für Chefpatienten gibt es nur eine berufliche Alternative: „Der geheime Weg zurück an die Spitze zurück oder Ruhestand“, weiß Klinikchef Schedel.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Bild: Prof. Dr. med. Hannes Schedel


+++ Krebspatienten finden schneller zurück ins normale Leben +++

Verweildauern in der onkologischen Rehabilitation gehen zurück / Genesungskonzept der Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau auf zwei bis drei Wochen ausgelegt: Patienten körperlich und seelisch wieder voll erstarken lassen / „Wiederholer“ frischen Maßnahme auf

THYRNAU-KELLBERG (30.06.11/jk) – Kürzer, aber öfter: Der Trend in der Krebsnachsorge geht angesichts des Kostendrucks im Gesundheitswesen zu kürzeren, aber mehrmaligen Klinikaufenthalten von zwei bis drei Wochen. „Eine steigende Zahl von Krebspatienten, welche die Therapie wiederholen, finden dauerhaft den Weg zurück ins normale Leben“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel, im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau.

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Nach Operation oder Chemotherapie bereiten sich Krebspatienten in der onkologischen Rehabilitation wieder auf ein Leben im normalen Umfeld vor. Der Trend zu kürzeren Verweildauern in den Kliniken ist von den Kostenträgern vorgegeben. Bundesweit betrug im Jahr 2009 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV), einem der größten Kostenträger in der onkologischen Rehabilitation, die mittlere Behandlungsdauer 23 Tage. Nur in Ausnahmefällen werde heute eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme verlängert, weiß Prof. Hannes Schedel (51).

Das Genesungskonzept in der Kellberger Klinik sei deshalb darauf ausgelegt, so Schedel, die jährlich rund 3.000 Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und ihre Lebensqualität wiederherzustellen. Das 205-Zimmer-Haus zählt mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.

Mehr als jede vierte onkologische Rehabilitation erfolgt laut Statistik in Deutschland aufgrund von Brustkrebs. In der Häufigkeit folgen bösartige Neubildungen von Prostata, Darmtumoren und den weiblichen Genitalorganen. In der Rehabilitation zielen die Kellberger Psycho-Onkologen besonders auf die Seele. „Gemeinsam und beratend mit den Patienten finden wir Lösungen, wie sie mit der veränderten Lebenssituation umgehen.“ Auch Angehörigen werden vor diesem Hintergrund fundierte Ratschläge gegeben. „Der Nutzen der Rehabilitation für die Lebensqualität ist ohne Zweifel vorhanden“, so Chefarzt Dr. Markus Higi.

93,7 Prozent der Patienten würden ein zweites Mal kommen
In Einzel- oder Gruppengesprächen tauschen sich die Patienten mit den Experten aus. Ängste, Depressionen, Lebensunlust oder auch Vereinsamung seien typische Auswirkungen zur körperlichen Erkrankung, weiß der Chefarzt. „Fast alle Patienten haben am Ende ihres Reha-Aufenthaltes keine Angst mehr vor dieser Krankheit und bezeichnen ihre Zukunftsperspektive als überdurchschnittlich positiv.“ 93,7 Prozent der Patienten in der Klinik Prof. Schedel würden laut einer Zufriedenheitsstudie ein „zweites Mal hier eine Reha-Maßnahme durchführen“. Viele tun das bereits und frischen die Maßnahmen auf. Bei einem wiederholten Aufenthalt in der Klinik wird das Leben in der normalen Umgebung reflektiert, aber auch ein Schutzschild gegen wiederkehrende Ängste aufgebaut. „Die Wirksamkeit wird nachhaltig gesteigert“, erklärt Chefarzt Dr. Markus Higi.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.


Bildtext: „Die steigende Zahl von Therapie wiederholenden Krebspatienten zeigt, dass die Maßnamen fruchten“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen besonders auf die Psyche.„Keine Angst vor Krebs“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen auf die Psyche.

+++ „Keine Angst vor Krebs“ +++

Neue Therapieansätze der Klinik-Prof.-Schedel in Kellberg bei Passau zielen auf die Psyche zur Rehabilitation

THYRNAU-KELLBERG (13.06.11) – Diagnose Krebs. Für Betroffene bricht in diesem Moment eine Welt zusammen. Mangelnde Kenntnisse über die Krankheit selbst und ihre Heilungschancen nähren stetig den Gedanken, dass eine derartige Diagnose einem Todesurteil gleichkommt. Das Expertenteam der Kellberger Klinik von Professor Schedel setzt in der Rehabilitation genau hier verstärkt an. Mit intensiven psycho-onkologischen Maßnahmen und Therapien werden Patienten Ängste genommen - mit großem Erfolg.

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Seit 50 Jahren dreht sich in der Kellberger Klinik Professor-Schedel in Niederbayern alles um die Rehabilitation von Krebspatienten. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 300.000 Menschen an Krebs. Chemotherapien, Bestrahlungen oder Tumorentfernungen hinterlassen Spuren, die nur mit einer hochqualitativen Rehabilitationsmaßnahme zu neutralisieren sind. Ging es in der Vergangenheit vornehmlich um die physische Rehabilitation, rückt immer mehr die Psyche der Betroffenen in den Focus einer Erfolg versprechenden Behandlung. Fast immer nimmt auch die Seele Schaden.

„Rund 3.000 Patienten treten jedes Jahr hier in Kellberg eine Reha-Maßnahme an“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. Hannes Schedel (51), „die körperlichen Schäden sind natürlich immer sichtbar, die Gedanken und Gefühlszustände eines Patienten aber nicht.“

Verstärkt setzen die Mediziner in Kellberg deshalb im Zuge des Reha-Aufenthaltes der Patienten auf die Psycho-Onkologie. Erforscht und behandelt werden dabei die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung auf die Patienten, die dann individuell angegangen werden. In Einzel- oder Gruppengesprächen tauschen sich die Patienten mit den Experten aus. „Ängste, Depressionen, Lebensunlust oder auch Vereinsamung sind typische Auswirkungen, mit denen die Patienten zusätzlich zu ihrer körperlichen Erkrankung zu kämpfen haben“, weiß Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik, „genau da setzen wir in der Therapie auch an. Denn: Damit der Körper wieder gesund wird, muss auch die seelische Verfassung entsprechend positiv sein.“

Vielfältig ist das Angebot, das die auf onkologische Rehabilitation spezialisierte Klinik ihren Patienten ganzheitlich offeriert. So werden regelmäßig Seminare zur Angstbewältigung durchgeführt und psychologische Einzelgespräche zur Verarbeitung sind fest in das Therapiekonzept integriert. Die Kellberger Psycho-Onkologen suchen gemeinsam und beratend mit den Patienten Lösungen, wie sie mit der veränderten Lebenssituation umgehen. Auch Angehörigen werden vor diesem Hintergrund fundierte Ratschläge gegeben.
„Unser Genesungskonzept basiert auf mehreren Säulen“, erläutert Klinikleiter Professor Schedel, „dabei ist es unser Ziel, die Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und ihre Lebensqualität wieder herzustellen. Unser Credo: „Vor Krebs muss man heute keine Angst haben. Diese Ziele erreichen wir aber nur, wenn wir für die Patienten viel Zeit haben und individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen.“

Als weiteren Beweis für den Erfolg dieses Behandlungsansatzes verweist Professor Schedel auf die Zufriedenheitsstudien von Patientenbefragungen. „Fast alle Patienten haben am Ende ihres Reha-Aufenthaltes überhaupt keine Angst mehr vor dieser Krankheit und bezeichnen ihre Zukunftsperspektive als überdurchschnittlich positiv.“

Stolz ist man in Kellberg auch, dass sich auch unter Patienten die Behandlungsqualität herumgesprochen hat: Aus dem ganzen Bundesgebiet liegen mittlerweile Reha-Anfragen vor – weit mehr, als die Klinik Plätze hat.

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Betten-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Bildtext: „Keine Angst vor Krebs“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen auf die Psyche.