Klinik Prof. Schedel GmbH (Thyrnau-Kellberg)
+++ Rehabilitationsmediziner rücken dem Schmerz zu Leibe +++
Kellberger Klinik entwickelte Schmerztherapie für Krebspatienten / Oberstes Ziel ist Schmerzfreiheit / Maßgeschneidertes Konzept mit Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen unter einem Dach
THYRNAU-KELLBERG (07.02.12) – Für Krebspatienten mit Tumorerkrankungen haben ostbayerische Rehabilitationsmediziner eine „maßgeschneiderte“ Schmerztherapie entwickelt, mit der bis zu 80 Prozent der Patienten schmerzfrei werden. „Kein Mensch muss unnötig Schmerzen hinnehmen oder erdulden“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. med. Hannes Schedel von der gleichnamigen Klinik im niederbayerischen Kellberg (Lkr. Passau). Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zählt das 205-Betten-Haus zu einer der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.
Mehr als 420.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Krebs. Etwa ein Drittel aller von Krebs Betroffenen leidet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung an Schmerzen. Im weiteren Verlauf sind es bis zu 90 Prozent. Oberstes Ziel der rund dreiwöchigen Therapie ist laut Angaben von Prof. Dr. med. Hannes Schedel die „Schmerzfreiheit“ der Patienten.
Die Rehabilitationsexperten orientierten sich neben den Standard-Leitlinien an einer „maßgeschneiderten“ individuellen Betreuung für jeden einzelnen Patienten. „Nur wenige Tumorpatienten haben immer gleich starke Schmerzen. Diese sollen bei möglichst wenigen Nebenwirkungen gelindert werden“, so beschreibt Schedel die Aufgabe. Gleichzeitig sei es wichtig, vorher abzuklären, ob die Tumorerkrankung oder die Therapie die Schmerzen verursacht. Außerdem spiele es eine Rolle, ob akute oder chronische Schmerzen behandelt werden müssen.
Die Kombination der möglichen Methoden „unter einem Dach“ ist laut Schedel bundesweit nur in wenigen Rehabilitationseinrichtungen mit einer solchen Streubreite möglich. Die Präsenz der therapeutischen Streuung reiche von Krebsspezialisten, Anästhesisten über Diabetologen bis hin zu Physiotherapeuten und physikalischen Therapeuten. Psychologen und Therapeuten helfen, den Umgang des Patienten mit der Krankheit zu bewältigen. „Gut zuhören, gut fragen und das Thema gut beherrschen ist die Voraussetzung“, so Schedel.
„Der Schmerzpatient benötigt ein Betreuerteam, das die vorgeschlagene Therapie umsetzt.“ Die Effizienz werde vom Patienten anhand einer regelmäßigen Verlaufsdokumentation erfasst. „Kurze Wege und die Nähe zu den Therapeuten sind dabei sehr hilfreich“, resümiert der Klinikleiter. Wie klinische Tests ergaben, lassen sich mit solchen Behandlungsprogrammen länger anhaltende positive Effekte erzielen. Die Lebensqualität der Patienten verbessere sich und die Arbeitsfähigkeit werde wiederhergestellt.
Im Verlauf der Erkrankung entwickeln laut Chefarzt Dr. Markus Higi rund 50 bis 70 Prozent aller Krebspatienten Tumorschmerzen. Wenn etwa ein Tumor auf die Nervenbahn drückt, müsse für eine Übergangszeit ein Schmerztherapiekonzept umgesetzt werden. Die Region sei zwar bestrahlt worden, aber der Bestrahlungseffekt noch nicht eingetreten. „Die Zwischenzeit muss überbrückt werden.“ Gerade beim onkologischen Patienten sei es essentiell, so Higi, die Behandlung zwischen der eigentlichen Tumortherapie und der Schmerzkontrolle abzustimmen.
Schmerzen sind messbar
Patienten dokumentieren Higi zufolge die Schmerzstärke in einem Schmerztagebuch. In einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste Schmerzen) werde die empfundene Stärke eingetragen. Dies sei vor allem in der medikamentösen Einstellungsphase eine wichtige Richtgröße für das Schmerzmanagement. Je nach Wert können die Mediziner abschätzen, ob die Dosis erhöht oder ein stärker wirkendes Medikament eingesetzt werden soll. So können Arzt und Patient gemeinsam verfolgen, ob die Therapie anschlägt. Ein festes Zeitschema sei für eine optimierte Schmerztherapie von Vorteil, sagt der Mediziner, da Arzneimittel und die verschiedenen Verfahren unterschiedlich lang wirken.
Starke Schmerzmittel
Zu den Spezialisten gehören auch Ärzte, die für den Einsatz von starken Schmerzmitteln und deren komplexen Wechselwirkungen die nötigen Erfahrungswerte mitbringen. „Der Einsatz von starken Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern ist für gewisse Zeit notwendig, um einer chronischen Ausbreitung vorzubeugen“, sagt Klinik-Chefarzt Dr. Higi. „Aushalten“ von Tumorschmerzen sei der falsche Weg. „Schmerzen lähmen den Patienten und entziehen seinem Körper die Kraft.“
Schmerzgedächtnis auslöschen
Wenn akuten Schmerzen nicht effektiv gegengesteuert wird, so der Chefarzt, können sie chronisch werden. Ein Schmerzgedächtnis entwickelt sich, wenn die Nervenbahnen auf bereits bekannte Impulse schnell und überschießend zu reagieren lernen. „Mit der Zeit braucht die Bahn dann keinen Auslöser mehr, es reicht schon ein Gedanke, ein minimaler Reiz, und die Schmerzbahnen werden aktiviert.“ Dieser Aufbau eines Schmerzgedächtnisses mit besonders intensiven und lang anhaltenden Schmerzen müsse medikamentös verhindert werden.
Kombination entscheidend
Der optimale Mix aus Medikamenten, Entspannungstechniken und physikalischen Verfahren sei die Basis für einen Erfolg der dreiwöchigen Rehabilitationsmaßnahme, weiß Klinikleiter Prof. Dr. Schedel. Entscheidend sei immer das biologische Verhalten der Tumorregion. Wenn die Tumortherapie schnell anspreche, sich die Tumormasse verkleinert, lässt sich die Schmerzfreiheit meist schneller erreichen. Schreitet das Tumorwachstum fort, werde die schnelle Schmerzkontrolle allerdings schwieriger. Dennoch müssen die Rehabilitationsexperten innerhalb von 21 Tagen ein passendes Programm konzipieren und umsetzen. „Damit rücken wir Schmerzen meistens erfolgreich zu Leibe“, so der Klinikchef.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
+++ Klinik Prof. Schedel setzt beim Ehrenamt aufs Internet +++
Rehabilitationsklinik beteiligt sich als niederbayernweit erste Einrichtung am bundesweiten Netzwerk www.doogood.org / Prof. Dr. Hannes Schedel: Wichtiges Werkzeug, ehrenamtliche Helfer für zusätzliche Betreuung der Patienten zu finden / Menschen gesucht, die kommunikativ sind / Dankeschön über Prämiensystem
Thyrnau-Kellberg/Oberhaching (02.12.11) – Krebspatienten brauchen in ihrer psychischen Not eine größere Ansprache, um die Zeit in der Rehabilitation zu überstehen. Bei der Suche nach ehrenamtlich tätigen Menschen setzt die Rehabilitationsklinik Prof. Schedel in Thyrnau-Kellberg (Lkr. Passau) niederbayernweit als erste soziale Einrichtung auf das bundesweite Online-Netzwerk www.doogood.org. „Wir suchen Menschen, die kommunikativ sind und Patienten ihre Zeit schenken - zum Spazierengehen, um Vorträge zu besuchen oder Gedächtnisspiele mit ihnen machen“, erklärt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel (www.klinik-prof-schedel.de), im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau. Die angesehene 205-Betten-Klinik zählt mit jährlich rund 3.000 Patienten zu den größten Rehabilitationseinrichtungen für Krebspatienten im ostbayerischen Raum.
Die ehrenamtlichen Betreuer sollen die hauptamtlichen Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ehrenamtliche sollen am Wochenende oder am Abend mit den Patienten reden, spielen oder spazierengehen. Gesucht seien kommunikative Menschen, die mit einzelnen Patienten sprechen oder mit einer Gruppe Gedächtnistraining machen.
„Nur wenige Menschen haben noch Zeit für ehrenamtliche Aufgaben, ihre Einsatzzeit wird immer kürzer. Deshalb setzen wir jetzt auf die Auswahlfunktion der Ehrenamts-Plattform DOOGOOD“, sagt der Klinikchef. „Es schlummern noch viele freiwillige Helfer in unserer Umgebung, von denen wir noch gar nichts wissen“, so Prof. Dr. Schedel. Dieses Potential will er mit Hilfe der neuen Internet-Plattform wecken. DOOGOOD sei eine gute Lösung, „weil Generationen über das Internet angesprochen werden, die bisher nicht erreicht worden sind“. Diese Lücke schließt DOOGOOD, so der Klinikchef.
Ehrenamtliche Leistung lohnt sich
In dem Netzwerk für soziale Verantwortung, das am 1. Dezember 2011 offiziell in Berlin vorgestellt wurde, melden sich sowohl hilfswillige Ehrenamtliche als auch Hilfe suchende Sozialinstitutionen oder Vereine kostenlos an und werden dann ähnlich einer Partnerbörse zusammengebracht. Ausgewählt werden können die genauen Tage und Zeiten, an denen freiwillige Engagements benötigt werden. „Wer sich gegen eine geringe Gebühr als Premiumnutzer registriert, nimmt zusätzlich an einem attraktiven Geschenk- bzw. Förderungssystem teil“, erläutert Jeanine von Stehlik, Gründerin der bundesweiten Plattform im oberbayerischen Oberhaching. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde wird jeweils ein DOOGOOD-Punkt gut geschrieben, den man dann in unterschiedlichste Prämien eintauschen kann. „Damit wird ehrenamtliche Leistung auch belohnt“, freut sich Klinikchef Prof. Dr. Hannes Schedel.
„Kleines Dankeschön“ für ehrenamtliche Arbeit
Wer sich in seiner Freizeit unentgeltlich für andere engagiert, tut etwas für die Gesellschaft und beweist aktive Solidarität. Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbares Element einer Gesellschaft. Eine Anerkennung gab es für verdiente ehrenamtliche Patientenbetreuer bisher nicht. DOOGOOD ist ein sehr gutes Werkzeug, über das Prämiensystem „ein zusätzliches Dankeschön“ zu sagen, so Prof. Schedel.
Vier Millionen Arbeitsstunden täglich fehlen bundesweit
„Wir wollen im sozialen Bereich den Bedarf an ehrenamtlicher Mitarbeit decken“, hofft DOOGOOD-Gründerin von Stehlik. In Deutschland fehlen laut eigenen Berechnungen allein im sozialen Sektor freiwillige Helfer für vier Millionen Arbeitsstunden pro Tag. Das will man mit DOOGOOD ändern. „Zusätzlich soll die Mitarbeit der jetzt schon bundesweit rund 30 Millionen ehrenamtlich Tätigen besser anerkannt werden“, sagt die 35-jährige Juristin, die selbst über ein Ehrenamt zur Portalgründung kam.
So funktioniert DOOGOOD
Ähnlich einer klassischen Partnerbörse füllt die Klinik ein Suchprofil aus. Dort legt sie fest, welche Art von Helfern sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Institution benötigt. Auf der anderen Seite erstellen die Ehrenamtsuchenden ein Angebotsprofil, in welchem Bereich, wann und wie lange sie tätig sein möchten. Das DOOGOOD-Matching gleicht darauf Angebote und Nachfragen ab und schlägt freiwilligen Helfern Sozialinstitutionen vor, die ihren Wünschen am besten entsprechen. „Schnell, effizient und mit nur wenigen Klicks werden freiwillige Helfer angeboten“, erläutert Jeanine von Stehlik. DOOGOOD ist in seiner Basisnutzung für alle Teilnehmer kostenfrei. „Wir wollen so viel freiwilliges Engagement wie möglich in die Gesellschaft bringen“, erklärt die Portal-Gründerin.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 Hektar großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Über DOOGOOD
Hinter dem Netzwerk DOOGOOD steht die DOOGOOD-Stiftung für soziale Verantwortung mit Sitz in Oberhaching bei München. Sie sichert als beherrschende Gesellschafterin der DOOGOOD Dienstleistungs- GmbH die auf den bürgerschaftlichen “Dritten Sektor“ ausgerichtete Unternehmensstrategie dieser als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb tätigen GmbH. Die Erlöse dieser GmbH gehen entsprechend dem Mehrheitsanteil von 70 Prozent an die DOOGOOD-Stiftung. Das Stiftungsvermögen beträgt 300.000 Euro. Seit 2009 laufen die Vorbereitungen zum Start der Internet-Plattform.
Prominent besetzter Stiftungsrat
Mitglieder im Stiftungsrat sind Susanne Auwärter-Brodbeck (Stuttgart), Achim Beck (London), Oliver Hagedorn (Berlin), Dr. Holger Karsten (Königstein), Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Frankfurt), Dipl.-Kfm. Johannes Wedding (Frankfurt), Nikolaus Turner (Leiter des Arbeitskreises Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen) und Andreas Westerfellhaus (Präsident des Deutschen Pflegerates). Dem Stiftungskuratorium gehört Elisabeth Hahnke (Mitgründerin der Initiative Rock Your Life) an. Stiftungsrat und Kuratorium entscheiden über die unbürokratische Verwendung der eingehenden Mittel für soziale Zwecke. Sozialinstitutionen, denen dringend erforderliche finanzielle Mittel fehlen, werden von DOOGOOD unterstützt.
Der Stiftungszweck ist auf folgende gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgerichtet: das öffentliche Gesundheitswesen, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe und das bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke in Deutschland und darüber hinaus in Europa nachhaltig zu fördern.
+++ Medizin/Onkologie: Wundheilung aktiv beschleunigen +++
Rehabilitationsmediziner der Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau setzen auf innovative Therapieverfahren bei der Wundheilung / Hydroaktive Wundauflagen fördern natürlichen Heilungsprozess
THYRNAU-KELLBERG (20.10.11/jk) – Nach Krebsoperationen setzen bayerische Rehabilitationsmediziner bereits während der Heilung von offenen Wunden auf innovative Therapieverfahren. „Statt nur Verbände zu wechseln, muss die Zeit genutzt werden, um die Beweglichkeit des Patienten möglichst frühzeitig herzustellen“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel (www.klinik-prof-schedel.de), im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau. Die 205-Betten-Klinik zählt mit jährlich rund 3.000 Patienten zu den größten Rehabilitationseinrichtungen für Krebspatienten im ostbayerischen Raum.
Der Wundheilung kommt in der onkologischen Rehabilitation eine entscheidende Rolle zu: Nur mit Hilfe eines modernen Wundmanagements heilt laut Professor Schedel die Wunde schneller und verbessert die Lebensqualität des Patienten: „Durchlässige Wundauflagen mit besonderer Beschichtung unterstützen und fördern den natürlichen Heilungsprozess.“ Rund ein Drittel der Reha-Patienten habe nach dem Akuteingriff ein Problem mit der Wundheilung. Von einem modernen Therapieverfahren profitieren laut Prof. Schedel Patienten, Mediziner, Pflegekräfte und die Gesellschaft. Der Patient erhalte durch moderne Wundbehandlung mehr Bewegungsfreiheit, Ärzte und Pflegekräfte werden entlastet. Eine schnellere Heilung sorgt dann auch für kürzere Klinikaufenthalte.
Rund 90 Prozent der Patienten in der Klinik Prof. Schedel können nach dreiwöchiger Anschlussheilbehandlung (AHB) an eine Operation mit verheilter Wunde nach Hause entlassen werden, somit auch früher wieder ihrem normalen Alltag nachgehen. Mit Wundheilung bezeichnet man den körpereigenen Verschluss einer Wunde durch weitestgehende Wiederherstellung des beschädigten Körpergewebes. „Das ist ein natürlicher Prozess, der von uns aber therapeutisch optimiert werden kann“, sagt Chefarzt Dr. med. Markus Higi von der Klinik Prof. Schedel.
Phasengerecht, individuell und problemorientiert
Die moderne Wundbehandlung erfolgt nach Angaben des Mediziners phasengerecht, individuell und problemorientiert. Die Auswahl der geeigneten Wundauflage erfolge nach Anamnese und auch der Beurteilung der Wundheilungsphase. Wichtig seien die Tiefe, Flüssigkeitsabsonderungen, die Durchblutung und eventuelle Infektionen. „Unser grundsätzliches Ziel ist es, die Exsudationsphase mit austretenden Flüssigkeiten zu verkürzen und die Granulationsphase mit neuem wachsenden Bindegewebe zu beschleunigen“, erläutert der Chefarzt, „das können wir beeinflussen.“
„Zellen fliegen nicht, sie schwimmen“
Viele Wunden heilen unter feuchtwarmen Folien oder Hydroaktiv-Verbänden erheblich schneller und besser als an der Luft. Eine Abdeckung, unter der die Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse der Wunde konstant bleiben, schützt nach den Erfahrungen der Kellberger Experten am besten. Unterhalb einer Temperatur von 28 Grad Celsius findet nämlich kaum noch die notwendige Zellteilung (Mitose) statt. „Zellen fliegen nicht, sie schwimmen“, gilt als Prinzip beim Wundprozess. Zur Wundreinigung wird in der Regel eine Kochsalzlösung verwendet. Leitungswasser sei nicht zu empfehlen. Ein Wunddesinfektionsmittel werde nur bei einer Infektion zur Reduktion der Keimlast eingesetzt.
Wundkissen mit Super-Absauger
Die Wunde sollte zum Schutz vor mechanischer und chemischer Reizung abgedeckt werden und die „Wundruhe“ ungestört verlaufen. Funktion der Wundauflage sei es, Sekrete aufzunehmen und den Nährboden für Erreger zu entziehen. Wunden, die viel Flüssigkeit absondern, werden laut Higi mit einem Super-Absorber aus Polyacrylat versorgt. „Kaum ein anderes Verbandsmaterial hat eine so starke Saugkraft.“ Der Verband muss dann auch nicht mehrfach am Tag gewechselt werden. Higi warnt vor „alten Hausmitteln“: Butter auf Brandwunden, Zucker in offene Wunden oder Zitronensaft als Spüllösung sei mit professioneller Wundtherapie nicht vereinbar. Vorbei sei auch die Zeit der gerbenden Farbstoffe, der abdichtenden Pasten oder austrocknender Wundpuder.
Heilungsstörung bei Diabetes
Manche Faktoren der Wundheilung wie das Lebensalter der Patienten oder Diabetes sind nicht beeinflussbar. Je älter ein Mensch ist, desto schlechter heilen die Wunden. Bei Menschen über 60 Jahre sei die Wundheilung dreimal so häufig gestört wie bei Jüngeren. Der Körper bilde nicht so schnell neue Zellen und Blutgefäße. Die Erfahrung der Kellberger Experten ist besonders bei Patienten mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes gefragt: Hier ist laut Higi das Risiko bis zu fünfmal häufiger, dass sich die Operationswunde entzündet.
In den Akutkrankenhäusern werden nach Ansicht der Rehabilitationsmediziner immer mehr Menschen operiert, die früher als inoperabel eingestuft waren. Deshalb komme der Rehabilitation eine neue Aufgabe zu: die der postoperativen Therapie. Bei einem Drittel der Patienten in der Rehabilitation sei mit Wundheilungsproblemen zu rechnen, was sich die Betroffenen bewusst machen sollten. In der nachoperativen Phase werden die Weichen für ein normales Leben gestellt: „Die Wunde muss abheilen und der Patient wieder auf die Beine kommen - dann sind wir zufrieden“, sagt Chefarzt Dr. Markus Higi.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Bild: Prof. Dr. med. Hannes Schedel
+++ Diagnose Krebs: Der geheime Weg zurück in den Business-Alltag +++
Klinikchef Prof. Dr. Hannes Schedel: „Es gibt Kämpfer und Verdränger“ / Prostata oder Brustkrebs häufigste Krebsarten / Abtauchen und inkognito durch die Rehabilitation / Ehrgeizig und lernfähig / Tumordiagnose führt nicht einfach zur Rente
THYRNAU-KELLBERG (28.09.11/jk) – Diagnose Krebs – für Topmanager oder Spitzenpolitiker bricht in diesem Moment nicht nur eine eigene Welt zusammen. Die Organisation im Rücken ist genauso betroffen, wie der Börsenabsturz der Apple-Aktie nach dem Rücktritt von Gründer und Chef Steve Jobs Ende August zeigte. Wie gehen Chef-Patienten in Deutschland mit einer ernsthaften Krankheit um? „Deutsche Spitzenmanager tauchen ab“, weiß Klinikchef Prof. Dr. med. Hannes Schedel (51).
Steve Jobs hatte laut Medienberichten in seinem Abschiedsbrief geschrieben, er könne die Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef nicht mehr erfüllen. Daraufhin sackte der Kurs des amerikanischen Computerherstellers zeitweilig um bis zu 5,3 Prozent ab. Ob der Krebs zurückgekehrt sei, blieb weiter unklar. Jobs hat eine lange Krankengeschichte hinter sich. Bereits 2004 soll er an einer seltenen Form einer Tumorerkrankung in der Bauchspeicheldrüse erkrankt sein. Nach seiner Operation vor sieben Jahren hatte Jobs noch auf eine vollständige Heilung gehofft. Anfang 2009 hatte sich Jobs wegen einer Leber-Transplantation eine Auszeit genommen. Jobs hatte es relativ einfach, er konnte sich den Luxus leisten, „öffentlich“ auszusteigen. Peugeot-PSA-Chef Christian Streiff sprach 2009 offen über seinen Schlaganfall. Intel-Chef Andy Grove hatte 1995 die Diagnose Prostatakrebs erhalten. Dieses Geheimnis teilte er nur mit dem Aufsichtsrat, nicht mit den Aktionären. Der Krebs habe nie seine Arbeit beeinträchtigt, gab er in seinem Buch später zu.
Möglichst schnell und geräuschlos
Für deutsche Top-Manager ist die Devise in einer solchen Situation klar: Es darf nicht nach außen dringen, wenn der Chef erkrankt ist. Sonst gerät alles aus dem Lot. Der Boss muss voraus denken, lenken und antreiben. Andernfalls setzt er das ganze Unternehmen der Gefahr eines Untergangs aus. Genau aus diesem Grund würden der operative Eingriff oder eine Chemotherapie sowie die anschließenden Rehabilitationsmaßnahmen möglichst schnell und geräuschlos durchgezogen, sagt Professor Dr. Hannes Schedel, der eine onkologische Rehabilitationsklinik im bayerischen Kellberg bei Passau leitet. In dem 205-Betten-Haus werden jährlich rund 3.000 Patienten von 130 Mitarbeitern in Anschlussheilbehandlungen (AHB) und Rehabilitationsmaßnahmen versorgt.
Mit Chauffeur und Sekretärin in die Klinik
Das Vorstandsmitglied eines bayerischen Unternehmens in den Mit-fünfziger-Jahren kam nach einer Prostatatumor-Operation in die Reha-Klinik. Die Erkrankung sei „leicht steuerbar“ gewesen, berichtet der Chefarzt. Mit Chauffeur und Sekretärin sei der Manager in der Klinik eingezogen und gleichzeitig schon mit einem Bein im Berufsleben gestanden. Die öffentliche Wahrnehmung seiner Diagnose hätte sofort Nachfolgediskussionen ausgelöst.
Eine 45-jährige Top-Managerin mit der Diagnose eines familiär bedingten Brustkrebses kam quasi „undercover“ in die Reha-Klinik. Der Ärztliche Direktor sei als ein einer der wenigen Mitarbeiter eingeweiht gewesen und habe die Inkognito-Patientin behandelt. Der Imageschaden für das Unternehmen wäre zu groß gewesen, wenn sich die Tatsache einer Krebserkrankung herumgesprochen hätte. So entschied sich die Managerin für eine Reha in Isolation, um der Umgebung ihre wahre Identität zu verbergen.
Kämpfer und Verdränger
Wie verarbeiten Top-Manager die Diagnose? „Es gibt Kämpfer und Verdränger“, ordnet der Klinikleiter die Typen ein. Es gebe viele Patienten, die es nicht wahrhaben wollen und sich erst recht in die Arbeit hineinstürzen, sagt Schedel, der nach seinem Medizinstudium in München an der Berliner Charité als Leitender Oberarzt für radiologische Diagnostik tätig war.
In der Alterskohorte zwischen 40 und 60 Jahren treten bei Männern häufig Prostata-, Dickdarm und Hautkrebs, bei Frauen Brustkrebs und Gebärmutterkrebs auf. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 300.000 Menschen an Krebs. Chemotherapien, Bestrahlungen oder Tumorentfernungen hinterlassen bei Topmanagern wie bei normalen Patienten Spuren, die nur durch entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zu neutralisieren sind. „Die körperlichen Schäden sind immer sichtbar, die Gedanken und Gefühlszustände eines Patienten aber nicht.“
Ängste nach innen und außen
Der Manager umgeht mit der diskreten Behandlung auch wohlwollende menschliche Nachfragen. Es bleibe nicht anderes übrig als zu sagen: „Ich fühle mich gut und werde weitermachen.“ Diese Bedrohungen von außen seien zu meistern, sagt Prof. Schedel. Der Manager müsse genauso in sich hinein hören: Angst sei eine normale Reaktion auf die Diagnose Krebs mit der existenziellen Bedrohung. Diese Angst zu nehmen, sei eine wichtige Aufgabe der Rehabilitation. Nach Operation oder Chemotherapie bereiten sich in der Reha Krebspatienten auf ein Leben im normalen Umfeld vor. Unabhängig von Beruf oder der Stellung werde versucht, den Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und die Lebensqualität wiederherzustellen.
Der Trend zu kürzeren Verweildauern ist auch von den Kostenträgern vorgegeben. Bundesweit betrug etwa im Jahr 2009 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV), einem der größten Kostenträger in der onkologischen Rehabilitation, die mittlere Behandlungsdauer 23 Tage. Heute werde nur in Ausnahmefällen eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme verlängert, sagt der Klinikleiter. Manager stünden dagegen unter dem Druck, möglichst schnell wieder auf der Brücke des Unternehmens zu erscheinen.
Ungeduldig, aber ehrgeizig zu lernen
„Er ist ungeduldig, aber ehrgeizig“, charakterisiert Schedel einen typischen Top-Manager. Nach einer Prostatatumor-Operation haben Männer anfangs oft ein Inkontinenz-Problem und müssen Windeln tragen. Die meisten Männer müssten deshalb in den drei Wochen der Rehabilitation lernen, ihren Beckenboden wahrzunehmen und zu trainieren. Je eher der Patient lerne, umso eher könne er auf Windeln verzichten. „Das ist ein großer Ansporn“, weiß der Reha-Experte.
Technischer Fortschritt macht´s möglich
Der geräuschlose Weg zurück in den Berufsalltag ist auch dem technischen Fortschritt in der Medizin in den letzten 20 Jahren zu verdanken. „Die Tumordiagnose führt heute nicht automatisch zur Rente“, sagt der Klinikleiter. Mittlerweile überleben seiner Einschätzung nach rund 80 Prozent der Krebspatienten entweder, weil sie geheilt werden, oder, weil wirksame Therapien die Krankheit lange in Schach halten.
Während Topmanager so schnell wie möglich den Weg in den Business-Alltag suchen, um wieder an oberster Stelle zu schalten und zu walten, müssen auch normale Arbeitnehmer wieder zurück. Solange berufliche Integration möglich sei, so der Reha-Experte, werde diese auf Druck der Versicherungsträger durchgeführt. Eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme habe sich aus Sicht der Kostenträger gelohnt, wenn der Patient in seinem späteren Berufsleben wieder ein Vierteljahr arbeiten kann. Nach Krankenrückkehrgesprächen könnten zum Beispiel andere Positionen verteilt werden. Für Chefpatienten gibt es nur eine berufliche Alternative: „Der geheime Weg zurück an die Spitze zurück oder Ruhestand“, weiß Klinikchef Schedel.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Bild: Prof. Dr. med. Hannes Schedel
+++ Krebspatienten finden schneller zurück ins normale Leben +++
Verweildauern in der onkologischen Rehabilitation gehen zurück / Genesungskonzept der Klinik Prof. Schedel in Kellberg bei Passau auf zwei bis drei Wochen ausgelegt: Patienten körperlich und seelisch wieder voll erstarken lassen / „Wiederholer“ frischen Maßnahme auf
THYRNAU-KELLBERG (30.06.11/jk) – Kürzer, aber öfter: Der Trend in der Krebsnachsorge geht angesichts des Kostendrucks im Gesundheitswesen zu kürzeren, aber mehrmaligen Klinikaufenthalten von zwei bis drei Wochen. „Eine steigende Zahl von Krebspatienten, welche die Therapie wiederholen, finden dauerhaft den Weg zurück ins normale Leben“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel, Leiter der onkologischen Rehabilitationsklinik Prof. Schedel, im bayerischen Thyrnau-Kellberg bei Passau.
Nach Operation oder Chemotherapie bereiten sich Krebspatienten in der onkologischen Rehabilitation wieder auf ein Leben im normalen Umfeld vor. Der Trend zu kürzeren Verweildauern in den Kliniken ist von den Kostenträgern vorgegeben. Bundesweit betrug im Jahr 2009 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV), einem der größten Kostenträger in der onkologischen Rehabilitation, die mittlere Behandlungsdauer 23 Tage. Nur in Ausnahmefällen werde heute eine dreiwöchige Rehabilitationsmaßnahme verlängert, weiß Prof. Hannes Schedel (51).
Das Genesungskonzept in der Kellberger Klinik sei deshalb darauf ausgelegt, so Schedel, die jährlich rund 3.000 Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und ihre Lebensqualität wiederherzustellen. Das 205-Zimmer-Haus zählt mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum.
Mehr als jede vierte onkologische Rehabilitation erfolgt laut Statistik in Deutschland aufgrund von Brustkrebs. In der Häufigkeit folgen bösartige Neubildungen von Prostata, Darmtumoren und den weiblichen Genitalorganen. In der Rehabilitation zielen die Kellberger Psycho-Onkologen besonders auf die Seele. „Gemeinsam und beratend mit den Patienten finden wir Lösungen, wie sie mit der veränderten Lebenssituation umgehen.“ Auch Angehörigen werden vor diesem Hintergrund fundierte Ratschläge gegeben. „Der Nutzen der Rehabilitation für die Lebensqualität ist ohne Zweifel vorhanden“, so Chefarzt Dr. Markus Higi.
93,7 Prozent der Patienten würden ein zweites Mal kommen
In Einzel- oder Gruppengesprächen tauschen sich die Patienten mit den Experten aus. Ängste, Depressionen, Lebensunlust oder auch Vereinsamung seien typische Auswirkungen zur körperlichen Erkrankung, weiß der Chefarzt. „Fast alle Patienten haben am Ende ihres Reha-Aufenthaltes keine Angst mehr vor dieser Krankheit und bezeichnen ihre Zukunftsperspektive als überdurchschnittlich positiv.“ 93,7 Prozent der Patienten in der Klinik Prof. Schedel würden laut einer Zufriedenheitsstudie ein „zweites Mal hier eine Reha-Maßnahme durchführen“. Viele tun das bereits und frischen die Maßnahmen auf. Bei einem wiederholten Aufenthalt in der Klinik wird das Leben in der normalen Umgebung reflektiert, aber auch ein Schutzschild gegen wiederkehrende Ängste aufgebaut. „Die Wirksamkeit wird nachhaltig gesteigert“, erklärt Chefarzt Dr. Markus Higi.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

Bildtext: „Die steigende Zahl von Therapie wiederholenden Krebspatienten zeigt, dass die Maßnamen fruchten“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen besonders auf die Psyche.„Keine Angst vor Krebs“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen auf die Psyche.
+++ „Keine Angst vor Krebs“ +++
Neue Therapieansätze der Klinik-Prof.-Schedel in Kellberg bei Passau zielen auf die Psyche zur Rehabilitation
THYRNAU-KELLBERG (13.06.11) – Diagnose Krebs. Für Betroffene bricht in diesem Moment eine Welt zusammen. Mangelnde Kenntnisse über die Krankheit selbst und ihre Heilungschancen nähren stetig den Gedanken, dass eine derartige Diagnose einem Todesurteil gleichkommt. Das Expertenteam der Kellberger Klinik von Professor Schedel setzt in der Rehabilitation genau hier verstärkt an. Mit intensiven psycho-onkologischen Maßnahmen und Therapien werden Patienten Ängste genommen - mit großem Erfolg.
Seit 50 Jahren dreht sich in der Kellberger Klinik Professor-Schedel in Niederbayern alles um die Rehabilitation von Krebspatienten. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 300.000 Menschen an Krebs. Chemotherapien, Bestrahlungen oder Tumorentfernungen hinterlassen Spuren, die nur mit einer hochqualitativen Rehabilitationsmaßnahme zu neutralisieren sind. Ging es in der Vergangenheit vornehmlich um die physische Rehabilitation, rückt immer mehr die Psyche der Betroffenen in den Focus einer Erfolg versprechenden Behandlung. Fast immer nimmt auch die Seele Schaden.
„Rund 3.000 Patienten treten jedes Jahr hier in Kellberg eine Reha-Maßnahme an“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. Hannes Schedel (51), „die körperlichen Schäden sind natürlich immer sichtbar, die Gedanken und Gefühlszustände eines Patienten aber nicht.“
Verstärkt setzen die Mediziner in Kellberg deshalb im Zuge des Reha-Aufenthaltes der Patienten auf die Psycho-Onkologie. Erforscht und behandelt werden dabei die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung auf die Patienten, die dann individuell angegangen werden. In Einzel- oder Gruppengesprächen tauschen sich die Patienten mit den Experten aus. „Ängste, Depressionen, Lebensunlust oder auch Vereinsamung sind typische Auswirkungen, mit denen die Patienten zusätzlich zu ihrer körperlichen Erkrankung zu kämpfen haben“, weiß Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik, „genau da setzen wir in der Therapie auch an. Denn: Damit der Körper wieder gesund wird, muss auch die seelische Verfassung entsprechend positiv sein.“
Vielfältig ist das Angebot, das die auf onkologische Rehabilitation spezialisierte Klinik ihren Patienten ganzheitlich offeriert. So werden regelmäßig Seminare zur Angstbewältigung durchgeführt und psychologische Einzelgespräche zur Verarbeitung sind fest in das Therapiekonzept integriert. Die Kellberger Psycho-Onkologen suchen gemeinsam und beratend mit den Patienten Lösungen, wie sie mit der veränderten Lebenssituation umgehen. Auch Angehörigen werden vor diesem Hintergrund fundierte Ratschläge gegeben.
„Unser Genesungskonzept basiert auf mehreren Säulen“, erläutert Klinikleiter Professor Schedel, „dabei ist es unser Ziel, die Patienten in zwei bis drei Wochen körperlich und seelisch wieder voll erstarken zu lassen und ihre Lebensqualität wieder herzustellen. Unser Credo: „Vor Krebs muss man heute keine Angst haben. Diese Ziele erreichen wir aber nur, wenn wir für die Patienten viel Zeit haben und individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen.“
Als weiteren Beweis für den Erfolg dieses Behandlungsansatzes verweist Professor Schedel auf die Zufriedenheitsstudien von Patientenbefragungen. „Fast alle Patienten haben am Ende ihres Reha-Aufenthaltes überhaupt keine Angst mehr vor dieser Krankheit und bezeichnen ihre Zukunftsperspektive als überdurchschnittlich positiv.“
Stolz ist man in Kellberg auch, dass sich auch unter Patienten die Behandlungsqualität herumgesprochen hat: Aus dem ganzen Bundesgebiet liegen mittlerweile Reha-Anfragen vor – weit mehr, als die Klinik Plätze hat.
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Betten-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.
Bildtext: „Keine Angst vor Krebs“, sagt Prof. Dr. Hannes Schedel (51). Seine neuen Therapieansätze zur Rehabilitation zielen auf die Psyche.