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[HOCHWASSER/SIMBACH]

+++ Dammbruch löste in Simbacher Flutwelle aus+++

Stadtrat und ehemaliger 2. Bürgermeister Max Winkler hat den Ursprung der Katastrophe als Augenzeuge miterlebt



SIMBACH AM INN (04.04.16/jk) – Die Ursache für die Flutwelle im niederbayerischen Simbach am Inn (Lkr. Rottal) war ein Straßen-Dammbruch im Norden der 10.000-Einwohner-Stadt. Dies teilte der Simbacher Stadtrat und ehemalige Bürgermeister Max Winkler (69) in einer E-Mail an Bürgermeister Klaus Schmid (CSU)und seine Stadtratskollegen vorgelegt.

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Die Flutwelle wurde nach Ansicht von Winkler, der im nördlichen Ortsteil Steghäuser wohnt, nicht durch das Hochwasser an sich ausgelöst. Der Simbach habe am Mittwochmittag Hochwasser im mittleren Bereich geführt. Vom Kirchberger und Anterstorfer Bach seien ebenfalls gewaltige Wassermassen gekommen und hätten die Straßenquerungen überschwemmt. „Das war alles noch im gelben Bereich“, sagt Winkler.

Diese Wassermassen konnten seiner Beobachtung nach allerdings bei der Straße zum Schulzentrum an der Simbach-Unterquerung nicht mehr ausreichend abfließen. Dadurch habe sich ein gewaltiger Stausee im "Quasi-Rückhaltebecken" des Überflutungsgebietes zwischen Schulstraßen-Damm bis zur Höglbrücke gebildet.

Um 15 Uhr sei der "Damm", so der Augenzeuge, beim Sägewerk Eibelmeier gebrochen: „Die angestauten Wassermassen des Quasi-Rückhaltebecken haben sich in einer Hochwasserflut nach Simbach ergossen und innerhalb weniger Minuten geradezu als Hochwasser-Tsunami Simbach überschwemmt.“ Es sei kein Hochwasser, sondern ein „Hochwasser-Dammbruch“ mit entsprechender Flutwellenauswirkungen gewesen.

„Wenn die Straße zum Schulzentrum wiederhergestellt wird, sollte auf jeden Fall eine richtige Brücke mit einem großen Simbach-Durchlass gebaut werden, um diese Dammwirkung zu vermeiden“, schlägt er vor.

Ohne diese Dammbruchwirkung, so glaubt der UNS-Fraktionssprecher im Stadtrat, hätten die erheblichen Schutzmaßnahmen am Simbach nach 1991 ausgereicht hätten, um die Überschwemmung in der Stadt Simbach zu vermeiden.



[HOCHWASSER/SPENDENKONTO]

+++ Spendenkonto für Hochwasseropfer in Lkr. Rottal-Inn eingerichtet+++

Kontoverbindung IBAN: DE81 7435 1430 0570 0068 09/BIC: BYLADEM1EGF/Stichwort: "Hochwasserhilfe"



ROTTAL-INN (03.06.16/jk) – Der Landkreis Rottal-Inn hat nach der schweren Unwetterkatastrophe ein Spendenkonto eingerichtet. „Es ist schon eine gute Sache, dass so viele Menschen für ihre leidgeprüften Mitbürgerinnen und Mitbürger spenden wollen“, erklärte Landrat Michael Fahmüller. Er verbürge sich persönlich dafür, dass die eingehenden Spendengelder nur für die Unterstützung der in Not geratenen Bewohner des Überschwemmungsgebietes verwendet werden. Das Spendenkonto: Kontoverbindung IBAN: DE81 7435 1430 0570 0068 09/BIC: BYLADEM1EGF/Stichwort: "Hochwasserhilfe"

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Das Landratsamt Pfarrkirchen bittet Bürgerinnen und Bürger, die Sachspenden abgeben wollen, derzeit noch abzuwarten. „Wir haben jetzt ganz einfach noch nicht die logistische Kapazität, um Sachspenden anzunehmen, zu lagern und zu verteilen“, so Landrat Michael Fahmüller.
Man könne zu gegebener Zeit auf die gesammelten Angebote zurückgreifen. Derzeit stehen aber andere Maßnahmen wie die Kontrolle und die Reparaturen der Verkehrsinfrastruktur oder die Unterbringung von Menschen, deren Wohnungen unbewohnbar wurden, im Mittelpunkt des Handelns. Landrat Michael Fahmüller betonte aber auch, dass die Spendenbereitschaft der Bevölkerung eine sehr erfreuliche Begleiterscheinung der Unwetterkatastrophe sei. Spendenangebote können weiterhin am Bürgertelefon unter der Nummer 08561/20725 mitgeteilt werden.

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[HOCHWASSER]

+++ Bereits vier Todesopfer durch Hochwasser im Landkreis Rottal-Inn +++



ROTTAL-INN (01.06.16/jk) – Rottal-Inn – Die Zahl der Todesopfer durch das verheerende Hochwasser Landkreis Rottal-Inn hat sich vier erhöht. Gegen 21.30 Uhr wurde nach Angaben des Polizeipräsidium Niederbayern in Kollberg/Julbach eine tote Frau aus einem Bach geborgen.

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Die Frau hing laut Polizeiangaben über einem Baumstamm in den Bach. Nähere Umstände seien noch nicht bekannt. Die Kripo Passau hat die Ermittlungen aufgenommen. Drei Leichen hatte die Feuerwehr gegen 20.30 Uhr in einem Haus in der Simbacher Wiesenstraße aufgefunden. Nähere Umstände sind noch nicht bekannt.

In Triftern hat sich die Lage am Abend entspannt. Der Altbach rauschte noch bis knapp unter der Brücke durch die Ortsmitte. Zahlreiche Schaulustige sahen sich das Bild der Verwüstung an: Knatternde Hubschrauber in der Luft, vom Wasser bewegte Autos im Müllchaos und zerstörte Straßenteilen. Die Bewohner begannen bereits mit den Aufräumarbeiten.

In der Mittelschule in Triftern sitzen nach einer Mitteilung des Landratsamtes immer noch rund 50 Kinder fest, die von 25 Erwachsenen betreut werden. Die derzeitige Hochwasserlage hat es noch nicht ermöglicht, die Kinder aus dem Schulgebäude abzuholen. Die Betreuer sorgen für Verpflegung und Schlafgelegenheiten für die Kinder. Ob die Kinder die Schule noch heute Abend verlassen können oder die Nacht im Schulgebäude verbringen müssen, steht noch fest.

Der Landrat des Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller, hat wegen schwerer Überschwemmungen im südlichen Landkreis Rottal-Inn am Mittwoch um 15.30 Uhr den Katastrophenzustand ausgerufen. Besonders schwer betroffen von den Überschwemmungen sind die Gemeindegebiete von Simbach a. Inn, Triftern und Tann. Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdiensten aus dem gesamten Landkreis wurden in Pfarrkirchen zusammengezogen und von hier aus zu den Einsatzorten im Katastrophengebiet geleitet.

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[A94]

+++ A94 im Kreis Passau: Baustart im August 2016 +++

Verkehrsminister Joachim Herrmann bestätigt Finanzierungszusage aus Berlin - 450 Meter langer Tunnel als Lärmschutz für Anwohner zwischen Malching und Kirchham



München/Malching (14.03.16/jk) – Die Bagger können rollen: Der Bau der Autobahn A 94 zwischen Malching und Kirchham im Landkreis Passau startet im August 2016, wie Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) nach der Finanzierungszusage durch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Montag mitteilte.

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"Die durchgehende Fertigstellung der A 94 rückt damit einen großen Schritt näher", freut sich Herrmann. Die insgesamt sechs Kilometer lange Strecke wird südlich von Schambach (Gemeinde Kirchham) an den bereits zweibahnigen Abschnitt Kühstein – Malching anschließen und wird nördlich von Osterholzen (Stadt Pocking) enden. Aufgrund des hohen technischen Aufwandes wird der Bau voraussichtlich fünf bis sechs Jahre dauern. Die Maßnahme kostet insgesamt rund 81 Millionen Euro.

Die Rodungsarbeiten für die ersten Baumaßnahmen sind laut Herrmann bereits erfolgreich abgeschlossen sind. Weitere Vorarbeiten wie vorgezogene Ausgleichmaßnahmen für Eingriffe in die Natur, notwendige archäologische Untersuchungen und Leitungsverlegungen werden folgen. Herrmann konkretisierte weiter: "Ab August starten dann die Baumaßnahmen für das erste Brückenbauwerk, die Überführung der Kreisstraße PA 62 südlich von Schambach über die künftige A 94.“ Das bauliche Herzstück der Maßnahme werde der rund 450 Meter lange Tunnel bei Tutting sein, der den Eingriff in den ökologisch und landschaftlich sensiblen Bereich des Kößlarner Bachs minimieren soll. Zugleich werde so optimaler Lärmschutz für die Anwohner sichergestellt.

Die angesetzte Bauzeit von fünf bis sechs Jahren ist laut Herrmann auf die technisch äußert anspruchsvolle Tunnelbaustelle zurückzuführen. Der Tunnel lieg komplett im Grundwasser und müsse abschnittsweise in wasserdichten Baugruben hergestellt werden. Da er quer zum Grundwasserstrom liegt, seien zudem Druckleitungen zur Unterquerung des Tunnels geplant, damit das Wasser weiter ungehindert fließen kann. Außerdem kreuze eine Gemeindestraße und die stark belasteten Staatsstraße St 2110, die im Zuge der Maßnahme verlegt wird, die Baustelle.

Foto: Bayerisches Innenministerium

Weitere Infos



+ + + Fünf mysteriöse Todesfälle: Fluch auf Pfarrgemeinde? + + +

Endre Graf Esterházy bittet Passauer Bischof Stefan Oster um Aufklärung wegen erhöhter Sterblichkeitsrate engagierter Pfarreimitglieder/Bistum will nicht untersuchen: "Es gibt keine Inquisition mehr."

ERING AM INN (01.03.16/Von Josef König) – Fünf mysteriöse Todesfälle rund um die spätgotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt im niederbayerischen Ering am Inn (Lkr. Rottal-Inn) beunruhigen die 1.700 Seelen-Gemeinde. Einem prominenten Bewohner reicht es. Er will wissen, was los ist: „Bischof Stefan Oster muss einen Inquisitor schicken, der aus kirchlicher Sicht für Aufklärung sorgt“, fordert Endre Graf Esterházy (66) in einem Schreiben an den Passauer Oberhirten. Das Bistum winkt ab: "Es gibt keine Inquisition mehr."

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Die vielen Sterbefälle kirchlicher Funktionsträger in kurzer Zeit lassen den früheren Pfarrgemeinderat nicht zur Ruhe kommen: „Es kann so nicht weitergehen. Eine Art bischöflicher Inquisitor muss in die Pfarrei kommen und die seltsamen Vorkommnisse aufklären.“ Der kirchliche Ermittler soll herausfinden, warum die Sterblichkeitsrate bei den Mitgliedern des Pfarrverbands so hoch ist, meint Graf Esterházy, der als Unternehmensberater mit seiner Frau, der Opernsängerin Dr. Christine Gräfin Esterházy (56), in Ranshofen bei Braunau auf der österreichischen Innseite und im burgenländischen Eisenstadt lebt. Das Stammschloss der Familie Esterházy steht in Ering am Inn.

In seinem Brief an den Bischof führt der Graf fünf Todesfälle an: Mesnerin Anneliese W. (2010), der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzender Joseph M., Pfarrer Martin Sch. (Oktober 2013/52 Jahre), Wortgottesdienstleiter und Kommunionhelfer Otto Sch. (2014/56 Jahre) und vor wenigen Tagen Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred H.

Der überraschende Tod des 64-jährigen Gremiumschef, der auch den Dekanatsrat führte, war der Auslöser für das Nachfassen von Endre Graf Esterházy. H. hatte am 14. Februar noch den Sonntagsgottesdienst mitgefeiert. In der Nacht darauf war er plötzlich und unerwartet gestorben. „Dass sein menschliches Herz so abrupt aufgehört hat zu schlagen, ist für viele noch nicht fassbare Wirklichkeit“, hieß es in einem Nachruf.

Kein Fall für Staatsanwalt
„Die Tode geben Rätsel auf, darauf will ich eine Antwort“, sagt Endre Graf Esterházy. Er bittet den Bischof, einen Inquisitor zu schicken, der vor Ort klären soll, „wie aus kirchlicher und christlicher Sicht die ominösen Sterbefälle dieser Würdenträger zu erklären sind“. Als Fall für einen weltlichen Ankläger sieht der adelige Unternehmensberater die erhöhte Sterblichkeitsrate nicht. Die engagierten Pfarreimitglieder seien ohne Zweifel eines natürlichen Todes gestorben. Pfarrer Peter Kieweg wurde von Endre Graf Esterházy nicht eingeweiht. Es sei „reine Eigeninitiative“ gewesen.

Inzwischen hat das Bistum Passau reagiert: "Jeder Todesfall löst Trauer und mitunter auch Fassungslosigkeit aus. Gerade dann, wenn es sich um jüngere Menschen handelt. Ob es sich im Pfarrverband Ering statistisch gesehen im genannten Zeitraum um eine höhere Häufigkeit von Todesfällen handelt, kann seitens der Diözese nicht geprüft werden. Nach Rücksprache mit Pfarrangehörigen vor Ort in Ering, kann jedoch von einer generellen Beunruhigung keine Rede sein." Die Forderung nach Einsetzung eines „Inquisitors“ scheide allein schon deshalb aus, weil es die Inquisition in der katholischen Kirche nicht mehr gebe, so eine Sprecherin.

Fotos: Josef König


+ + + Startschuss für das ÖPP-Projekt A 94 + + +

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: Meilenstein für mehr Mobilität in Südostbayern

MÜNCHEN/PASSAU(05.02.16/jk) – Man glaubt es ja kaum, aber es geht wirklich voran: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute den feierlichen ersten Spatenstich für das ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private Partnerschaften) auf der A 94 durchgeführt. Das Projekt umfasst den vierstreifigen Neubau des rund 33 Kilometer langen Abschnitts Pastetten-Heldenstein, der bis Ende Oktober 2019 fertiggestellt werden soll.

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Das Vorhaben umfasst zudem Erhaltung und Betrieb des rund 77 Kilometer langen Abschnitts Forstinning-Marktl über 30 Jahre. Das Gesamtvolumen des ÖPP-Projektes beträgt rund 1,1 Milliarden Euro.

Dobrindt: "Mit dem Startschuss für das ÖPP-Projekt A 94 erreichen wir einen weiteren, wichtigen Meilenstein für mehr Mobilität in der Region Südostbayern. Öffentlich-Private Partnerschaften sind ein Erfolgsmodell: wir bauen schnell, wirtschaftlich und mit hoher Qualität und beseitigen dadurch den größten volkswirtschaftlichen Schaden: den Stau."

Der Abschnitt Pastetten-Heldenstein ist Teil der insgesamt rund 150 Kilometer langen A 94 zwischen München und Pocking. Mit dem Neubau wird eine leistungsfähige und verkehrssichere Ost-West-Achse geschaffen, die die Region Südostbayern und die dortigen Industriestandorte sowie das Bäderdreieck im Inntal mit dem Ballungsraum München und dem weiträumigen Autobahnnetz verbindet.

Betreiber des ÖPP-Projektes ist die Isentalautobahn GmbH & Co. KG - ein Konsortium, bestehend aus den Unternehmen BAM PPP A-Modell Holding GmbH, Eiffage S.A. und Berger Bau GmbH. Mitte Januar 2016 wurden die Finanzierungsverträge für das ÖPP-Projekt unterzeichnet. Die Vergütung des Auftragnehmers erfolgt nach dem Verfügbarkeitsmodell. Dadurch wird ein Anreiz gesetzt, Erhaltungs- und Betriebsdienstmaßnahmen mit möglichst wenigen Verkehrsbeeinträchtigungen durchzuführen.

Foto:
Bundesminister Alexander Dobrindt (Quelle: Henning Schacht)

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+ + + Mit jeder Faser auf die Zukunft ausgerichtet + + +

Wethje Carbon Composites GmbH (Vilshofen) im September 2016 mit europaweit einmaliger C-SMC-Serienproduktion für Leichtbauteile

VILSHOFEN (03.02.2016/jk) – Nach heftigen Turbulenzen gibt der niederbayerische Leichtbauspezialist Wethje Carbon Composites GmbH wieder Gas. Das japanisch-österreichische Joint Venture mit Sitz in Vilshofen-Pleinting (Lkr. Passau) will im September 2016 eine europaweit einmalige Pilot-Serienproduktion für Faserverbundstoffe starten. „Leichtbau ist das Thema der Zukunft“, sagt Geschäftsführer Florian Anzeneder (43).

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Im Schatten des früheren Öl-Kraftwerks Pleinting fertigen 150 Mitarbeiter Struktur- und Sichtbauteile sowie Prototypen und Vorserienteile aus Kohlenstofffasern oder Sportwagen wie den X-Bow von KTM. Die Leichtbau-Teile dienen dabei als Versteifungskomponente. Weitere 120 Mitarbeiter sind im Zweigwerk Hengersberg beschäftigt. „Wethje ist Pionier der Faserverbundstoffe“, erzählt Geschäftsführer Florian Anzeneder aus der Firmengeschichte und verweist auf den Ur-Quattro von Audi, der mit den Bauteilen Rally-Siege einheimste. Der Landshuter, gelernter Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, kam erst im Mai 2015 zu Wethje und ist seit September an der Spitze.

Mit starken Gesellschaftern will sich Wethje auf dem europäischen Markt positionieren. „Mitsubishi bringt die Rohstoffe, wir haben die Konzepte und Lösungen aus einer Hand“, so Anzeneder. So zählt denn auch für Geschäftsführer Takashi Morishima (59), der seit 1. Oktober 2014 an Bord ist, dass die in Japan erprobten Produktionsprozesse großes Entwicklungspotential bieten.

Von sechs Stunden auf Fünf Minuten pro Stück
Rund 2,5 Millionen Euro hat Wethje in eine neue Presse investiert. Verkleidungsteile von Fahrzeugen werden auf der Anlage mit dem so genannten C-SMC-(Carbon Sheet Molding Compounds-)Verfahren aus endlosen, gerichteten Fasern gefertigt. Die Verstärkungsfasern liegen zunächst in plattenförmigen Matten vor, daher können relativ große Faserlängen verwendet, was zu hohen Steifigkeiten und Festigkeiten führt. Bisher wurden Sichtoberflächen in Handarbeit hergestellt. Mit SMC sind laut Innovationsleiter Bernhard Graf die Produktionszeiten eines Stücks von sechs Stunden auf fünf Minuten reduzierbar. „Diese sehr kurzen Taktzeiten machen SMC besonders wirtschaftlich.“ Mit der Pilotanlage lassen sich Serien bis zu 100.000 Stück produzieren, während etwa bei der Autoklaven-Technologie nur Stückzahlen bis zu 1.000 Stück möglich sind.

One-Shot-Verfahren
Im Wettbewerb der Rohstoffe geht es laut Anzeneder nicht nur darum, Aluminium oder Stahl eins zu eins mit Carbon zu ersetzen. Der teurere Rohstoff setze sich erst durch, wenn verschiedene Bauteil-Geometrien, etwa feste Außenteile mit Innenschalen aus Carbon, in einem „Schuss“ gepresst werden. „Wir sind umso effizienter, je mehr Bauteile wir in einem One-Shot-Verfahren integrieren können“, sagt Anzeneder.

Nach dem Auslaufen eines Großauftrags von Porsche gerieten die Leichtbauspezialisten 2015 ins Trudeln, der Jahresumsatz brach um 10 Mio. Euro auf 21,5 Mio. Euro ein. Drei Monate Kurzarbeit wurden angemeldet, zehn Mitarbeiter entlassen. Erst 2017 rechnet Anzeneder mit dem geschäftlichen Turnaround. Der „Carbon-Hype“ habe Überkapazitäten am Automarkt erzeugt, darum baut er strategisch auf die Luft- und Raumfahrtindustrie. Die gerade bestandene ISO EN 9100-Zertifizierung bescheinigt Wethje die hohen Qualitätsansprüche.

Die Wethje Carbon Composites GmbH wurde 1979 durch die Brüder Reinhard und Reimer Wethje in Grafing bei München gegründet. 1986 erfolgte der Umzug nach Hengersberg, 2004 wurde das Werk in Vilshofen-Pleinting eröffnet. 2007 stieg die Cross Industries AG des österreichischen Industriellen Stefan Pierer (Umsatz 1,1 Mrd. Euro/2.000 Mitarbeiter/Marken: KTM, Husqvarna, Pankl Racing) mit 74 Prozent ein, stockte 2008 auf 100 Prozent auf. 2014 stieg Mitsubishi Rayon (24,8 Mrd. Euro Umsatz/56.000 Mitarbeiter) mit 51 Prozent ein. Wethje beliefert als Premium-Erstausrüster den Rennsport (DTM, Le Mans), die Luftfahrt sowie industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist langjähriger Partner von internationalen Automobilherstellern wie Audi, BMW, Bugatti oder Porsche und arbeitet mit Luftfahrt-Unternehmen wie Pilatus und FACC zusammen.

Bildtexte:

Wethje-Geschäftsführer Takashi Morishima und Florian Anzeneder mit einem Carbon-Teil für ein KTM-Motorrad.

Foto: Josef König

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+++ Kein Anhaltspunkt für ärztliches Fehlverhalten“ +++

Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen Rottal-Inn-Kliniken ein/Witwer hatte Strafanzeige gestellt

PFARRKIRCHEN/Eggenfelden (23.12.15/jk) – Die Ärzte der Rottal-Inn-Kliniken haben sich korrekt verhalten – Auf diesen Nenner kommt ein rechtsmedizinisches Gutachten im Fall der Eggenfeldener Palliativpatientin Christiane Gürtler (+47). „Meine Zweifel sind nicht zu 100 Prozent ausgeräumt, aber jetzt soll endlich Ruhe einkehren“, sagt Witwer Markus Gründler (43) zur eingestellten Strafanzeige (wir berichteten).

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Das Gutachten der Rechtsmediziner an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist eindeutig, was die Schuldfrage betrifft: „Zu keinem Zeitpunkt ergibt sich bezüglich Diagnostik und/oder Therapie ein Anhaltspunkt für ein ärztliches Fehlverhalten.“ Das Mitte November 2015 erstellte Gutachten führte zum Ende der Ermittlungen. Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl von der Staatsanwaltschaft Landshut bestätigte auf Anfrage die Einstellung des Verfahrens Anfang Dezember 2015.

Mehr als vier Wochen sollen Ärzte der Rottal-Inn-Kliniken eine aufwändige Computer-Tomografie und Operation der Darmkrebspatientin Christiane Gründer (+47) verweigert haben, so der Witwer in seiner Strafanzeige. Erst verspätet sei sie in die Klinik Altötting und dann zur Operation ins Klinikum München Rechts der Isar verlegt worden. Am 7. Februar 2014 ist die Patientin dort an einer Magenblutung verstorben.

„Das Verbluten nach Innen aus einem Magengeschwür hätte sich in einer solch bildgebenden Untersuchung nicht darstellen lassen können“, so die Gutachter. Eine solche CT-Untersuchung wäre aus rechtsmedizinischer Sicht sinnvoll gewesen, wenn eine operative Therapie des Fast-Darmverschlusses hätte erfolgen sollen. Eine solche OP sei aber von der Patientin aus Angst vor erneuten Komplikationen abgelehnt worden. Die Entscheidung der Ärzte an den Rottal-Inn-Kliniken gegen CT-Untersuchung Operation sei nicht zu beanstanden gewesen. Zu diesem Zeitpunkt habe der Ehemann, der die Untersuchungen wünscht, die Patientin noch nicht betreut.

Das Gutachten stellt aber auch fest: „Wann und weshalb sich Frau Gründler letztlich für die CT-Untersuchung und Operation entschied, geht aus den übersandten Unterlagen nicht hervor.“ Es bestehe jedoch kein Zusammenhang zwischen der Operation und dem Todeseintritt. Die Magenblutung hätte jederzeit eintreten können, so die Gutachter.

Ganz zufrieden ist Witwer Markus Gründler mit dem Ergebnis nicht. Seine letzten Zweifel hat das Gutachten nicht beseitigt. Ein Gegengutachten sei aber zu kosten- und zeitaufwändig „Es bringt mir meine Frau auch nicht zurück.“ Darum will er, dass Ruhe endlich einkehrt.

Bildtext:
Markus Gründler (43) und Dackel Rocci trauern um Christiane Gründler (+47). Seine Strafanzeige wurde eingestellt, es wurde keine ärztliches Fehlverhalten festgestellt.

Foto: Josef König

[Polizei/Update]

+++ Egglham: Haftbefehl wegen Mordes beantragt +++

24-jährige Rumänin hat laut Polizei die Tat gestanden/Motiv: Opfer hat Diebstahl der Bankkarte bemerkt/21-jährige Rumänin wieder frei

Egglham (09.12.15/jk) – Im Mordalarm um den 75-jährigen Mann aus einer Landkommune im niederbayerischen Egglham (Lkr. Rottal-Inn) hat die Polizei eine 24-jährige Rumänin festgenommen. Laut Polizei hat sie mittlerweile ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Die Staatsanwaltschaft Landshut stellt Haftbefehlsantrag wegen Mordes. Eine zunächst festgenommene 21-jährige Rumänin wurde am Dienstag freigelassen.

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Die Umstände, die zum Tod des Mannes geführt haben, waren laut Polizei anfangs noch unklar. Die von einem Arzt attestierte „ungeklärte Todesursache“ sei Ausgang für weitere Ermittlungen gewesen.

Bei dem Tatobjekt handelt es sich um ein größeres, ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, das laut Polizei aktuell von mehreren Personen bewohnt wird und dem Opfer gehörte. Der 75-jährige wurde am frühen Freitagnachmittag von einem Mitbewohner tot in seinem Bett aufgefunden. Die massive Gewalteinwirkung auf den Hals- und Kopfbereich sei todesursächlich gewesen, wie die Obduktion des 75-Jährigen noch am Wochenende im Rechtsmedizinischen Institut in München ergeben habe.

Das Motiv für die Tat steht laut einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Landshut und Polizeipräsidium Niederbayern (Straubing) fest: Am vergangenen Wochenende sei mehrfach mit einer Bankkarte Geld vom Konto des 75-Jährigen abgehoben worden. Dabei soll die 24-jährige Frau als Täterin aktiv gewesen sein. Das spätere Opfer habe noch am Freitagvormittag den Diebstahl seiner Bankkarte und die Abhebungen festgestellt und wollte am Freitagnachmittag zur Polizei gehen. „Doch dazu kam es letztendlich nicht mehr“, heißt es im Polizeibericht.

Die 24-Jährige habe während der Vernehmung die Tat bereits eingeräumt. Sie habe gehandelt, um die zuvor begangenen Straftaten in Zusammenhang mit den Abhebungen zu verdecken. „Der geschilderte Tatablauf deckt sich mit der am Tatort durchgeführten Spurensicherung und den bisherigen Ermittlungsergebnissen“, so die Polizei. Am heutigen Mittwochnachmittag wurde 24-jährige Frau auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut dem Ermittlungsrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

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[Polizei]

+++ Mann (75) tot – Zwei junge Frauen (21 und 24) festgenommen +++

Egglham (09.12.15/jk) – Ein 75-jähriger Mann ist vermutlich zum Opfer eines Verbrechens geworden. Wie die Polizei berichtet, sei er am vergangenen Freitag in einem früheren landwirtschaftlichen Anwesen in Egglham (Lkr. Rottal-Inn) tot aufgefunden worden. Zwei junge Frauen im Alter von 21 und 24 wurden vorläufig festgenommen.

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Die Umstände, die zum Tod des Mannes geführt haben, waren laut Polizei anfangs noch unklar. Die von einem Arzt attestierte „ungeklärte Todesursache“ sei Ausgang für weitere Ermittlungen gewesen.

Bei dem Tatobjekt handelt es sich um ein größeres, ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, das laut Polizei aktuell von mehreren Personen bewohnt wird und dem Opfer gehörte. Der 75-jährige wurde am frühen Freitagnachmittag von einem Mitbewohner tot in seinem Bett aufgefunden.

Eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe der Passauer Kriminalpolizei mit Hochdruck an dem Fall. Immer mehr rückten zwei Frauen mit rumänischer Staatsangehörigkeit ins Visier der Beamten. Am frühen Morgen des Dienstag, 08.12.15, klickten laut Polizei für die beiden Frauen, die im selben Anwesen wie das Opfer wohnen, die Handschellen.

Die Obduktion des 75-Jährigen noch am Wochenende im Rechtsmedizinischen Institut in München ergab im vorläufigen Ergebnis eine massive Gewalteinwirkung auf den Hals- und Kopfbereich. Diese dürften auch todesursächlich gewesen sein. Nähere Einzelheiten soll ein rechtsmedizinisches Gutachten bringen.

Die Ermittlungen laufen mit Hochdruck weiter, insbesondere werden die Festgenommenen und Zeugen vernommen sowie Spuren ausgewertet.

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[Polizei]

+++ Herrmann: „Notfalls übernimmt Bayern auch Aufgaben der Grenzsicherung“ +++

Bayern verstärkt Sicherheitsbehörden mit 300 neuen Stellen/Wegen gestiegener Terrorgefahr rüstet der Freistaat auf: 65 Millionen Euro für noch bessere Ausstattung



München (24.11.15/jk) – Der Freistaat Bayern rüstet seine Sicherheitsbehörden nach dem Terroranschlag in Paris auf: Im Mittelpunkt des Kabinettsbeschlusses vom Dienstag stehen 300 neue Stellen für Polizei, Verfassungsschutz, Steuerfahndung und Sozialverwaltung. Außerdem soll mit 65 Millionen Euro die Ausstattung der Sicherheitskräfte verbessert werden. "Damit sind wir für die gestiegenen Terrorgefahren noch besser gewappnet", erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "

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Die neuen Stellen und die zusätzlichen Ausstattungsmittel werden laut einer Pressemitteilung des Innenministeriums noch in den Entwurf zum Nachtragshaushalt 2016 eingebracht. Bei dem zusätzlichen Personal geht es insbesondere um 150 neue Stellen für die Schleierfahndung. Herrmann: "Damit verstärken wir unsere Fahndungsdienststellen und maximieren die Schleierfahndung vor allem in Grenznähe und an überörtlichen Straßen." Das ergänze die intensiven Grenzkontrollen der Bundespolizei, die laut Herrmann noch deutlich engmaschiger werden müssen. "Notfalls können wir vom Bund auch Aufgaben der Grenzsicherung übernehmen", so der Innenminister.

Zusätzlich sollen 50 neue Stellen für die Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei geschaffen werden, um bei etwaigen terroristischen Einsatzlagen noch schneller und konsequenter eingreifen zu können. Auch die Kriminalpolizei soll um 50 Stellen verstärkt werden, vor allem im Bereich des Staatsschutzes. "Damit wollen wir kriminelle islamistische Strukturen noch besser aufdecken und zerschlagen", betonte Herrmann. Unter anderem werde auch das Internet-Monitoring intensiviert und das Personal bei der Sprengstoffentschärfung des Bayerischen Landeskriminalamts aufgestockt.

Wichtig sind nach den Worten des Innenministers auch die zur verstärkten Prävention gegen islamistische Radikalisierungsversuche geplanten weiteren 35 Stellen bei Polizei und Verfassungsschutz und in der Sozialverwaltung sowie die zur besseren Aufdeckung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorgesehenen 15 neuen Stellen für die 'Sonderkommission Schwerer Steuerbetrug' der Bayerischen Steuerfahndung.

Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 65 Millionen Euro will die Staatsregierung auf Vorschlag von Minister Herrmann unter anderem die Schutzausstattung der Bayerischen Polizei weiter optimieren. Herrmann: "Beispielsweise wollen wir für die Einsatzkräfte deutlich bessere Schutzwesten mit höheren Schutzklassen beschaffen."

Daneben werden die Einsatztrainings bei der Bayerischen Polizei intensiviert und die entsprechenden Trainingszentren modernisiert. Auch werde gezielt bei den Spezialeinheiten investiert, unter anderem in speziell gepanzerte Fahrzeuge zur sicheren Bergung von Personen. Außerdem vorgesehen sind unter anderem eine bessere Ausstattung des Sanitäts- und Betreuungsdienstes sowie neue Einsatzleitwägen für die Örtlichen Einsatzleitungen von Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Foto: Bayerisches Innenministerium

[Flüchtlinge/Politik]

+ + + Flüchtlingszahlen in Passau steigen wieder + + +

Passau (12.11.15/jk) - Die prognostizierte Zahl der Flüchtlinge, die über das niederbayerische Drehkreuz Passau nach Deutschland einreisen, steigt wieder. In der vergangenen Woche sind laut Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) durchschnittlich 4.000 Flüchtlinge pro Tag eingereist. Für die aktuelle Woche stellen sich die Verantwortlichen der Dreiflüssestadt aufgrund von Prognosen übergeordneter Stellen auf erhöhte Zugänge ein.

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Derzeit laufen laut OB Dupper die Planungen am Hauptbahnhof für die kalte Jahreszeit. Das von einer Brauerei gestellte Zelt sei beheizbar, aber nicht schneelastsicher. "Wir bereiten eine winterfeste Variante vor", so Dupper. Er bedankte sich bei den freiwilligen Helfern, die mit unermüdlichem Einsatz die ankommenden Menschen gut "erstversorgen". Foto: Stadt Passau


[Politik]

+ + + 120.000 Flüchtlinge kamen in einem Monat in Passau an + + +

OB Jürgen Dupper (SPD) hakt bei Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach, das Drehkreuz München wieder zu eröffnen

München/Passau (27.10.15/jk) – Über das Flüchtlingsdrehkreuz Passau kamen in den letzten vier Wochen 120.000 Flüchtlinge an. Die Stadt fühlt sich von der Staatsregierung allein gelassen: „Die großen Herausforderung, vor der wir stehen kann nur im Zusammenspiel aller politischen Ebenen bewältigt werden. Daher ist es umso wichtiger, dass die getroffenen Vereinbarungen entschlossen angegangen und umgesetzt werden“, beklagt Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) in einer Pressemitteilung.

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Am 14. Oktober hatte auf Einladung von Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) ein Treffen mit Kommunalpolitikern aus dem Grenzgebiet zu Österreich stattgefunden. Insbesondere wurde bei dem Gespräch festgehalten, dass das Drehkreuzes Hauptbahnhof München zur Entlastung des Hauptbahnhofs Passau wiedereröffnet werden soll. Sonderzüge, die von bayerischen Bahnhöfen abfahren, sollten verdoppelt werden. Zudem wurde vereinbart, dass ein Appell an den Bund erfolgt, seine Liegenschaften für Erstaufnahmeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen und staatseigene Liegenschaften zur Flüchtlingsunterbringung zu überprüfen. Ein weiterer wichtiger Punkt war auch die Erhöhung der Kapazitäten in den sog. Warteräumen.

So weit, so gut die Vereinbarungen. 14 Tage später hakt nun Oberbürgermeister Dupper nach und erkundigt sich bei der bayerischen Staatsregierung nach dem Sachstand getroffenen Vereinbarungen.

Der Ansturm der Flüchtlinge über Passau und dem Bayerischen Wald ist nach wie vor ungebrochen. Am gestrigen Montag wurden laut Pressemitteilung rund 8.200 Flüchtlinge im Raum Passau aufgegriffen. Davon konnten rund 1.500 Menschen die Nacht in der Dreiländerhalle, die auch weiterhin als Notunterkunft genutzt wird, und 270 in dem Zelt auf dem Messeplatz die Nacht verbringen. Die Stadt Passau und die freiwilligen Helfer arbeiteten wiederholt Hand in Hand, so dass die Flüchtlinge noch um 22.00 Uhr mit warmen Essen versorgt werden konnten.

Foto: Stadt Passau


[Politik]

+ + + Held der Sonntags-Arbeit + + +

SPD-Landtagsabgeordneter Bernhard Roos plädiert für arbeitsfreie Sonntage

München/Passau (22.09.15/jk) – Darauf haben an einem arbeitsreichen Dienstagnachmittag noch alle gewartet: Der Passauer SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Roos will einen arbeitsfreien Sonntag, wie er via Pressemitteilung mitteilt.

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Seine Begründung: „Laut einer aktuellen Erhebung des Bayerischen Landesamts für Statistik arbeitet über ein Viertel der Erwerbstätigen auch sonn- und feiertags. Im 10-Jahres-Vergleich zu 2004 ist ein Anstieg von knapp 3 % zu verzeichnen, damit setzt sich der Trend zur Aushöhlung der arbeitsfreien Zeiten fort.“

Der Diäten einsäumende MdL findet diese Entwicklung „besorgniserregend, sie ist eine zusätzliche Belastung für Arbeitnehmer, die laut Statistik sowieso größtenteils körperlich schwere Arbeit verrichten. Sie bedeutet auch weniger Zeit im Kreis der Familie und für die christlichen Glaubenden ein Hemmnis in der Ausübung ihrer Religion, da sie nicht in den Sonntagsgottesdienst gehen können.“

Wer soll in den Genuss des arbeitsfreien Sonntags kommen? Laut den Zahlen des Landesamts sind vor allem Arbeitnehmer in der Land-und Forstwirtschaft, dem Dienstleistungssektor und der Bereich Verkehr, Lagerei und Kommunikation betroffen.

Bernhard Roos im Brustton der Überzeugung: „Ich setze mich als Gewerkschaftler und Mitglied der Allianz für den freien Sonntag seit Jahren dafür ein, dem ökonomischen Diktat Grenzen zu setzen. Nicht jeder Bereich unseres Lebens sollte von der Arbeitswelt durchdrungen sein.“

Der Vorkämpfer für einen freien siebten Tag appelliert „an alle, die Verantwortung tragen in unserer Gesellschaft, sich für eine Trendwende einzusetzen und das Thema verstärkt in den Fokus zu nehmen.

Foto: Bayerischer Landtag

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+ + + Wie Chefs ihren Pressesprechern das Leben schwer machen + + +

HAMBURG (22.09.15/ots) - Sie verstehen die Bedeutung von Inhalten nicht, wissen alles besser, geben zu spät Freigaben und schmeißen dann doch alles wieder um: Top-Manager haben viele Möglichkeiten, ihren Pressesprechern das Leben schwer zu machen. Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor illustrieren in einer Infografik, mit welchen Verhaltensweisen Chefs die Arbeit ihrer PR-Leute behindern.

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news aktuell und Faktenkontor haben nachgefragt, was PR-Leute am meisten unter Druck setzt. Rund 500 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen haben geantwortet. Demnach leiden die meisten Befragten darunter, dass das Top-Management nicht erkennt, welche Inhalte wirklich wichtig sind (56 Prozent). An zweiter Stelle der Leidensskala steht der Helikopter-Chef: 54 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich permanent durch ihren Vorgesetzten kontrolliert. Auf Platz drei folgt die Klage, dass die Vorgesetzten oft ihre Freigaben zu spät erteilen (52 Prozent).

Das Ranking im Detail:
So viele Top-Manager...
1. Verkennen die Relevanz von Inhalten: 56 Prozent
2. Kontrollieren alles: 54 Prozent
3. Geben zu spät frei: 52 Prozent
4. Wissen alles besser: 46 Prozent
5. Schmeißen Inhalte komplett um: 43 Prozent
6. Sprechen sich nicht mit dem Pressesprecher ab: 36 Prozent
7. Verhindern oder stoppen Kampagnen: 29 Prozent
8. Erneuern Sprachregelungen ohne Rücksprache: 26 Prozent
9. Kürzen unerwartet das PR-Budget: 24 Prozent
Quelle: PR-Trendmonitor 2015, Grafik: www.newsaktuell.de

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[Immobilien]

+ + + Bayerns Bau-Boomregionen + + +

Wo die meisten neuen Häuser und Wohnungen im Freistaat entstehen

München (21.09.15/ots) - In den Städten Ingolstadt, Würzburg und Regensburg wird am intensivsten neuer Wohnraum erstellt. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Landesamts für Statistik durch die LBS Bayern.

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Demnach sind in Ingolstadt im vergangenen Jahr 11,1 neue Häuser bzw. Wohnungen je 1000 Einwohner genehmigt worden. Das ist der höchste Wert unter allen Städten und Landkreisen im Freistaat. In Würzburg waren es 8,5 und in Regensburg 8,1 Wohneinheiten pro 1000 Einwohner. In der Regel wird der Großteil der genehmigten Gebäude in den folgenden beiden Jahren - also 2015 und 2016 - fertiggestellt, erklären die Experten der Bayerischen Landesbausparkasse.

Dem Spitzentrio folgen die Stadt Landshut (7,6) sowie der Landkreis Freising (7,4) und der Landkreis Pfaffenhofen in Oberbayern (7,2). Die Stadt München liegt mit 5,5 genehmigten Wohneinheiten auf Rang 14.
Insgesamt sind in Bayern 2014 rund 57.000 neue Wohneinheiten genehmigt worden. Das ist nach wie vor deutlich weniger als die vom Bayerischen Innenministerium angestrebten 70.000.

Foto: LBS.

LBS Bayern


[Polizei]

+++ Arbeiter (49) von Maschine zerquetscht +++


Betriebsunfall im Betonwerk Linden in Hebertsfelden

HEBERTSFELDEN (20.09.15/jk) - Ein 49-jähriger Arbeiter ist am Samstag im Betonwerk Linden im niederbayerischen Hebertsfelden (Lkr. Rottal-Inn) bei einem Betriebsunfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilt, kippte gegen 17 UHr aus noch unbekannten Gründen ein 500 kg schweres Maschinenbauteil um und zerquetschte den aus Polen stammenden Montageleiter.

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Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch am Unfallort. Die Kripo Passau ermittelt. Ein Vertreter des Gewerbeaufsichtsamtes komme ebenfalls am Montag zur Unfallstelle. Die Die Ehefrau des Verstorbenen sei bereits über einen Verwandten verständigt worden, so die Polizei.

Weitere News


[Polizei]

+++ Bayern intensiviert Fahndung gegen Schleuser +++

Kampf gegen skrupellose Banden und Schutz der Flüchtlinge: Neue Verkehrskontrollstellen an Autobahnen in Grenznähe/Kooperation mit Bundespolizei und Österreich/Bisher 1.400 Festnahmen



Pocking (31.08.15/jk) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will den Kampf gegen skrupellose Schleuserbanden intensivieren und Flüchtlinge besser schützen. Ab sofort gibt es laut einer Pressemitteilung des Innenministeriums spezielle Verkehrskontrollen an bayerischen Autobahnen in Grenznähe, um Schleuser schnell aus dem Verkehr zu ziehen und Flüchtlinge in sichere staatliche Obhut zu bringen. "Ich freue mich, dass Österreich dem bayerischen Beispiel folgt und im Burgenland vergleichbare Kontrollstellen eingerichtet hat", erklärte der bayerische Innenminister bei einem Ortstermin an der Autobahn A 3 ca. sieben Kilometer vom Grenzübergang Suben entfernt.

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Außerdem kündigte Herrmann an, dass zum 1. September eine neue 'Gemeinsame Informationssammel- und Auswertestelle Schleusungskriminalität' in Passau ihren Betrieb aufnehmen wird, kurz 'GISA Schleusung'. "Dort bündeln Experten der Bayerischen Polizei, der Bundespolizei und des Bundeskriminalamts Wien alle relevanten Lage- und Ermittlungserkenntnisse", erklärte Herrmann. "Dadurch können wir unsere Fahndungsmaßnahmen gegen Schleuserbanden länderübergreifend noch besser koordinieren."

Damit reagiert Herrmann auf die zunehmend Menschen verachtenden Machenschaften von Schleuserbanden. "Wir wollen ganz gezielt die Schleuserfahrzeuge herausgreifen, sobald sie die Grenze zu Bayern passieren", erläuterte der Innenminister die Kontrollen auf bayerischer Seite, die von der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt werden. Die Polizei nehme dann die Schleuser sofort fest und kümmere sich um die geschleusten Flüchtlinge. "Wir nehmen nur die Fahrzeuge ins Visier, bei denen ein Schleusungsverdacht besteht", stellte Herrmann klar. Damit seien die Kontrollen beispielsweise nicht mit der Schleierfahndung oder gar Grenzkontrollen zu vergleichen. "Wir kontrollieren nicht jeden und wollen auch keine Ausweise sehen."

Laut Herrmann wird in Bayern tagtäglich eine Vielzahl der Flüchtlinge einfach auf Autobahnen abgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Besonders stark ist die A 3 betroffen. Alleine im August wurden dort mehr als 1.500 Flüchtlinge ausgesetzt. "Um die Unfallgefahren zu minimieren, haben wir beispielweise zehn LED-Vorwarntafeln mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 80 zwischen dem Grenzübergang Suben und der Anschlussstelle Iggensbach installiert", so Herrmann. "Auch warnen wir die Autofahrer über Rundfunkmeldungen."

Nach den Worten Herrmanns nutzen skrupellose Schleuserbanden die Verzweiflung der Menschen aus reiner Profitgier aus. Die Flüchtlinge zahlen für eine Schleusung Beträge von bis zu mehreren Tausend Euro. Häufig werden dazu Kleintransporter genutzt, in denen teilweise mehr als 20 Personen unter widrigsten Bedingungen eingepfercht sind. "Die Gesundheit und das Leben der Menschen spielen für diese Verbrecher keine Rolle", betonte Herrmann auch mit Blick auf die Tragödie um die 70 toten Flüchtlinge vergangene Woche in Österreich. Die Drahtzieher der teilweise hochorganisierten Schleuserbanden sitzen nicht selten im südosteuropäischem Ausland wie Rumänien und Ungarn.

In Bayern wurden seit Jahresbeginn bereits ca. 1.400 kriminelle Schleuser verhaftet.

Foto: Bayerisches Innenministerium

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[Tiere]

+++ Katzenfreundliche Justiz +++

Betreuung eines Tieres kann als haushaltsnahe Dienstleistung gelten



Berlin (31.08.15/ots) - Wenn von einer haushaltsnahen Dienstleistung im Sinne des Steuerrechts die Rede ist, dann denkt die Mehrheit der Menschen wohl zunächst nicht an die Betreuung von Hunden und Katzen durch eine dritte Person während der Abwesenheit von Frauchen oder Herrchen. Aber auch das kann nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS dazu gehören. (Finanzgericht Düsseldorf, Aktenzeichen 15 K 1779/14; unter dem Aktenzeichen VI R 13/15 beim Bundesfinanzhof anhängig).

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Der Fall: Ein Steuerzahler hielt sich eine Katze. Während der Zeiten, in denen er sich nicht selbst um das Tier kümmern konnte, beschäftigte er für 12 Euro pro Tag eine Kraft, die für das Füttern und das Reinigen der Katzentoilette zuständig war. Die Ausgaben in Höhe von 302,90 Euro pro Jahr machte der Betroffene in seiner Steuererklärung geltend. Das Finanzamt akzeptierte dies allerdings nicht. Die Tierbetreuung gehöre im Sinne des Gesetzgebers nicht zu den haushaltsnahen Dienstleistungen.

Das Urteil: Die Gerichtsbarkeit widersprach der Finanzverwaltung. Die Betreuung von Haustieren habe naturgemäß einen engen Bezug zur Hauswirtschaft des Halters und falle deswegen auch unter die Steuerbegünstigung. Man könne hier von einer regelmäßigen Arbeit sprechen, die sonst vom Halter bzw. dessen Familienangehörigen erledigt werde. Wichtig sei in dem Zusammenhang auch, dass die Versorgung der Katze ausschließlich in der Wohnung des Steuerzahlers stattgefunden habe.

Bild: "obs/Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)"

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[Polizei]

+++ Präsidentenwechsel beim Bayerischen Landeskriminalamt +++

Robert Heimberger folgt auf Peter Dathe an der Spitze des größten deutschen Landeskriminalamtes



München (28.08.15/jk) - Das größte Landeskriminalamt der Bundesrepublik hat einen neuen Chef: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Freitag in der Münchner Residenz Robert Heimberger, bisher Polizeipräsident des Präsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, zum 1. September 2015 die Leitung übertragen.

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Dass mit Heimberger der richtige Nachfolger gefunden wurde, hat Herrmann laut Pressemitteilung des bayerischen Innenministeriums keine Zweifel: "Robert Heimberger ist ein Top-Polizist und verfügt über vielfältige langjährige Führungserfahrungen. Er hat seine herausragenden Fähigkeiten zuletzt als Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie als Einsatzleiter beim G7-Gipfel eindrucksvoll unter Beweis gestellt." Der Innenminister lobte vor allem die hohe Fachkompetenz, die außerordentliche Gestaltungskraft sowie die ausgeprägten Führungseigenschaften Heimbergers. "Die Leitung des BLKA ist bei Robert Heimberger in den besten Händen."

In den Ruhestand verabschiedet wurde Peter Dathe, bisherigen Präsident des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA). "Peter Dathe war eine hervorragende Führungskraft und ein ausgewiesener Kenner der Bayerischen Polizei", betonte Herrmann beim Festakt. In seinen mehr als sieben Jahren als Präsident habe Dathe das ausgezeichnete Renommee des BLKA weit über die Grenzen Bayerns hinaus wesentlich mitgeprägt. Der Innenminister bezeichnete den scheidenden Präsidenten als "Inbegriff souveräner, effektiver und hochprofessioneller Polizeiarbeit".

Das BLKA erfüllt laut Innenministerium mit seinen rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtige Zentralaufgaben für die Bayerische Polizei. Dazu gehören unter anderem die Verbrechensbekämpfung im Bereich der Schwerstkriminalität, die Bereitstellung von Informations- und Kommunikationstechnologien für bayerische Polizeidienststellen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kriminaltechnik. Außerdem ist das BLKA die Schnittstelle zum Bundeskriminalamt und zu den Landeskriminalämtern der anderen Bundesländer. "Flexibilität, Kreativität und Innovation werden im BLKA groß geschrieben", brachte es Herrmann auf den Punkt. "Hier arbeiten Kriminalbeamte mit Wissenschaftlern und Fachkräften verschiedener Fachrichtungen Hand in Hand, um Bayerns Spitzenposition bei der Inneren Sicherheit noch weiter auszubauen." Beispielsweise leiste das BLKA einen bedeutenden Beitrag im Kampf gegen islamistische Terrornetzwerke. "Daher werden wir auch einen Teil der 100 zusätzlichen Stellen zur Terrorbekämpfung im BLKA ansiedeln", kündigte Herrmann an.

Wie der Innenminister ergänzte, hat Dathe vor allem die Bekämpfung der Cyberkriminalität im BLKA weiter professionalisiert. Gerade das neu gebildete Dezernat 54 'Cybercrime' vereine in diesem stark wachsenden Kriminalitätsfeld geballtes Expertenwissen selbst für komplexeste Ermittlungen. Herrmann erwähnte außerdem das besondere Engagement des BLKA zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs. "Auch hier unterstützt das BLKA die Polizei vor Ort mit umfassenden Lageanalysen sowie der Koordination bayernweiter Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen wie zuletzt im März 2015." Zudem begleitete das BLKA die erfolgreiche Machbarkeitsstudie der Prognosesoftware PRECOBS in München und in Mittelfranken. "Unsere Polizistinnen und Polizisten können so mögliche Einbruchsorte noch gezielter ins Visier nehmen."

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[Polizei]

+++ Tatwaffe war Pistole vom Kaliber 9mm +++

Beziehungsdrama: 61-jähriger Sportschütze hat Tat gestanden/Haftbefehl wegen Mordes erlassen/Untersuchungshaft in einer niederbayerischen JVA/Update



PFARRKIRCHEN (12.08.15/jk) - Bei der Tatwaffe, mit der ein 61-jähriger Ehemann am Montagvormittag seine 55-jährige Ehefrau in einem Geschäft mitten in Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) erschossen hat, handelt es sich um eine Pistole vom Kaliber 9 mm. Dies bestätigte die Landshuter Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl auf unsere Anfrage.

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Die 55-jährige Ehefrau war am Montag gegen 09.45 Uhr durch mehrere Schüsse tödlich verletzt worden. Todesursächlich waren mehrere Einschüsse im Oberkörperbereich des Opfers. Dies ergab die Obduktion der Leiche im Rechtsmedizinischen Institut in München.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 61-Jährigen Sportschützen sind laut Polizei zahlreiche Kurz- und Langwaffen sichergestellt. Der Mann sei im Besitz mehrerer Waffenbesitzkarten. Ob er alle sichergestellten Waffen legal besessen hat, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den Kreisverwaltungsbehörden.

Der Mann sitzt in einer niederbayerischen Justizvollzugsanstalt (JVA) in Untersuchungshaft. Der Haftrichter hat Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Ermittlungen laufen.

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[Polizei]

+++ Beziehungsdrama: 61-jähriger Sportschütze hat Tat gestanden +++

Haftbefehl wegen Mordes erlassen/Untersuchungshaft in einer niederbayerischen JVA



PFARRKIRCHEN (11.08.15/jk) - Gegen den 61-jährigen Sportschützen, der am Montagvormittag seine 55-jährige Ehefrau in ihrem Geschäft in der Innenstadt von Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) erschossen hat, ist am Dienstag Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Der dringend tatverdächtige Ehemann sitzt laut Polizeipräsidium Niederbayern in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Landshut und Kripo Passau dauern an.

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Die 55-jährige Ehefrau war gegen 09.45 Uhr durch mehrere Schüsse tödlich verletzt worden. Todesursächlich waren mehrere Einschüsse im Oberkörperbereich des Opfers, wie die Obduktion der Leiche im Rechtsmedizinischen Institut in München ergab.

Der 61-Jährige wurde noch am Tatort von Beamten der Polizeiinspektion Pfarrkirchen widerstandslos festgenommen. Der Mann wurde zwischenzeitlich durch Beamte der Kripo Passau vernommen und hat die Tathandlung gestanden. Demnach gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 61-Jährigen sind laut Polizei zahlreiche Kurz- und Langwaffen sichergestellt. Der 61-Jährige ist als Sportschütze im Besitz mehrerer Waffenbesitzkarten. Ob der Mann alle sichergestellten Waffen legal besessen hat, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den Kreisverwaltungsbehörden.

Der 61-jährige Mann wurde am Dienstagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Landshut vorgeführt, welcher Haftbefehl wegen Mordes erließ. Der Mann wurde in eine niederbayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Aus Rücksichtnahme auf die Hinterbliebenen des Opfers werden keine weiteren Details zu dem Fall bekannt gegeben. Entsprechende Betreuungsmaßnahmen durch Seelsorger bzw. durch ein Kriseninterventionsteam dauern an.

[Polizei]

+++ Beziehungsdrama: 61-jähriger erschießt seine Frau (55) in ihrem Geschäft +++

Tatverdächtiger festgenommen/Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften in der Pfarrkirchner Innenstadt

PFARRKIRCHEN (10.08.15/jk) - Beziehungsdrama: Ein 61-jähriger Mann aus Triftern (Lkr. Rottal-Inn) hat am Montag gegen 9.45 Uhr seine 55-jährige Ehefrau, die sich von ihm trennen wollte, in ihrem Geschäft in der Innenstadt von Pfarrkirchen (Rottal-Inn) erschossen.

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„Ich versteh es nicht“, schüttelt eine Nachbarin gut drei Stunden nach der Tat immer noch den Kopf. Die Frau sei mit ihren zwei Kindern in das Geschäft gekommen, dann sei der Mann dazu gestoßen. Es habe zunächst lautes Geschrei gegeben. Ohrenzeugen aus der Nachbarschaft haben um 9.45 Uhr mehrere Schüsse aus dem Geschäft für Lederwaren gehört.



Die Frau ist laut Michael Emmer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, durch mindestens drei Schüsse schwerstverletzt worden. Sie sei noch reanimiert worden, aber noch vor dem Transport in ein Krankenhaus am Tatort verstorben.



Der Tatverdächtige sei noch am Tatort ohne Widerstand zu leisten festgenommen worden. Augenzeugen berichten, er sei in Unterhose und Handschellen abgeführt worden. Später wurde er zunächst in die Polizeiinspektion Pfarrkirchen gebracht worden, wo ihm Blut abgenommen worden ist. Der 61-Jährige wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Landshut vorgeführt, welcher über die Haftfrage entscheidet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Der Leichnam der Frau wird im Institut für Rechtsmedizin in München obduziert.



Der aus Triftern stammende Mann soll Sportschütze sein. Die Frau stellte ihrem Mann offenbar ein Ultimatum, er solle bis Ende der Woche ausziehen. Das muss ihn so aufgebracht haben, dass er zur Waffe griff.

Das Geschäft in der Inneren Simbacher Straße wurde von einem Großaufgebot an Polizei und Rettungskräften umlagert. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landshut die Ermittlungen übernommen. Notfallseelsorger und ein Kriseninterventionsteam kümmern sich um die Angehörigen. Die Innere Simbacher Straße war bis 13.15 Uhr gesperrt.


Alle Fotos: Josef König

[Polizei]

+++ Rosenheimer stirbt bei Badeunfall in Rottaler Freibad +++



TRIFTERN (07.08.2015/jk) – Ein 33-jähriger Badegast aus Rosenheim ist im Freibad des Marktes Triftern (Lkr. Rottal-Inn) tödlich verunglückt. Der Mann war laut Polizei am Dienstag (04.08.) vom Boden des Schwimmbeckens bewegungs- und bewusstlos geborgen und sofort reanimiert worden. Am Donnerstag verstarb der Mann in einem Krankenhaus.

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Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut wurde die Leiche im Rechtsmedizinischen Institut in München obduziert. Demnach gibt es keinerlei Hinweise, die auf eine Fremdeinwirkung deuten. Die körperliche Beeinträchtigung für den Unfall kann nicht ausgeschlossen werden.

Kinder hatten dem Bademeister am Dienstag eine Person gemeldet, die seit mehreren Minuten bewegungslos am Grund des dort zwei Meter tiefen Freibadbeckens lag. Obwohl der 33-jährige Badegast aus Rosenheim durch den Bademeister sofort geborgen wurde, konnten keine aktiven Lebenszeichen mehr festgestellt werden. Nach fast einstündigen Reanimationsmaßnahmen vor Ort wurde der Mann bei nur noch geringen Überlebenschancen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Eggenfelden abtransportiert. Ein ebenfalls gelandeter Rettungshubschrauber nahm den Mann aufgrund des äußerst instabilen Zustandes nicht mit an Bord.

Der Mann schwamm laut Augenzeugenberichten einige Bahnen und machte ungewöhnliche Tauchbewegungen. Nach den Schilderungen kann der Mann beim Schwimmen einen Krampf in den Beinen oder auch einen Schwächeanfall erlitt haben. Außenstehende hatten die offensichtliche Notlage nicht bemerkt. Der Mann lag ca. fünf Minuten mit dem Gesicht nach unten und verschränkten Armen auf dem Grund des Beckens.

Foto: www.feriengemeinde.de/bilder/freizeit_freibad.jpg (Foto: Gemeinde Triftern)

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[Religion]

+++ Mit der Kippa im Biergarten +++

Rachel Christina Slawik bekennt sich in der niederbayerischen Diaspora zum orthodoxen Judentum

TANN (29.07.15/pbk exklusiv) - Verwundert blicken die Gäste auf, wenn sie einen traditionellen Rottaler Biergarten betreten: Eine Frau und ihre zwei kleinen Buben tragen die jüdische Kippa als sei es die natürlichste Kopfbedeckung der Welt. „Jude ist man im Herzen und zeigt es auch“, sagt Rachel Christina Slawik (45), die mit ihren Söhnen Aramis (9) und Jethro (6) im niederbayerischen Tann (Lkr. Rottal-Inn) jüdisch lebt.

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Fremde Religionen werden im erzkatholischen Landstrich in der Nähe von Marktl, 20 Kilometer vom Geburtsort des emeritierten Papstes Benedikt XVI., kritisch beäugt. „Die Gesellschaft akzeptiert nicht, was fremd ist“, meint Christina Slawik. Es gebe vor Ort keinen Dialog zwischen lebendigem Judentum und den Christen. Umso mehr fällt auf, wer sich offen mit der kreisförmigen Mütze in der Bevölkerung bewegt. Zur orthodoxen Kopfbedeckung tragen die Söhne zudem die Tzitzit: Die Schaufäden am Unterhemd sind ein Gebot, das sie „mit Liebe“ erfüllen.

„Die Kippa hat alles verändert“, sagt die seit rund 16 Monaten orthodox-jüdisch lebende Frau, die „Rachel“ genannt wird. Die Regeln geben vor, aus Gottesfurcht und Bescheidenheit nicht mehr als 2,40 Meter mit entblößtem Haupt zu gehen. Für die ehemalige Bundeswehr-Zeitsoldatin ist die Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit nichts Ungewöhnliches. Als sie beruflich für einige Jahre in Amerika lebte, hätten konservative jüdische US-Armee-Freundinnen jederzeit die Kippa getragen.

Fehlende Antworten des Christentums
Das Befreiungserlebnis zu einem „toleranten Glauben“ kam für die Witwe über ihren älteren Sohn Aramis. Er wurde in einem Münchner Krankenhaus aus einer Lage zwischen Leben und Tod gerettet. Nach seiner Genesung habe er von einem Traum erzählt, der ihn zur Klagemauer nach Jerusalem geführt habe. Fehlende Antworten im bisherigen evangelisch-lutherischen Glauben führten bei der Mutter zum jüdischen Bekenntnis. Toleranz ist für Rachel Christina Slawik die wichtigste Erfahrung: „Basis ist kein Papier, sondern Ahavas Yisroel - die Liebe zu jedem Juden - und Simcha - das Gebot der Freude.“

Wurzeln in Brünn
Die Großeltern von Christina Slawik stammten aus dem heutigen Brno (CZ) und waren dort in das jüdische Leben integriert. Nachweise gebe es allerdings nicht, da in den Kriegswirren alle Papiere verloren gegangen seien. Die Familie des Vaters sei über das heute slowakische Bratislava und über Passau ins Rottal nach Pfarrkirchen gekommen. Der Vater war zunächst römisch-katholischer Konfession, vor der Hochzeit trat er zum evangelisch-lutherischen Glauben über.

Zum jüdischen Glauben gehören für Christina Slawik die koschere Lebensweise nach den 613 Geboten und Verboten. „Es ist aufwändig, aber es macht Freude“, sagt sie. Die jüdischen Speisegesetze haben ihr Fundament in der Tora, den fünf Büchern Mose. „Es wird unterschieden, ob es sich um erlaubte und nicht erlaubte Tiere handelt.“ Verbunden damit sei das Verbot des Blutgenusses. Die Lebensmittel werden in „fleischig“, „milchig“ und „neutral“ eingeteilt. Nach diesen Regeln sind nur Tiere koscher, die zweigespaltene Hufe haben und Wiederkäufer sind, also Rinder, Schafe, Ziegen und Damwild.

Getrennte Waschbecken
Im Haushalt spiegelt sich die Lebensweise in den Hygieneregeln wieder: Es gibt verschiedene Waschbecken, einen unterteilten Kühlschrank und zwei separate Herdplatten. Koschere Lebensmittel bestellt Racehl Christina Slawik online oder im 120 km entfernten München. Schwieriger verhalte es sich beim Essen außerhalb des Hauses. Vegetarische Gerichte auf der Speisekarte und in der Schule helfen, die Regeln einzuhalten.

Seit ihrem Bekenntnis besucht Christina Slawik alle vier Wochen die jüdische Gemeinde in München und fühlt sich in der Synagoge am Jakobsplatz heimisch. „Es macht mich unglaublich glücklich“, sagt Rachel Christina Slawik, „das Sukkot (Laubhüttenfest) mit der Gemeinde zu feiern.“

Kippa als Erkennungszeichen
Die Kippa dient auch als Erkennungszeichen konservativer Jüdinnen. Andere Glaubensschwestern würden auf Hebräisch mit „Schalom“ grüßen. Mit dem Tragen der traditionellen Kopfbedeckung vermitteln sie die gleiche Botschaft: “Fürchtet euch nicht – es gibt keinen Grund, euch zu verstecken, wir sind Teil der deutschen Gesellschaft.“ Wenn es gefährlich werden sollte, ihren jüdischen Glauben auszuüben, würde Rachel Christina Slawik ihren Blick nach Israel wenden.

Bildtexte:

Aramis, Rachel Christina und Jethro Slawik im Biergarten
Rachel Christina Slawik mit dem jüdischen Tichel (Tuch).


Blick in die Synagoge: Alle vier Wochen fährt Christina Slawik ins jüdische Gemeindezentrum am Jakobsplatz in München.

Alle Fotos: Josef König

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[Hochschule]

+++ Uni-Ranking der WirtschaftsWoche: Spitzenplätze für Münchener Hochschulen +++



Düsseldorf(17.07.15/ots) - Die Ludwig-Maximilians-Universität München (kurz LMU) und die TU München sind die beliebtesten Hochschulen deutscher Personaler. Zu diesem Ergebnis kommt das Hochschulranking der WirtschaftsWoche in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Universum. An der größten Umfrage ihrer Art beteiligten sich 540 Personalverantwortliche deutscher Unternehmen.

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"Die Wahl des Studienortes und der Universität ist eine wichtige Entscheidung, die den eigenen Karriereweg prägt", sagt WirtschaftsWoche-Chefredakteurin Miriam Meckel. "Dabei kommt es nicht nur auf die individuellen Vorlieben der Studierenden, sondern auch auf die Wahrnehmung der Universitäten durch potentielle Arbeitgeber an. Das Uni-Ranking der WirtschaftsWoche liefert dafür wertvolle Entscheidungshilfen."

Die besten Ökonomen werden nach Ansicht der Personalverantwortlichen an der LMU München ausgebildet. Im Fach Betriebswirtschaftslehre bekommt sie 16 Prozent der Stimmen und liegt damit vor der Universität zu Köln (14,5 Prozent) und der Uni Mannheim (13,4 Prozent). In der Volkswirtschaftslehre schlägt die LMU (16,5 Prozent) die Humboldt-Universität Berlin (12,1 Prozent) und die Universität zu Köln (11,4 Prozent).

Auch im Fach Jura landet die LMU ganz vorne - mit 18,9 Prozent der Stimmen. Die HU Berlin und die Uni Heidelberg teilen sich den zweiten Rang mit 16,3 Prozent der Stimmen.

In der Informatik siegt die TU München mit 15,2 Prozent. Knapp vor der TU Berlin, die 13,8 Prozent der Stimmen von den Personalverantwortlichen erhält. Die RWTH Aachen erringt den dritten Platz (13,6 Prozent).

Auch in den Fächern Elektrotechnik (21,8 Prozent) und Wirtschaftsinformatik (27,3 Prozent) kann die TU München deutlich siegen.

Im Fach Maschinenbau steht die RWTH Aachen an der Spitze: 27,2 Prozent der Personalexperten sind der Meinung, dass Aachen die besten Nachwuchs-Maschinenbauer hervorbringt. Auf Rang zwei folgt die TU München mit 26,2 Prozent der Stimmen vor der TU Darmstadt (19,1 Prozent).

In den Naturwissenschaften (19,6 Prozent) und dem Wirtschaftsingenieurwesen schafft es die RWTH Aachen ebenfalls nach ganz vorne.

Das gesamte Ranking gibt es in der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche (Heft 30/2015), die ab Freitag, 17. Juli 2015 am Kiosk erhältlich ist. Anlässlich des Uni-Rankings erscheint die WirtschaftsWoche an diesem Freitag mit eigenen Cover-Geschichten in den großen Universitäts-Städten München und Berlin. Im Rest der Auflage titelt das Magazin mit dem Flüchtlingsdrama in Südeuropa. Der Copypreis liegt bei 5,50 Euro.

Über die WirtschaftsWoche
Die WirtschaftsWoche ist das große aktuelle, konsequent marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsmagazin für Entscheider. Über 100 Mitarbeiter, Redakteure, Reporter und Korrespondenten aus aller Welt analysieren Woche für Woche die wichtigsten Ereignisse in Wirtschaft und Politik, auf den Finanzmärkten und im Management, in Forschung und Technik. Ergänzt wird die Berichterstattung der WirtschaftsWoche durch das Online-Team von wiwo.de, das tagesaktuell Ereignisse und Ergebnisse präsentiert und analysiert. Mit den Dossiers WirtschaftsWoche Management und WirtschaftsWoche Karriere richtet sich die Redaktion an Manager und Führungskräfte, das Sonderheft Green Economy zeigt auf, wie sich Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen lassen.

www.wirtschaftswoche.de

[Lebensmittel]

+++ Aluminium aus Folien kann in bedenklicher Menge in Lebensmittel übergehen +++



Hamburg(28.06.15/ots) - Alufolie aus dem Supermarkt und vom Discounter kann Aluminium in bedenklicher Menge an darin eingewickelte und zubereitete Lebensmittel abgeben. Dies hat eine Laboruntersuchung im Auftrag des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" ergeben. Wer solche Lebensmittel verzehrt, nimmt unter Umständen eine Aluminium-Menge auf, die zum Teil weit über der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als tolerabel eingestuften Dosis liegt. Untersucht wurden das Markenprodukt eines namhaften Herstellers sowie jeweils eine Supermarkt- und Discounter-Eigenmarke.

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Die höchste Menge an Aluminium hat das Labor in Spargel gefunden, der in einer Marken-Alufolie eingewickelt im Ofen zubereitet wurde: hochgerechnet 27 Milligramm pro Kilogramm. Beim Spargel, der in der Supermarkt-Eigenmarken-Folie zubereitet wurde, wies das Labor 22,7 Milligramm Aluminium nach. Beim Spargel aus der Discounter-Alufolie waren es noch 15 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel. Die EFSA hat eine tolerierbare Aufnahmemenge von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Woche festgelegt. Daraus abgeleitet ergibt sich für einen 60 Kilogramm schweren Erwachsenen eine tolerierbare Tageshöchstdosis von 8,6 Milligramm Aluminium. Somit wäre mit einem halben Kilo des untersuchten Spargels die abgeleitete tolerierbare Tageshöchstdosis bereits erreicht beziehungsweise fast erreicht.

"Der Mensch nimmt Aluminium aus verschiedenen Quellen auf", so der Toxikologe Prof. Edmund Maser von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. "Allen voran sind dabei Nahrungsmittel und Antitranspirantien zu nennen, durch deren Gebrauch allein man unter Umständen schon den vorgeschlagenen Wert der EFSA überschreitet. Es ist deshalb empfehlenswert, die Aluminium-Aufnahme, dort wo man es selbst in der Hand hat, zu minimieren."

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stehen bei der Betrachtung des Gefährdungspotenzials von Aluminium "Wirkungen auf das Nervensystem und reproduktionstoxische Wirkungen (Wirkungen auf Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben) sowie Effekte auf die Knochenentwicklung im Vordergrund".

Zwar warnen die Hersteller der untersuchten Aluminiumfolien auf den Produkt-Verpackungen ausdrücklich vor der Verwendung mit salz- und säurehaltigen Lebensmitteln. Gleichzeitig betonen sie jedoch, dass an Lebensmittel abgegebene Aluminiumbestandteile nicht gesundheitsschädlich seien.

Dazu Prof. Edmund Maser: "Dieser Warnhinweis ist missverständlich und so nicht korrekt. Es ist begrüßenswert, dass der Hinweis auf Säure und Salz dort draufsteht. Dass an die Lebensmittel abgegebene Bestandteile nicht gesundheitsschädlich sind, ist nach dem heutigen Stand der Forschung aber mit dieser pauschalen Aussage nicht richtig. Dieser Zusatz in den Warnhinweisen sollte gestrichen werden."

Ungeachtet der Warnhinweise auf den Produkt-Verpackungen fanden sich auf den Internetseiten aller drei Unternehmen Kochrezepte, die eine Zubereitung salz- oder säurehaltiger Lebensmittel in Alufolie vorsehen. Dies ergaben weitere Recherchen der "Markt"-Redaktion. Markenhersteller und Supermarkt haben nach der Anfrage des NDR inzwischen einen Teil der Rezepte mit Alufolie von den Internetseiten entfernt beziehungsweise überarbeitet.

Weiter äußerten alle drei Unternehmen gegenüber dem NDR, ihre Produkte entsprächen geltenden Verordnungen und seien nicht gesundheitsschädlich.

Mehr dazu am Montag, 29. Juni, um 20.15 Uhr in der Sendung "Markt" im NDR Fernsehen.

www.NDR.de/markt



[Krisen-Kommunikation]

+++ Die zehn größten Fehler in der Krisen-PR +++



Hamburg(26.06.15/ots) - Am Frühwarnsystem sparen, den Kopf in den Sand stecken und nicht auf die Ängste der Menschen eingehen - diese und andere Fehler sollten Kommunikationsmanager unbedingt vermeiden, wenn ihr Unternehmen in eine Krisensituation gerät. Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor haben in einer Infografik die zehn größten Todsünden in der Krisen-PR zusammengestellt.

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Unternehmen können beim Krisenmanagement vieles falsch machen. Einer der weit verbreiteten Fehler: keine Prävention betreiben. Dabei kann ein professionelles Instrumentarium, das frühzeitig potentielle Krisenherde erkennt, eine Eskalation verhindern. Weitere Fehler in der Krisen-PR: sich verstecken, lügen und Emotionen der Betroffenen ignorieren. Dieses Verhalten erzielt genau den gegenteiligen Effekt: die Kommunikationskrise spitzt sich zu. Zur Deeskalation braucht es eine zeitnahe, transparente und umfassende Information der Öffentlichkeit, die auf die Gefühle der Menschen eingeht.

Die zehn größten Fehler im Detail:
1. Spare am Frühwarnsystem
Krisenprävention kostet Geld ohne konkreten Mehrwert. Lohnt sich nicht!

2. Tauche erst einmal ab
Verkrieche Dich und lasse Dich verleugnen. Die Krise läuft sich bestimmt alleine tot.

3. Ignoriere die Emotionen
Wir sind doch keine Psychiater! Sorgen, Ängste und Nöte der Menschen ignorieren wir komplett.

4. Lüge, intrigiere und manipuliere
In der Krise helfen Wahrheit und Klarheit nicht. Lies lieber nochmal Deinen Machiavelli.

5. Halte Dich für unfehlbar
Wir machen keine Fehler, auch wenn das jetzt behauptet wird. Einsicht brauchen wir nicht, Konsequenzen aus Fehlern erst recht nicht.

6. Sage nur die Wahrheit, wenn es nicht mehr anders geht
...und wenn die Wahrheit doch ans Licht kommt, bitte nur scheibchenweise.

7. Mach' alles allein
Nur Weicheier brauchen Hilfe. Verzichte auf Verbündete und externe Krisenberater.

8. Vernachlässige Social Media
Ich bin nicht in Social Media, und auch kaum jemand anderes aus meinem Bekanntenkreis. Wo soll da die Krise herkommen?

9. Schicke erst den Anwalt
Mit Medien-, Straf- und Markenrecht macht das Kill-Team aus der Rechtsabteilung jede Krise tot. Erst recht in den sozialen Medien.

10. Stelle sicher, dass wenigstens Du überlebst
Befolge die Regeln #1 bis #9 sorgsam. Geht es trotzdem schief, sorge dafür, dass jemand anderes dafür die Schuld bekommt.

Angelehnt an das Buch "Vordenker in der Krisenkommunikation - 10 Erfolgsrezepte für (Kommunikations-) Manager" von Jörg Forthmann und Roland Heintze, erschienen im Mai 2015.

Weitere Infos



[Immobilien]

+ + + Kaufingerstraße in München ist Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile + + +

JLL erhebt Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstraßen

München (15.06.15/ots/jk) - Die Münchner Kaufingerstraße ist mit bis zu 15.655 Passanten/Stunde die meistbesuchte Einkaufsstraße des Jahres 2015. Wie zuletzt 2009 weist damit die Einkaufsmeile mit den höchsten Ladenmieten zugleich die meisten Besucher auf. Die Frankfurter Zeil belegt Rang zwei. Die Kölner Schildergasse folgt als letztjährige Spitzenreiter auf Rang drei. Die Wiesbadener Kirchgasse und die Spitalerstraße in Hamburg komplettieren die Top 5. Dies ist das Ergebnis der Passantenfrequenz-Zählung 2015 des Immobilienberatungsunternehmens JLL.

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Die seit 1999 jährlich durchgeführte Erhebung ist die umfangreichste ihrer Art und ermittelt die Passantenströme in den 170 wichtigsten deutschen Einkaufsstraßen. Die Zählung erfolgte bundesweit zeitgleich am Samstag, den 21. März 2015, zwischen 13.00 und 14.00 Uhr.

Passantenfrequenzen liefern trotz externer Einflussgrößen valide Anhaltspunkte
Dirk Wichner, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei JLL: "Die Passantenfrequenzen sind nicht das alleinentscheidende Kriterium für die Expansionsentscheidungen von Handelsunternehmen. Hierfür ist die Erhebung von zu vielen variablen Einflussgrößen abhängig. Dennoch bietet unsere Zählung interessante Anhaltspunkte für einen punktuellen bundesweiten Standortvergleich und die Umsatzchancen der Händler. Kennziffern wie die Spitzenmiete, Zentralität oder Kaufkraft erhalten auf diese Weise zusätzliche Aussagekraft. Trotz der mit jeder Frequenzzählung verbundenen Unwägbarkeiten zeigt sich auch 2015 ein im langjährigen Vergleich stabiles Bild. Rund 80 Prozent der 50 bestfrequentierten Straßen waren auch im Vorjahr Bestandteil dieser Gruppe. Sehr erfreulich ist zudem, dass die Gesamtzahl der insgesamt 707.000 erhobenen Passanten trotz des wachsenden Onlinehandels und des durchwachsenen Wetters am Zähltag nur rund sieben Prozent unter dem Vorjahr liegt."

München, Köln und Hannover jeweils doppelt in den Top 10
Die Münchner Kaufingerstraße (15.655 Passanten/Stunde) erobert die Spitzenposition und belegt insgesamt zum neunten Mal eine Top 3-Platzierung. Die Frankfurter Zeil (13.480) und die Kölner Schildergasse (13.440) belegen die Ränge zwei und drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Kirchgasse in Wiesbaden (13.110) und die Spitalerstraße in Hamburg (13.070). Mindestens 13.000 Passanten/Stunde sind in diesem Jahr die Eintrittskarte für eine TOP 5-Platzierung. Für einen Platz unter den Top 10 sind rund 10.000 Passanten/Stunde erforderlich. Mit der Neuhauser Straße (12.945) schafft München es neben dem Spitzenreiter auch auf Rang sechs. Die Georgstraße in Hannover (12.525) kommt auf Rang sieben. Auf den Plätzen acht und neun folgen die Hohe Straße in Köln (11.190) und die Düsseldorfer Schadowstraße (10.080). Die Bahnhofstraße in Hannover komplettiert die TOP 10 und verschafft der Landeshauptstadt wie München und Köln eine Doppelplatzierung in den Top 10. Der Dortmunder Westenhellweg (9.365) verpasst erstmals seit 2009 knapp den Einzug in die Spitzengruppe und landet auf Rang elf.

Wiesbaden, Trier und Lüneburg führend bei Einwohnerzahlen-Rankings
Die Wiesbadener Kirchgasse (13.110) ist neben ihrem Platz in den TOP 10 auch die mit Abstand bestbesuchte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner. Es folgen die Nürnberger Karolinenstraße (8.760; bundesweit Rang 14) und die Ludgeristraße in Münster (6.600; 23). Die Bielefelder Bahnhofstraße (6.305; 25) und die Augsburger Annastraße (5.960; 31) vervollständigen die fünf Top-Lagen dieser Kategorie.

Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Simeonstraße in Trier (6.555; 24) das Maß der Dinge. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Heidelberger Hauptstraße (6.040; 30) und die Ulmer Hirschstraße (5.950; 33). Zu den TOP 5 in dieser Einwohnerkategorie gehören zudem die Schönbornstraße in Würzburg (5.915; 34) und die Bahnhofstraße in Saarbrücken (5.835; 36).

In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern verdrängt die Große Bäckerstraße in Lüneburg (4.730; 54) den langjährigen Spitzenreiter Seltersweg in Gießen (4.015; 67) auf Rang zwei. Es folgt der Grüne Markt in Bamberg (3.500; 77). Die Kanzleistraße in Konstanz (3.095; 91) und die Hohe Straße in Wesel (2.845; 103) machen die TOP 5 der Kategorie komplett.

Düsseldorfer Kö bestbesuchte Luxusmeile in Deutschland
Die Passantenzahl ist sicherlich nicht die ausschlaggebende Größe für die Attraktivität der wenigen international renommierten deutschen Luxusmeilen. Dennoch ist es mehr als beachtlich, dass die Düsseldorfer Königsallee (4.775; 53) Jahr für Jahr der unangefochtene Spitzenreiter dieser Gruppe ist. Mit einigem Abstand folgen der Neue Wall in Hamburg (2.925; 97), die Stuttgarter Stiftstraße (2.590; 113), die Münchner Maximilianstraße (1.880; 139) und die Goethestraße in Frankfurt (1.005; 166).

München und Berlin mit den meisten Hochfrequenzlagen
München und Berlin haben die höchste Dichte an Hochfrequenzlagen mit jeweils über 5.000 Passanten/Stunde. In München sind dies in der Reihenfolge ihrer Frequenzstärke die Lagen Kaufingerstraße, Neuhauser Straße, Weinstraße, Tal sowie Sendlinger Straße. In Berlin erreichen die Lagen Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Alexanderplatz und Friedrichstraße dieses Niveau. Bei den Bundesländern ist Nordrhein-Westfalen das Maß der Dinge. Insgesamt zwölf Städte erzielen dort mit ihrer jeweiligen Spitzenlage Frequenzen oberhalb von 5.000 Passanten/Stunde.

Fußgängerzonen schneiden besser ab als Fahrstraßen
Rund die Hälfte der insgesamt gezählten Passanten bewegte sich durch die 70 untersuchten Einkaufsstraßen der zehn größten Metropolen. Erstmals hat JLL analysiert, inwieweit sich in dieser Grundgesamtheit die Passantenzahlen in Fußgängerzonen und Fahrstraßen unterscheiden. Wie erwartet weisen Fußgängerzonen deutlich höhere Passantenzahlen auf. Im Durchschnitt liegen diese bei knapp 6.600 Passanten/Stunde. In den Fahrstraßen ermittelt JLL dagegen nur durchschnittlich 3.600 Passanten/Stunde. Die berechtigte Forderung nach gut erreichbarem Parkraum wird hierdurch laut JLL zumindest ein wenig relativiert.

50 Top-Einkaufsstraßen müssen Onlinehandel nicht fürchten
Dirk Wichner zieht folgendes Fazit: "Einmal mehr zeigt sich, dass die 50 wichtigsten Einkaufsstraßen in Deutschland in sehr stabiler Verfassung sind und den Onlinehandel nicht fürchten müssen. Auch in der Zusammensetzung dieser erweiterten Spitzengruppe zeigt sich über die Jahre wenig Veränderung. Auf den Rängen 50 bis 100 sowie 100 bis 150 zeigt sich jedoch gegenüber dem Vorjahr ein durchschnittlicher Rückgang der Frequenzen um jeweils über zehn Prozent. Letztlich entscheidet jedoch nicht die Stadtgröße sondern die Attraktivität der Lage über den Erfolg. Die Konsumenten schätzen nach wie vor einen ausgedehnten Einkaufsbummel in 'ihrer' Einkaufsstraße, wenn sie dort einen kompletten Mietermix und eine hohe Aufenthaltsqualität vorfinden. Hier müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und das überwiegend hohe Niveau unserer Einkaufsmeilen durch Investitionen aufrechterhalten."

Jones Lang LaSalle GmbH (JLL)


[LITERATUR]

+++ Berliner Krimi-Autor Dirk Trost:
In zwei Tagen mit „24/7 für Pilsum“ auf Platz 1 der Büchercharts +++


BERLIN (29.05.15/pm) - Der Berliner Indie-Autor Dirk Trost mischt auch mit seinem neuen Krimi „24/7 für Pilsum“ die Bestseller-Charts auf. Nur zwei Tage nach dem Erscheinen der Fortsetzung seines Erfolgsromans „Granat für Greetsiel“ (50.000 verkaufte Exemplare) befindet sich Newcomer Trost auf Platz 1 der Kategorie Krimis & Thriller der Amazon Charts.

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Als der Debütroman „Granat für Greetsiel“ im November 2014 innerhalb von nur drei Wochen mit über 10.000 Downloads die Amazon Büchercharts stürmt, ahnt weder Amazon Publishing noch Dirk Trost, dass der Regionalkrimi ein halbes Jahr später bereits über 50.000 Fans findet. „Ich war von dem Erfolg völlig überrascht“, gesteht Autor Trost, „andere Autoren sagten mir im Vorfeld, als Newcomer solle ich mir mal keine allzu großen Hoffnungen machen.“

Schon während der Arbeiten an seinem Debut-Roman „Granat für Greetsiel“ notiert sich Trost verschiedene Ansätze und Ideen, wie wohl eine Fortsetzung aussehen könnte. Mit dem Folgeroman „24/7 für Pilsum“ hat nun die Ungeduld der darauf wartenden und rasant anwachsenden Fangemeinde erst einmal ein Ende. Schon am 19. Mai 2015, dem Erscheinungstag, setzte sich Trost mit seinem neuen Werk an die Spitze der Amazon Büchercharts.

Wie kommt es, dass ein bislang unbekannter Autor innerhalb eines halben Jahres einen derart sensationellen Erfolg haben kann? Die Antwort ist simpel: Dirk Trost schreibt einfach gute Krimis, die vor Spannung knistern und deren Figuren dem Leser schnell so sympathisch und vertraut sind wie die eigene Familie; allen voran Hund „Motte“.

Nach der Veröffentlichung von „Granat für Greetsiel“ (Erscheinungsdatum 11.11.2014) folgte Anfang April das dazu gehörige Hörbuch (Sprecher Jürgen Holdorf). Auf Englisch erscheint Trosts Debütroman am 25. August 2015 in den USA, Kanada und England unter dem Titel „A Murderous Storm“. Auch der aktuelle Roman „24/7 für Pilsum“ wird in Kürze als Hörbuch und in englischer Sprache publiziert werden.

Dirk Trost ist gespannt: „Ich werde mit „24/7 für Pilsum“ meine Leserschaft wohl etwas schockieren oder verstören, denn zu bizarr ist das Szenario, in dem sich der ehemalige Anwalt Jan de Fries in seinem neuen Fall bewegt.“ Und er verrät weiter: „Verstören können die teilweise extremen Neigungen der maßgeblichen Akteure oder die Beschreibung des schmalen Grats zwischen dem, was die Gesellschaft einerseits normal und andererseits pervers nennt. Auch diesmal agieren die Figuren wieder im platten Ostfriesland.“

Eine Schaffenspause, die will sich Dirk Trost (Zitat: „Ich schreibe aus reinem Spaß am Schreiben und Fabulieren“) noch nicht gönnen. Längst spinnt er neue, mörderische Fäden für den dritten Band seiner Jan de Fries-Reihe. Angesprochen auf das bizarr anmutende Szenario von „24/7 für Pilsum“ und den Umfang seiner Recherchen antwortet Trost: „Man muss nicht nach Afrika fahren, um zu wissen, wie ein Elefant aussieht.“

Über den Autor

Der Autor Dirk Trost wurde in 1957 Duisburg geboren und verbrachte bereits als kleiner Junge seine Sommerferien regelmäßig in Ostfriesland. Bei jeder Gelegenheit steckte er die Nase tief in seine Lieblingsbücher und schmökerte auch im Sommer in den Abenteuergeschichten von Enid Blyton, Erich Kästner und den „verbotenen” Krimis seines Großvaters. Was lag da näher, als selber eine Abenteuergeschichte oder besser noch, einen Kriminalroman zu schreiben? Es sollte Jahrzehnte dauern, bis sich sein Kindheitstraum mit der Geschichte um den Anwalt Jan de Fries erfüllte. Von Anfang an stand aber fest, wo der Krimi spielen wird: in Ostfriesland!

Foto: Aysenur Demir von „Die Hoffotografen“ Berlin

Dirk Trost
Rezensionsexemplare anfordern unter: dirk.trost@gmx.de

Pressekontakt:
Dirk Trost
Mobil: 0157/762 172 94
Telefon: 030 – 4714658
Mail: dirk.trost@gmx.de
Facebook: Dirk Trost – Autor
Internet: www.dirktrost.com

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[PFERDESPORT]

+++ „Cotton Rich“ gewinnt Zuchtrennen in Pfarrkirchen +++


Pfarrkirchen (26.05.15/jk) – „Cotton Rich“ mit Thorsten Tietz im Sulky hat das mit 20.000 Euro dotierte #Zuchtrennen auf der ältesten Trabrennbahn Bayerns im niederbayerischen #Pfarrkirchen (Rottal-Inn) gewonnen.

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Zwölf Pferde (Vier bis 14 Jahre alt) gingen vor rund 3.500 Zuschauern beim traditionellen Pfingstmeeting nach einem Bänderstart auf die 2.600 Meter Renndistanz. Der sechsjährige braune Wallach „Cotton Rich“ feierte seinen Sieg vor „Rapido Ok“ (Startnummer 6) mit Josef Franzl im Sulky und „Abano“ (4) mit Jochen Haide.

Der Siegerpreis des Lorenz-Bachmeier-Gedächtnispreises in Höhe von 10.000 Euro geht an Besitzer Frank Zickmantel (München), trainiert wird Cotton Rich von Heinz Wilhalm.

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[Immobilien]

+ + + Weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern + + +

Sparkassen-Finanzgruppe erwartet moderate Preissteigerungen / Zinstief ermöglicht äußerst günstige Wohnbaufinanzierungen

München (19.05.15/ots/jk) - Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern bleibt hoch. "In sehr vielen Regionen Bayerns suchen zahlreiche Eigennutzer weiterhin nach einer für sie passenden Immobilie. Hinzu kommen in den wirtschaftlich attraktiven Gebieten neue Zuwanderer aus dem In- und Ausland, die die Nachfrage noch weiter verstärken", erklärte Paul Fraunholz, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH (Sparkassen-Immo), anlässlich der jährlichen Pressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe zum bayerischen Wohnimmobilienmarkt.

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Gestützt wird die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen vom historisch niedrigen Zinsniveau, das Finanzierungen erleichtert, erklärte Roland Schmautz, Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern (SVB). Die Sparkassen im Freistaat haben ihren Bestand an Wohnbaukrediten 2014 um 4,2 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro ausgeweitet. Dr. Franz Wirnhier, Vorstandsvorsitzender der LBS Bayern, betonte, dass deutlich mehr Neubau erforderlich sei, um den Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage von Wohnimmobilien entgegenzuwirken.

Die Preise für Wohnimmobilien in Bayern sind 2014 erneut gestiegen. Die von LBS und Sparkassen im Freistaat vermittelten gebrauchten Häuser verteuerten sich im Durchschnitt um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 237.000 Euro. Gebrauchte Wohnungen kosteten mit 140.000 Euro acht Prozent mehr.

Für neu gebaute Häuser waren bayernweit durchschnittlich 450.000 Euro zu zahlen. Dies sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. "Neu gebaut und über einen Makler verkauft wird vor allem in den wirtschaftlich starken Regionen mit hohen Grundstückspreisen, die sich entsprechend auf den Gesamtpreis auswirken", so Paul Fraunholz. Auch die gesetzlichen Anforderungen an eine hohe Energieeffizienz, steigende Bau- und Erschließungskosten sowie Auflagen der Kommunen sorgen für einen Anstieg der Neubaupreise. Der durchschnittlich erzielte Kaufpreis für eine neue Eigentumswohnung lag mit 223.000 Euro ein Prozent über dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf einen statistischen Effekt zurückzuführen, wie Fraunholz sagte: "2014 haben unsere Makler deutlich mehr kleine Wohnungen, insbesondere Studenten- und Pflegeappartements vermittelt. Der Kaufpreis für diese Appartements ist vergleichsweise niedrig, so dass sich insgesamt ein geringerer Durchschnittspreis ergibt."

Große regionale Preisunterschiede
Von diesen landesweiten Durchschnittswerten können die Preise in den Regionen erheblich abweichen. Für die besonders nachgefragten, gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäuser in mittlerer bis bevorzugter Lage liegt der mittlere Kaufpreis in den Landkreisen Cham, Tirschenreuth, Wunsiedel, Hof und Kulmbach in der Regel unter 200.000 Euro. In der großen Mehrheit der bayerischen Landkreise liegt die Bandbreite der Kaufpreise für ein vergleichbares Haus zwischen 200.000 und 450.000 Euro. Zwischen 450.000 und 550.000 Euro investieren Käufer in der Regel in den Städten Nürnberg und Augsburg sowie in den Landkreisen Lindau, Neu-Ulm, Pfaffenhofen, Weilheim und Berchtesgaden. Zwischen 550.000 und 700.000 Euro werden in den Landkreisen Regensburg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Bad Tölz bezahlt. Mehr als 700.000 Euro kostet ein solches Haus in den Landkreisen München, Ebersberg, Starnberg, Landsberg, Miesbach und Garmisch. In der Stadt München bezahlen Käufer erheblich mehr: Preise über eine Million Euro sind hier keinesfalls selten.

Nahezu in jedem bayerischen Landkreis ist das Angebot nach Häusern aus dem Bestand erheblich geringer als die Anzahl der Kaufinteressenten für ein solches Objekt. In den Ober- und Mittelzentren ist auch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen aus zweiter Hand sehr hoch und übersteigt das vorhandene Angebot deutlich. In diesen Zentren sind inzwischen zwar zahlreiche Neubauten entstanden. In vielen Städten - allen voran in München - reicht das Angebot jedoch nicht aus, um die starke Nachfrage zu bedienen. Je weiter ein Ober- oder Mittelzentrum vom Standort einer Wohnimmobilie entfernt liegt, umso geringer wird in aller Regel die Nachfrage. In diesen Lagen können sich die Preise für Immobilien auch gegen den Trend rückläufig entwickeln.

Sparkassen und LBS behaupten sich als größter Makler in Bayern
Die Makler von Sparkassen und LBS in Bayern haben 2014 insgesamt 9220 Immobilien im Wert von nahezu zwei Milliarden Euro an neue Eigentümer vermittelt. Damit ging die Zahl der Kaufobjekte zwar um sieben Prozent zurück, der Gesamtwert der vermittelten Immobilien blieb jedoch nahezu unverändert. Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr 1600 Mietobjekte vermittelt. Damit kann sich die Sparkassenorganisation erneut als größter Makler in Bayern behaupten.

Kreditbestand erneut ausgeweitet
Die bayerischen Sparkassen konnten den Gesamtbestand an Wohnbaukrediten 2014 auf knapp 60 Milliarden Euro (+ 4,2 Prozent) ausweiten. Bei der Vergabe neuer Wohnungsbaukredite wurde das starke Vorjahresniveau auf 11,5 Milliarden Euro gesteigert (+ 6,9 Prozent). Die Darlehensauszahlungen stiegen dabei insgesamt um 3,9 Prozent. Rund 70 Prozent der Neuzusagen von Wohnbaudarlehen entfallen auf das Geschäft mit privaten Haushalten. Fast zwei Drittel davon wiederum zielen auf den Erwerb. Nur ein Drittel bezieht sich explizit auf den Neubau von Wohneinheiten. Roland Schmautz betonte: "Grundsätzlich stellen auch wir fest: Der Immobilienmarkt kann derzeit die große und anhaltende Nachfrage nicht ausreichend befriedigen. Die Sparkassen könnten deutlich mehr Finanzierungen bereitstellen, um Immobilienkäufe zu ermöglichen, die Nachfrage wird aber durch die Anzahl der verfügbaren Objekte limitiert."

Die Effektivzinsen für Wohnbaukredite haben sich 2014 weiter gravierend verringert. "Diese Entwicklung war für uns und auch die anderen Marktteilnehmer in dieser Dimension nicht vorstellbar. Wer jetzt eine Immobilie mit niedrigen Raten finanziert, sollte aber auch in zehn Jahren nach einer Zinserhöhung in der Lage dazu sein. Nachhaltige Finanzierungkonzepte müssen diese Überlegung gerade bei eigengenutzten Immobilien, die Teil der Altersvorsorge sind, besonders berücksichtigen", sagte Schmautz.

Gute Rahmenbedingungen für den Eigenheimerwerb
"Die Rahmenbedingungen für den Erwerb eines Eigenheims sind nach wie vor sehr gut", erklärte LBS-Chef Wirnhier. "Die Wirtschaftskraft Bayerns ist groß, die Arbeitslosigkeit ist gering. Viele Beschäftigte können mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit und spürbaren Einkommenszuwächsen rechnen. Das gibt den nötigen Rückhalt für die langfristige Investition in ein Haus oder eine Wohnung."

Das Angebot an Wohnimmobilien werde der Nachfrage aber vielerorts nicht gerecht. Zwar zeige sich seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 ein Aufschwung bei der Bautätigkeit. 2014 wurden im Freistaat 46.116 Wohneinheiten in neuen Wohngebäuden fertiggestellt. Aber die von Bauminister Joachim Herrmann angestrebten 70.000 Neubauten pro Jahr wurden nicht erreicht. "Inzwischen ist der Nachholbedarf beachtlich. Wir bräuchten deutlich mehr Neubau, um den Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage entgegenzuwirken", so Wirnhier. Investitionsbedarf gebe es auch bei der altersgerechten und energetischen Modernisierung des Wohngebäudebestandes. Wirnhier bedauerte, dass es der Bundesregierung bislang nicht gelungen ist, ein Konzept für die steuerliche Förderung entsprechender Maßnahmen umzusetzen.

Ausblick: Preise stabilisieren sich
Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern bleibt nach Einschätzung der Immobilienexperten von Sparkassen und LBS auch 2015 hoch. "Umsätze, Kaufpreise und Mieten werden nach unserer Einschätzung aber nicht mehr so stark steigen wie in den vergangenen Jahren", sagte Fraunholz.

Der Marktspiegel der Sparkassen-Finanzgruppe mit Preisdaten sowie Angaben zu Angebot und Nachfrage für die Städte und Landkreise in Bayern ist im Internet abrufbar unter: www.sparkassen-immo.de

Foto: LBS

www.sparkassen-immo.de


[Immobilien]

+ + + Weiter steigende Preise bei Wohn- und Gewerbeimmobilien in Q1 + + +

Mehrfamilienhäuser: + 6,8 %/selbstgenutztes Wohneigentum + 5,0 %/Büroimmobilien + 2,0 %/Einzelhandelsimmobilien + 2,9 %

Berlin (15.05.15/ots/jk) - Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt sind im ersten Quartal 2015 weiter gestiegen. Der auf Basis echter Transaktionsdaten ermittelte vdp Immobilienpreisindex für den gesamten deutschen Markt legte von Januar bis März 2015 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 5 % zu.

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"Motor des Wachstums ist nach wie vor der Wohnungsmarkt. Den stärksten Preisanstieg mit plus 6,8% beobachten wir dabei angesichts einer anhaltend hohen Nachfrage der Investoren nach geeigneten Objekten im Segment Mehrfamilienhäuser. Weiter kräftig angezogen haben im 1. Quartal aber auch mit plus 5,8% die Preise von Ein- und Zweifamilienhäusern, während der Preisanstieg für Eigentumswohnungen mit plus 2,8% erneut moderater ausfällt. Offensichtlich bewegt sich die Nachfrage nach Wohneigentum zunehmend weg von den teuren städtischen Lagen hin zum preiswerteren Umland, das typischerweise durch eine Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt ist", so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Wie sich die Teilmärkte im Einzelnen entwickelt haben sowie sämtliche Indexdaten zu den einzelnen vdp-Immobilienpreisindizes (2003-2015) einschließlich Grafiken und Tabellen sind in der anhängenden Publikation enthalten.

www.pfandbrief.de


[Immobilien]

+ + + Baufinanzierung: Alles teurer macht der Mai + + +


Zinsen für Immobilienkredite seit Monaten erstmals wieder gestiegen / Dennoch weiterhin ausgezeichnete Finanzierungsbedingungen

München (07.05.15/ots/jk) - Wer in den vergangenen Tagen einen Blick auf die Entwicklung von Baugeldzinsen geworfen hat, wird wahrscheinlich verwundert gewesen sein: "Nachdem die Konditionen für Immobilienkredite seit Monaten im freien Fall waren, ist die Talfahrt der Zinsen vorerst gestoppt. Seit Mitte April haben die Zinsen für zehnjährige Immobilienfinanzierungen um rund 0,4 Prozentpunkte angezogen", erklärt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

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Trotz des Konditionsanstiegs der vergangenen Wochen bleiben die Finanzierungsbedingungen für Wohneigentum in Deutschland ausgezeichnet. Schließlich beginnen die Bestkonditionen am Markt bei rund 1 Prozent. Zum Vergleich: Vor rund 10 Jahren mussten Immobilienkäufer noch Zinssätze von über 4 Prozent und mehr für ihre Finanzierung akzeptieren (siehe beigefügte Grafik).

"Wenn die EZB-Politik des billigen Geldes die Konjunktur in Europa nachhaltig stabilisiert und die Inflation ankurbelt, können sich Immobilienkredite weiter verteuern. Vorerst aber werden wir uns auf eine höhere Zins-Volatilität am Markt einstellen müssen, die es als Immobilienkäufer auszunutzen gilt", meint Interhyp-Chef Goris. Er empfiehlt Baugeldkunden, die jetzt historisch niedrigen Zinsen zu verwenden, um sich mit langfristigen Zinsbindungen hohe Kalkulationssicherheit zum kleinen Preis zu sichern und mit hohen Tilgungsraten einen schnellen Schuldenabbau zu gewährleisten.

Über die Interhyp Gruppe
Die Interhyp Gruppe mit den Marken Interhyp, die sich direkt an den Endkunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittler und institutionelle Partner wendet, hat 2014 ein Baufinanzierungsvolumen von 11,2 Milliarden Euro erfolgreich bei ihren mehr als 400 Bankpartnern platziert. Damit ist die Interhyp Gruppe der größte Vermittler für private Baufinanzierungen in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und ist an derzeit 81 Standorten persönlich vor Ort für seine Kunden und Partner präsent.

www.interhyp.de


[Polizei]

+ + + Verjüngungskur für bayerische Polizei + + +

1.005 neu ausgebildete Polizisten 2015 für Bayern/75 Beamte mehr als in Ruhestand gehen

München (06.05.15/jk) – 1.005 neue Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei sorgen für mehr Sicherheit in Bayern. Damit werden laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nicht nur alle voraussichtlich rund 930 Ruhestandsabgänge ersetzt, sondern 75 Stellen mehr besetzt. Bereits 2014 konnten 1.150 fertig ausgebildete Polizeibeamte ihre Arbeit beginnen, während 720 in den Ruhestand gingen. Herrmann kündigte an, die Polizei auch in den kommenden Jahren personell weiter zu verstärken.

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Die neu ausgebildeten Polizisten werden 2015 den Polizeipräsidien wie folgt zugewiesen:

PP Oberbayern Nord: 88
PP Oberbayern Süd: 84
PP München: 133
PP Niederbayern: 86
PP Oberpfalz: 65
PP Oberfranken: 78
PP Mittelfranken: 95
PP Unterfranken: 102
PP Schwaben Nord: 62
PP Schwaben Süd/West: 60


Hinzu kommen 82 weitere Beamtinnen und Beamte für die Bayerische Bereitschaftspolizei, für das Landeskriminalamt, das Polizeiverwaltungsamt, das Landesamt für Verfassungsschutz und das Bayerische Innenministerium. Weitere 70 Beamte der 3. Qualifikationsebene (ehemals gehobener Dienst) werden den Polizeipräsidien zum 1. November zugewiesen.

Von den frisch ausgebildeten Polizisten haben bereits 435 Beamte der 2. Qualifikationsebene (ehemals mittlerer Dienst) zum 1. März 2015 ihre Arbeit bei den Polizeipräsidien begonnen. Aktuell steht die zweite Personalzuweisung an zum 1. September 2015 mit den restlichen 425 Beamten der zweiten Qualifikationsebene. Außerdem ist laut Herrmann die Zuteilung der 3. Qualifikationsebene für das zweite Halbjahr 2015 noch nicht abgeschlossen. "Die Personalzuteilung erfolgt auf Grundlage des aktuell gemeldeten Personalbedarfs aller Verbände der Bayerischen Polizei", erklärte der Minister. "Damit erreichen wir einen möglichst ausgewogenen Personalstand bei der gesamten Bayerischen Polizei." Wie Herrmann erläuterte, wurden in den Haushaltsjahren 2009 bis 2013 insgesamt mehr als 2.500 neue Stellen bei der Bayerischen Polizei geschaffen. Dadurch konnten in der abgelaufenen Legislaturperiode insgesamt rund 6.600 Vollzugsbeamte neu eingestellt werden. "Damit haben wir im Vergleich zu den rund 3.500 Ruhestandsabgängen fast doppelt so viele Einstellungen ermöglicht", so Herrmann. "Im aktuellen Doppelhaushalt 2015/2016 setzen wir den eingeschlagenen Weg fort, um den Nachwuchs für die Bayerische Polizei bis zum Jahr 2020 zu sichern." So gibt es unter anderem erneut 330 zusätzliche Ausbildungsstellen, damit im Vorgriff auf die zu erwartenden Ruhestandsabgänge bereits fertig ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. "Für 2015 sind 1.204 Einstellungen geplant", betonte Herrmann. "Damit werden wir den höchsten Personalstand bei der Bayerischen Polizei noch weiter ausbauen."

Nur 5.164 Straftaten pro 100.000 Einwohner und eine Aufklärungsquote von 64,4 Prozent – mit diesen Ergebnissen der heute von Bundesinnenminister Thomas de Maizière veröffentlichten bundesweiten Kriminalstatistik für das Jahr 2014 sieht Innenminister Joachim Herrmann die Sicherheitslage in Bayern weiterhin auf der Überholspur.

"Bayern hat bei der Inneren Sicherheit die besten Eckwerte", betonte Herrmann. "Die bundesweit mit Abstand niedrigste Kriminalitätsbelastung zeigt, dass unsere Bürgerinnen und Bürger in Bayern sicherer leben, als anderswo." Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, liege im bundesweiten Durchschnitt mit 7.530 Straftaten pro 100.000 Einwohner um 46 Prozent höher. Besonders erfreulich ist für Herrmann der Zuwachs bei der Aufklärungsquote um 0,3 Prozentpunkte. "Damit konnte die Polizei in Bayern deutschlandweit die meisten Straftaten aufklären." Thüringen, letztes Jahr bei der Aufklärungsquote noch etwas besser, liege dieses Jahr mit 63,9 Prozent an zweiter Stelle.

Sehr zufrieden ist Herrmann auch mit dem Abschneiden der bayerischen Großstädte. Unter den 'Top Ten' der 39 deutschen Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern habe München mit 7.828 Straftaten pro 100.000 Einwohner wieder den Titel 'sicherste Großstadt'. Auf Platz 2 verbessert hat sich Augsburg mit 8.385 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Nürnberg steht mit 9.237 Straftaten pro 100.000 Einwohner an siebter Stelle. Mit 69,0 Prozent die bundesweit beste Aufklärungsquote hatte 2014 wie im Vorjahr die Augsburger Polizei erreicht. Die Münchner Polizei belegt im Städteranking mit einer Aufklärungsquote von 63,9 Prozent den dritten und die Nürnberger Polizei mit 62,3 Prozent den sechsten Platz.

Ein Top-Thema für die Polizei bleibt nach den Worten Herrmanns die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs. "Auch im vergangenen Jahr sind die Wohnungseinbruchsfälle in nahezu allen Bundesländern angestiegen", erläuterte der bayerische Innenminister. Mit 65 Fällen pro 100.000 Einwohner sei Bayern 2014 zusammen mit Thüringen (45 Fälle pro 100.000 Einwohner) dennoch von Wohnungseinbrüchen am geringsten belastet gewesen. "Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Einbruchsrisiko knapp dreimal und in Nordrhein-Westfalen fast fünfmal so hoch", erklärte Herrmann. Mit nur 69 Fällen pro 100.000 Einwohner gab es in Augsburg mit Abstand die wenigsten Wohnungseinbrüche unter den Großstädten ab 200.000 Einwohner. "Wir unternehmen alles, um Einbrechern in Bayern das Leben so schwer wie möglich zu machen", sicherte Herrmann zu. Neben dem erhöhten Fahndungsdruck gehören dazu eine optimierte Lagearbeit, eine bessere internationale Zusammenarbeit, mehr Ermittlungsbefugnisse und verstärkte Präventionsmaßnahmen.

Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Weitere Infos


[MEDIZIN/ARBEIT]

+++ Krankenhaus-Studie:
Mehr als jede fünfte Klinik in Deutschland klagt über Personalmangel +++

Hannover (06.05.15/ots/jk) – 23 Prozent der deutschen Kliniken sehen sich nur bedingt bis gar nicht in der Lage, dem Mangel an Ärzten, Pflegepersonal oder auch in der Verwaltung noch zu begegnen. Jedes zehnte Krankenhaus spricht sogar von einem Personalnotstand. Dies ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Rochus-Mummert-Studie.

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Während der vorliegende Gesetzesentwurf zur anstehenden Krankenhausreform erhebliche neue Anforderungen an die Kliniken formuliert, fehlt vielen Krankenhäusern schon heute das Personal, um überhaupt den normalen Behandlungs- und Pflegealltag zu meistern. So sehen sich 23 Prozent der deutschen Kliniken nur bedingt bis gar nicht in der Lage, dem Mangel an Ärzten, Pflegepersonal oder auch in der Verwaltung noch zu begegnen. Jedes zehnte Krankenhaus spricht sogar von einem Personalnotstand. Unter den Häusern in öffentlicher Trägerschaft sieht sogar jedes sechste die Schmerzgrenze in Sachen Personal als erreicht an. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert 100 Geschäftsführer und Direktoren deutscher Kliniken.

Wie die Rochus-Mummert-Studie weiter zeigt, hat die dünne Personaldecke erhebliche Folgen. So führt der damit einhergehende hohe Leistungsdruck bereits in jedem zweiten Krankenhaus zu einem erhöhten Krankenstand. Jeder dritte Klinikchef räumt darüber hinaus ein, dass aufgrund der wachsenden Belastung die Zahl der Burn-out-Fälle innerhalb seiner Belegschaft steigt. Zudem sind bei gut jedem fünften Mitarbeiter erste Anzeichen einer inneren Kündigung zu verzeichnen.
"Da - unabhängig von der Art der Trägerschaft - gut jede zweite Klinik erwartet, dass die personelle Aufstellung schon in den kommenden zwölf Monaten eher schwieriger werden wird, dürfte sich die Situation schon bald abermals verschärfen", sagt Dr. Peter Windeck, Studienleiter und Geschäftsführer von Rochus Mummert Healthcare Consulting. "Unsere Studie zeigt eindeutig, dass der drohende oder sogar schon akute Personalmangel die deutschen Krankenhäuser massiv umtreibt und vielerorts den Klinikalltag negativ beeinflusst", so Windeck weiter.

Das unterstreichen auch die Reaktionen der Klinikmanager auf den nun vorliegenden Gesetzesentwurf zur Krankenhausreform. Sie warnen die Politik eindringlich davor, bei der aktuellen Qualitätsdebatte den Faktor Personal - von der Vergütung bis hin zur Fort- und Weiterbildung - außen vor zu lassen. "Aus der täglichen Praxiserfahrung in den Krankenhäusern heraus kann ich mich diesem Appell nur anschließen", sagt Rochus-Mummert-Geschäftsführer Windeck.

Was Personalarbeit im Krankenhaus in solch bewegten Zeiten leisten sollte, ist auch das Thema auf dem diesjährigen Kongress "KlinikManagementPersonal 2015" am 19. und 20. Mai in Hannover, der von Rochus Mummert Healthcare Consulting mitveranstaltet wird: http://www.klinikmanagementpersonal.de/2015/home/


Hintergrundinformationen

Für die Studie "Die größten Herausforderungen für das Klinikmanagement" befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Rochus Mummert 100 Geschäftsführer, Verwaltungsleiter, Verwaltungsdirektoren und geschäftsführende Direktoren in deutschen Kliniken. In Telefoninterviews gaben die Befragten Auskunft zur derzeitigen Lage und Zukunftsaussichten ihrer Häuser im Hinblick auf die Bewältigung verschiedener Herausforderungen. Befragungszeitraum: Herbst 2014.

Über Rochus Mummert
Dr. Rochus Mummert gründete vor gut 40 Jahren die heute unter der Dachmarke Rochus Mummert firmierende Unternehmensberatung, die sich der Gewinnung und Förderung von Management-Elite verpflichtet hat. Seitdem wurden mehr als 35.000 Führungskräfte, Gesellschafter und Unternehmer beraten, mehrere tausend Top-Management-Positionen erfolgreich besetzt und zahlreiche Management-Potenzial-Analysen sowie Management- und Gesellschafter-Beratungen durchgeführt. Die Erfahrung des Hauses erstreckt sich auf alle Wirtschaftszweige, Funktionen und Unternehmensgrößen - im Inland wie im Ausland, im mittelständischen Bereich wie auch in Konzernen. Durch die Ergebnisse der Arbeit hat sich Rochus Mummert in der Spitzengruppe der Branche etabliert.

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[VERKEHR]

+ + + Mehr Verkehrsinfrastruktur für Niederbayern + + +

Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) verspricht vor der IHK-Vollversammlung Ausbau von Straßen- und Schienenverbindungen

PASSAU (29.04.15/jk) – Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) hat für das niederbayerische Verkehrsnetz einen erheblichen Ausbau versprochen. "Durch den Ausbau der Infrastruktur und die bessere Anbindung des regionalen Wirtschaftsverkehrs an das überregionale Verkehrsnetz stärken wir nachhaltig den regionalen Wirtschaftsstandort", sagte Herrmann vor der Vollversammlung der niederbayerischen Industrie- und Handelskammer (IHK) am Mittwoch in Passau.

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Dazu werden laut Herrmann vor allem Autobahnen und wichtige Bundesstraßen erneuert und weiter ausgebaut. Außerdem werde die Schienenanbindung Ostbayerns gestärkt. Gut voran geht es seiner Ansicht nach beim Ausbau der A94. Die Abschnitte Forstinning – Pastetten und Heldenstein – Ampfing wurden 2011 und 2012 für den Verkehr freigegeben. "Mit der Fertigstellung des Teilstücks bei Malching ist im November 2013 die A94 endlich auch in Niederbayern angekommen", so Herrmann. "Im Abschnitt Pastetten – Heldenstein haben wir bereits mit den Vorarbeiten begonnen." Die Hauptarbeiten starten dann 2016 und sollen bis 2019 abgeschlossen sein. Für den Abschnitt zwischen Malching und dem Anschluss an die A3 bei Pocking laufen laut Herrmann bereits die Planfeststellungsverfahren. "Für den letzten dann noch verbleibenden Abschnitt bei Simbach setzen wir uns bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans für eine vorrangige Dringlichkeitseinstufung ein, um umgehend die Planungen fortführen zu können", sicherte der Verkehrsminister zu.

Für die in die Jahre gekommene Betonfahrbahn der A3 stehen in den nächsten Jahren Sanierungsmaßnahmen mit einem Finanzvolumen von mehr als 150 Millionen Euro an, wie Herrmann erläuterte. Die Strecke von Rosenhof bis Straubing wurde abschnittweise seit 2006 grundsaniert und letztes Jahr fertiggestellt. Der Abschluss der abschnittsweisen Erneuerung zwischen Straubing und Deggendorf sei für 2017 geplant. Laut Herrmann laufen parallel bereits die Planungen für die Sanierung zwischen Deggendorf und Iggensbach, um auch dort mit der Sanierung beginnen zu können. Zudem wurde der durchgehende 6-streifige Ausbau der A3 von Regensburg bis zur Bundesgrenze für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes angemeldet. Außerdem soll die A92 bei Plattling in den nächsten Jahren eine weitere Anschlussstelle bekommen. Das entsprechende Planfeststellungsverfahren laufe bereits.

Dialogforum für B15
Eine zentrale Bedeutung für die Verkehrsanbindung Niederbayerns hat laut Herrmann die B15, die in Nord-Süd-Richtung zentral die querlaufenden Autobahnen A93, A92, A94 und A8 verknüpft und damit den dazwischen liegenden ländlichen Raum erschließt. "Der nördliche Abschnitt der B15neu zwischen Regensburg und Landshut ist bis auf die rund neun Kilometer lange Lücke zwischen Ergoldsbach und der A92 schon fertiggestellt", erläuterte Herrmann. Der Lückenschluss soll 2019 fertig sein. "Völlig klar ist, dass auch die bestehende Situation südlich der A92 nicht unverändert bleiben kann", betonte Herrmann und verwies auf den Ministerratsbeschluss von Anfang Februar 2015, dass die B15neu ab der A92 als Ost-Süd-Umgehung von Landshut fortgeführt und an die B299 und die B15alt angebunden werden soll. Oberstes Ziel sei, jetzt möglichst schnell die Ost-Süd-Umfahrung von Landshut planerisch umzusetzen, damit ihr Bau zeitlich möglichst nahtlos an die für 2019 geplante Fertigstellung der B15neu bis zur A92 anschließen kann. Dazu wurde ein 'Dialogforum Ost-Süd-Umfahrung Landshut im Zuge der B15neu' eingerichtet, in dem die landes- und bundespolitischen Mandatsträger im Raum Landshut, die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, sowie Vertreter der wichtigsten Verbände wie der IHK und der repräsentativen Interessengruppen vertreten sind.

Ein weiterer Schwerpunkt bei den Bundesfernstraßen in Niederbayern liegt für den bayerischen Verkehrsminister beim abschnittsweisen 3-streifigen Ausbau der B11, der B12, der B20 sowie der B85, jeweils als Zubringer zu den Bundesautobahnen und als grenzüberschreitende Verbindungen.

Probebetrieb Gotteszell-Viechtach
Mit Blick auf die Stärkung der Schienenanbindung Niederbayerns sagte Herrmann, dass die Bayerische Staatsregierung das Ziel verfolge, das Schienenverkehrsangebot konsequent weiterzuentwickeln und noch enger mit den übrigen Verkehrsträgern zu vernetzen. "Damit wollen wir die jeweiligen Stärken von Straße, Schiene, Wasserwegen und Luftverkehr optimal ausschöpfen." Dazu gehört für Herrmann unter anderem der Bau der Neufahrner Kurve, mit der erstmals eine direkte, stündliche, schnelle und komfortable Schienenanbindung des Münchener Flughafens aus Regensburg, Landshut, Moosburg und Freising ermöglicht wird. Auch habe der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke München – Regensburg – Prag einen besonders hohen Stellenwert, genauso wie der Ausbau der stark belasteten Strecke von Nürnberg über Regensburg nach Passau. Als weiteres Beispiel nannte der Minister den Probebetrieb für den Personenverkehr zwischen Gotteszell und Viechtach, der ab September 2016 aufgenommen werden soll.

Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr


[JUSTIZ/MEDIEN]

+ + + Pilotprojekt: Zivile Gerichtsakten werden in Bayern elektronisch + + +

Bayerns Justizminister gab Startschuss im Landgericht Landshut / Bausback: "Pilotprojekt stellt Weichen für die Zukunft"

MÜNCHEN/LANDSHUT (18.03.15/jk) – Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) hat heute mit Landgerichts-Präsident Heinz-Peter Mair den Startschuss für die Pilotierung der elektronischen Gerichtsakte am Landgericht Landshut in Zivilsachen gegeben. "Die elektronische Kommunikation spielt sowohl in der Wirtschaft als auch im Privatleben eine immer größere Rolle. Von dieser allgemeinen Entwicklung darf sich die Justiz nicht abkoppeln. Rechtsanwälte und Notare, aber auch die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass sich die Justiz für neue, moderne Kommunikationswege öffnet", sagte der Justizminister in Landshut.

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Das Landgericht Landshut habe im Rahmen dieses Projekts als erstes Gericht in Bayern zum 1. Dezember 2014 den elektronischen Rechtsverkehr in Zivilsachen eröffnet und damit für die Verfahrensbeteiligten die Möglichkeit geschaffen, Klagen, Anträge und sonstige Dokumente elektronisch bei Gericht einreichen zu können. "In einem zweiten Schritt wird jetzt auch die Aktenführung schrittweise auf die elektronische Akte umgestellt werden, zunächst in zwei Kammern und als parallele Zweitakte", so Bausback. Um online über das Internet eingereichte Klagen künftig bis zur Online-Zustellung des Urteils durchgängig elektronisch bearbeiten zu können, habe die bayerische Justiz eigens ein Programm in Auftrag gegeben. "Die Akzeptanz der Anwender steht für mich hier ganz oben“, sagte der Minister. Die erheblichen Auswirkungen der neuen Programme und der neuen Technik bedeuten, dass auch künftig das Prinzip "Sicherheit und Gründlichkeit vor Schnelligkeit" beachtet werden muss. Der Umstieg von der parallelen zur verbindlichen elektronischen Akte werde erst dann erfolgen, wenn die Programme und die technische Ausstattung praxistauglich und zuverlässig seien.

"Die durchgängige elektronische Bearbeitung verändert die Arbeitsabläufe erheblich und stellt damit hohe Anforderungen an die Richter, Rechtspfleger und Bediensteten der Serviceeinheiten“, ist dem Minister bewusst. Das bedeute ohne Frage große Umstellungen und verlange allen Betroffenen Einiges ab. „Es handelt sich auch nicht um einige wenige, die betroffen sind, sondern alle müssen mitgenommen werden."

Foto: Bayerisches Justizministerium


[BEHÖBEHÖRDEN/ROTTAL-INN]

+ + + Bauamt-Servicestelle Pfarrkirchen bleibt dauerhaft + + +


PFARRKIRCHEN (04.03.15/jk) – Die Servicestelle des Staatlichen Bauamts im niederbayerischen Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) bleibt dauerhaft erhalten. Dies kündigte Innenminister Joachim Herrmann im Zuge der Behördenverlagerungsaktion am Mittwoch an.

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Die Staatlichen Bauämter haben laut Innenministerium durch die Verwaltungsreform V 21 in den letzten Jahren umfangreiche Umstrukturierungen erfahren. „Sie sind daher weitestgehend von neuerlichen Behördenverlagerungen ausgenommen, erklärte Innenminister Joachim Herrmann. Um den ländlichen Raum zu stärken, können die Servicestellen Kronach, Weiden und Pfarrkirchen dauerhaft eingerichtet werden. "Dieser Bestandschutz ist ein wichtiges Signal an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Die Servicestelle Deggendorf des Staatlichen Bauamtes Passau wird im Zuge der Behördenverlagerung nach Vilshofen verlagert und bleibt dort ebenfalls dauerhaft erhalten.


[MEDIZIN/ZAHN]

+ + + Patienten profitieren von PZR + + +

Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) weist Kritik des Medizinischen Dienstes zurück

MÜNCHEN (02.03.15/jk) – Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist keine überflüssige IGel-Leistung, sondern in den allermeisten Fällen dringend notwendig. Darauf weist die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) in einer Pressemitteilung angesichts des jüngsten IGel-Monitors des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) hin.

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Der MDK hatte kritisiert, dass Ärzte zu viele individuelle Gesundheitsleistungen (IGel-Leistungen) anbieten, deren Kosten die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt. Die Mehrheit der 37 geprüften Zusatzleistungen sei nutzlos. Dazu zählt der MDK auch die PZR.

„Kein Zahnarzt führt eine PZR ohne zahnmedizinische Indikation durch“, kontert KZVB-Chef Dr. Janusz Rat. Zahlreiche wissenschaftliche Studien würden den Nutzen einer regelmäßigen PZR belegen. „Patienten, die eigenes Geld für eine PZR ausgeben, leisten damit auch einen Beitrag zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen. Wir haben in den letzten Jahren enorme Erfolge bei der Zahngesundheit der bayerischen Patienten erzielt. Der Anteil der Zahnmedizin an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich nahezu halbiert. Wir brauchen auch immer weniger Zahnersatz. Viele Patienten haben bis ins hohe Alter eigene Zähne.“

Das liege daran, dass Zahnärzte und Patienten bei Prävention und Prophylaxe gut zusammenarbeiten. „Die PZR ist neben der regelmäßigen Kontrolluntersuchung ein wichtiger Baustein unserer Präventionsbemühungen.“ Der MDK handelt nach Ansicht von Rat verantwortungslos, wenn er eine PZR pauschal als nutzlos bezeichnet und die Patienten dadurch verunsichert.

Sauberer Zahn wird nicht krank
Noch dazu komme er zu seinem Ergebnis durch eine Auswertung durch einen Nichtzahnarzt, nämlich eines Biologen, der als Fachjournalist für den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen tätig ist. „Wer perfekt Zähneputzen kann – einschließlich aller Nischen und versteckten Bereiche – braucht vielleicht keine PZR, aber nur die wenigsten Patienten können dies. Der Ausspruch von Willoughby D. Miller (1890), A clean tooth never decays - frei übersetzt: Ein sauberer Zahn wird nicht krank – gilt unverändert bis heute“, betont Rat.

Dass die Krankenkassen den Nutzen der PZR erkannt haben, beweist aus Sicht der KZVB auch die Tatsache, dass sie mittlerweile von den meisten großen Krankenkassen bezuschusst wird.

„Wenn der MDK die PZR für nutzlos hält, wäre das ja hinausgeworfenes Geld. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Krankenkassen Geld für zahnmedizinische Leistungen ausgeben, die den Patienten keine messbaren Vorteile bringen. Wir fordern den MDK auf, seine Kritik an dieser wichtigen Präventionsleistung zurückzunehmen und sie nicht mit den sogenannten IGel-Leistungen in einen Topf zu schmeißen“, so Rat.

Bildtext: Behandlung mit der Polierpaste (Foto: Initiative Prodente e. V.)


[WIRTSCHAFT/ROTTAL-INN]

+ + + Fremdwährungskredite: Keine Zocker unter den Rottaler Kommunen + + +


PFARRKIRCHEN (11.02.15/jk) – Auf den Schweizer Franken als solide und stabile Währung – darauf haben viele deutsche Kommunalpolitiker gesetzt und sich gehörig verrechnet. Nach der Freigabe des Wechselkurses zum Euro drohen auch bayerischen Städten und Gemeinden Millionenverluste. Gute Nachricht: Die Rottaler Politiker haben nicht gezockt.

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„Eggenfelden ist nicht betroffen“, winkt Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler (UWG) ab. Die Stadt Simbach habe keine Kredite in Fremdwährungen aufgenommen, antwortet auch Stadtkämmerer Robert Beckenbauer.

Der Landkreis Rottal-Inn hat ebenfalls keine Fremdwährungskredite aufgenommen. Demnach sei der Landkreis nicht von der Freigabe des Franken-Wechselkurses betroffen, so Daniela Huber von der Geschäftsleitung des Landratsamtes. Dem Sachgebiet 13 – Finanzmanagement – liegen laut Daniela Huber vom Landratsamt „keine Erkenntnisse“ zu Fremdwährungskrediten von Beteiligungen des Landkreises vor.

„Die Stadt und die Stadtwerke Pfarrkirchen haben noch nie Kredite in Fremdwährungen aufgenommen“, erklärt Geschäftsleiter Hans Kremsreiter. Keine, von der Stadt verwaltete Einrichtung sei wegen der Freigabe des Franken-Wechselkurses betroffen.

Nach Auskunft von Geschäftsführer Konrad Freutsmiedl hat die Wohnungsbau Pfarrkirchen-Simbach GmbH, eine Beteiligung des Landkreises Rottal-Inn, der Städte Stadt Pfarrkirchen und Simbach am Inn sowie der Gemeinden Ering, der Märkte Triftern und Tann sowie der Sparkasse Rottal-Inn, „noch nie“ Fremdwährungsdarlehen aufgenommen.

In Bayern betroffen ist nach einem Bericht des BR-Magazins „kontrovers“ die Stadt Burglengenfeld in der Oberpfalz. Um Zinsen zu sparen, hätten Tochtergesellschaften der Stadt Fremdwährungskredite in Höhe von 30 Millionen Franken aufgenommen. Als die Schweizer Nationalbank nun völlig unerwartet den festen Wechselkurs aufgeben hat, sind in den Büchern der städtischen Gesellschaften quasi über Nacht Buchungsverluste in Höhe von 3,7 Millionen Euro aufgelaufen.

In ähnlichen Dimensionen bewegen sich laut Medienberichten die Kredite, die Ingolstadt zurückzahlen muss. 16,2 Millionen und 16,76 Millionen Schweizer Franken stehen da seit 1998 zu Buche, als diese Kredite einstimmig aufgenommen wurden. Dieses Geld floss in die Wirtschaftsförderungsgesellschaft IFG.

Bundesweit das wohl dramatischste Beispiel ist nach einem Bericht des BR-Magazin „kontrovers“ Essen im Ruhrgebiet: 450 Millionen Franken hat die Stadt in der Schweiz aufgenommen. Die plötzliche Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro wird jetzt teuer. Je höher der Wert des Franken, desto mehr werden die Schulden in Euro. Europaweit sind die Folgen enorm. Die Statistiken der Europäischen Zentralbank zeigen, dass Institutionen, Unternehmen und Privatleute EU-weit Anleihen im Wert von 145 Milliarden Euro aufgenommen haben. Ein Franken sollte nach der Festsetzung durch die Schweizer Notenbank (SNB) mindestens 1,20 Euro kosten. Doch dann gab die SNB völlig überraschend den Mindestkurs auf. Mit dem Ergebnis, dass der Franken seitdem deutlich teurer geworden ist. Ein Euro kostet aktuell knapp einen Schweizer Franken.


[JUSTIZ/MEDIZIN]

+ + + Bayern will Korruption im Gesundheitsmarkt bekämpfen + + +

Bausback: "Gesetzgeber muss bei sozialschädlichen Verhaltensweisen ein klares rechtspolitisches Signal setzen" /Neuer Straftatbestand der Bestechung im Gesundheitswesen/Offizialdelikt als Unterschied zu Maas-Vorschlag

MÜNCHEN/BERLIN (06.02.15/jk) – Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hat am heutigen Freitag im Bundesrat den bayerischen Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen vorgestellt: "Korruptive Verhaltensweisen im Gesundheitswesen untergraben das für jede Behandlung erforderliche besondere Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Heilberufsträgern, können sich auf die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Behandlung auswirken und den Wettbewerb verfälschen."

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Der heute von Bausback im Bundesrat vorgestellte Gesetzentwurf schlägt laut einer Pressemitteilung des bayerischen Justizministeriums deshalb einen neuen, eigenständigen Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen vor: "Wenn beispielsweise Pharmaunternehmen, medizinische Labore oder Sanitätshäuser mit einem niedergelassenen Arzt ausmachen, dass sie ihm Vorteile gewähren, um eine bestimmte pflichtwidrige Gegenleistung des Arztes wie etwa eine Bevorzugung bei der Verordnung von Medikamenten oder bei der Zuführung von Patienten zu erlangen, hat das Gesetz im Moment eine Regelungslücke. Die will ich schließen."

Bausback hatte bereits im letzten Sommer einen Entwurf in die rechtspolitische Diskussion eingebracht. Rund ein halbes Jahr danach ist nun auch ein Entwurf des Bundesjustizministers bekannt geworden. "Der Entwurf von Bundesjustizminister Maas ist mit den bayerischen Regelungsvorstellungen nahezu identisch. Er trägt einen klaren bayerischen Stempel und das ist gut so", so Bausback.

Ein gravierender Unterschied bestehe aber vor allem darin, dass es sich nach dem bayerischen Vorschlag um ein sogenanntes Offizialdelikt handeln soll. "Das bedeutet, dass die Strafverfolgungsbehörden von Amts wegen tätig werden müssen, wenn ein ausreichender Verdacht für ein strafbares Verhalten besteht.

Nach dem Entwurf des Bundesjustizministers soll die Strafverfolgung hingegen grundsätzlich von einem Strafantrag abhängen. Nur wenn ein besonderes öffentliches Interesse zu bejahen ist, sollen die Staatsanwaltschaften von Amts wegen ermitteln dürfen", so Bayerns Justizminister. Bausback geht das nicht weit genug: "Mit Blick auf die fundamentalen Interessen, die durch den neuen Straftatbestand geschützt werden sollen, sollten all die Fälle auf den Tischen unserer Staatsanwältinnen und Staatsanwälte landen, bei denen ein konkreter Verdacht besteht. Und zwar unabhängig davon, ob ein Mitbewerber, der Patient oder die Krankenkasse ausdrücklich einen Strafantrag stellt."

Foto: Bayerisches Justizministerium

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[MEDIZIN]

+ + + „Staatliche Planwirtschaft bevorzugt Gesundheitskonzerne“ + + +

Dr. med. Detlev Werner (Pocking) sieht im Versorgungsstärkungsgesetz einen starken Eingriff in das Recht auf freie Arztwahl

EGGENFELDEN (01.02.15/jk) – Als weiteren Schritt vom mündigen Bürger zum Sozial-Untertan und massiven Eingriff in die freie Arztwahl sieht der Mediziner Dr. Detlev Werner das geplante Versorgungsstärkungsgesetz der Großen Koalition. „Die staatliche Planwirtschaft bevorzugt Gesundheitskonzerne gegenüber dem freiberuflichen Arzt vor Ort“, sagte Werner auf einer Veranstaltung der FDP Rottal-Inn am Samstag in der Gaststätte Bacchusstubn in Eggenfelden.

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Der Gynäkologe, der seit 15 Jahren in Pocking eine Praxis betreibt und Belegarzt am Krankenhaus Rotthalmünster ist, hat sich das Groß- und Kleingedruckte des Gesetzesentwurfs näher angesehen. „Es ist eindeutig die Handschrift der SPD zu erkennen“, meint Werner, obwohl die CDU den Gesundheitsminister stellt. Unter der Überschrift „Gute medizinische Versorgung darf keine Frage des Wohnorts sein“, werde an den eigentlichen Problemen vorbei, Schönfärberei betrieben.

Nicht nachvollziehbar sei der Aktionismus beim Thema Facharzt-Termin. 80 Prozent der Patienten erhalten innerhalb von zwei Tagen einen Hausarzt-Termin, 60 Prozent der Patienten innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt. „So schnell geht es in keinem anderen Land“, beschreibt Werner das Ergebnis von internationalen Studien. Laut dem Gesetzesentwurf soll für die schnellere Facharzt-Terminvergabe eine Behörde als „Termin-Service-Stelle“ mit einem Budget von 20 Millionen Euro pro Jahr aufgebaut werden. Damit werde über die Hintertür die freie Arztwahl abgeschafft. Dies sei ein großer Schritt in Richtung Staatsmedizin.

Als Konsequenz für die Patienten befürchtet Werner eine Umstellung vom vertrauten Hausarzt zu Wechselärzten. In Krankenhäusern würden nicht ausreichend ausgebildete Assistenzärzte tätig, die Zwangsstillegung von Praxen in den Städten führe nicht automatisch zur Verlegung auf das flache Land. Junge Ärzte würden weiter vom Wechsel auf das Land abgeschreckt. Der Gesetzesentwurf sehe vor, in überversorgten Gebiete Praxen zu schließen. Die Berechnung geschehe nach realitätsfremden Kriterien, kritisiert Werner.

Dr. Ilka Enger aus Neutraubling, Fachärztin für Innere Medizin und stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KZB), befürchtet, dass bundesweit 25.000 und bayernweit 4.600 Praxen wegfallen werden. „Facharztpraxen werden aussterben, es wird immer mehr staatliche Kontrolle ausgeübt und Medizin nach Kassenlage gemacht“, sagte die Internistin.

Das bürokratische Monster, das von Bundesgesundheitsminister Gröhe angedacht wird, eigne sich nicht, die Wartezeiten zu verkürzen. Es sei eher eine kostenintensive Scheinlösung für ein Problem, das es eigentlich gar nicht gibt, so Dr. Karl Ebertseder vom Bundesverband niedergelassener Fachärzte (BVNF) aus Augsburg. "Für uns stellt dieses Vorhaben einen Eingriff in die Autonomie der ärztlichen Praxen dar, der unnötig ist und den meisten Patienten mehr Nachteile als Vorteile bringen wird." Der BVNF sei der Ansicht, dass hier populistisch ein Problem künstlich aufgebauscht wurde, um Gelder aus dem ambulanten Bereich zu den darbenden Krankenhäusern umzuleiten. Damit werde die ambulante fachärztliche Versorgung erneut gefährdet.

Bildtext: Warnen vor Schritt in die Staatsmedizin (v.l.): Niederbayerns JuLi-Vize Florian Romanowsky (Passau), Ndb. FDP-Schatzmeister Claus Rothlehner, der Rottaler FDP-Kreisvorsitzende Siegfried H. Seidl (beide Eggenfelden), Referent Dr. med. Detlev Werner (Pocking), Dr. Ilka Enger (Neutraubling) und der stv. FDP-Kreisvorsitzende Dominik Heuwieser (Unterdietfurt). Foto: König


[TV]

+ + + Jugendwahn im TV: Seniorin klagt über zu wenig altersgerechtes Programm + + +


POSTMÜNSTER/MÜNCHEN(28.01.15/jk) – Der Jäger vom „Forsthaus Falkenau“ geht nicht mehr auf die Jagd, “Der Landarzt“ hat seine Praxis geschlossen und der „Musikantenstadl“ steht auf der Kippe. Dagegen haben Krimis mit Blut und Gewalt Einzug gehalten. „Für uns gibt es immer weniger im Fernsehen“, beklagt sich Lieselotte Fischer (82), die in Postmünster (Lkr. Rottal-Inn) und in der Landeshauptstadt lebt.

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Sie hat jetzt über die Münchner Boulevard-Zeitung „tz“ eine Unterschriftenaktion gestartet und wehrt sich gegen den von den Medien betriebenen Jugendwahn. „Ältere Zuschauer werden diskriminiert“, findet Lieselotte Fischer. Es sei nichts Schlimmes, wenn der Altersdurchschnitt einer Sendung über 65 Jahren liegt, appelliert die Seniorin an die TV-Verantwortlichen.

Fast jede deutsche Großstadt hat „Tatort“
Sie ist am Verzweifeln. Lauter hypermoderne Comedy, unsägliche Castingshows laufen in den öffentlich-rechtlichen Sendern. „Mord und Totschlag ist nichts mehr für unser Alter“, sagt die 82-Jährige. Es würden zu viele „Tatorte“ gesendet. „Jede Stadt hat heute schon einen Tatort.“ Man müsse der Jugend nicht alles vorführen, was an Verbrechen geht, meint sie.

Auf den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF läuft nach Ansicht von Lieselotte Fischer zu viel Sport. „Wer sich für Sport interessiert, kann einen Spartenkanal ansehen.“ Die Gebühren für die Sportrechte könnten die Sender für gute Filme und Serien ausgeben, schlägt sie vor.

Nette Unterhaltungssendungen werden immer weniger, auch lustige Filme seien Mangelware. „Wenn ich schon Fernsehgebühren zahle, möchte ich auch etwas geboten haben.“ Am liebsten schaut die Lieselotte Fischer „Dahoam is Dahoam“ im Bayerischen Fernsehen. Früher habe es viele gute Filme und Serien gegeben,

Was wünscht sich die Seniorin? Mehr Gesundheitssendungen oder ein Programm, bei dem auch ihre Generation noch etwas lernt. Es dürfen auch Wiederholungen von alten Heimatfilmen sein. „Als Gebührenzahler habe ich auch Anspruch auf gute Fernsehunterhaltung.“

Zu wenig Programm für Senioren: Gegen den Jugendwahn im TV sammelt Lieselotte Fischer (82) aus Postmünster (Lkr. Rottal-Inn) Unterschriften.

(Foto: König)

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[MEDIZIN/ROTTAL-INN]

+ + + Krankenhäuser – Rottaler Politik doktert weiter herum + + +

ÖDP-Kreisrat und Klinik-Aufsichtsrat Josef Rettenbeck sieht zwei Optionen für Pfarrkirchen: Schließung 2020 oder Portalklinik/Bürgermeister Wolfgang Beißmann (CSU): Mut haben, Strukturen zu verändern/Pfarrkirchner Ärzte beklagen Patientenflucht

PFARRKIRCHEN (26.01.15/jk) – Das Herumdoktern in der Rottaler Krankenhaus-Politik geht weiter: Wer ein ausgeglichenes Ergebnis der Rottal-Inn-Kliniken will, kommt laut Aufsichtsrat und ÖDP-Kreisrat Josef Rettenbeck um einschneidende Maßnahmen wie der Schließung des Pfarrkirchner Hauses oder der Reduktion zur Portalklinik nicht herum. Bei einem entsprechenden Kreistagsbeschluss im laufenden Jahr werde 2020 zugesperrt, erklärte Rettenbeck auf einer Veranstaltung der ÖDP-Fraktion am Montagabend vor rund 60 Zuhörer im Hotel Spatzl in Pfarrkirchen.

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Und alle paar Jahre grüßt das Murmeltier. Die Rottaler Kreisräte stehen ähnlich wie 2009 vor einer wichtigen Weggabel: ÖDP-Kreisrat und Klinik-Aufsichtsrat Josef Rettenbeck sieht das Rottaler Gremium vor einer Zerreißprobe. Die Rottal-Inn-Kliniken machen wieder ein Millionen-Defizit. Es geht um das Überleben des Kreiskrankenhauses Pfarrkirchen. In der Kreisstadt sei der „Kirchturm“ besonders hoch, meint Rettenbeck. Er gehe kühl an die Sache: „Mir ist ein politischer Selbstmord lieber als ein Scherbenhaufen.“

Die ökonomischen Vorzeichen erfordern Handeln: „Die Erlöse der Fallpauschalen steigen in 2015 um 2,1 Prozent, die Personalkosten um 3,0 bzw. 4,0 Prozent“, rechnet Rettenbeck vor. In Eggenfelden rechne man mit 600.000 Euro Defizit, in Pfarrkirchen mit 2,0 Millionen Euro. Es gebe grundsätzlich zwei Optionen: Pfarrkirchen schließen oder als Portalklinik führen. Wenn es zu einer harten Entscheidung kommen sollte, schlägt Rettenbeck ein Ratsbegehren vor, bei dem die Bürger entscheiden sollen.

Die von einem früheren Gutachten herrührenden Strukturen machen es laut Pfarrkirchens Bürgermeister Wolfgang Beißmann (CSU) nicht einfach. „Wir müssen den Mut haben, Strukturen zu überdenken“, appellierte er. Die Politik sollte das neue Gutachten abwarten. Ziel sei es, zwei starke Häuser aus einer fairen Ausgangsposition entstehen zu lassen. „Die Bürger haben Anspruch auf vernünftige Versorgung.“ Und: Pfarrkirchen trage mit einer entsprechenden Summe zur Kreisumlage bei und damit zur Finanzierung der Krankenhäuser.

Pfarrkirchner Krankenhaus-Mediziner sehen wegen des unterschiedlichen Angebots und der Bewertungsmethode die Klinik der Kreisstadt im Nachteil. Dabei seien die so genannten Infrastruktur-Kosten laut einer Unternehmensberatung in Pfarrkirchen bei 1 : 140 (Arzt: Patienten) günstiger als in Eggenfelden mit 5: 280. Das Haus in der Kreisstadt müsse aber die Fälle zum operativen Eingriff nach Eggenfelden abgeben, während umgekehrt keine Patienten nach Pfarrkirchen geschickt werden, wie Chefarzt Franz Schießl bemängelt. Sein Fazit: „Wer den Patienten entlässt, bekommt den Fall gut geschrieben.“ Für Pfarrkirchen bleibe meist nur ein kärgliches Rest der Fallpauschale. Schießl führt acht Gründe an, warum die „Innere Medizin“ rückläufige Patientenzahlen habe. Wichtigster Grund: Die Patienten aus dem östlichen Landkreis bleiben aus: Rettungsdienste fahren Birnbacher ins Krankenhaus nach Rotthalmünster, Egglhamer werden ins Vilshofener Krankenhaus eingeliefert.

„Wenn täglich zwei Patienten aus dem östlichen Landkreis stattdessen in die Klinik der Kreisstadt kämen“, so rechnet Chefarzt Schießl vor, „dann sind das zusätzliche 700 Patienten.“ Bei einer Fallpauschale von 2.000 Euro ergeben sich Zusatzerlöse von rund 1,4 Millionen Euro.

Chefarzt Schießl geht davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Simbacher aus Enttäuschung über die Schließung des eigenen Akutkrankenhauses sich in einem Haus östlich oder westlich der Landkreisgrenzen behandeln lassen.Krankenhaus-Arzt Dr. Hans Ziegler befürchtet bei einer Schließung des Pfarrkirchner Hauses das Damokles-Schwert der Patientenflucht: Enttäuschte Pfarrkirchner Bürger werden sich rundherum behandeln lassen, nur nicht in Eggenfelden.

Ist so ein Effekt zu befürchten? „Dann haben wir ein großes Problem“, gesteht Aufsichtsrat Josef Rettenbeck. Es sei selbstzerfleischend, wenn es Aufrufe gebe, das überlebende Krankenhaus zu meiden.

„In einigen Jahren steht die Landkreis-Politik mit der Eggenfeldener Klinik vor einem ähnlichen Strukturproblem“, gibt der Pfarrkirchner Allgemeinarzt Christian Bambauer zu bedenken.


[MEDIEN/BERUF

+ + + Straubinger Tagblatt steigt bei Kimeta ein + + +

Niederbayerische Verlagsgruppe beteiligt sich mit neun anderen Verlagshäusern an Jobsuchmaschine

DARMSTADT/STRAUBING (24.01.15/jk) - Die niederbayerische Verlagsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung ist weiter expansiv unterwegs: Die Mediengruppe ist laut einem Eigenbericht in der Samstagsausgabe bei der deutschen Jobsuchmaschine Kimeta mit Sitz in Darmstadt eingestiegen.

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Von Verlagsseite wird die "Internetverantwortliche" Sonja Ettengruber zur Akquisition zitiert: „Das ist ein strategisches Investment für den Verlag.“ Sie sieht den besonderen Mehrwert des Investments in kimeta vor allem in deren Marktkenntnis und der ausgereiften kimeta-Technologie. Diese wurde im vergangenen Jahr bereits zum sechsten Mal in Folge ausgezeichnet und sorgt dafür, dass kimeta mehr als 1,8 Millionen Unique Visitors verzeichnet.

Zum Gesellschafterkreis der 2005 gegründeten Kimeta GmbH zählen neun renommierte Verlagshäuser. Laut kimeta-Pressemitteilung beteiligen sich sechs Verlage neu an der Jobsuchmaschine. Die bereits investierte Heilbronner Stimme und der Mannheimer Morgen stocken ihre Beteiligungen auf.

kimeta ist eines der fünf reichweitenstärksten Portale für Stellenangebote in Deutschland. Die zugrunde liegende Künstliche Intelligenz durchforstet wie eine Art Google ausgeschriebene Stellen in Onlinejobbörsen, auf Unternehmenshomepages, Karrierewebsites und bei Personalberatungen und hält diese für Suchanfragen bereit. Insgesamt ergibt sich daraus ein Zugriff auf derzeit rund 1,7 Millionen aktuelle Stellenanzeigen. Die Suchergebnisse werden nach qualitativen Kriterien und Aktualität geordnet und können zusätzlich durch zahlreiche Filter verfeinert werden. kimeta unterstützt zudem Unternehmen mit individuellen Angeboten bei der Suche nach passenden Bewerbern und der Optimierung des Online-Recruitings. Ein weiterer Geschäftsbereich ist die Lizenzierung der etablierten Suchmaschinentechnologie an Kooperationspartner wie Tageszeitungs- und Fachverlage sowie die Entwicklung von individualisierten Suchlösungen für komplexe Anforderungen im Auftrag staatlicher und gewerblicher Organisationen.

Die kimeta GmbH wurde 2005 von Dr. Erik Spickschen und Torsten Hein in Darmstadt gegründet. Innerhalb weniger Jahre gelang es dem Unternehmen, sich unter den beliebtesten und reichweitenstärksten Jobportalen in Deutschland zu platzieren. 2014 wurde kimeta zum sechsten Mal in Folge Testsieger bei der Umfrage von CrossPro-Research in der Kategorie „Jobsuchmaschinen“.

Prof. Dr. Martin Balle, Verleger der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, war 2014 in die insolvente Münchner Abendzeitung eingestiegen.


[JUSTIZ/KLINIK]

+ + + Gesund in die Klinik – todkrank als Pflegefall entlassen + + +

63-jährige Rentnerin wurde bei gutartiger Zysten-OP Darm verletzt/Vier Meter Dünndarm verschwunden/Operationsberichte mit Leerzeile /Strafanzeige wegen Körperverletzung und Urkundenfälschung/ Klinik-Chef begrüßt Ermittlungen, um Vorwürfe offiziell klären zu lassen

EGGENFELDEN (21.01.15/jk) – Sie kam gesund ins Krankenhaus Eggenfelden und wurde todkrank und als lebenslanger Pflegefall entlassen. Die Rentnerin Nadine M. aus Bad Füssing (63/Name der Redaktion bekannt) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Rottal-Inn-Kliniken und hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Landshut erstattet.

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Die Klinik verweigert nach Angaben ihres Mannes Helmut (70) trotz mehrerer Aufforderungen bis heute genaue Angaben und verhindere so die lebenslange notwendige Weiterbehandlung der Frau mit Pflegestufe 3 und 100 Prozent Behinderung. Über seine Anwältin Brigitte Thomsen aus Pocking (Landkreis Passau) hat das Rentner-Ehepaar inzwischen Schadensersatzklage eingereicht und bei der Staatsanwaltschaft Landshut gegen die Klinik und die behandelnden Ärzte Strafanzeige wegen Körperverletzung, Verdacht auf Diagnosefehler und Verfälschen von Unterlagen eingereicht. Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl bestätigte den Eingang der Strafanzeige sowie das laufende Verfahren. Die Akten seien derzeit bei der Polizei in Passau.

Bei einer Vorsorgeuntersuchung stellte die Frauenärztin von Nadine M. eine Zyste in den Eierstöcken fest und überwies die 63-jährige Französin in die dem Landkreis gehörende Rottal-Inn-Klinik nach Eggenfelden. Trotz Computer-Tomographie (CT), die keine eindeutig bösartige Zyste gezeigt habe, und sehr guter Blutwerte, so ihr Mann, sei seine Frau ohne Aufklärung über andere, z. B. minimalinvasive Methoden zur sofortigen Operation gedrängt worden. „Lebensgefahr!“, hieß es. Ein Oberarzt habe am Montag, 25. November 2013, operiert. Ergebnis: „Gutartige Zyste.“

Nach der Operation bekam die Frau Fieber, das stärker wurde. Erst am Mittwochabend, als sie nicht mehr ansprechbar gewesen sei, hätte der Chefarzt eine Darmverletzung vermutet. Eine Computer-Tomographie-Aufnahme sei erst am nächsten Tag gemacht worden. Die darauf empfohlene Magnetresonanztomographie (MRT) sei nicht erstellt worden, dem Verdacht des verletzten Darms auch nicht nachgegangen worden. Die Patientin blieb noch einmal 24 Stunden bis Freitagmittag liegen. Vorher sei sie noch zu einer Unterschrift gezwungen worden, obwohl bereits ein septischer Zustand eingetreten sei, so Helmut M.

Mehr als vier Meter Darm verschwunden?
In der Notoperation am Ende der Woche wurde fast der gesamte Dünndarm entfernt. Nur 60 Zentimeter kamen zur weiteren Untersuchung. „Obwohl viele Male angefordert, da für die Weiterbehandlung wichtig, gab es keine Auskunft über die Länge und welche Stücke entfernt worden sind. Auch wurde ihr ein Stoma eingepflanzt. „All das hätte bei einer sofortigen OP verhindert werden können“, so Helmut M. Seine Frau kam im Koma in die Intensivstation, wo sie bis Ende Dezember 2013 bleiben musste. Sie wurde mehr als 20 Mal operiert und mit Schmerzmitteln behandelt. Wegen der großen Schmerzen habe seine Frau ihre Beine angewinkelt, ein Narkosearzt habe sie gegen ihren Willen fixiert, erwähnt der Rentner eine weitere Leidensepisode. Seine Frau sollte in die Geriatrie nach Krankenhaus Pfarrkirchen abgeschoben worden, was er verhindern konnte. Am 4. Februar 2014 wurde sie aus der Klinik in Eggenfelden entlassen, bekam aber wegen des ständigen Erbrechens Brechschalen mit nach Hause.

Zuhause wäre sie fast gestorben, beschreibt Helmut M. die leidvolle Geschichte. Erst durch eine weitere Operation an der Uniklinik Regensburg im Frühjahr 2014 sei ihr Leben gerettet worden. Dort sei sie operiert worden, obwohl die Eggenfeldener Ärzte eine erneute Operation nicht für möglich hielten. Selbst das Erbrechen von Galle sei vorbei gewesen. Zum Erstaunen fanden die Regensburger Ärzte nur mehr 1,15 Meter Dünndarm (normal sind vier bis fünf Meter) vor.

Die Eggenfeldener Ärzte hätten sich eher an Spezialisten wenden müssen, da sie nicht mehr weitergewusst haben, wirft der Rentner der Klinik vor. „Es liegt der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung vor“, sagt die Pockinger Rechtsanwältin Brigitte Thomsen. Es sei eventuell sogar von vorsätzlichem Handeln auszugehen. „Meine Frau hätte eher verlegt werden müssen“, so Helmut M. Was für ihn noch schlimmer ist: Die Ärzte hätten mit dem Tod seiner Frau spekuliert, dann wäre es unbeweisbares Organversagen gewesen.

„Meine Frau wird nun ihr ganzes Leben zu leiden haben, denn der Darm ist bekanntlich für alles wichtig“, sagt er.

Verwaltung als Vertuschungsmaschinerie?
Die Verwaltung habe sich in die „Vertuschungsmaschinerie“, so der Bad Füssinger Rentner, eingeklinkt. Aufklärungsformulare und sogar Operations-Berichte seien nachträglich verändert worden und Untersuchungen verweigert worden, klagt er an.

Es gebe drei verschiedene Entlassungsberichte und zwei Versionen des Operationsberichtes. In zwei am selben Tag erstellten Berichten wird einmal die Hauptdiagnose „Dünndarmperforation“ beschrieben und einmal mit Leerzeile weggelassen. Bei der wie sich im Nachhinein herausstellte verhängnisvollen ersten Operation ist laut Angaben des Operateurs alles sauber und in Ordnung gewesen: „keinerlei Auffälligkeiten erkennbar“ und „keinerlei Darmläsion ersichtlich“. Von einem fehlenden Darmstück war keine Rede. Im Entlassungsbericht an die einweisende Frauenärztin, der kurioserweise 14 Tage vor der eigentlichen Entlassung ausgestellt worden war, wurde die Patientin als „gesund“ bezeichnet, obwohl sie bereits im Koma lag. Nach dem Hinweis auf fehlende Aufklärung und unnötige Operation habe der Chefarzt mit einer Verleumdungsklage gedroht. Eine Entschuldigung hat das Rentnerehepaar von den Ärzten oder der Klinik noch nicht gehört.

Besonders sauer ist Helmut M., dass die Radiologie am Krankenhaus Eggenfelden die Leistung für die Computer-Tomographie (CT) ohne festgestellte Diagnose privat abrechnen wollte. Dabei sei es zu einer unschönen Szene gekommen. Seine Frau sei im Bett liegend auf dem Flur vor dem CT-Raum gezwungen worden zu trinken, obwohl sie über starke Übelkeit klagte und sich hatte bereits übergeben müssen. Darauf übergab sie sich erneut und war von Kopf bis Fuß mit voll mit Erbrochenem. „Der Fußboden wurde vom Personal sofort sauber gemacht, die Patientin nicht“, beklagt sich M. Seine Frau sei in der Nässe gelegen. Als sie den Wunsch äußerte, auf das WC zu gehen, habe man ihr vor den anderen wartenden Menschen einen Topf hingeschoben. „Das Handeln war menschenunwürdig.“ Vor Gericht hat er inzwischen einen ersten Erfolg erzielt.

Klinik-Chef begrüßt Ermittlungen zur Klärung
„Wir wissen, dass ermittelt wird“, sagt Dr. Robert Riefenstahl, der Geschäftsführer der Rottal-Inn-Kliniken. „Wir kennen die Geschichte dieser Patientin bereits sehr gut. Denn schon vor den Ermittlungsarbeiten haben wir etliche Monate lang intensiven Kontakt mit dem Ehemann der Patientin gehabt. Er hat von uns alle Unterlagen bekommen, teils sogar mehrfach.“ Dass es für Angehörige oft nicht leicht ist, weiß der Geschäftsführer. „Wir haben dem Ehemann deswegen auch mehrfach Gespräche angeboten. Manchmal ist das, was Ärzte fachsprachlich notieren, für Laien nicht leicht zu verstehen. Wir hätten ihm die Inhalte der Dokumente besser erklären können.“

Zu den konkreten Vorwürfen kann der Geschäftsführer zu diesem Zeitpunkt nichts sagen. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir während laufender Ermittlungen keine Stellung nehmen dürfen.“ Wichtig ist ihm außerdem, Patienten zu schützen. „Deswegen werden wir von unserer Seite niemals Details über einzelne Patienten, deren Gesundheit oder private Angelegenheiten öffentlich diskutieren.“ Die Rottal-Inn-Kliniken begrüßen es ausdrücklich, dass die Ermittlungen nun alle Fragen offiziell klären werden. „Selbstverständlich stellen wir auch hierfür alle Unterlagen zur Verfügung und unterstützen die Behörden.“

Bereits im letzten Jahr ist es zu einer Anzeige wegen einer verweigerten Untersuchung an der Rottal-Inn-Klinik Eggenfelden gekommen. Für Palliativpatientin Christiane Gründler (47) aus Eggenfelden kam nach der Verlegung in die Klinik Altötting und einer Operation im Klinikum München Rechts der Isar jede Hilfe zu spät. „Ich möchte Genugtuung, die Ärzte sollen ihren Fehler wenigstens zugeben“, fordert Witwer Markus Gründler (42), der Strafanzeige erstattet hat. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Diagnose-Fehler dauern laut Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl noch an.

Bildtexte:
Gesund in die Klinik, als Pflegefall entlassen: Nadine M. auf der Intensivstation der Rottal-Inn-Klinik (Foto: privat)

Veränderte Formulare und unterschiedliche OP-Berichte mit demselben Datum fand Ehemann Helmut M., der sich durch die Aktenberge kämpft. (Foto: König)


[JUSTIZ/JVA]

+ + + Neuer Chef bei ‎JVA‬ in Landshut, Erding und Mühldorf + + +

Andreas Stoiber folgt auf Hans Amannsberger

Landshut (19.01.15/jk) - Andreas Stoiber (47) ist Nachfolger von Hans Amannsberger (54) als Chef der Justizvollzugsanstalten (JVA) Landshut, Erding und Mühldorf sowie der Jugendarrestanstalt Landau an der Isar. Hans Amannsberger ist seit Juni 2014 Chef der JVA Straubing und Passau.

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Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, Prof. Dr. Frank Arloth, hat heute (19.01.15) den neuen Leiter Andreas Stoiber offiziell in sein Amt eingeführt. Prof. Dr. Arloth bei diesem Anlass an den scheidenden Leiter der Justizvollzugsanstalten gerichtet: "Sie gehören im Kreis der Anstaltsleiter zu den besonders herausragenden Spitzenkräften. Sie sind ein überzeugender und souveräner Anstaltsleiter. Hohe Persönlichkeitswerte zeichnen Sie aus. Aufgrund Ihres umfassenden Fachwissens und mit bemerkungswertem Führungs- und Organisationsgeschick haben Sie sich in den Anstalten und darüber hinaus im gesamten bayerischen Justizvollzug hohes Ansehen und Vertrauen erworben!“

Und an den Nachfolger Stoiber gerichtet: "Ich bin überzeugt, dass Sie aufgrund Ihrer Persönlichkeit sowie Ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen und Leistungen diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Erfolg meistern werden. Die Anstalten sind bei Ihnen in besten Händen!“

Hans Amannsberger (54 Jahre) begann seine vollzugliche Laufbahn im Dezember 1991 in der Justizvollzugsanstalt Straubing, wo er zunächst als Abteilungsleiter wirkte und zum 1. September 1996 zum Stellvertreter des Anstaltsleiters bestellt wurde. Im Januar 1999 übernahm Amannsberger die Leitung der Justizvollzugsanstalten Landshut, Erding und Mühldorf am Inn. Seit Mitte Juni 2014 ist er nun Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalten Straubing und Passau.

Andreas Stoiber (47 Jahre) trat am 1. Januar 2001 seinen Dienst in der Justizvollzugsanstalt Bernau an. Anschließend wechselte er im Juli 2004 an die Justizvollzugsanstalt Straubing, wo er zunächst als Abteilungsleiter tätig war. Im Januar 2010 wechselte er innerhalb Straubings an die Bayerische Justizvollzugsschule, wo er schließlich mit Wirkung vom 30. Juli 2010 zum stellvertretenden Schulleiter bestellt wurde. Seit 18. August 2014 ist Stoiber Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalten Landshut, Erding, Mühldorf am Inn sowie Leiter der Jugendarrestanstalt in Landau an der Isar.


+++ Überraschungserfolg für Berliner Krimi-Autor +++

Debüt-Roman „Granat für Greetsiel“ stürmt die Charts

BERLIN (20.11.14/pm) - Auch wenn Autor Dirk Trost sicher war, mit seinem Debütroman „Granat für Greetsiel“ seine Leserschaft zu finden, hatte auch er mit diesem Riesenerfolg nicht gerechnet: Innerhalb von nur drei Wochen stürmte der Krimi mit über 10.000 Downloads die Amazon-Büchercharts.

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Schreiben, das wollte Dirk Trost, 57, aus Berlin schon immer. Doch wie das Leben so spielt: Entweder fehlt die Muße oder sein Job als Einrichtungsleiter eines Berliner Pflegeheims durchkreuzt seine Pläne. Doch 2014 klappt es dann doch: Dirk Trost schreibt seinen ersten Krimi mit dem Titel „Granat für Greetsiel“, verlegt ihn zunächst in Eigenregie über „Amazon Direct Publishing“. „Schon nach wenigen Wochen durchbrachen die Verkaufszahlen die 10.000er-Marke“, erinnert sich Trost, „mit diesem Erfolg hatte ich wirklich nicht gerechnet!“

Auch „AmazonPublishing“ wird auf den Newcomer aufmerksam, lädt Dirk Trost zu weiteren Gesprächen nach Frankfurt zur Buchmesse ein. Bereits vor dem Autorendinner steht fest: Trost bekommt einen Autorenvertrag.

Rund drei Jahre arbeitet Autor Trost an „Granat für Greetsiel“, feilt an den sympathischen und fiesen Charakteren des in Ostfriesland spielenden Regionalkrimis, den er von Anfang an als Krimireihe anlegt. Eine literarische Arbeit, die ihm eine schnell wachsende Fangemeinde mit begeisterten Leserstimmen einbringt. Der Folgeband der „Jan de Fries Reihe“ ist bereits weit vorangeschritten, soll bereits im Frühjahr 2015 erscheinen und wird von den Lesern bereits ungeduldig und voller Spannung erwartet.

Erhältlich ist „Granat für Greetsiel“ bei Amazon als eBook, Hardcover und Paperback – ein Hörbuch wird gerade produziert, und auch eine Filmproduktion interessiert sich bereits für den spannenden Stoff. Derzeit wird der Krimi ins Englische übersetzt und wird im kommenden Jahr weltweit vertrieben. Im Debütroman geht es um den mysteriösen Tod einer Frau in Ostfriesland, den die Romanfigur Jan de Fries unbedingt aufklären will. Überraschende Wendungen, falsche und echte Spuren, unterschiedliche Motivlagen und Charaktere ¬all das macht den Roman zu einem unterhaltsamen und spannenden Roman mit einem überraschenden Plot.

Über den Autor
Dirk Trost wurde 1957 in Duisburg geboren. Bereits als kleiner Junge verbrachte er seine Sommerferien regelmäßig an der Nordsee Küste und schmökerte den ganzen Tag über in den Abenteuergeschichten von Enid Blyton und Erich Kästner. Was lag da näher, als selber eine Abenteuergeschichte ¬ oder besser noch ¬ einen Kriminalroman zu schreiben. Es sollte 50 Jahre dauern, bis sich dieser Kindheitstraum mit dem Ostfriesenkrimi »Granat für Greetsiel« erfüllte.

Pressekontakt:
Foto: Aysenur Demir von „Die Hoffotografen“ Berlin

Dirk Trost
Rezensionsexemplare anfordern unter: dirk.trost@gmx.de

ISBN-Nummer: 978-1-47782180-0
Telefon: 030 – 680 792 38
Mobil: 0157 – 762 172 94
Mail: dirk.trost@gmx.de
Facebook: Dirk Trost – Autor
Autorenseite: www.dirktrost.com





+++ Ösi-TV ab 2017 nicht mehr in Bayern zu sehen +++


SALZBURG (11.11.14/jk) – Noch können viele bayerische Fernsehzuschauer ungetrübt über die Grenze fern schauen: Ab 2017 wird der ORF die bisher frei empfangbaren Sender nur noch verschlüsselt ausstrahlen.

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Alexander Horacek, Marketing- und Kommunikationsleiter beim ORF, bestätigte gegenüber der Passauer Neuen Presse die Planungen seines Hauses und begründet dies mit urheberrechtlichen Gründen.

Spielfilme oder Formel 1 - noch immer profitieren die Zuschauer an der Grenze vom (fast) werbefreien ORF, dessen Programme ORF1 und ORF2 nur noch terrestrisch und über Kabel unverschlüsselt ausgestrahlt werden. Bereits Ende der 90er Jahre hatten sich die deutschen Privatsender beschwert. 1998 war der ORF aus dem Münchner Kabelnetz gefolgen.

Der ORF sendet ab dem 25. Oktober 2014 in der ganzen Senderfamilie in High Definition (HD). Damit sind ORFeins, ORF2, ORF III, ORF Sport + und die "Bundesland heute"-Sendungen in höchster Qualität empfangbar. Farben, Schärfe und Kontraste des Fernsehbildes werden in bis zu fünffach besserer Auflösung dargestellt.

Auf dem Bild ist das Regiepult im ORF-Landesstudio Salzburg zu sehen. Hier wird die tägliche TV-Nachrichtensendung "Salzburg heute" produziert.

Weitere Infos

+ + + Autobahndreieck Pocking:
Ausgleichsfläche zum Schutz des Kiebitz gefunden + + +

Freistaat einigt sich mit Bauernverband auf weniger Flächenbedarf

Pocking/München (22.10.14/jk) - Es geht voran am Autobahndreieck Pocking: Der Freistaat Bayern hat sich mit dem Bayerischen Bauernverband darauf geeinigt, für das Teilstück der A 94 zwischen Kirchham und Pocking auf einem früheren Standortübungsplatz 44 Hektar Ausgleichsfläche zu schaffen. Dies teilte Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) heute mit.

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Die Fertigstellung der A 94 ist eine der vordringlichsten Straßenbaumaßnahmen im Freistaat. Der Anschluss an die A 3 ist für Niederbayern von überragender Bedeutung, gerade auch um die Erreichbarkeit der niederbayerischen Bäderregion und des niederbayerischen Chemiedreiecks zu verbessern. Umso mehr freute sich Bayerns Innen- und Baustaatssekretär laut einer Pressemitteilung über das mit dem Bayerischen Bauernverband erzielte Einvernehmen: "Für das Teilstück Kirchham – Pocking wird auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Kirchham/Pocking auf 44 Hektar eine Ausgleichsfläche zum Schutz des Kiebitz sowie als Fläche für den Kiesabbau genutzt. Dadurch kann auf die Inanspruchnahme von 60 Hektar Ackerböden als Ausgleichs- oder Kiesentnahmefläche verzichtet werden."

Ein Expertengremium unter Beteiligung des Bayerischen Bauernverbandes, des Landwirtschaftsministeriums, der Obersten Baubehörde, der Autobahndirektion Südbayern und der höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Niederbayern habe das neue Ausgleichskonzept als sinnvoll bewertet.

Wie geht es weiter? Im Abschnitt Malching – Kirchham kann noch in diesem Jahr der Erörterungstermin stattfinden. Im Abschnitt Kirchham – Pocking werden laut Innenministerium derzeit die Planungsunterlagen aktualisiert. Die geänderte Tektur wird im kommenden Frühjahr fertiggestellt und liegt anschließend öffentlich aus. Jeder hat dann die Möglichkeit, hierzu Stellung zu nehmen. Aber auch bereits vorgebrachte Einwände gegen die bisherige Planung behalten ihre Gültigkeit. Für das kommende Jahr sei ein gemeinsamer Erörterungstermin geplant, in dem alle Beiträge behandelt werden.

Eck dankte in diesem Zusammenhang dem Bauernverband und dem örtlichen Abgeordneten Walter Taubeneder für die konstruktive Arbeit und die tragfähige Lösung. "Damit kommen wir unserem Ziel, die A 94 bis 2019 fertigzustellen ein gutes Stück näher."


+++ Prima Klima statt Lima:
Anden-Kamele fühlen sich auf der Rottaler Weide wohl+++

Alapaka-Trio in weiß, braun und schwarz genießt die Sonne Niederbayerns

PFARRKIRCHEN (10.09.14/jk-exklusiv) – Prima Klima statt Lima: Drei junge Anden-Kamele fühlen sich in Niederbayern so pudelwohl wie in ihrer Heimat. Das Alpaka-Trio Balu (weiß), Fipsy (braun) und Zottel (schwarz) – alle etwa zwei Jahre alt – genießen auf der Weide von Hobbyhalter Bernhard Huber bei Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) die herbstlichen Sonnenstrahlen.

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Das Rottal ist durch seine Pferdezucht weltbekannt, sogar im Wappen des Landkreises ist ein Traberpferd dargestellt. Umso mehr wundern sich Radfahrer und Wanderer, wenn sie nördlich der Kreisstadt Pfarrkirchen an einer Koppel vorbeikommen. Wer schaut denn da über den Zaun? Drei südamerikanische Kamele haben es sich dort auf der Wiese gemütlich gemacht. Der neugierige Balu blickt mit wachen Augen unter seiner weißen Mähne hervor. Auch der braune Fipsy lässt sich locken. Nur der schwarze Zottel bleibt ruhig im Unterschlupf liegen.

Sommer und Winter auf der Weide.
Die aus den südamerikanischen Anden stammende Kamelform der Alpakas wird normalerweise vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet. Die Tiere werden in der Regel einmal jährlich geschoren. Der Wolle-Ertrag sei aber bei den jungen Tieren zu gering, so Bernhard Huber, der beruflich als Betreuer in einer Behindertenwerkstatt tätig ist. „Das ist bei den kleinen Mengen nicht interessant.“ Der Hobbyhalter hat die Alpakas vor rund zwei Jahren aus anderen Stallungen in der Region gekauft und nutzt sie als lebendige Rasenmäher. „Das Trio ist nur dazu da, das Gras auf der Weide zu fressen“, sagt er.

Zufällig vorbeifahrende Radfahrer müssen keine Angst haben, bespuckt zu werden. Alpakas reagieren im Regelfall auf ihre Artgenossen und nicht auf den Menschen. Wenn ein Anden-Kamel auf einen Menschen spuckt, weise dies oft auf eine Fehlprägung hin oder das Tier wurde äußerst belästigt oder sogar gequält. Alpakas spucken in der Regel, um ihre Dominanz in der Herde zu zeigen, so weiß Bernhard Huber, das Rangverhältnis zwischen den Artgenossen zu klären oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten.

Über ihre Körperhaltung signalisieren die Tiere ihre Stimmung. Wenn die Ohren aufgerichtet sind und der Schwanz entspannt nach unten hängt, gehe es dem Alpaka gut und es ist entspannt. Anders wäre es, wenn der Schwanz nach oben geht. Dann wäre dies der Ausdruck erhöhter Aufmerksamkeit und Anspannung. Nur wenn die Ohren länger angelegt sind und ein anderes Alpaka zu nahe ist, kann es dann tatsächlich mit hoch aufgerichteter Nase einen Warnschuss spucken. Als Ursache hierfür gelten Futterneid oder Kämpfe der Tiere untereinander. Nicht verwechseln darf man die Tiere mit Lamas, die seien nämlich größer. Lamas haben sogenannte "Bananenohren", die Ohren sind leicht gebogen und erinnern an die Form einer Banane. Die Ohren von Alpakas sehen hingegen eher aus wie eine Speerspitze.

Das Rottaler Alpaka-Trio – wie das Kamel ein Herdentier – fühlt sich in der Gruppe am wohlsten. Balu, Fipsy und Zottel sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. „Gelbe Rüben und Äpfel gehören zu den Leibspeisen“, verrät Bernhard Huber.

Bildtext: Prima Klima für die Alpakas auf der Rottaler Weide: Balu (weiß), Fipsy (braun) und Zottel (schwarz) gefällt es in der Sonne Niederbayerns. (Foto: König)

+++ Niederbayerische Verleger erobern Oberbayern +++

Passauer Neue Presse (#PNP) übernimmt Reichenhaller Tagblatt/Freilassinger Anzeiger

PASSAU/BAD REICHENHALL (05.07.14/jk) - Der Übernahmefeldzug der niederbayerischen Zeitungsverleger geht weiter. Der Verlag der Passauer Neue Presse (#PNP)übernimmt die Regionalblätter "Reichenhaller Tagblatt/Freilassinger Anzeiger" mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren, kündigte der Verlag in der heutigen Ausgabe der PNP an.

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Nach der Übernahme der Münchner Boulevard-Blattes #Abendzeitung durch die Verlagsgruppe #Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung setzt der zweite große niederbayerische Player am Regionalzeitungsmarkt seine Expansion in Südostbayern fort.

Der Neue Presse-Verlag sei mit den Gesellschaftern der BGL-Medien und Druck GmbH & Co. KG, die unter anderem das Reichenhaller Tagblatt und den Freilassinger Anzeiger herausgibt, übereingekommen, deren Anteile zu übernehmen. „Wir sind überzeugt, dass wir auf diese Weise die Zukunftsfähigkeit unseres Medienhauses insgesamt, aber auch die der erworbenen Zeitungen stärken“, wird NPV-Geschäftsführerin Simone Tucci-Diekmann in der PNP zitiert.

Bereits 2012 hat der Passauer Verlag die beiden oberbayerischen Zeitungstitel "Trostberger Tagblatt" und "Südostbayerische Rundschau" übernommen. Der neue Coup stelle laut Verlegerin strategisch und betriebswirtschaftlich eine „ideale Ergänzung“ dar.

Die Übernahme steht laut NPV noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Die Passauer Neue Presse (PNP) mit ihren Lokalausgaben erscheint laut eigenen Angaben während der Woche bisher mit einer Auflage von knapp 165 000 Exemplaren. Das Reichenhaller Tagblatt und der Freilassinger Anzeiger erreichen zusammen rund 10 000 Stück.


+++ Weltweit erste Benedikt-XVI.-Kapelle in Pfarrkirchen:
„Für alle Mühen gilt Ihnen mein besonderer Segen“+++

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. freut sich über die Idee von Erika Graswald-Böhme/Einverständnis des Ortsbischofs nötig

PFARRKIRCHEN/VATIKANSTADT (03.06.14/jk-exklusiv) – Positive Antwort aus dem Vatikan: „Ich freue mich, dass Sie in der schönen Landschaft Niederbayerns eine Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle errichten wollen, …Für alle Mühen gilt Ihnen mein besonderer Segen“, unterschrieb der emeritierte Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich einen Brief an Kapellen-Initiatorin Erika Graswald-Böhme. Sie will mit der weltweit ersten Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle dem ehemaligen bayerischen Kirchenoberhaupt ein Denkmal setzen. In einem Schreiben hat sie den emeritierten Papst gebeten, das Gotteshaus nach seinem Namen benennen zu dürfen.

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Gut 14 Tage später antwortete der „Papa emeritus“ auf schwerem Büttenpapier: Er freue sich, dass eine Kapelle errichtet werden solle, „die natürlich nicht auf mich, sondern auf den Herrn verweisen wird. Selbstverständlich setze ich das Einverständnis des Ortsbischofs voraus.“ Ganz schlicht schließt der emeritierte Papst mit der Schlussformel „im Herrn Ihr“ und seiner eigenhändigen Unterschrift „Benedikt XVI.“

Große Freude herrschte bei Erika Graswald-Böhme über die positive Antwort. Sie glaubt, dass sich der aus Marktl stammende Joseph Ratzinger sicher noch eine persönliche Begegnung mit ihrer Mutter erinnert haben muss. Die Mutter von Erika Graswald-Böhme, die aus Tittling (Lkr. Passau) stammende Oberlehrerin Hermine Schwankl (geb. Kulzer), hatte Joseph Ratzinger – damals noch Universitätsprofessor – persönlich mehrmals in Altötting getroffen. Gastgeber war der Bischöflich Geistliche Rat Robert Kulzer, ein Bruder der Mutter und damit Onkel von Erika Graswald-Böhme.

„Jetzt kann es weiter gehen“, sagt die in Pfarrkirchen und Garmisch-Partenkirchen lebende Kapelleninitiatorin. Ein Verein soll die Organisation schultern und das Projekt vorantreiben. Nächster Schritt ist allerdings ein Schreiben an den neuen Passauer Bischof Stefan, dem sie das Projekt vorstellen will und dessen Einverständnis einholen will, so wie von Benedikt XVI. gefordert.

Nach seinem Leben und Wirken im Vatikan mit der Papstwahl 2005 und seiner Emeritierung im Jahr 2013 sei es Zeit, dem bayerischen Papst mit der Kapelle ein Denkmal zu setzen, so Graswald-Böhme. Sie hat nach über 20 Jahren als Hotelpächterin („Hotel zur Laube“ in Passau) die nötige Zeit für das ungewöhnliche Engagement. „Einen wunderschönen Flecken auf einem Hügel in Niederbayern“, wünscht sich Erika Graswald-Böhme als Standort für die Kapelle – wenn möglich in der Nähe ihres zweiten Wohnortes Pfarrkirchen. Sie hat bereits konkrete Vorstellungen, wie die Kapelle zur Erinnerung an den bayerischen Papst aussehen soll. Die Grundfläche soll 13 Quadratmeter betragen. Eine Kuppel mit Kreuz und Säulen aus Granit sollen die Eingangstür schmücken. Besonders markant soll ein großes Glasfenster mit der Darstellung von Benedikt XVI. wirken, das die gelernte Glasmalerin entwerfen will.

„Die positive Reaktion aus dem Vatikan ist die eigentliche Geburtsstunde für das Projekt“, sagt Erika Graswald-Böhme. „Es wird noch viele Mühen machen“, ist sich die Kapelleninitiatorin sicher. Aber dafür gilt jetzt der besondere Segen von Benedikt XVI. für das Projekt.

Achtung Redaktionen: Haben Sie Interesse an der Geschichte, Text und Foto via jk@koenig-online.de oder unter Tel. 0171/44 59 706!
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Will mit der weltweit ersten Papst-Benedikt-XVI-Kapelle an das bayerische Kirchenoberhaupt erinnern: Erika Graswald-Böhme plant eine Kapelle zu Ehren von Joseph Ratzinger. Foto: König


+ + + Geht es bei der A94 vorwärts? + + +

Bundesverkehrsministerium führt vierspurigen Neubau der A94 zwischen Burghausen und Pocking unter den Projektvorschlägen für den Bundesverkehrswegeplan 2015 auf/ Trasse Simbach damit integriert?

SIMBACH AM INN (29.05.14/jk) – Kommt die A94 endlich im Landkreis Rottal-Inn an? Der vierspurige Neubau der Autobahn A94 zwischen den Anschlussstellen Burghausen und Pocking ist als „Projektvorschlag“ zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 aufgeführt, teilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am Donnerstag mit.

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Unter der laufenden Nummer 37 der Straßenverkehrsprojekte im Freistaat Bayern taucht der „4-streifige“ Neubau der A94 zwischen den Anschlussstellen Burghausen und Pocking auf. Damit wird elegant die strittige Trassenführung im Raum Simbach am Inn umschifft. Die Trasse von der Anschlussstell Burghausen (Marktl) über Stammham und Kirchdorf a. Inn-Simbach West ist bisher nur zweispurig unter Betrieb.

Im nächsten Schritt werde die „BVWP-Fähigkeit“ des Vorhabens überprüft, so Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Etwa 1.500 Vorschläge zum Neu- und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen, 1.000 Vorschläge für Schienenprojekte und 46 Vorschläge zum Ausbau der Binnenwasserstraßen sind laut Bundesverkehrsministerium in den vergangenen Monaten eingegangen. „Wir haben nun eine weitere wichtige Grundlage für die Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans. Im weiteren Verfahren werden wir den volkswirtschaftlichen und verkehrlichen Nutzen der Projekte überprüfen und klare Prioritäten setzen“, so Dobrindt. Beim Aus- und Neubau liege der Fokus zum Beispiel auf der Beseitigung von Engpässen auf Hauptverkehrsachsen.

Im Laufe des zweiten Halbjahres 2014 werde damit begonnen, die Projekte auf Basis der aktualisierten Verkehrsprognose 2030 zu bewerten. Dabei werden u.a. das Nutzen-Kosten-Verhältnis sowie Umwelt- und Raumordnungsbelange untersucht. „Dieser Prozess wird bis weit in das Jahr 2015 andauern“, heißt es im Bundesverkehrsministerium. Eine Einordnung der Projekte in Priorisierungskategorien könne erst nach Abschluss der Projektbewertungen erfolgen.

Als weitere zu untersuchende Vorhaben für den neuen Bundesverkehrswegeplan im Landkreis Rottal-Inn sind der zweistreifige Neubau der Ortsumgehung Gumpersdorf an der B 20 und die Ortsumgehung der B388 bei Brombach erwähnt.

Foto:
Bundesminister Alexander Dobrindt (Quelle: Henning Schacht)


+++ Weltweit erste Benedikt-XVI.-Kapelle in Pfarrkirchen? +++

Erika Graswald-Böhme will Kirchlein dem früheren bayerischen Kirchenoberhaupt widmen/Schreiben an den emeritierten Papst mit der Bitte um Erlaubnis,
seinen Namen verwenden zu dürfen/Verein soll Projekt betreuen/Pfarrkirchen als Wunschstandort

PFARRKIRCHEN/ROM (13.05.14/jk) – Erika Graswald-Böhme will mit der weltweit ersten Papst-Benedikt-Kapelle dem ehemaligen bayerischen Kirchenoberhaupt im niederbayerischen Pfarrkirchen (Lkr. Rottal) ein Denkmal setzen. In einem Schreiben an den emeritierten Papst bittet sie, das Gotteshaus nach seinem Namen benennen zu dürfen.

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Will mit der weltweit ersten Papst-Benedikt-XVI-Kapelle an das bayerische Kirchenoberhaupt erinnern: Erika Graswald-Böhme plant eine Kapelle zu Ehren von Joseph Ratzinger. Foto: König

+ + + Pfarrkirchen bekommt staatliche Technikerschule + + +

PFARRKIRCHEN/MÜNCHEN (jk/10.04.14). Zwei neue Standorte von staatlichen Technikerschulen hat heute Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle in München bekannt gegeben: "Wir werden zum neuen Schuljahr in Herzogenaurach in Mittelfranken und in Pfarrkirchen in Niederbayern staatliche Technikerschulen errichten", so Minister Spaenle.

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"Berufliche Schulen sind gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Garant dafür, dass junge Menschen eine qualifizierte berufliche Ausbildung absolvieren und sich damit eine solide berufliche Zukunft aufbauen können", so Minister Spaenle. "Dann stehen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Betrieben als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Die Technikerschulen ermöglichen eine anspruchsvolle Weiterqualifizierung."
In Pfarrkirchen (Niederbayern) und in Herzogenaurach (Mittelfranken) werden ab dem kommenden Schuljahr Facharbeitern mit beruflicher Erfahrung die Möglichkeit geboten, sich in einer zweijährigen Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker / zur Staatlich geprüften Technikerin zu qualifizieren. Beide Technikerschulen werden auf Wunsch der regionalen Wirtschaft eingerichtet, um den bestehenden Fachkräftebedarf zu verringern.
Bei der Entscheidung über die jeweilige Fachrichtung orientierte sich das Bildungsministerium an den Erfordernissen von Unternehmen in der Region. Die neue Technikerschule Pfarrkirchen bietet die Ausbildung in der Fachrichtung Metallbautechnik an.
Die neuen Technikerschulen werden mit bestehenden Berufsschulen organisatorisch verbunden, um Synergieeffekte optimal zu nutzen.

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+ + + Im Krankenhaus Braunau am Inn wird kräftig investiert + + +

BRAUNAU AM INN (jk/09.04.14) – Das Krankenhaus Braunau wird bis 2023 mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rd. 100 Millionen Euro modernisiert. Allein in den Jahren 2014 und 2015 werden etwa 14 Millionen Euro investiert. Schwerpunkt ist die Akutgeriatrie, Röntgengeräte sowie der intensivmedizinische Bereich. „Die Investitionen des Landes Oberösterreich in die heimische Spitalslandschaft können sich sehen lassen und scheuen den Vergleich mit anderen Bundesländern nicht", so Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Dr. Josef Pühringer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im oberösterreichischen Braunau am Inn.

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Seit über zwei Jahren läuft laut Pühringer in Oberösterreichs Krankenhäusern eine erfolgreiche Strukturreform. Diese soll die entsprechende Angebote bündeln bei gleichbleibender Qualität der Leistungserbringung. Alleine im heurigen Jahr 2014 werden im Krankenhaus Braunau insgesamt rund 7 Millionen Euro investiert. Rund 1,1 Millionen gibt das Krankenhaus für die Rückführung der interenen Intensivmedizin aus dem niederbayerischen Krankenhaus Simbach am Inn (Rottal-Inn). Das Projekt umfasst in drei Bauphasen bis 2023 neben einer Generalsanierung und Neubaumaßnahmen.
Bereits inn den letzten zehn Jahren wurden wesentliche Investitionen getätigt – insgesamt mehr als 90 Millionen Euro alleine am KH-Standort St. Josef in Braunau. 2003 war der Start der größten Generalsanierung in der Geschichte des Hauses. Der überwiegende Teil wurde vom Land OÖ finanziert, zehn Prozent steuerte der Orden der Franziskanerinnen von Vöcklabruck bei.


+ + + Bayerns Kabinett berät im Mai über Europa Hochschule Rottal + + +

München/Pfarrkirchen (01.04.14/jk) - Das bayerische Kabinett berät im Mai über die geplante Europa Hochschule Rottal im niederbayerischen Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn). Das neue Hochschulangebot sei als „Teil eines umfangreichen Konzeptes zur weiteren Dezentralisierung der bayerischen Hochschullandschaft Gegenstand einer Ministerratsbehandlung“, erklärte Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums, auf Anfrage.

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Die Grundfragen des Studienmodells in Pfarrkirchen, die Dimensionierung, der mögliche Starttermin und die Finanzierung sollen laut Unger im Ministerrat entschieden werden. Kontakte zu möglichen Partnerhochschulen im Ausland seien Angelegenheit der Technischen Hochschule Deggendorf.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte im Februar 2014 überraschend angekündigt, Pfarrkirchen werde als „Europa Hochschule Rottal“ Außenstelle der TH Deggendorf.


+++ Rottal-Inn-Kliniken bieten Gespräch an +++

Klinikchef: "Wir unterstützen die Aufklärung"//"Mit allen gebotenen medizinischen Mitteln geholfen"

PFARRKIRCHEN (26.02.14/jk) – Dr. Robert Riefenstahl, der Geschäftsführer der Rottal-Inn- Kliniken, hat Markus Gründler (42), der die Umstände des Todes seiner Frau geklärt haben will, eingeladen: "„In einem persönlichen Gespräch mit ihm können wir alle medizinischen Entscheidungen der Behandlung an seiner verstorbenen Frau darlegen und erklären."

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In einer Pressemitteilung teilt die Klinik mit: "In den vergangenen Tagen haben regionale Medien berichtet, dass der Witwer einer früheren Patientin Anzeige erstattet hat gegen die Rottal-Inn-Kliniken. Zu lesen waren Vorwürfe, die der Witwer gegen die Kliniken erhebt. Derzeit prüft die Polizei diese Vorwürfe. Die Rottal- Inn-Kliniken warnen nun davor, das Ergebnis der Untersuchungen vorweg zu nehmen."

„Die Polizei hat noch kein abschließendes Ergebnis bekannt gegeben. Für uns ist es deswegen das Gebot der Stunde, abzuwarten, bis dieses Ergebnis feststeht“, sagt Dr. Robert Riefenstahl, der Geschäftsführer der Rottal-Inn- Kliniken.

„Wir nehmen Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen.“

Der Geschäftsführer ist ebenso wie die behandelnden Ärzte gerne bereit, mit dem Witwer zu reden. „In einem persönlichen Gespräch mit ihm können wir alle medizinischen Entscheidungen der Behandlung an seiner verstorbenen Frau darlegen und erklären. An einer öffentlichen Diskussion über medizinische Einzelheiten unserer Patientinnen können und wollen wir uns nicht beteiligen.“

Geschäftsführer Riefenstahl möchte die schweren Vorwürfe nicht völlig unkommentiert stehen lassen: „Wir selbst haben den gesamten Behandlungsweg noch einmal nachvollzogen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Patientin bei uns mit allen gebotenen medizinischen Mitteln und ihren Wünschen gemäß behandelt worden ist.“

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+++ Update 26.02.14/Witwer klagt Klinik an +++

Witwer erstattet Anzeige: Wertvolle Zeit auf Palliativstation Pfarrkirchen verloren/Ehefrau Christiane Gründler (47) nach Operation in München an Magenblutung verstorben

PFARRKIRCHEN (26.02.14/jk) – Tragisches Ende einer langen Leidensgeschichte: Mehr als vier Wochen sollen Ärzte der Kreisklinik Pfarrkirchen eine aufwändige Untersuchung verweigert haben. Für Palliativpatientin Christiane Gründler (47) aus Eggenfelden kam nach der Verlegung in die Klinik Altötting und einer Operation im Klinikum München Rechts der Isar jede Hilfe zu spät. „Ich möchte Genugtuung, die Ärzte sollen ihren Fehler wenigstens zugeben“, fordert Witwer Markus Gründler (42), der Strafanzeige erstattet hat. Jetzt ermittelt die Kripo Passau wegen des Verdachts auf einen Diagnose-Fehler.

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„Wir vermeiden eine unnötige Belastung, ihre Frau stirbt sowieso. “ Mit diesen Worten sollen Ärzte auf der Palliativstation des Kreiskrankenhauses Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) laut Markus Gründler eine Computer-Tomographie (CT) verweigert haben. „Wenn es noch eine Chance gibt, hätte man sie nutzen sollen“, ist Markus Gründler immer noch fassungslos. „Zehn Minuten Belastung ist besser als ein Todesurteil.“

Ärzte in München: Kein Fall für Palliativstation
Erst über einen Palliativarzt, der die Frau ambulant zu Hause betreute, gelang die Verlegung in die Klinik Altötting. „Eine lokale Kompression durch Tumormassen konnte nicht bestätigt werden“, ergab die Aufnahme. Genau das Gegenteil, von dem was die Ärzte in Pfarrkirchen behauptet hätten, so Gründler. Das “sinnlose Beharren“ auf einer nicht bestätigten Diagnose habe wertvolle Zeit gekostet. Am 21. Januar 2014 kam die Patientin mit dem Sanka ins Münchner Klinikum rechts der Isar. „Ihre Frau ist kein Fall für die Palliativmedizin, die Krankheit ist heilbar“, erhielt der besorgte Ehemann dort als Auskunft.

Hoffnung keimte auf. Seine Frau habe diese Situation zwischen Ausweglosigkeit und Leben psychisch fertig gemacht. Von den Ärzten abgestempelt zu werden, sei das Schlimmste. „Das Krankenhaus hat mir alles genommen“, klagt der Witwer. „Sie könnte noch leben“, ist er verzweifelt. Es sei in Pfarrkirchen nichts passiert, außer der Gabe von Schmerzmitteln.

Nach der Operation in München gab es jedoch weitere Komplikationen. Christiane Gründler verstarb am 7. Februar 2014 an einer Magenblutung. „Die Münchner Ärzte haben wenigstens noch versucht, meiner Frau zu helfen“, sagt der Witwer mit Blick auf das bewusste Risiko der OP.

Vier Tage nach dem Tod seiner Frau hat er Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Der Leichnam seiner Frau wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut vom Krematorium in Vilshofen in die Gerichtsmedizin nach München gebracht und daraufhin obduziert worden.

Polizei: Kein Beschuldigter und kein Delikt
Die Obduktion hat laut Michael Emmer vom Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing keine Rückschlüsse auf Fehler ergeben. Inzwischen habe die Kriminalpolizei Passau die Ermittlungen aufgenommen und Unterlagen in den beteiligten Krankenhäusern in Pfarrkirchen, Altötting und München eingeholt. Diese Unterlagen werde ein Rechtsmediziner in einem Gutachten bewerten. Derzeit gebe es keine direkten Beschuldigten und kein konkretes Delikt, so der Polizeisprecher. In der ersten Anzeige war die Polizeiinspektion Eggenfelden noch von fahrlässiger Tötung ausgegangen.

Klinik: „Wir unterstützen Polizei bei ihrer Arbeit“
„Die Polizei ermittelt derzeit, weil der Ehemann einer früheren Patientin

Anzeige erstattet hat“, bestätigt Dr. Jan Güssow von der Geschäftsführung der Rottal-Inn-Kliniken. „Sie war vor einiger Zeit Patientin unserer Palliativstation.“

Die Rottal-Inn-Kliniken haben erst durch diese Ermittlungen davon erfahren, dass die Frau in einer anderen Klinik gestorben ist. „Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und ihren Angehörigen“, sagt Güssow. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, können die Rottal-Inn-Kliniken nichts Näheres dazu sagen. „Wir unterstützen die Polizei bei ihrer Arbeit, so gut wir können“, sagt Güssow. „Wir haben die Patienten-Unterlagen bereits den Behörden übergeben. Uns ist es wichtig, dass es möglichst bald Klarheit gibt.“

Operation mit Folgen
Der Leidensweg von Christiane Gründler beginnt im Jahr 2004. Damals diagnostizierten Ärzte einen Gebärmutterhalskrebs. Vier Jahre und achte Jahre später folgten Unterleibsoperationen. Bei einer mehrstündigen Bauch-Operation am 17. September 2012 im Klinikum Eggenfelden verletzten die Operateure offensichtlich den Darm mit dem elektronischen Skalpell. Wenige Tage nach der Operation folgte eine Notoperation, bei der ihr 20 Zentimeter Darm entfernt werden mussten. Ein künstlicher Darmausgang wurde gelegt. Innerhalb von neun Wochen musste die Patientin 16 Vollnarkosen über sich ergehen lassen. Die Wunde am Bauch wurde über eine Vakuumpumpe geschlossen.

Ehe von Krankheit dominiert
„Meine Frau wollte leben“, war ihrem Mann noch Mitte Dezember 2013 trotz des Ernstes der Lage klar. Rund 22 Jahre waren beide verheiratet. „Die Krankheit hat unsere Ehe dominiert, aber auch zusammengeschweißt“, so der Frührentner. Noch einer vermisst Christiane Gründler: Dackel Rocci, mit dem sie so gern noch mal eine Runde drehen wollte, sucht nach seinem Frauchen.

Strafanzeige als Trauerarbeit
„Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen und wollte so gern noch bei uns sein“, hat Markus Gründler die Todesanzeige für seine Frau überschrieben. Am Montag letzter Woche (17.2.) war die Urnenbeisetzung. Die juristische Aufarbeitung des Falles beginnt. „Ich will den Sinn verstehen, warum meine Frau sterben musste“, sagt Gründler zur Motivation seiner Strafanzeige.


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Markus Gründler (42) und Dackel Rocci trauern um Christiane Gründler (47). Der Tod der Palliativpatientin wird wegen des Verdachts auf Diagnosefehler von der Polizei untersucht.
Foto: Josef König

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+++ CT verweigert – Patientin tot +++

Witwer zeigt Rottal-Inn-Kliniken wegen fahrlässiger Tötung an/Palliativpatientin Christiane Gründler (47) nach verspäteter Operation an Magenblutung verstorben

PFARRKIRCHEN (20.02.14/jk) – Tragisches Ende einer langen Leidensgeschichte: Mehr als vier Wochen sollen Ärzte der Kreisklinik Pfarrkirchen eine aufwändige Untersuchung verweigert haben. Für Palliativpatientin Christiane Gründler (47) aus Eggenfelden (Lkr. Rottal-Inn) kam nach der Verlegung in die Klinik Altötting und einer Operation im Klinikum München Rechts der Isar jede Hilfe zu spät. „Ich möchte Genugtuung, die Ärzte sollen ihren Fehler wenigstens zugeben“, fordert Witwer Markus Gründler (42), der Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt hat. Jetzt ermittelt die Kripo Passau wegen des Verdachts auf einen Diagnose-Fehler.

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„Wir vermeiden eine unnötige Belastung, ihre Frau stirbt sowieso. “ Mit diesen Worten sollen Ärzte auf der Palliativstation des Kreiskrankenhauses Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn) laut Markus Gründler eine Computer-Tomographie (CT) verweigert haben. „Wenn es noch eine Chance gibt, hätte man sie nutzen sollen“, ist Markus Gründler immer noch fassungslos. „Zehn Minuten Belastung ist besser als ein Todesurteil.“

Erst über einen Palliativarzt, der die Frau zu Hause betreute, gelang die Verlegung in die 40 Kilometer entfernte Klinik Altötting. „Eine lokale Kompression durch Tumormassen konnte nicht bestätigt werden“, ergab die Aufnahme. Genau das Gegenteil, von dem was die Ärzte in Pfarrkirchen behauptet hätten, so Gründler. Seine Frau habe diese Situation zwischen Ausweglosigkeit und Hoffnung psychisch fertig gemacht. Von den Ärzten abgestempelt zu werden, sei das Schlimmste. „Das Krankenhaus hat mir alles genommen“, klagt der Witwer. „Sie könnte noch leben“, ist er verzweifelt. Es sei in Pfarrkirchen nichts passiert, außer der Gabe von Schmerzmitteln.

Am 21. Januar 2014 kam die Patientin mit dem Sanka ins Münchner Klinikum Rechts der Isar. Dort wurde sie operiert - vergebens: Sie starb am 7. Februar 2014 an einer Magenblutung. „Die Münchner Ärzte haben wenigstens noch versucht, meiner Frau zu helfen“, sagt Gründler mit Blick auf das bewusste Risiko der OP. Vier Tage nach dem Tod seiner Frau hat er Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Der Leichnam seiner Frau wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut vom Krematorium in Vilshofen in die Gerichtsmedizin nach München gebracht und daraufhin obduziert worden.

Klinik: Wir unterstützen Polizei bei ihrer Arbeit
„Die Polizei ermittelt derzeit, weil der Ehemann einer früheren Patientin Anzeige erstattet hat“, sagt Dr. Jan Güssow von der Geschäftsführung der Rottal-Inn-Kliniken am Freitag. „Sie war vor einiger Zeit Patientin unserer Palliativstation.“ Die Rottal-Inn-Kliniken haben erst durch diese Ermittlungen davon erfahren, dass die Frau in einer anderen Klinik gestorben ist. „Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und ihren Angehörigen“, sagt Güssow.

Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, können die Rottal-Inn-Kliniken nichts Näheres dazu sagen. „Wir unterstützen die Polizei bei ihrer Arbeit, so gut wir können“, sagt Güssow. „Wir haben die Patienten-Unterlagen bereits den Behörden übergeben. Uns ist es wichtig, dass es möglichst bald Klarheit gibt.“

Wenn Ärzte Fehler machen, deckt das nicht immer der Friedhof zu: In deutschen Krankenhäusern sterben jedes Jahr 18.800 Patienten an Komplikationen und Behandlungsfehlern. Damit sterben durch Behandlungsfehler in Krankenhäusern fünf Mal mehr Menschen als durch Unfälle im Straßenverkehr. Das ist das Ergebnis einer Berechnung der Universität Witten/Herdecke für den aktuellen AOK-Krankenhaus-Report. Besonders pikant: Die Mitarbeiter der Rottal-Inn-Kliniken empfinden die vom AOK-Bundesverband aufgestellte Behauptung, dass jährlich Tausende von Patienten aufgrund von Behandlungsfehlern in den Krankenhäusern zu Tode kämen, als Diffamierung „Hier wird üble Nachrede aus politischem Kalkül betrieben“, sagte Klinikgeschäftsführer Dr. Robert Riefenstahl noch Anfang Februar.

Auf das Pflegepersonal lässt Markus Gründler auch nichts kommen: Es sei nett gewesen und habe sich rührend um seine Frau gekümmert. Nur die Ärzte in der Pfarrkirchner Klinik hätten nicht auf seinen Wunsch nach einer Computertomographie gehört und die wahren Probleme seiner Frau nicht erkannt. „Sie haben sich hinter lateinischen Fachbegriffen versteckt.“

Operation mit Folgen
Der Leidensweg von Christiane Gründler beginnt im Jahr 2004. Damals diagnostizierten Ärzte einen Gebärmutterhalskrebs. Vier Jahre und achte Jahre später folgten Unterleibsoperationen. Bei einer mehrstündigen Bauch-Operation am 17. September 2012 im Klinikum Eggenfelden verletzten die Operateure offensichtlich den Darm mit dem elektronischen Skalpell. Wenige Tage nach der Operation folgte eine Notoperation, bei der ihr 20 Zentimeter Darm entfernt werden mussten. Ein künstlicher Darmausgang wurde gelegt. Innerhalb von neun Wochen musste die Patientin 16 Vollnarkosen über sich ergehen lassen. Die Wunde am Bauch wurde über eine Vakuumpumpe geschlossen.

Ehe von Krankheit dominiert
„Meine Frau wollte leben“, war ihrem Mann noch Mitte Dezember 2013 trotz des Ernstes der Lage klar. Rund 22 Jahre waren beide verheiratet. „Die Krankheit hat unsere Ehe dominiert, aber auch zusammengeschweißt“, so der Frührentner. Noch einer vermisst Christiane Gründler: Dackel Rocci, mit dem sie so gern noch mal eine Runde drehen wollte, sucht nach seinem Frauchen.

Strafanzeige als Trauerarbeit
„Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen und wollte so gern noch bei uns sein“, hat Markus Gründler die Todesanzeige für seine Frau überschrieben. Am Montag dieser Woche (17.2.) war die Urnenbeisetzung. Die juristische Aufarbeitung des Falles beginnt. „Ich will den Sinn verstehen, warum meine Frau sterben musste“, sagt Gründler zur Motivation seiner Strafanzeige. „Wir müssen zuerst das Obduktionsergebnis abwarten“, sagt Gründlers Anwalt Rudolf Wenzl. Der Fall müsse über Gutachten abgeklärt werden.


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Markus Gründler (42) und Dackel Rocci trauern um Christiane Gründler (47). Der Tod der Palliativpatientin wird wegen des Verdachts auf Diagnosefehler von der Polizei untersucht.
Foto: Josef König

+++ Bestattungskultur/Privates Denkmal: Totenmaske wahrt das Andenken +++

Starnberger Künstlerin Dr. Beate Pohlus gestaltet nach 500 Jahre alter Methode das „letzte Gesicht“ von Verstorbenen

STARNBERG (jk) – Keine Form der Trauerarbeit hinterlässt eine stärkere Präsenz: Die Totenmaske ist für Angehörige mehr als ein plastisches Erinnerungsstück. „Das Abnehmen des letzten Gesichtes macht den Tod fassbarer“, sagt die Starnberger akademische Bildhauerin Beate Pohlus. Die 52-jährige Starnbergerin erstellt seit über 25 Jahren künstlerische Abgüsse von Verstorbenen – nach einer traditionellen Methode.

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Mit einem Kreuzzeichen und einem kurzen Gebet geht Beate Pohlus ans Werk. Die promovierte Kunsthistorikerin bewahrt eine uralte Tradition als seltenes künstlerisches Metier. „Meist drängt die Zeit, denn ihre Arbeit muss getan sein, bevor die Beerdigungsfeierlichkeiten beginnen. Entweder zuhause, noch in der Klinik oder in der Leichenhalle stellt die Künstlerin die Negativform her.
Als besonderen Trauerdienst bietet Beate Pohlus den Hinterbliebenen an, bei der Abnahme der Totenmaske dabei zu sein. Für die Angehörigen sei es äußerst tröstlich, dieses Ritual des Abschieds miterleben zu können.

Gipsstückform statt Silikon
Beate Pohlus wendet bei der Abnahme des Negativs ein traditionelles Gipsstückform-Verfahren an, das sie im Rahmen ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste München erlernt hat. Sie trägt mit einem weichen Pinsel vorsichtig Vaseline auf die Haut des Verstorbenen auf und legt eine erste dünne Gipsschicht auf. Die künstlerisch anspruchsvolle Tätigkeit beginnt für Beate Pohlus bereits mit der Auswahl des Materials. Sie verwendet schon für das Negativ hochwertigen, reinen Gips, mit dem sich ein wesentlich genaueres Bild von den letzten Zügen des Verstorbenen abnehmen lässt als mit Silikon. „Das Gesicht wird in hohem Maße naturgetreu abgeformt“, sagt die Bildhauerin.

Mehrteiliges Negativ
Pohlus platziert sorgfältig Fäden als Trennlinien für das spätere Negativ von der Stirn jeweils über das Auge zum Kinn. Darauf gibt die Bildhauerin eine etwa zwei Zentimeter dicke Gipsschicht. In mehreren Schichten wird nun die Form umsichtig aufgebaut. „Zu einem genau berechneten Zeitpunkt, an dem der Gips nicht zu flüssig und nicht zu fest sein darf, werden die Fäden gezogen“, so die Dozentin für Gusstechnik an der Fachhochschule Augsburg. Es entstehen mehrere kleinere Formstücke, die sich nun leicht ablösen lassen. „Auf diese Weise widerfährt dem Verstorbenen respektvolle Schonung.“

Durch die aufwändige, mehrteilige Negativabformung sei die Herstellung einer Drei-Viertel-Maske des Hauptes möglich: Das Positiv zeige zusätzlich zum Gesicht auch die Partie der Ohren. So bleibe zusätzlich zur Maske die Kopfform erhalten, die ein wesentliches Merkmal der Individualität des Menschen oder der Person ist. „Gerade die Ohren geben Charakteristika einer Person wieder. Darüber hinaus bleibe die Kopfform erhalten und mit ihr wesentliche individuelle Merkmale, vor allem aber eine ungewöhnliche Präsenz durch die eigene Plastizität.“

Rund vier Stunden dauert die Arbeit am Leichnam. Meist ist die Bildhauerin allein. Wie kommt sie damit zurecht? „Als religiöser Mensch sehe ich den Körper als eine Hülle, die der Mensch nach dem Tod ablegt“, sagt sie. Die Totenmaske gibt die Eigenschaften eines Menschen wie Güte, Emotionalität, Wärme, Generosität wieder. "Das Gesicht offenbart, wie der Mensch gelebt hat."

In ihrem Atelier fügt die Künstlerin die Gipsteile zur Negativform zusammen und retuschiert Fehlstellen. Die Form wird mit einem Pinsel in mehreren dünnen Schichten mit Alabaster-Gips ausgefüllt. Mit Hammer und Meißel, dann mit feinen Werkzeugen wie kleinen Schabern und Nadeln trennt sie mit viel Fingerspitzengefühl das Negativ vom Positiv.
Assistenz bei der Totenmaske von Carl Orff
Die Zahl der Spezialisten für die Kunst am Tod ist überschaubar. Beate Pohlus kam vor über 30 Jahren an der Münchner Akademie der bildenden Künste zu dem seltenen Metier. Sie durfte bei der Abnahme der Totenmaske des Komponisten Carl Orff im Jahr 1982 assistieren. Seither hat sie selbst rund 60 Masken und zahlreiche Handformen erstellt. Die Künstlerin wurde etwa von den Hinterbliebenen einer bekannten Industriellenfamilie nach Wien oder für eine Adelige nach Italien gerufen.

Alte Tradition
"Bei Schauspielern ist es meist selbstverständlich, eine Totenmaske anzufertigen", sagt ein Bestatter ohne Namen zu nennen. In Zeiten der modernen Technik werde häufig ein Abschiedsbild mit der Digitalkamera aufgenommen, heißt es.

Das Abbilden von Heroen und Göttern auf Masken reicht bis in die Antike zurück. Das Goldene Antlitz von Agamemnon aus der Zeit um 1500 vor Christus, aber auch die Gipsmaske des Renaissance-Dichters Dante aus dem 14. Jahrhundert sind Beispiele. Das 19. Jahrhundert galt als Blütezeit der Totenmaske: Gedenken in Gips gibt es von den Komponisten Richard Wagner, Josef Haydn, Ludwig van Beethoven oder Gustav Mahler und von König Ludwig II. (+1886). Dem deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) wurde die Ehre eines Abdrucks bereits zu Lebzeiten zuteil.

Service in der Stadt der Pompfüneberer
In der österreichischen Hauptstadt, wo die Menschen und der Tod so etwas wie eine bittersüße Liebesgeschichte eingehen, hat sich eine alte Tradition um die Totenmasken im Namen der heute tätigen, uniformierten Bestatter überliefert. Die so genannten „Pompfüneberer“ gehen auf den „Pompa funebre“ zurück, wie Magistra Helga Bock von der Bestattung Wien erläutert. Im römischen Trauerzug, dem so genannten Pompa, hielten Schauspieler Masken mit Stäben vor ihr Gesicht. Sie stellten die großen Ahnen der Toten dar.

In unserer Zeit hat das größte Bestattungsunternehmen Österreichs Abdrucke von Gesicht und Händen seit März 2008 in ihr Trauerangebot aufgenommen. Seither wurden laut Helga Bock zwölf Totenmasken abgenommen, allein im letzten Jahr fünf. Vier Mitarbeiter sind ausgebildet, Totenmasken aus Alabastergips herzustellen. Nach dem Trocknen werde die Gipsplastik nachbearbeitet. Für die Negativform werde Zwei-Komponenten-Silikon verwendet. Der erste Abdruck im Rahmen des Services wurde 2007 vom verstorbenen Jazz-Weltstar Joe Zawinul erstellt. Die Erinnerungsstücke werden auf Polster gebettet in einer Glas-Schatulle überreicht, so Bock.

Der ungewöhnliche Bestattungsservice hat sich auch in Zürich etabliert. Drei- bis viermal im Jahr fragen in der Schweizer Hauptstadt Zürich Angehörige nach Gips-Abdrücken vom Gesicht eines Verstorbenen, so Bruno Bekowies, stellvertretender Leiter des Züricher Bestattungsamtes. „Wir denken, das ist ein schönes, erhaltenswürdiges Handwerk.“ Das Abnehmen der Maske übernehmen Mitarbeiter des Bestattungsamtes, die über eine thanatopraktische Ausbildung verfügen. Das Negativ werde zum Gießen an ein Fremdunternehmen abgegeben. Ab 1.500 Franken (rd. 990 Euro) wird der ausgefallene Wunsch erfüllt.

Denkmal im privaten Raum

Die Totenmaske versteht Künstlerin Beate Pohlus als Denkmal im privaten Raum: Die Angehörigen hängen sich das "letzte Gesicht" zur Erinnerung an die Wand oder stellen es auf das Klavier, weiß sie. „Mit dem Antlitz des Toten verbinden Angehörige ein geistiges Erbe“, so Pohlus.

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Künstlerischer Feinschliff an der Totenmaske: Beate Pohlus entfernt die Gussnähte.

+++ Das grüne Herz Österreichs stellt sich vor +++

Sommerempfang des österreichischen Handelskonsulats im Bayerischen Hof München

MÜNCHEN (16.07.2012/jk) - Das grüne Herz Österreichs, die Steiermark, hat sich beim Sommerempfang des österreichischen Handelskonsulats unter Leitung von Handelskonsul Dr. Michael Scherz am Montag Abend im Königssaal des „Hotel Bayerischer Hof“ vorgestellt.

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Die Moderatoren Sabine Sauer und Peter Machac führten charmant durch den Abend: Hochrangige Gäste waren Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Stellvertreter des Landes Steiermark, Christian Buchmann, steirischer Wirtschaftsminister, und Dr. Ralph Scheide, Österreichischer Botschafter in Deutschland.

Die Steiermark ist für Bayern ein Exportschlager. Im Vorjahr wurden Waren im Wert von zwei Milliarden Euro von der Steiermark nach Bayern exportiert - und diese guten Wirtschaftsbeziehungen sollen künftig noch intensiviert werden. Um die Wirtschaftsbeziehungen weiter zu verbessern, war eine Wirtschaftsdelegation mit Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) an der Spitze in München.

Auf der bayerischen Seite waren Martin Zeil, stv. Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel, CSU-Fraktionschef Georg Schmid, FDP-Fraktionschef Thomas Hacker vertreten. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sagte bei einem Treffen mit Schützenhöfer und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP): „Wir wollen die Zusammenarbeit, was die Cluster, die Netzwerke, die Wissenschaft, die Technologie angeht, noch intensivieren.“ Die steirische Delegation traf sich auch mit dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer

Mit der Zusammenarbeit könnten zigtausende Arbeitsplätze in der Automobilindustrie in beiden Ländern gesichert werden. Auch im Tourismus bestehen Schützenhöfer zufolge enge Verbindung: „Ein Drittel der deutschen Gäste kommt aus Bayern. Wir erhoffen uns für die Ski-WM in Schladming viele bayerische Gäste - wir wissen, die Bayern lieben die Steiermark, und die Steirer lieben die Bayern.“.

In punkto Landesschulden wollen die Steirer vom Freistaat lernen, der bis zum Jahr 2030 schuldenfrei sein will: „Das Beispiel Bayern zeigt, dass Länder, die finanziell den Spielraum wieder gewinnen, dann mehr für die Zukunft tun können. Das wollen wir in der Steiermark mit dieser Reformpartnerschaft - den jungen Menschen und damit dem Land ein Stück Zukunft ermöglichen“, schloß Schützenhöfer seine Rede.

Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), der zum ersten Mal auf dem Empfang gesichtet, setzte sich gleich in die Nesseln. Auf die Frage, ob er denn nicht gern in der Steiermark Urlaub machen würde? Nein, in Österreich käme höchstens Wien in Frage, da es München oder Hamburg adäquat sei. Ganz Kabarettist, spielte das Münchner Stadtoberhaupt auf das HypoAlpeAdria-Desaster der BayernLB-Katastrophe an: „Österreicher sind in München herzlich willkommen, solange sie uns nicht wieder eine Bank verkaufen wollen.“ Honorarkonsul Dr. Michael Scherz konterte: „Da gehört immer jemand dazu, der eine kaufen will.“



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+ + + Schachkalender „Schach-Träume 2012“ erschienen + + +

Satirische Zeichnungen von Johannes A. M. Dreylung

MÜNCHEN (12.12.11/jk) – Der künstlerische Schachkalender „Schach-Träume 2012“ mit satirischen Zeichnungen von Johannes A. M. Dreyling ist in der Waltraud Walddherr Edition (München) erschienen.

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Bei den festen Regeln des Schachspiels erweckt der Künstler Johannes A. M. Dreyling die Figuren mit dem ihm eigenen Humor zum Leben. Während den Spielern beim Königlichen Spiel die Köpfe rauchen, und sie mit den Figuren ihr Gefecht austragen, machen diese sich ihren eigenen Reim auf die Gesellschaft. Sie finden in ihrer Schwarz/Weiß-Polarität immer neue feine Zwischentöne. Mit Hintersinn versieht der Künstler wie kein anderer seine Strichzeichnungen.
Info: Schach-Träume 2012 - Kunstkalender, ISBN 978-3-939840-09-1, 13 Blatt – Spiralbindung, Euro 17,90.
Über den Verlag
Die Waltraud Waldherr Edition wurde 2005 in München gegründet. Kunstpostkarten und Kalender (Zeichnungen) gehören zum Schwerpunkt des Verlagsprogramms.

Waltraud Waldherr ist seit über zwei Jahrzehnten in den Bereichen Bildende Kunst, Galerie und Kulturmanagement tätig. Bestellungen über den stationären Buchhandel, www.amazon.de oder direkt beim Verlag:

Waltraud Waldherr Edition
Joseph-Seifried-Straße 18
80995 München
Tel: (089) 55 29 18 07
Mobil: (0170) 6 52 84 03
Fax: (089) 55 29 18 08
E-Mail: info@edition-ww.com



+ + + Oberösterreichs Wirtschaft holt wieder auf


3,4 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 / 3,4 Prozent Arbeitslosenquote im Juni 2011 erreicht noch nicht Vorkrisenniveau von 2,6 Prozent

LINZ (20.07.11/jk) – Das Bundesland Öberösterreich knüpft mit 3,4 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 wieder an frühere Erfolge an. „Trotz des schärfsten Wirtschaftseinbruchs seit 1945 sind wir in den Bereichen Pleiten und Arbeitsmarkt gut durch die Krise gekommen“, sagte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am Mittwoch in Linz.

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Als stark industrie- und exportorientiertes Bundesland sei Oberösterreichs Wirtschaft im Rezessionsjahr 2009 mit minus 4,1 Prozent besonders stark eingebrochen (Österreich-Schnitt: - 3,6 Prozent). Im Bundesländervergleich sei Oberösterreich vom vorletzten Platz des Jahres 2009 wieder an die Spitze beim Wirtschaftswachstum zurückgekehrt.

Trotz erfreulicher Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat Oberösterreich laut Pühringer das Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Im Juni 2011 habe die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent betragen. Vor der Wirtschaftskrise im Juni 2008 erreichte das südliche Nachbarland Bayerns 2,6 Prozent. Oberösterreich werde weiter in die Arbeitsmarktpolitik investieren, um das Ziel Vollbeschäftigung – eine Jahres-Arbeitslosenquote von zirka 4 Prozent – wieder zu erreichen, kündigte der Landeshauptmann an.

„Der Arbeitsmarkt in Oberösterreich hat noch Potential“, stellte der Landeshauptmann fest. Öberösterreich sei auf einem guten Weg, wieder das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote zu werden. Die Chancen stehen nach sechs Monaten in 2011 gut.

+ + + Anklopf-Zeremoniell an der Kaiser-Gruft: Abschied von Habsburg


Trauerzug als Tourismusattraktion in der Wiener Innenstadt / Rendezvous mit der k.-u.-k.-Geschichte

WIEN (16.07.11/jk) – Rendezvous mit der k.-u.-k.-Geschichte: Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstag den Trauerzug für den verstorbenen Kaiser-Sohn Otto von Habsburg durch die Wiener Innenstadt gesäumt.

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3.500 Trauergäste, darunter gekrönte Häupter wie Schwedens König Carl Gustaf, folgten dem in eine schwarz-gelbe Fahne gehüllten Sarg des österreichischen Thronfolgers und deutschen Staatsbürgers vor die Kaisergruft, wo er im Familienkreis beigesetzt wurde. Vor der Kapuzinerkirche am Neuen Markt nahmen die Trauergäste aus Adel, Klerus, Politik, Ritterorden und Militär Aufstellung für ein ergreifendes Zeremoniell, das den am 4. Juli im Alter von 98 Jahren verstorbenen Otto von Habsburg auf seinem Weg zur letzten Ruhestätte begleitet. Symbolisch sehen Beobachter in der Beisetzung den endgültigen Abschied Österreichs von der Monarchie.

Dreimal klopfte Zeremonienmeister Ulrich Lipp, ein Vertrauter der Familie Habsburg, gegen 18.15 Uhr an das Tor der Kapuzinerkirche. "Wer begehrt Einlass?", fragte Kapuziner-Pater Gottfried Undesser durch die geschlossene Tür. Ulrich Lipp antwortete: "Otto von Österreich, einst Kronprinz von Österreich-Ungarn, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen … etc. etc. " Mit den Worten „Wir kennen ihn nicht!“, lehnte Pater Gottfried das Öffnen des Tores ab. Nach erneutem Klopfen und der Frage: „Wer begehrt Einlass?“ werden die politischen Funktionen aufgezählt. Abermals folgt durch das verschlossene Tor: „Wir kennen ihn nicht!“ – Nach abermaligem dreimaligen Klopfen fragt der Kapuziner wieder: „Wer begehrt Einlass?“ –Der Zeremonienmeister: „Otto –ein sterblicher, sündiger Mensch.“ Daraufhin öffnet der Kapuziner mit den Worten „So komme er herein!“ das Tor. Mehrere Kapuzinerpater mit brennenden Kerzen bilden ein Spalier: Unter Trommelwirbel tragen Tiroler Schützen Otto von Habsburg zur Gruftkapelle. Die Zeremonie wurde bereits bei der Beisetzung von Kaiserin Zita im März 1989 genauso vollzogen.

Vor der Beisetzung zog der Kondukt auf einem 2,4 Kilometer langen Weg durch die Wiener Innenstadt vom Stephansdom über den Graben, die Hofburg und die Ringstraße bis zur Kaisergruft. Hinter dem Sarg gingen Karl von Habsburg, der 1961 geborene jetzige Chef der Familie, und seine Frau Francesca mit den drei Kindern. Abordnungen von Tiroler Schützenverbänden, Kameradschaftsbünden, Adel und Ritterorden führten den Zug an. Zahlreiche Vertreter aus den früheren österreichischen Kronländern erwiesen dem verstorbenen Thronfolger die letzte Ehre. Unter den wenigen deutschen Trauergästen folgte Bernd Posselt, Sprecher der sudetendeutschen Landsmannschaft und Münchner Europaabgeordneter der CSU, dem Sarg des Verstorbenen durch die Wiener Innenstadt.

Unter den Trauergästen im Dom war der österreichische und europäische Hochadel zahlreich vertreten: Schwedens Königspaar Carl Gustaf und Königin Silvia folgten dem Trauerzug wie Prinzessin Astrid und Prinzessin Paola von Belgien, Prinz Michael von Kent aus England, Infantin Cristina aus Spanien oder Liechtensteins Fürst Hans Adam II. Zahlreich waren auch die republikanischen Repräsentanten wie der polnische EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek und der tschechische Außenminister Karl Schwarzenberg. Christoph Kardinal Schönborn zelebrierte das Haydn-Requiem mit zwölf Konzelebranten aus der früheren Donaumonarchie. Zum Schluss stimmten die Trauergäste die Kaiserhymne „Gott erhalte …“ an und formierten unter dem Glockenläuten den Trauerkondukt.

Quasi Staatsbegräbnis
Viele Beobachter sehen im Tod Otto von Habsburg eine Zäsur, die auch für das gespaltene Verhältnis der österreichischen Politik zum über 600 Jahre regierenden Herrscherhaus gilt. Zu Zeiten von Bundeskanzler Bruno Kreisky galten die Sozialdemokraten als „Habsburgfresser“. In Österreich, wo der Adel abgeschafft worden ist, wurde der Thronfolger immer als „Herr Habsburg-Lothringen“ angesprochen, während er im Rest der Welt als Seine kaiserliche und königliche Hoheit hofiert wurde. Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann (beide SPÖ) nahmen am Requiem teil und ließen einen Kranz mit rot-weiß-roten Rosen niederlegen, blieben aber dem Trauerzug fern. Dafür spielte aber eine Heereskapelle die Bundes-, die Europa- sowie die Kaiserhymne vor der Gruft.

Tausende Menschen aus der Bevölkerung pilgerten bereits am Vorabend zu den aufgebahrten Särgen von Otto und seiner 2010 verstorbenen Frau Regina (+85) Habsburg in der Kapuzinerkirche am Neuen Markt. Die Kondulenzbücher sind voll mit Ehrerbietungen: „Die Monarchie lebt.“ Traditionsverbände senken die Fahnen vor den Särgen. Die Wiener Innenstadt war teilweise lahmgelegt. Buslinien fielen aus, die U-Bahnen fuhren in der Station Stephansplatz durch.



„Volkskaiser“ posiert vor der Kaisergruft
Vor der Kaisergruft hat sich Hermann Dicker (60) in Position gebracht. „Die Zeit der Monarchie geht zu Ende“, sagt der „Volkskaiser“ aus dem oberösterreichischen Hochburg-Ach. In Uniform und Kaiser-Franz-Josef-Rauschebart gedenkt der ehemalige Wacker-Burghausen-Mitarbeiter vergangener Zeiten. „Diese Rolle ist mir wie auf den Leib geschnitten.“ Er will mit seinem Auftritt seine „große Liebe“ zum Kaiser zeigen.

„Der Todestag ist der wichtigste Tag im Leben eines Menschen“, hat Otto Habsburg einmal gesagt. Das Begräbnis und der Kondukt waren ein Top-Highlight für den Wiener Tourismus. Während am Heldenplatz die Übertragung des Requiems lief, machten es sich die Menschen auf der Wiese bei Kaiserwetter bequem. Touristen ließen es sich nicht nehmen, mit dem Doppeldeckerbus eine Entdeckungsreise zu den imperialen Orten Wiens zu machen. Der Hauch der k.-u.-k-Geschichte in einer Stadt mit der Liebe zum Tod ist zu spüren. „A schöne Leich“, sagt der Wiener. A wunderschöne Leich, möchte man hinzufügen, wenn eine Ära sich dem Ende zu neigt.


Bildtexte:
„So komme er herein!“ – Nach dem Anklopf-Zeremoniell fand Otto von Habsburg seine letzte Ruhestätte in der Kaisergruft der Kapuzinerkirche am Neuen Markt.

Das jetzige Familienoberhaupt, Karl von Habsburg mit seiner Frau Francesca und den Kindern folgten dem Sarg des verstorbenen österreichischen Thronfolgers.

Schwedens König Carl Gustaf und Königin Silvia, dahinter Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein, erwiesen dem letzten Kaisersohn beim Kondukt durch die Wiener Innenstadt die letzte Ehre.
Der „Volkskaiser“ Hermann Dicker aus dem oberösterreichischen Hochburg-Ach hält die alte k.-u.-k-Tradition hoch und erinnert mit Uniform und Rauschebart an Kaiser Franz-Josef. Alle Fotos: Josef König

Die Särge von Otto und Regina Habsburg wurden am Freitag in der Kapuzinerkirche aufgebahrt. Die Bevölkerung nahm zahlreich Abschied.

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+ + + Guglhupf in Goa: Kornelia Santoro tischt den Indern Exotisches auf+ + +

Die aus Ansbach stammende Journalistin schrieb ein Kochbuch mit mediterranen Rezepten/ Sie lebt seit 17 Jahren auf dem Subkontinent: Bier und geräucherte Bratwürste fehlen

GOA/ANSBACH (15.02.11/jk) – Guglhupf in Goa: Die aus Ansbach stammende Journalistin Kornelia Santora (49) tischt mit ihrem neuen Kochbuch den Indern exotische europäische Speisen auf. Mit „Kornelia´s Kitchen“, so der Titel des Werks, sorgte sie in zahlreichen indischen Tageszeitungen für Aufsehen.

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Chicken Tandoori, Curry Madras oder Basmatireis sind in europäischen Großstädten zum Trend geworden, wie die zahlreich aus dem Boden schießenden indischen Restaurants beweisen: Kornelia Santoro setzt einen Gegenpunkt: Nuß-Guglhupf, Alligator-Nudel oder Crackers mit Salsa-Sauce – das sind einige der 88 Rezepte, die Kornelia Santoro in ihrem neuen Buch zusammengestellt hat. Dazu gibt es Einsichten zu „Olivenöl für Körper und Seele“, „Super-Gemüse Auberginen“ oder „Knoblauch, die göttliche Zutat“. Auch eine Hommage an die bescheidene Kichererbse findet sich in der Neuerscheinung.

Vor 17 Jahren begann für Kornelia Santoro (geborene Rebel) ein neues Leben: Sie kündigte ihren Job als Redakteurin bei einer regionalen Tageszeitung in Regensburg, kaufte sich ein Enfield Bullet-Motorrad und düste damit zwei Jahre lang durch Indien. Immer schon sei sie gerne gereist und habe vom Leben in einem exotischen Land geträumt, sagt Kornelia Santoro, die in Erlangen Germanistik, Politik- und Theaterwissenschaftlerin studiert hatte. Auf der Tour lernte sie in Goa ihren heutigen italienischen Ehemann Alberto kennen. Nach der Heirat in Mailand ließen sie sich in dem westindischen Sonnenparadies nieder und leben heute mit ihrem elfjährigen Sohn Valentino dort. Kulinarisch fehlen ihr in der Wahlheimat geräucherte Bratwürste und „ordentliches“ bayerisches Bier. In der Zeit um Weihnachten vermisst sie die Märkte, Klänge und der Schnee. „Wenn ich den Wetterbericht im Fernsehen verfolge, heitert sich die Stimmung wieder auf.“ Das Klima ist eindeutig angenehmer. Von den etwa 140 000 Indien-Urlaubern aus Deutschland reisen jährlich nach Angaben von Tourismusexperten knapp 30 000 nach Goa, das lange als Hippie-Paradies galt. Außerdem überwintern bis zu 5000 deutsche Rentner.

„Wir lieben europäische Gerichte, obwohl wir mitten im sonnigen indischen Goa leben“, sagt Kornelia Santoro. Ihre liebe Not hatte sie allerdings, die Zutaten für europäisches Essen in den heimischen Supermärkten zu erschwinglichen Preisen zu finden. Deshalb verwendet sie in ihren Rezepten hauptsächlich Zutaten, die sie überall auf den lokalen Märkten in Goa findet. An die indische Küche wagt sie sich dagegen nicht: „Da gehen wir lieber aus.“

Über die Jahre bekam sie viel Erfahrung in der mediterranen Küche, sie ersetzte einzelne Zutaten mit lokalen indischen Produkten oder ließ sich spezielle Zutaten „einfliegen“. Von der Kindheit an habe sie italienische und französische Gerichte geliebt. Einige Jahre hatte sie sogar in Griechenland gelebt. In Goa, über 450 Jahre eine portugiesische Kolonie, verbindet sie zwei kulinarische Welten: Die indische Welt, in der sie lebt und die frühere Zeit in Europa, die sie kulinarisch geprägt hat. Pasta und Olivenöl gebe es hier. „Indische Küche lebt von Gewürzen, die mediterrane Küche vom natürlichen Geschmack der Produkte mit wenigen Zutaten“, beschreibt sie den größten Unterschied.

Kochen ist für Kornelia Santoro eine spirituelle Sache: „Wenn ich koche, ist das wie Meditation.“ Die Liebe für ihre Familie oder Freunde fließe in das Essen.“ Den wichtigsten Test müssen ihre Rezepte in der Familie bestehen: "Mann und Sohn sind anspruchsvoll, wenn es um das Essen geht.“ Bereits als Teenager hat sie begonnen, Kochbücher zu sammeln. Im Laufe der Zeit hat sie alte Rezepte aus der Familie übertragen und neu auf- und zubereitet. Ihre deutschen Ursprünge vermischte sie mit dem mediterranen Geschmack des italienischen Ehemanns. „Rund um das Mittelmeer wird gesundheitsbewusst und köstlich gekocht. Das wird auf der ganzen Welt wahrgenommen.“

Inzwischen berichten große indische Tageszeitungen wie die „Mail Today“ in Delhi oder die größten indischen Wochenmagazine „Outlook India“ und „India Today Women“ über „Kornelia´s Kitchen“. In Kursen gibt die Lifestyle-Expertin die Geheimnisse ihrer Kochkunst weiter. Das nächste Buch ist bereits in Arbeit: Es beschäftigt sich mit Allergie-Ernährung.

Buch-Info: Kornelia Santoro: Kornelia´s Kitchen, Mediterranean Cooking for India, Verlag Goa1556, $19.95. www.mediterraneancooking.in

+ + + Am selben Tag wie Otto Waalkes geboren +++


Geburtstagsgrüße aus Ostbayern nach Ostfriesland / Carola Stadtler aus Pfarrkirchen widmet dem Komiker zum Wiegenfest ein Gedicht

Carola StadtlerPFARRKIRCHEN (20.07.2010/jk) Außergewöhnliche Geburtstagsgrüße aus Ostbayern nach Ostfriesland: Carola Stadtler hat dem Komiker Otto Waalkes zum 62. Geburtstag ein Gedicht gewidmet. Beide sind am 22. Juli 1948 geboren. „Ich war schon immer Otto-Fan, ein identischer Geburtstag verbindet irgendwie“, sagt die 61-jährige Rentnerin aus dem niederbayerischen Pfarrkirchen (Lkr. Rottal-Inn).

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„Otto, der berühmte Humorist, mit Carola am gleichen Tag geboren ist. Blaue Augen, blond und zart, wagten sie den Lebensstart“, lauten die ersten Zeilen. Vor zwei Jahren hat Carola Stadtler zum ersten Mal über den gleichen Tag- und Jahr-gleichen Geburtstag in der Zeitung gelesen. Damals feierte sie mit dem friesischen Götterboten den 60. Geburtstag. Erst vor dem 62. Wiegenfest in diesem Jahr besaß die Rottalerin die Muse, dem Komiker aus Ostfriesland ein paar nette Zeilen zu schreiben. „Als an Ostfrieslands Gestaden die Welle gischte, in Ostbayern der Bierhahn zischte. 22.07.48, welch eine magische Zahl, die gibt es für zwei Krebse nur einmal“, schreibt Carola Stadtler über de Duplizität der Ereignisse.

Heute fühlt sie eine tiefe Seelenverwandtschaft mit dem Blödelbarden aus dem Norden. Unter der Lockerheit des Sternzeichens „Krebs“, unter dem die beiden geboren sind, ist sind nach Ansicht von Astrologen häufig ein harter Panzer. Für helfende und kreative Berufe ist der Krebs geradezu prädestiniert. Carola Stadtler hat als Kinderpflegerin und Hauswirtschafterin gearbeitet, jetzt in Rente pflegt die zweifache Mutter ihre kreative Ader. Besonders die humoristische Veranlagung scheinen beide zu haben. „Bei mir etwas weniger als bei Otto“, sagt sie schmunzelnd. Für eine große Karriere wie beim Erfinder des Ottifanten hat es bei Carola Stadtler trotz Ansätze in der Schule nicht gereicht: „Ich war immer der Klassenclown.“

Sie hat drei Kinderbüchlein geschrieben, Gedichte, Sprüche und Kurzgeschichten bringt sie auch zu Papier. Noch eine Gemeinsamkeit hat die Rottalerin entdeckt: Die Mutter von Otto heißt Adele, genauso wie die Schwester von Carola Stadtler.

Als Otto-Fan wünscht sie sich nichts sehnlicher als Otto persönlich kennen zu lernen. „Wenn man am selben Tag Geburtstag hat, sollte man sich schon einmal im Leben gesehen haben“, sagt Carola Stadtler.


+ + + König von Ghana drückt Deutschland die Daumen + + +


Richard Sattler (70) aus Vilsbiburg fiebert bei der Fussball-WM für das afrikanische Land mit, tippt aber 2:1 für Deutschland

Richard I. von AshantiVILSBIBURG (22.06.2010/jk) - Der König von Ghana drückt bei der Fußball-WM Deutschland die Daumen: Zwei Seelen wohnen in der Brust von Richard Sattler (70) aus dem niederbayerischen Vilsbiburg (Lkr. Landshut). „Mein Herz schlägt für Ghana, aber Deutschland muss gewinnen“, sagt Sattler alias König Richard I. von Ashanti, einer Region in der Mitte des westafrikanischen Landes. Sein Tipp für das letzte Gruppen-Spiel lautet 2:1.

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„Ghana hat gute Spieler, Deutschland die besseren“, ist Sattler überzeugt. Erst vor drei Wochen ist der Vilsbiburger von einem vierwöchigen Afrika-Aufenthalt zurückgekehrt und hat dort die Begeisterung miterlebt. Er freue sich, dass „sein“ Land die Qualifikation zur WM geschafft habe. Die Freude dort über Siege der Mannschaft sei groß: Autokolonnen fahren hupend auf und ab – wie in Deutschland. Aber er meint auch, dass die Spieler auf dem Teppich bleiben sollten. Asamoah Gyan, Torschütze im Serbien-Spiel, sei ihm zu überheblich, wenn er Deutschland heimschicken möchte, ärgert sich König Richard, der rund 6.000 km von seinem „Reich“ wohnt.

Mit einem "Akwaaba" (Willkommen) begrüßt der niederbayerische "Kini" seine Besucher. Der ungewöhnliche Aufstieg des niederbayerischen Kfz-Meisters zur königlichen Hoheit geschah vor 17 Jahren. Über einen Asylbewerber aus Ghana war er als Tourist in die Stadt Akomadan (20.000 Einwohner), die in der mittelghanesischen Region Ashanti mit ca. fünf Millionen Einwohnern auf der Fläche Bayerns liegt. Damals wurde er vom Bürgermeister und den Stadträten zum König und "Entwicklungs-Chef" ernannt. "Die ganze Stadt war auf den Beinen, als ich im königlichen Festgewand vereidigt wurde", erinnert sich Sattler.

Er sitzt seitdem auf dem ehrenamtlichen Thron einer Region. Zum Dank für sein Engagement als Entwicklungshelfer erhielt Kfz-Meister Richard Sattler von den Stammesfürsten diese Auszeichnung. Statt königlichem Ornat ist er in der niederbayerischen Kleinstadt leger gekleidet.

In Niederbayern verkaufte der Familienvater lange Jahre Autos der Marke Lada und schraubte an Vespas herum. In Afrika kümmerte er sich um Entwicklungshilfe. Vor dem Stadtrat in Akomadan hat er einen Eid geleistet. Durch sein Engagement wurden Schulen gebaut, Krankenhäuser und Kirchen saniert. Vor Ort leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Brillen, Kleidungsstücke, Betten für Krankenhäuser, Orgeln für Kirchen oder Reifen schickt er per Lkw nach Hamburg und von dort per Schiff nach Ghana.

Seine Stippvisiten gleichen einem Staatsbesuch. Mehrere Wochen ist der Niederbayern im Jahr in Afrika. Nach über sechs Stunden Flug wird "Nana Richard" standesgemäß auf einer Sänfte durch Akadoman getragen. Daran wird auch ein Sieg Deutschlands bei der Fußball-Weltmeisterschaft nichts ändern. König bleibt Richard I. auf Lebenszeit – egal wie das Spiel heute ausgeht.

+ + + Alina (4) sucht Namen für das süße Einohrkaninchen + + +

Keine Laune der Natur: Lauschorgan vermutlich bei Geburt verletzt

Alina Nömmer und der Einohrhase EGGLHAM (11.03.10/jk) – Im Kino lief der Film „Keinohrhase“ - ein kurioses Einohrkaninchen findet sich seit einigen Wochen im Stall der kleinen Alina Nömmer (4) aus Egglham (Lkr. Rottal-Inn). Sie sucht jetzt einen Namen für das süße Osterhäschen, das sie in ihr Herz geschlossen hat.

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Mit Karotten, Sellerie und Petersilie füttert die kleine Alina den albino-weißen Kaninchen-Nachwuchs und traut sich, es allein zu heben. „Sie ist fleißig bei den Häschen“, sagt Opa und Züchter Franz-Xaver Nömmer (64). Das etwa 20 cm große Kaninchen der Rasse „Weißer Neuseeländer“ stammt aus einem Wurf mit drei Geschwistern von Anfang Februar 2010. Es muss sich schon etwas aus der Art geschlagen fühlen. Ihre Geschwister haben alle zwei Löffel auf dem Kopf. An der Stelle des zweiten Ohrs sieht man bei ihm nur einen kleinen Höcker. Drei Wochen nach der Geburt hat der Züchter das fehlende Ohr festgestellt.
Die Mutter der Kaninchen ist nach Angaben des Züchters rund 4,5 Kilogramm schwer und hat 96,5 von 100 Punkten bei einer Rassezüchterschau bekommen. Der weiße Neuseeländer sei ein typisches Wirtschaftskaninchen mit einem auf Frohwüchsigkeit und gute Fleischausbeute gezüchteten Typ, so Nömmer. Über die gute Fleischausbeute der Rasse freut sich auch Alinas Vater Gerhard Nömmer (38), der ist Koch von Beruf…aber keine Angst, in den Kochtopf muss das Einohrkaninchen nicht, versichert er.
Keine Laune der Natur
Das Geheimnis um das kuriose Ein-Ohr-Kaninchen ist schnell gelüftet: Häufig werden die für die Tiere wichtigen Lauschorgane bei der Geburt verletzt und von den Muttertieren entfernt. „Zu 99 Prozent ist das Ohr weg gefressen worden“, sagt Erwin Leowsky, Vorsitzender des Verbandes Bayerischen Rassekaninchenzüchter aus dem oberfränkischen Münchberg. Eine genetische Abwandlung sei fast ausgeschlossen. In der Natur würden Tiere mit einem Ohr von den Eltern verstoßen, da sie nicht überlebensfähig seien, so Leowsky.
Die niederbayerischen Züchter aber kümmern sich um das Wohl des Tieres: Die Nömmers wollen sogar nach einem Namen suchen. An einen Taufpaten haben sie auch schon gedacht: Schauspieler Till Schweiger aus dem Keinohrhasen-Film.


Weitere Infos

+ + + Collagen – Strukturen – Objekte von Waltraud Waldherr + + +

So. 07.03. 2010 - 19:30 Uhr - Ausstellungseröffnung in der Münchner Unterfahrt

Waltraud Waldherr MÜNCHEN (24.02.10) – Die Künstlerin beschäftigte sich in früheren Jahren mit der osteuropäischen Ikonenmalerei und der Meditation, die diese Kunst in sich birgt. Seit 1992 setzt Waltraud Waldherr ihre abstrakten und dekorativen Ideen um.

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In ihren Arbeiten löst sie sich von Hergebrachtem und schreibt ihre ursprüngliche Ikonographie um. Farben und Formen ohne eine gegenständliche Aussage sollen unvoreingenommen betrachtet und neu bewertet werden. Die Künstlerin kombiniert in ihren Werke meist Papier, Karton oder Holz mit oft unscheinbaren, weggeworfenen – gefundenen – Gegenständen, die anderswo schon einmal verarbeitet waren und jetzt zu nichts mehr nütze sind, ihren kommerziellen Wert verloren haben. Die Arbeiten konservieren die meditative Atmosphäre der Entstehung und übertragen diese auch auf den Betrachter.

Selbst bei strenger Bildgestaltung werden manchem Betrachter die Mundwinkel nach außen oben gleiten, sprich lächeln. Waltraud Waldherrs witzige fünfteilige Installation „Olympische Zeitreise“ stand am Anfang der Ausstellung „Frauen bei Olympia“ 2008 im Bonner Frauenmuseum. Zur Vernissage am Sonntag, 7.3.10, ab 19.30 Uhr in der Münchner Unterfahrt (Einsteinstraße) spielt Felix Aiwanger (piano) Werke von Franz Schubert.

Zufahrt mit MVV: U4 / U5, Tram: 15 / 18 / 19, Bus: 190 / 191 Haltestelle: Max–Weber- Platz
Edition Waltraud Waldherr

+ + + Bettruhe nach Reitunfall + + +

Bamberger Bollywood-Schauspielerin Claudia Ciesla muss sechs Wochen Zwangspause einlegen/ Brustwirbel angebrochen / Fans bringen Blumen ans Krankenbett

Claudia Ciesla MUMBAI /BAMBERG (26.01.10/jk) – BAMBERG/MUMBAI – Die Bamberger Bollywood-Schauspielerin Claudia Ciesla (22) liegt nach einem Reitunfall mit angebrochenem Brustwirbel im indischen Mumbai in einer Klinik. Nach Auskunft der behandelnden Mediziner bekommt sie Infusionen mit starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Einheimische Fans bringen der in Indien als exotisch geltenden deutschen Film-Schauspielerin Blumen ans Krankenbett.

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Mit starken Rückenschmerzen war Claudia Ciesla am Montag ins Surana Hospital Mumbai gekommen. Nach dem Röntgen wurde das Ausmaß des Reitunfalls vom Wochenende sichtbar. Klinik-Arzt Dr. Santosh Shetty diagnostizierte einen leicht angebrochenen Brustwirbel - genauer gesagt einen Haar-Riss und Stauchung im Brustwirbel-Bereich.

Glück im Unglück für Claudia Ciesla: Eine völlige Heilung ist nach Angaben der Ärzte möglich. Auch kommt sie um eine Operation herum. Bettruhe sei die wichtigste Therapie, so die Mediziner. Sie muss voraussichtlich zehn Tage in der Klinik bleiben. Der angebrochene Brustwirbel zwingt Claudia Ciesla zu sechs Wochen Pause.

Der Unfall war am Samstagvormittag im Polo-Race-Stadion in Mumbai beim Reiten passiert. Claudia Ciesla ist im Umgang mit Pferden geübt, seit 15 Jahren reitet sie in ihrer Freizeit. Der Unfall geschah beim Abstieg vom Pferd. „Ich bin mit dem Fuß im Steigbügel unglücklich hängen geblieben“, beschreibt sie das Missgeschick. Danach fiel sie auf den Rücken. Zunächst nahm der Bolllywood-Filmstar die Schmerzen kaum wahr. „Es ist nur eine starke Muskelzerrung“, dachte sie.

Claudia Ciesla hat in Indien einen derartig großen Bekanntheitsgrad, dass sie überall auf der Strasse erkannt wird. Meistens ist sie wegen der vielen Fans und Autogramm-Jäger in Begleitung von Bodyguards unterwegs. Sie drehte mittlerweile vier indische Filme und war zuletzt in der Celebrity Reality TV Show BIGG BOSS für zehn Wochen in Mumbai vor der Kamera.

Claudia Ciesla wurde Ende Juni 2009 von der LPU Universität (Lovely Professional University) - eine der größten Universitäten in Indien- ausgezeichnet als "Most Promising Foreign Face award“. Claudia wurde von Mr. Sandeep Marwah, Chairman von Marwah Studios und Noida Film City, in Delhi mit einer lebenslangen Ehrenmitgliedschaft des "International Film and Television Club of Asian Academy Of Film & Television" ausgezeichnet.

Claudia unterstützt mit vielen Medien-Aktionen die caritative Organisation Khushii. Khushi ist eine der größten indienweiten Hilfs-Organisationen. welche die Armen unterstützt. -Ende November 2009 erhielt Claudia in Neu-Delhi den renommierten „Karmaveer Puraskar“-Award". Sie wurde damit für ihr soziales Engagement für indische Straßenkinder ausgezeichnet. Für die nächsten Tage sind nach Angaben des Ciesla-Managements alle Termine gestrichen. Auch der Hindi-Kurs und Schauspielunterricht müssen warten. Voraussichtlich Ende Februar wird die Bambergerin wieder nach Bayern zurückkommen. Neue Projekte locken sie aber schon wieder auf den indischen Subkontinent. Nach eigenen Angaben liegen Angebote für zwei weitere Filme und eine große Reality-TV-Show vor.



+ + + Schauspielerin Claudia Ciesla ernsthaft verletzt + + +

Claudia Ciesla MUMBAI /BAMBERG (25.01.10/jk) – Die deutsche Schauspielerin Claudia Ciesla (22) hat sich bei einem Reitunfall im indischen Mumbai ernsthaft verletzt. Ein Knochen der Brustwirbelsäule ist laut einer ersten Diagnose angebrochen.

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„Es ist schlimmer als gedacht“, sagte Gregor Kaden, Manager der in Bamberg lebenden Schauspielerin, am Montag. Der Unfall ereignete sich am Samstag, seit Sonntag ist Claudia Ciesla in einer Klinik.



Claudia Ciesla stand in mehreren Bollywood-Filmen und zuletzt in der Celebrity Reality TV Show BIGG BOSS für zehn Wochen in Mumbai vor der Kamera.

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